Niemand kann zu mir kommen, wenn nicht der Vater, der mich gesandt hat, ihn zu mir führt. (Joh 6,44 )
Tagesimpuls
April 23, 2026
03 Woche der Osterzeit Donnerstag Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes Joh 6, 44-51 In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge: Niemand kann zu mir kommen, wenn nicht der Vater, der mich gesandt hat, ihn zu mir führt; und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag. Bei den Propheten heißt es: Und alle werden Schüler Gottes sein. Jeder, der auf den Vater hört und seine Lehre annimmt, wird zu mir kommen. Niemand hat den Vater gesehen außer dem, der von Gott ist; nur er hat den Vater gesehen. Amen, amen, ich sage euch: Wer glaubt, hat das ewige Leben. Ich bin das Brot des Lebens. Eure Väter haben in der Wüste das Manna gegessen und sind gestorben. So aber ist es mit dem Brot, das vom Himmel herabkommt: Wenn jemand davon isst, wird er nicht sterben. Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch, ich gebe es hin für das Leben der Welt. Tagesimpuls Niemand kann zu mir kommen, wenn nicht der Vater, der mich gesandt hat, ihn zu mir führt. (Joh 6,44) Nachdem Jesus darüber gesprochen hatte, wer nicht an ihn glaubt (trotz der Zeichen, die er gewirkt hatte), spricht er nun über die, die zum Glauben kommen. Hier betont Jesus, dass es eine besondere Gnade vom Vater ist. Der Vater führt uns zu Jesus. Dass diese aber für uns kein passiver Vorgang ist, sagt er im nächsten Satz: „Jeder, der auf den Vater hört und seine Lehre annimmt, wird zu mir kommen.“ Es ist also eine Gnade, die allen Menschen offen steht. Unser Teil ist es, dass wir auf den Vater hören und seine Lehre annehmen. Niemand kann zu mir kommen, wenn nicht der Vater, der mich gesandt hat, ihn zu mir führt. Aber warum sagt Jesus hier nicht: „Jeder, der auf mich hört“? Für mich ist das ganz klar! Die Stimme des Vaters ist die innere Stimme, die Stimme des Gewissens. Daher auch dann der Satz: „Alle werden Schüler Gottes sein.“ Der Vater spricht im Inneren unseres Herzens. Wir erkennen jetzt, dass Jesus hier die Zukunft voraussieht. Der Heilige Geist wird kommen, wir werden wieder die Stimme Gottes in unserem Inneren hören, und so kann der Vater uns zu Jesus führen. Niemand kann zu mir kommen, wenn nicht der Vater, der mich gesandt hat, ihn zu mir führt. Auch dies bleibt von uns her kein rein passiver Vorgang. Wir können auf den Heiligen Geist hören, müssen es aber nicht. Das Verhältnis von göttlicher Gnade, ohne die nichts geschieht, und unserer Freiheit könnte man vergleichen mit einer Tresortür mit zwei Schlössern. Beide Schlüssel müssen eingesteckt werden. Gottes Gnade muss sowieso wirken. Aber wir müssen auch wollen. Niemand kann zu mir kommen, wenn nicht der Vater, der mich gesandt hat, ihn zu mir führt. Jesus sagt auch an anderen Stellen, dass wir zu ihm kommen sollen. Wir können uns für heute vornehmen, in allen Situationen zu Jesus zu kommen. Das ist nicht immer leicht. Oft spielen unsere Gedanken verrückt und lenken uns in alle möglichen Richtungen, leider oft auch negativ. Daher erbitten wir die Gnade des Vaters, dass er uns immer wieder zu Jesus führt, ganz besonderes in Momenten der Versuchung! Gebet: Jesus, ich will so gern zu dir kommen, aber ich werde durch die Versuchungen abgelenkt. Bitte Vater, führe mich zu Jesus, damit mein Leben immer vollkommener von ihm und von deiner Herrschaft ergriffen und geprägt wird. Pastor Roland Bohnen www.tagesimpuls.org Pfarrer-Kreins-Str. 2 52538 Selfkant Süsterseel Telefon 02456 – 3627 Fax 02456 – 3019 pastor.bohnen@kirche-selfkant.de www.kirche-selfkant.de
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