Euer Herz lasse sich nicht verwirren. (Joh 14,1)

Tagesimpuls May 1, 2026
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04 Woche der Osterzeit Freitag Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes Joh 14, 1–6 In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Glaubt an Gott und glaubt an mich! Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten? Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin. Und wohin ich gehe – den Weg dorthin kennt ihr. Thomas sagte zu ihm: Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst. Wie können wir dann den Weg kennen? Jesus sagte zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich. Tagesimpuls Euer Herz lasse sich nicht verwirren. (Joh 14,1) Ich frage mich, wodurch ich mich verwirren lasse. Da fallen mir als erstes die Stimmungsschwankungen ein. Auch körperliches Unwohlsein kann dazu beitragen. Wenn es mir nicht so gut geht, scheint mein Glaube angegriffen zu sein. Die Freude fehlt. Mir fällt alles schwerer. Und genau in solchen Situationen können mir die Worte Jesu helfen: Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Ich lasse mich nicht verwirren. Gott ist da! Gott will mir helfen, ich soll ihn suchen. Ich soll zu ihm vordringen. Auch in solchen Situationen will er mich führen. Und dann kann aus einer solchen Situation der anfänglichen Verwirrung eine Stärkung meines Glaubens entstehen. Die Wahrheit ist: In der Dunkelheit wird mein Glaube nicht geschwächt, sondern gestärkt. Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Dazu muss ich aber meinen Geist aktivieren, so wie ich es jetzt bei diesem Gebet tue. Ich soll Gott suchen. Ich denke an Kinder, die Verstecken spielen. Sie tun das nicht, um sich gegenseitig zu ärgern. Im Gegenteil, sie tun es, weil sie die Herausforderung des Suchens lieben und weil das Finden so schön ist. Warum packt man denn ein Geschenk ein? Weil es so schön ist, wenn der andere es öffnet. Warum sollen wir Gott also suchen? Weil das Suchen und das Finden so wertvoll für uns ist. Genau so wird unser Glaube lebendig. Genau so wird unsere Beziehung zu Gott gestärkt. Anstatt sich verwirren zu lassen, sollen wir uns also auf dieses Spiel einlassen. Wir sollen ihn suchen und finden. Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Heute ist der 1. Mai. Wir denken an den Heiligen Josef als den Arbeiter. Wir wollen Gott gerade in den Mühen des Alltags finden. Ebenfalls denken wir an den Beginn des Marienmonats Mai. Maria war eine Hausfrau. Sie hat auch viel gearbeitet. Auch sie begleitet uns durch die Situationen des Alltags und hilft uns, Jesus gerade dort zu finden. Gebet: Jesus, ich danke dir so sehr, dass Verwirrungen kein Grund zur Unruhe sind, sondern eine Gelegenheit, dich zu suchen und zu finden. Bei deinem Leiden und Sterben hast du deine Jünger sehr verwirrt. Und trotzdem war all das notwendig, damit wir von dir erlöst und ins Leben geführt werden können. Pastor Roland Bohnen www.tagesimpuls.org Pfarrer-Kreins-Str. 2 52538 Selfkant Süsterseel Telefon 02456 – 3627 Fax 02456 – 3019 pastor.bohnen@kirche-selfkant.de www.kirche-selfkant.de

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