Schließ ohne Zögern Frieden mit deinem Gegner. (Mt 5,25)
Tagesimpuls
June 11, 2026
10 Woche im Jahreskreis Donnerstag Evangelium Mt 5, 20–26 In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: 20 Wenn eure Gerechtigkeit nicht weit größer ist als die der Schriftgelehrten und der Pharisäer, werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen. 21 Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst nicht töten; wer aber jemanden tötet, soll dem Gericht verfallen sein. 22 Ich aber sage euch: Jeder, der seinem Bruder auch nur zürnt, soll dem Gericht verfallen sein; und wer zu seinem Bruder sagt: Du Dummkopf!, soll dem Spruch des Hohen Rates verfallen sein; wer aber zu ihm sagt: Du Narr!, soll dem Feuer der Hölle verfallen sein. 23 Wenn du deine Opfergabe zum Altar bringst und dir dabei einfällt, dass dein Bruder etwas gegen dich hat, 24 so lass deine Gabe dort vor dem Altar liegen; geh und versöhne dich zuerst mit deinem Bruder, dann komm und opfere deine Gabe! 25 Schließ ohne Zögern Frieden mit deinem Gegner, solange du mit ihm noch auf dem Weg zum Gericht bist! Sonst wird dich dein Gegner vor den Richter bringen und der Richter wird dich dem Gerichtsdiener übergeben und du wirst ins Gefängnis geworfen. 26 Amen, ich sage dir: Du kommst von dort nicht heraus, bis du den letzten Pfennig bezahlt hast. Tagesimpuls Schließ ohne Zögern Frieden mit deinem Gegner. (Mt 5,25) Wenn uns bewusst ist, dass es Schwierigkeiten mit Menschen gibt, dann sollen wir ohne Zögern Frieden schließen. Häufig wird es so sein, dass wir glauben, im Recht zu sein. Dann müssen wir aufpassen, dass wir den anderen nicht richten, nicht verurteilen. Solange wir den anderen richten und verurteilen, geschieht das, was Jesus hier sagt: Wir sind mit ihm auf dem Weg zum Gericht. Und dann wird uns selbst die Strafe treffen genau wegen des Richtens und Urteilens über den anderen. Schließ ohne Zögern Frieden mit deinem Gegner. Jesus sagt, dass wir nicht lange zögern sollen. Konflikte sollen nicht schwelen. Wenn man erkannt hat, dass etwas nicht in Ordnung ist, dann soll man das nicht auf die lange Bank schieben. Ich habe mich in diesem Zusammenhang gefragt: Kann man sich denn bei einem anderen für etwas entschuldigen, wo man selbst wirklich nicht sieht, dass man etwas falsch gemacht hatte? Die andere Person fühlt sich so. Sie ist davon überzeugt, dass ich ihr Unrecht getan habe. Vielleicht muss man sich dann tatsächlich doch entschuldigen, oder zumindest sein Mitgefühl ausdrücken für das, was sie jetzt so empfindet. Wir sollen den erste Schritt tun und nicht warten oder hoffen, dass der andere irgendwann mal zur Einsicht kommt. Und darüber hinaus können wir uns wohl nie ganz von eigener Schuld freisprechen. Schließ ohne Zögern Frieden mit deinem Gegner. Diese Worte Jesu sind herausfordernd. Wir müssen sie als Maßstab für unser Handeln anlegen. Wir können Jesus fragen: „Gibt es einen oder mehrere Menschen, auf die ich zugehen müsste?“ Jesus wird sie uns zeigen. Und wenn er sie uns gezeigt hat, dann dürfen wir nicht zögern. Gebet: Jesus, ich danke dir, dass du und hilfst, alle Konflikte zu bereinigen. Hilf mir, von meinem Stolz loszulassen, der nicht nachgeben will! Hilf mir, den ersten Schritt zu tun! Ich will nicht mehr zögern, sondern dein Wort befolgen. Pastor Roland Bohnen www.tagesimpuls.org Pfarrer-Kreins-Str. 2 52538 Selfkant Süsterseel Telefon 02456 – 3627 Fax 02456 – 3019 pastor.bohnen@kirche-selfkant.de www.kirche-selfkant.de
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