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Motorola Razr Fold im Test: Luxuriöses Foldable mit wenigen Schwächen

PC-WELT – Homepage [Unofficial] June 28, 2026
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Auf einen Blick

Unsere Wertung

Pro

  • Hochwertiges Design mit angenehmer Haptik
  • Sehr gutes Kamerasystem
  • Große, leuchtstarke Displays
  • Solide Akkulaufzeit und schnelles Aufladen

Kontra

  • Relativ klobig
  • Stiftfunktion nicht optimal umgesetzt
  • Leistung nicht auf Spitzenniveau

Fazit

Motorola bleibt seinem Stil auch bei den großen Foldables treu und liefert ein überzeugendes Gesamtpaket. Das Smartphone muss den Vergleich mit der Konkurrenz nicht scheuen und punktet mit einem gelungenen Design, starken Kameras und einer guten Akkulaufzeit.

Preis zum Zeitpunkt des Testberichts

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Motorola hat sich einen ungewöhnlichen Zeitpunkt für den Marktstart seines ersten Foldables im Buchformat ausgesucht. Die hohen Preise für wichtige Komponenten bremsen derzeit selbst die größten Smartphone-Hersteller aus und treiben die Verkaufspreise in die Höhe. Gleichzeitig könnte Apple mit dem erwarteten iPhone Ultra die Kategorie der Foldables schon bald neu definieren.

Dabei hätte man eigentlich erwarten können, dass Motorola in diesem Bereich eine Vorreiterrolle einnimmt. Schließlich hat das Unternehmen mit der Razr-Serie ab 2020 das moderne Klapp-Smartphone entscheidend mitgeprägt.

Ich bezweifle, dass Motorolas Vision eines Falt-Smartphones für knapp 2.000 Euro zum aktuellen Zeitpunkt noch viele Anhänger finden wird. Gemessen an den begrenzten Rahmenbedingungen, die Samsung vor sieben Jahren mit dem ersten Galaxy Fold vorgegeben hat, ist das Razr Fold jedoch ein beeindruckendes Stück Hardware.

Design & Verarbeitung

  • 9,89 mm dünn (geschlossener Zustand) und 243 g leicht
  • Hochwertige Materialien
  • Solides Scharnier
  • IP48/IP49-Zertifizierung gegen Staub und Wasser

Das Razr Fold wirkt weniger wie ein überkonstruierter Prototyp, sondern eher wie ein stimmiges Smartphone, das ich mir gut im täglichen Gebrauch vorstellen kann. Mit 160,05 × 73,6 × 9,89 Millimetern im geschlossenen Zustand (4,55 Millimeter im aufgeklappten Zustand) und einem Gewicht von 243 Gramm ist es jedoch einen ganzen Millimeter dicker und 28 Gramm schwerer als das Samsung Galaxy Z Fold 7.

Jon Mundy / Foundry

Das Design erinnert an das schlanke, hochwertige Motorola Signature, wurde hier aber auf die deutlich größere Fläche eines Foldables übertragen. Die abgerundeten Kanten und die griffigen Materialien wirken dabei nicht nur edel, sondern auch alltagstauglich. Das Smartphone liegt gut in der Hand. Das Gewicht ist gleichmäßig verteilt. Das fließend gestaltete Kameramodul bietet zudem eine praktische Auflage für Ihre Finger.

Jon Mundy / Foundry

Auch das Scharnier ist hervorragend abgestimmt. Es ist straff genug, macht das Öffnen aber nicht unnötig schwer. Die Rundungen des Gehäuses sorgen für mehr Halt an den Kanten, den ein flacheres Gerät wie das Galaxy Z Fold 7 so nicht bietet. Hier merkt man deutlich, dass Motorola viel Erfahrung aus den bisherigen Razr-Modellen mitgenommen hat.

Das grundlegende Problem der Bauform löst Motorola damit allerdings nicht. Die IP48/IP49-Zertifizierung bietet einen ausgezeichneten Schutz gegen Wasser, bleibt beim Thema Staub aber auf dem Niveau anderer Foldables. Eine Ausnahme bildet hier nur das Google Pixel 10 Pro Fold.

Jon Mundy / Foundry

Die Position der KI-Taste gefällt mir jedoch nicht. Sie ist im Grunde nur wirklich sinnvoll nutzbar, wenn das Smartphone aufgeklappt ist. Im geschlossenen Zustand sitzt sie ungünstig über den Lautstärketasten. Sie können sie außerdem nicht frei belegen.

