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Apples Smarthome-Katastrophe: Hilfe ist unterwegs, aber nicht so schnell

Macwelt – News, Tipps und Tests von Apple-Experten [Unofficial] July 3, 2026
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Im Januar hatte ich mich in der ersten Kernhaus-Kolumne des Jahres über Apples schlechteste Software Homekit beklagt und für den Text viel Zuspruch von Leidensgenossen bekommen. Zu meiner Freude scheint aber auch Apple reagiert zu haben – wobei, so wichtig nehme ich meine Texte und mich auch wieder nicht. In Cupertino wussten die meisten Verantwortlichen wohl schon länger als ich, dass Homekit im heutigen Zustand einfach nichts taugt und die Smarthome-Steuerung auf die neue Siri AI warten muss, damit sie endlich das hält, was sie seit Jahren verspricht.

Abhilfe ist jetzt endlich in Sicht, künftige Generationen von Apple TV und Homepod werden mit der verbesserten Apple-Intelligence zurechtkommen, da sie offenbar taugliche Prozessoren bekommen. Es ist einerseits absurd, Lautsprecher und Streamingadapter mit Chips auszustatten, die auch ein Macbook steuern könnten. Aber andererseits ist der Homepod in seinem Selbstverständnis schon immer weit mehr als ein Lautsprecher gewesen, und das Apple TV ist in den letzten 20 Jahren von einem „Homepod für das Wohnzimmer“ zu einem annähernd vollwertigen Computer geworden, der wie eine Spielekonsole weder Tastatur noch Maus benötigt und eben an einen Fernsehapparat angeschlossen ist und nicht an einen USB-C-Monitor.

Drei neue Gerätschaften für mein Smarthome

Ich werde vermutlich – allein schon aus beruflicher Neugier – mir die nächste Apple TV, die zweite Generation des Homepod Mini und womöglich auch das Hybridgerät Homepad anschaffen und im Haus installieren, obwohl die Lautsprecher und die Streamingbox als solche ihre Dienste meist klaglos verrichten. In einem früheren Leben wäre ich nie auf die Idee gekommen, perfekt ausgerichtete Lautsprecher nach nur sechs Jahren durch ein neues Paar zu ersetzen, es sei denn, das Budget reicht nach diesen sechs Jahren für eine oder zwei Qualitätsstufen höher.

Ich rechne nicht damit, dass die kommenden Homepods Mini 2 besser klingen als das Paar, das ich jetzt an das Apple TV 4K angeschlossen habe, das wiederum auch keine besseren Filme, Serien und linear ausgestrahlten Tatorte zeigen wird.

Aber mit Siri AI erwarte ich endlich eine wesentlich nützlichere Sprachsteuerung. Wenn ich etwa heute sage: „Licht im Wohnzimmer aus!“ warte ich nicht nur gefühlt eine Minute auf Reaktion, und nicht selten kommt ein „Bin dran …“ oder gar ein „Es ist etwas schiefgelaufen …“ aus dem Lautsprecher, sondern Siri ist bisher noch so doof, einfach alles auszuschalten, was in seinem Namen den String „Licht“ enthält. Ja, ich weiß, ich bin selbst daran schuld, dass ich den smarten Stromverteiler „Lichtleiste“ benannt habe. Von der neuen Siri AI erwarte ich jedoch, dass sie den Unterschied zwischen einer Lampe und einer Steckdosenleiste kennt, egal, wie die Geräte heißen.

Siri AI erzählt, was die Kamera sieht

Beeindruckt hat mich in Apples Demonstration auf der WWDC zudem, wie kompatible Sicherheitskameras erkennen, was da vor ihren Objektiven passiert. Wie schön, wenn ich bei der nächsten Lieferung den UPS/DHL/Hermes-Boten rechtzeitig eine Meldung auf das iPhone bekomme und ihn auf das Haus zugehen sehe, sodass er keine Chance hat, das Klingeln zu unterlassen und stattdessen nur einen Zettel in den Briefkasten zu werfen. Andererseits würde ich den stets von ihrem Unternehmen gehetzten Paketboten in der Weihnachtszeit ein Trinkgeld spendieren oder jetzt im Hitzesommer eine Flasche Wasser. Aber wenn die zu schnell wieder weitergerannt sind, klappt das eben nicht.

Die Krux an der Sache: Montiere ich eine Sicherheitskamera an der Haustür, filme ich auch in den öffentlichen Bereich – und das ist nun mal untersagt, da helfen auch die mit jeder Kamera mitgelieferten Warnaufkleber nicht. Bleibt es also bei der analogen, unintelligenten Klingel.

Siri AI wird so schnell in der EU nicht auf iPhone und iPad kommen, aber auf den Mac, denn den ordnet die EU-Kommission nicht als Gatekeeper ein. Gleiches gilt für das Apple TV und sein Betriebssystem tvOS 27. Bleibt nur die Frage des Homepod, denn der hat nach wie vor kein eigenes Betriebssystem, sondern nur eine Betriebssoftware, die das iPhone auf den Lautsprecher installiert und verwaltet. Siri AI wird also auf dem Homepod erlaubt sein, aber nicht auf dem iPhone? Was passiert in Fällen, wenn Siri AI etwas zeigen will und nicht nur darüber sprechen – show, don’t tell? Damit meine ich nicht Fälle wie wir sie heute kennen: „Tut mir leid, das kann ich nicht beantworten, ich kann aber auf dem iPhone danach suchen lassen.“

Neues System in Aussicht

Ich habe offen gestanden meine Zweifel, dass Siri AI so ohne Weiteres auf den Homepod kommt und somit über eine Hintertür auch auf das iPhone. Es gäbe aber einen Ausweg: Ein neues Betriebssystem namens homeOS 27.

Mit einem solchen hatten wir schon vor einem Jahr gerechnet, da waren wir aber optimistisch, dass Apple die neue Siri noch auf die 26er-Versionen seiner Systeme würde bringen können. Der hypothetische Homepad verlangt zweifelsfrei nach einem eigenen oder zumindest auf ihn angepassten System. Warum sollte das dann nicht auch auf einem Homepod laufen, der gewissermaßen wie ein Homepad ohne Bildschirm sein wird? Spekulationen kursierten, Apples neue Home-Zentrale würde modular werden, also aus einer Basis bestehen, die den Ton ausgibt, und einem oder mehreren Bildschirmen, die man an beliebigen Stellen der Wohnung montieren könnte.

Aber das sind derzeit noch Wunschvorstellungen. Nur eines scheint sicher zu sein: Homekit wird bald besser, halten Sie durch!

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