Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich bleibe in ihm. (Joh 6,55)

Tagesimpuls June 4, 2026
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Fronleichnam Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes Joh 6, 51–58 In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge: Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch für das Leben der Welt. Da stritten sich die Juden und sagten: Wie kann er uns sein Fleisch zu essen geben? Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tag. Denn mein Fleisch ist wahrhaft eine Speise und mein Blut ist wahrhaft ein Trank. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich bleibe in ihm. Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und wie ich durch den Vater lebe, so wird jeder, der mich isst, durch mich leben. Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Es ist nicht wie das Brot, das die Väter gegessen haben, sie sind gestorben. Wer aber dieses Brot isst, wird leben in Ewigkeit. Tagesimpuls Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich bleibe in ihm. (Joh 6,55) An manchen Stellen des heutigen Evangeliums verbindet Jesus das Essen seines Fleisches und das Trinken seines Blutes. An anderen Stellen, sagt er nur: „wer mein Brot ißt.“ Man kann es so verstehen: Das Brot ist das eucharistische Brot. Dieses Brot ist sein Fleisch und sein Blut. Daher lehrt die Katholische Kirche, dass der ganze Jesus, mit Fleisch und Blut, Gottheit und Menschheit, in einem Partikel des eucharistischen Brotes enthalten ist. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich bleibe in ihm. Auf der anderen Seite sagt Jesus bei der Einsetzung des Abendmahls: „Nehmt und esst…“, und dann auch: „Nehmt und trinkt!“ Insbesondere in der Orthodoxen Kirche wird daher die Eucharistie immer allen Gläubigen unter beiden Gestalten gereicht. Wir Katholiken müssen uns Gedanken machen, wie wir das besser praktizieren können. Bisher wird es eher in Messen mit kleiner, überschaubarer Teilnehmerzahl praktiziert. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich bleibe in ihm. Aber unser wichtiger theologischer Grundsatz bleibt bestehen: Leib und Blut Christi sind in jedem auch noch so kleinen Partikel des eucharistischen Brotes enthalten. Die Gültigkeit und die volle Wirksamkeit hängt also nicht davon ab, ob wir unter beiden Gestalten kommunizieren oder nur unter einer. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich bleibe in ihm. Wichtiger ist der Glaube und unsere Vorbereitung. Dass wir die Sakramente der Eucharistie und der Beichte nicht mehr in Verbindung sehen, macht mir persönlich viel mehr Sorgen. Oder besser gesagt, dass im Moment immer noch eine große Mehrheit von Katholiken glaubt, dass man selbstverständlich kommunizieren könnte auch ohne die Beichte. Wir brauchen beide Sakramente, um innerlich im Glauben lebendig zu bleiben. Dass wir zu großen Teilen nicht mehr beichten, ist der eigentliche Grund für den Rückgang der Teilnehmer an der Eucharistie und für den Rückgang des Glaubens. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich bleibe in ihm. Wenn wir uns nach einer Erneuerung des kirchlichen Lebens sehnen, dann brauchen wir eine Erneuerung der Praxis des Bußsakraments. Dann wird auch der Glaube stärker, das wird sich auswirken auf den Glauben an die Gegenwart Jesu in der Eucharistie und auf die Mitfeier der Heiligen Messe. Gebet: Jesus, unsere Kirche ist immer noch sehr schwach. Immer noch gibt es rückläufige Tendenzen beim Glauben und bei der Feier der Sakramente. Danke aber auch für alle, deren Glaube in den letzten Jahren gewachsen ist. Schenke uns eine Erneuerung des Glaubens an deine Gegenwart in der Eucharistie und lass deine Kirche wieder wachsen! Pastor Roland Bohnen www.tagesimpuls.org Pfarrer-Kreins-Str. 2 52538 Selfkant Süsterseel Telefon 02456 – 3627 Fax 02456 – 3019 pastor.bohnen@kirche-selfkant.de www.kirche-selfkant.de

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