Auch bei der Farbauswahl hätte ich mir bei Motorola mehr Mut gewünscht. Die Pantone-Optionen Blackened Blue und Lily White wirken zwar hochwertig und klassisch, ein oder zwei zusätzliche, lebendigere Farben hätten dem Foldable aber gut gestanden.

Bildschirm & Lautsprecher

  • Außen: 6,56 Zoll, FHD, pOLED, 165 Hz
  • Innen: 8,09 Zoll, 2K, pOLED, 120 Hz
  • Moto Pen Ultra-Stift im Lieferumfang enthalten
  • Dolby Atmos-Stereolautsprecher

Das Motorola Razr Fold bietet zwei helle und flüssige Displays. Außen findet sich ein großes Cover-Display mit einer ungewöhnlich hohen Bildwiederholrate von bis zu 165 Hetz im Gaming-Betrieb. Überdies erreicht es in HDR-Szenen eine Spitzenhelligkeit von bis zu 6.000 Nits.

Das innere Display verzichtet auf diese höhere Frequenz und bleibt bei 120 Hertz. Dafür punktet es mit seiner Größe, einer nur dezenten, wenn auch sichtbaren Falte und einer extrem hohen Spitzenhelligkeit von bis zu 6.200 Nits. Die beiden Bildschirme sind gut aufeinander abgestimmt. Zusammen liefern sie ein scharfes, flüssiges und farblich stimmiges Bild.

Jon Mundy / Foundry

Beim Razr Fold stehen drei unterschiedliche Farbeinstellungen für die Displays zur Auswahl: Vivid, Radiant und Natural. Auch ohne Kolorimeter fand ich die Farbintensität und Präzision bei “Radiant” besonders gut ausbalanciert.

Bei der Position der internen Selfie-Kamera hat sich Motorola eher von Google als von Samsung inspirieren lassen. Die Linse sitzt in der oberen rechten Ecke des Bildschirms. Dadurch stört sie beim Surfen im Vollbildmodus nicht zu sehr.

Nachdem Samsung die Unterstützung für den S Pen beim Galaxy Z Fold 7 aufgegeben hat, ist Motorolas Integration des Moto Pen Ultra besonders lobenswert. Er ist im Lieferumfang enthalten und unterstützt Sie beim Notieren und Skizzieren auf beiden Displays.

Jon Mundy / Foundry

Der Moto Pen Ultra ist jedoch nicht wie bei Samsungs Galaxy S26 Ultra nahtlos ins Smartphone-Gehäuse integriert. Stattdessen wird er mit einem sperrigen (wenn auch gut verarbeiteten) Ladeetui in Zigarrengröße geliefert.

Für einen runden Klang sorgen zwei Dolby-Atmos-fähige Stereolautsprecher. Die Qualität ist gut, wenn auch bei höheren Lautstärken etwas zu höhenbetont und schrill. Die Lautsprecher sind solide, können es jedoch nicht mit Apples iPhone 17 Pro aufnehmen.

Ausstattung & Rechenleistung

  • Älterer Qualcomm Snapdragon 8 Gen 5-Chip
  • 16 GB LPDDR5X-RAM
  • Nur eine Speicheroption mit 512 GB

Motorola verbaut im Razr Fold genau dieselben Komponenten wie im Flaggschiff-Modell “Signature“. Auch hier werkeln der Qualcomm Snapdragon 8 Gen 5-Chip mit 16 Gigabyte RAM und es gibt nur eine Speicheroption mit 512 Gigabyte.

Der Snapdragon 8 Gen 5 ist mittlerweile ein etwas älterer Chip, der bereits um die Jahreswende abgelöst wurde. Bei einem Smartphone für 1.399 Euro wie dem Motorola Signature ist das vielleicht nur eine interessante Beobachtung. Beim Fold jedoch, das mit knapp 2.000 Euro zu Buche schlägt, ist das ein Kritikpunkt. Insbesondere dann, wenn das Galaxy Z Fold 7 mit einem neueren Prozessor zu einem ähnlichen Preis angeboten wird.

Jon Mundy / Foundry

Im Alltag wirkt das Razr Fold jedoch nicht weniger leistungsfähig als seine faltbaren Konkurrenten. In Benchmark-Tests übertrifft es das Google Pixel 10 Pro Fold sogar. Auch wenn Sie die 165-Hertz-Funktion nicht of nutzen, macht sich beim Spielen von “Destiny Rising” die flüssige Darstellung sehr positiv bemerkbar. Auch die Bedienung ist stets flüssig, mit sanften Animationen, nahtlosen Übergängen und verzögerungsfreiem Multitasking.

