Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. (Joh 14,27)

Tagesimpuls May 5, 2026
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05 Woche der Osterzeit Dienstag Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes Joh 14, 27–31a In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht, wie die Welt ihn gibt, gebe ich ihn euch. Euer Herz beunruhige sich nicht und verzage nicht. Ihr habt gehört, dass ich zu euch sagte: Ich gehe fort und komme wieder zu euch. Wenn ihr mich liebtet, würdet ihr euch freuen, dass ich zum Vater gehe; denn der Vater ist größer als ich. Jetzt schon habe ich es euch gesagt, bevor es geschieht, damit ihr, wenn es geschieht, zum Glauben kommt. Ich werde nicht mehr viel zu euch sagen; denn es kommt der Herrscher der Welt. Über mich hat er keine Macht, aber die Welt soll erkennen, dass ich den Vater liebe und so handle, wie es mir der Vater aufgetragen hat. Tagesimpuls Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. (Joh 14,27) Es ist nicht selbstverständlich, dass unser Herz in Frieden ist. Es gibt immer wieder Beunruhigungen. Manche Menschen können nicht schlafen, weil sie keinen Frieden finden. Wir können das auch nicht einfach steuern. Wir haben zwei Möglichkeiten, wie wir den Frieden suchen können. Jesus erwähnt sie beide. Wir können den Frieden suchen, den die Welt uns gibt. Wir nennen das auch Befriedigungen. Das sind aber eher Ablenkungen. Oder wir gehen zu Jesus und suchen bei ihm den Frieden, den die Welt nicht gibt. Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Manchmal finden wir aber bei Jesus auch nicht so schnell den Frieden, den wir suchen. Wir beten zu Jesus, aber der Friede kommt noch nicht. Dann will Jesus uns etwas zeigen. Er will, dass wir erkennen, dass der Fluss seines Friedens noch blockiert ist. Das kann dann geschehen, wenn wir noch nicht von ganzem Herzen verziehen haben. Wir dürfen dann zu Jesus beten, dass er uns hilft, von ganzem Herzen zu verzeihen. Wir können das am besten laut aussprechen: „Jesus, in deinem Namen und in deiner Kraft – von mir aus schaffe ich das nicht – verzeihe ich NN., dass er/sie mir … (dies und dies) angetan hat.“ Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Es kann auch sein, dass es noch einige wunde Punkte in mir gibt. Die können sogar von Generationen vor mir verursacht worden sein. Daher können wir auch den Generationen vor uns verzeihen und stellvertretend für sie um Verzeihung bitten. Wir können auch denen vergeben, die unseren Vorfahren Böses angetan haben. All das kann dazu beitragen, dass die wunden Punkte in uns heilen und wir nicht mehr so verletzlich sind. Es kann sein, dass wir auf diese Weise viel Versöhnung schenken und empfangen, und dann kann der Friede von Jesus neu und intensiver als bisher in uns hineinfließen. Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Wenn wir Unfrieden in uns spüren, leiden wir eigentlich immer unter den Sünden der Menschen, unserer eigenen oder den Sünden anderer. Wir können an Jesus denken, der sein Kreuz getragen hat, oder an Jesus, der sich hat taufen lassen, obwohl er keine Sünde hatte. Er war bereit, das Lamm Gottes zu sein, das geopfert wird, um die Sünden wegzunehmen. Wenn wir leiden, sind wir mit Christus kleine Opfer. Wir nehmen teil an seinem Werk. Wir leiden mit ihm, wir gewähren allen Verzeihung, wir bitten für uns und für alle um Vergebung der Sünden, und durch uns fließt wieder neuer Friede in die Welt. Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Vielleicht klingt das alles zu schwierig. Auf jeden Fall ist es gut, wenn wir mit dem Unfrieden, der in uns ist, zu Jesus kommen und bei Jesus bleiben. Jesus wird uns lehren, was wir am besten tun und wie wir uns am besten verhalten sollen. Darüber hinaus ist es sehr hilfreich zu beichten. Das Sakrament hat eine enorme Kraft. Da werden viele Wunden geheilt. In der Lossprechung schenkt der Priester „Verzeihung und Frieden“. Und wenn es manchmal eine Zeit lang dauert, bis wir den Frieden wieder finden, dann opfern wir diese Zeit Jesus auf, um für die Menschen zu beten, die mit der Entstehung des Unfriedens verbunden sind! Es ist nur eine Frage der Zeit. Wenn wir nicht in Bitterkeit versinken, dann wird der Friede Jesu wieder zu uns kommen. Gebet: Jesus, manchmal finden wir nicht gleich den Frieden. Wir brauchen Vergebung. Wir sollen verzeihen. Bitte hilf uns auf diesen Weg, den wir nicht alleine schaffen. Bitte nimm uns an als Opfer für den Frieden, damit unser Leiden einen Sinn bekommt. Bewahre uns davor, in Bitterkeit zu versinken und an der Unversöhnlichkeit festzuhalten. Hilf uns, dass wir den Weg so gehen wie du: dass wir Sünden vergeben und Verzeihung gewähren. Pastor Roland Bohnen www.tagesimpuls.org Pfarrer-Kreins-Str. 2 52538 Selfkant Süsterseel Telefon 02456 – 3627 Fax 02456 – 3019 pastor.bohnen@kirche-selfkant.de www.kirche-selfkant.de

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