OWL-Archery
Pressepfarrerin
May 16, 2026
Heute habe ich einen Ausflug zur OWL-Archery gemacht. Das ist die Nachfolgerin der Messe für intuitives und traditionelles Bogenschießen PaderBow und damit die ältere Schwester der FreiBow. Ich weiß nicht, ob sie deswegen jetzt anders heißt. Die OWL-Archery fand aber auch nicht in Paderborn, sondern in der Ostwestfalenhalle Kaunitz (1) statt. Das gehört zu Verl im Kreis Gütersloh. So oder so besuchte ich sie zum ersten Mal. In der Halle waren allerlei Bogensport- und Equipmentstände, Leder- und Messerangebote sowie einiges Weiteres, das dazu passt, vertreten. Relativ nah am Eingang sah ich gleich einen Stand mit unzähligen Gummitieren und -figuren (2) als Zielen fürs 3D-Schießen. Draußen gab es auch ein paar Veranstaltungen, dazu einen Getränke- und einen Grillwagen. Da ich noch nicht zu Mittag gegessen und nur wenig gefrühstückt hatte, holte ich mir dort erstmal eine Currywurst (3). Drinnen hatte es mir ein Messerschmied aus Freiburg besonders angetan. Seine Messer (4) sind handgefertigt und wunderschön. Ich nahm ein Fahrtenmesser in meine recht kleine Hand und die Griffgröße passte, wie für mich gemacht. Die Klinge erwies sich als sauscharf! Um sie auszuprobieren, bekam ich ein Blatt Papier, das sich ergeben in zwei Hälften teilte, kaum, dass das Messer es berührte. Der dreifarbige Griff war aus Buchenholz, das mit Kunstharz bearbeitet wurde. Außerdem gehörte eine Lederscheide dazu. Schließlich gab der Schmied lebenslange Garantie auf jede seiner Arbeiten und der erster Nachschliff bei ihm ist kostenlos. Alles zusammen für ein kleines Vermögen. Das erfuhr ich nach und nach, als ich in der Ostwestfalenhalle meine Runden drehte und immer wieder von diesem Stand angezogen wurde. Beim dritten Mal nahm ich das Fahrtenmesser (5) mit. Der Messerschmied verpackte es in einem Filzfutteral mit Lederband (6), auch um den gesetzlichen Vorgaben für den Transport zu genügen. Bei der Hood Archery aus Münster, wo ich immer das Zeug für meine Ausrüstung kaufe, wurde ich herzlich begrüßt. Einen Gang weiter begegnete ich Klemens von der PaderBow. Nach dem Klosteraufenthalt, wo ich mit dem Bogenschießen in Kontakt kam, hatte ich bei ihm einen Grund- und Aufbaukurs gemacht. Auch Astrid und Anton traf ich wieder, bei denen ich anschließend die Fortbildung zum therapeutischen und pädagogischen Bogenschießen absolvierte. Die Beiden hielten auf der Messe einen Vortrag über ihre Erfahrungen mit der therapeutischen und pädagogischen Bogenarbeit, den ich mir mit Freude anhörte. Ich hatte meine Fahrt nach Kaunitz an dessen Uhrzeit ausgerichtet. Außer mir waren noch weitere ehemalige Teilnehmer:innen aus den vergangenen Kursen gekommen. Dabei stellte sich heraus, dass ich die Fortbildung bisher immer falsch ausgesprochen habe. Richtig heißt sie TheraBo mit langem A, also TheráBo und nicht wie die Pfarrerin dachte: Benedicamus Domino, TheraBo. Nach dem Slot aß ich noch eine Waffel ohne alles und trank eine Cola Zero (7), dann fuhr ich nach Hause. Dort packte ich aus, sortierte meine Fotos und sah mir die Prospekte an, die ich mitgenommen hatte. Zwischendurch wärmte ich mir eine Portion von den Riesenbohnen mit Lauch und Birnen in veganer Senfsauce auf, die ich für morgen gekocht hatte, bevor ich losfuhr. Mittlerweile waren sie schon durchgezogen und schmeckten mit geröstetem Brot (9) richtig gut. Spätestens wenn ich nach Pfingsten Urlaub habe, werde ich die Bücher und Unterlagen aus der Fortbildung wieder hervorholen. Durch die Begegnungen und den Vortrag ist mir das gerade wieder sehr präsent. Die ganzen Links teile ich darum aus Freude am Bogenschießen, dazu gedungen wurde ich nicht. Das schöne neue Messer hängt noch unbenutzt in der Küche.
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