Motorola Razr Fold Benchmarks

Kameras

  • 50 MP, f/1,6 Hauptkamera auf der Rückseite
  • 50 MP, f/2,0 Ultraweitwinkel mit 120-Grad-Sichtfeld
  • 50 MP, f/2,4, 3-fach-Teleobjektiv
  • 20-MP- und 32-MP-Selfie-Kameras

Im Razr Fold kommt das bekannte Motorola-Dreifach-Kamerasystem mit drei 50-Megapixel-Sensoren zum Einsatz. Das zahlt sich hier besonders aus, denn faltbare Smartphones haben oft eine schlechtere Kamera-Ausstattung als ihre nicht faltbaren Pendants. Das Razr Fold macht in nahezu allen Situationen sehr gute Fotos.

Jon Mundy / Foundry

Der relativ große 1/1,28-Zoll-Hauptsensor in Kombination mit der großen Offenblende von f/1,6 sorgt dafür, dass Aufnahmen bei Tageslicht scharf und hell ausfallen. Auch die Bildverarbeitung von Motorola scheint sich deutlich verbessert zu haben. Die Bilder wirken lebendiger und bieten mehr Kontrast. Davon profitieren unter anderem Porträts, bei denen ein natürliches Bokeh für Tiefe sorgt.

Nachtaufnahmen gelingen ebenfalls sehr detailliert. Sie sind jedoch nicht ganz auf dem Niveau der aktuell besten Kamera-Smartphones Google Pixel 10 Pro und Xiaomi 17 Ultra.


Die 50-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera liefert gute Ergebnisse bei Landschaftsaufnahmen und erzeugt detailreiche Bilder ohne übermäßige Randverzerrung und mit einem gleichmäßigen Farbtonaufbau. Diese Kamera eignet sich auch für Makroaufnahmen, weil sie eine sehr geringe Naheinstellgrenze bietet.

Die 50-Megapixel-Tele-Kamera ermöglicht Aufnahmen mit nativem Dreifach-Zoom. Sie sollten jedoch nicht zu weit über den Sechsfach-Zoom (maximal Zehnfach-Zoom) hinausgehen, weil die Detailgenauigkeit hier stark abnimmt. Insbesondere der 50-fache und der 100-fache Zoom sind nahezu unbrauchbar.

Jon Mundy / Foundry

Ein weiterer Kritikpunkt: Nach einer etwa einstündigen Foto- und Videosession mit 4K-Aufnahmen wurde das Razr Fold in meinem Test unangenehm heiß.

Es gibt zwei mittelmäßige Frontkameras, eine 20-Megapixel-Kamera auf der Vorderseite und eine 32-Megapixel-Kamera auf der Innenseite, die passable Selfies liefern. Nutzen Sie jedoch lieber die Sucherfunktion des externen Displays und machen Sie Ihre Selbstporträts mit der Hauptkamera. Hier erzielen Sie deutlich bessere Ergebnisse.

Akkulaufzeit & Aufladen

  • 6.000-mAh-Silizium-Kohlenstoff-Akku
  • 80 W kabelgebundenes Laden
  • 50 W kabelloses Laden

Mit dem großzügigen 6.000-Milliamperestunden-Akku nimmt Motorola eine weitere Schwäche von Falt-Smartphones ins Visier. Er ist sogar größer als der Stromspeicher im Motorola Signature, ganz zu schweigen vom Samsung Galaxy Z Fold 7 (4.400 Milliamperestunden) und dem Google Pixel 10 Pro Fold (5.050 Milliampersetunden).

Interessanterweise liegt er im PCMark 3.0 Work-Batterietest, der auf dem großen internen Display durchgeführt wurde und eine gemischte Produktivitätslast simuliert, weiterhin deutlich hinter Googles Foldable. Mit knapp elf Stunden übertrifft er jedoch klar Samsungs aktuelles Foldable-Topmodell. Mit einer Akkuladung sollten Sie also problemlos über den Tag kommen.

Jon Mundy / Foundry

Wenn der Akku doch einmal leer ist, können Sie ihn mit beeindruckenden 80 Watt per Kabel wieder aufladen. Im Lieferumfang ist leider kein Netzteil enthalten. Mit einem 120-Watt-Ladegerät von Vivo gelang es mir dennoch, die charakteristische TurboPower-Anzeige zu aktivieren.

Das Smartphone erreichte nach 15 Minuten Ladezeit bei leerem Akku 31 Prozent. Nach 30 Minuten waren es bereits 54 Prozent. Eine vollständige Aufladung dauerte etwas mehr als eine Stunde. Kabellos laden kann das Razr Fold mit 50 Watt.

Benutzeroberfläche & Apps

  • Android 16
  • 7 Jahre Software-Updates
  • Zu viel Bloatware
  • Verwirrende KI-Funktionen

In den vergangenen Jahren hat sich Motorola zunehmend von seinem einst guten Ruf für eine schlanke Benutzeroberfläche distanziert und stattdessen mehr eigene Anpassungen sowie zusätzliche Drittanbieter-Apps integriert. Dennoch bietet Android 16 auf dem Razr Fold nach wie vor eine relativ übersichtliche Benutzeroberfläche.

Mir gefällt die Moto-App von Motorola, die als praktische Einführung in die Funktionen des Smartphones dient. Dazu gehören auch die Gesten von Motorola, die praktische Abkürzungen bieten, wenn Sie das Smartphone beispielsweise zweimal schütteln. Auf die vorinstallierten Apps von Amazon Music, LinkedIn, Opera, Facebook und Instagram könnte ich aber verzichten.

Jon Mundy / Foundry

Motorola gehört zu den Herstellern, die KI-Funktionen eher breit einstreuen, statt einen klar fokussierten Ansatz zu verfolgen. Googles Gemini nimmt einen Ehrenplatz auf dem ersten Startbildschirm ein, unweit von Motorolas eigener Moto-AI-App.

Letztere ist eine ansprechend gestaltete Sammlung grundlegender Tools. Hier finden sich Werkzeuge zur Erstellung von KI-Kunstwerken, zur Transkription von Notizen oder zum Speichern von Screenshot-Erinnerungen.

Jon Mundy / Foundry

Diese Funktionen hätten meiner Meinung nach schon ausgereicht. Motorola hat jedoch noch die Drittanbieter-Assistenten “Perplexity” und “Copilot” vorinstalliert. Da verliert man schnell die Übersicht.

Motorola verspricht sieben Jahre Android-Updates und bringt das Razr Fold damit in Hinblick auf Software-Support auf Augenhöhe mit dem Samsung Galaxy Z Fold 7 und dem Google Pixel 10 Pro Fold.

Preis & Verfügbarkeit

Das Motorola Razr Fold ist bei Amazon aktuell ab 1.789 Euro erhältlich. Damit ist es fast 300 Euro teurer als das Google PIxel 10 Pro Fold für 1.444 Euro. Das Samsung Galaxy Z Fold 7 kostet mit der gleichen Speicher-Ausstattung 1.744 Euro.

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Fazit

Das Motorola Razr Fold ist ein sehr elegantes, überraschend stimmiges, faltbares Smartphone mit zwei hervorragenden Displays, leistungsstarken Kameras und einer guten Akkulaufzeit. Es ist vielleicht nicht so schlank und leicht wie das Samsung Galaxy Z Fold 7, doch sein durchdachtes Design macht die Alltagsnutzung überraschend unkompliziert.

Schwächen finden sich bei der nicht mehr topaktuellen Prozessor-Ausstattung und beim relativ hohen Preis. Dennoch ist das Razr unter anderem dank seiner tollen Kamera-Ausstattung und der umfassenden Softwareunterstützung ein starker Konkurrent für Google und Samsung.

Technische Daten

  • Android 16
  • Außen: 6,56 Zoll, FHD, pOLED, 165 Hz, 2,5D-Display
  • Innen: 8,09 Zoll, 2K, pOLED, 120 Hz, flaches Display
  • Seitlich angebrachter Fingerabdrucksensor
  • Qualcomm Snapdragon 8 Gen 5
  • 16 GB LPDDR5X-RAM
  • 512 GB Speicher
  • 50 MP, f/1,6 Hauptkamera
  • 50-MP-Ultraweitwinkel-Makro-Kamera mit f/2,0
  • 50-MP-Tele-Makro-Kamera mit f/2,4
  • Videoaufnahmen mit bis zu 8K bei 30 fps (Rückseite)
  • 20-MP- und 32-MP-Frontkameras
  • Dolby Atmos-Stereolautsprecher
  • eSIM und physische SIM-Karte
  • WLAN 802.11 a/b/g/n/ac/6e/7
  • Bluetooth 6
  • 6.000-mAh-Akku
  • 80W kabelgebundenes Laden
  • 50 W kabelloses Laden
  • 160,05 × 73,6 × 9,89 mm (zusammengeklappt)
  • 243 g
  • Verfügbare Farben: Lily White, Blackened Blue

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