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Dreame L50s Pro Ultra im Test: Gute Oberklasse-Technik zum Mittelklasse-Preis

PC-WELT – Homepage [Unofficial] May 28, 2026
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Auf einen Blick

Unsere Wertung

Pro

  • Sehr hohe Saugkraft auf Hartböden und Kurzflorteppich
  • Wischpad-Selbstreinigung mit heißem Wasser bis 100 Grad
  • HyperStream-Doppelbürste verhindert Haarverwicklungen zuverlässig
  • Umfangreiche Multifunktionsstation mit Trocknung und Reinigungsmitteldosierung
  • Schnelle, präzise Navigation mit LiDAR und KI-Objekterkennung

Kontra

  • Fester Laserturm schränkt die Reinigung unter sehr flachen Möbeln ein
  • Wischpads müssen für Hochflor-Teppiche manuell entfernt werden

Fazit

Der Dreame L50s Pro Ultra bringt viele Funktionen der Oberklasse in die gehobene Mittelklasse. Die hohe Saugleistung überzeugt auf Hartböden und Teppichen, während die HyperStream-Doppelbürste Haare zuverlässig aufnimmt und Verwicklungen reduziert. Dazu kommen automatische Staubentleerung, Heißwasser-Moppwäsche und Trocknung direkt in der Station. Wer überwiegend Hartböden reinigt, bekommt einen überraschend kompletten Funktionsumfang, der sonst häufig deutlich teureren Flaggschiff-Modellen vorbehalten bleibt.

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Dreame baut seine Mittelklasse konsequent aus und schickt mit dem L50s Pro Ultra ein Modell ins Rennen, das beim ersten Blick auf das Datenblatt deutlich höher angesetzt wirkt. 30.000 Pascal Saugkraft, eine Wischpad-Wäsche bei 100 Grad und die HyperStream-Doppelbürste klingen eher nach Oberklasse als nach klassischer Mittelklasse. Wir haben den Saug- und Wischroboter mehrere Wochen lang im Alltag getestet.

Design & Verarbeitung

Beim Auspacken zeigt sich, dass Dreame an Verarbeitung und Materialeindruck festgehalten hat. Der Roboter selbst misst 35 Zentimeter im Durchmesser und kommt auf eine Bauhöhe von 10,4 Zentimetern. Damit reiht er sich exakt in das aktuelle Format der Hersteller-Modelle ein.

Auffällig ist der feststehende Laserturm auf der Oberseite, der für die LiDAR-Navigation und den integrierten Sprachassistenten verantwortlich ist. Drei kleine Aussparungen für die Mikrofone sitzen oben auf, davor befinden sich drei physische Tasten für die wichtigsten Funktionen.

Christoph Hoffmann

Das Gehäuse besteht aus mattem Kunststoff in Weiß, eine Schwarz-Variante ist ebenfalls verfügbar. Die Übergänge sind sauber gearbeitet, nichts knarzt oder klappert. Mit gut vier Kilogramm Eigengewicht wirkt der Roboter wertig in der Hand. Goldfarbene Akzente am Laserturm und an der Front der Station setzen optische Highlights, ohne aufdringlich zu wirken.

Unter der oberen Abdeckung sitzt der entnehmbare Staubbehälter des Dreame L50s Pro Ultra. An der Vorderseite befindet sich ein integrierter Feinstaubfilter, der kleine Staubpartikel und Allergene zurückhält, damit sie nicht wieder in die Raumluft gelangen. Der Behälter lässt sich mit wenigen Handgriffen herausnehmen, ausschütten und bei Bedarf ausspülen. Gerade in Haushalten mit Haustieren oder viel Feinstaub reduziert das den Reinigungsaufwand spürbar.

Christoph Hoffmann

Auf der Unterseite zeigt sich die HyperStream DuoBrush. Sie kombiniert eine Walze aus weichem Gummi mit einer Bürste, deren Borsten in V-Form angeordnet sind. Haare landen direkt im Saugkanal statt an der Bürstenachse.

Christoph Hoffmann

Daneben sitzen zwei rotierende Wischpads auf Tellern, von denen sich der rechte Teller seitlich ausfahren lässt. Diese MopExtend-Funktion sorgt für saubere Kanten an Wänden und Möbelbeinen. Die einzelne Seitenbürste lässt sich anheben und seitlich verlängern.

Die Antriebsräder sind als Stollenreifen ausgeführt und ermöglichen das Überfahren von Schwellen. Hier setzt das EasyLeap-System an, das laut Hersteller bis zu 40 Millimeter hohe Hindernisse überwinden soll. In der Praxis funktioniert das bei einer doppelten Stufenkonfiguration.

Bei einzelnen Schwellen sind in der Praxis eher rund 22 Millimeter realistisch. Die Verarbeitungsqualität wirkt für diese Preisklasse ungewöhnlich hochwertig.

Christoph Hoffmann

Die Multifunktionsstation fällt mit 34 mal 45,6 Zentimetern in der Grundfläche und einer Höhe von rund 59 Zentimetern recht groß aus. Zum Vergleich wirkt der Roborock Qrevo Curv 2 Flow mit 45 × 45 × 45 Zentimetern kompakter.

Die Dreame-Basisstation beherbergt einen Frischwassertank mit 4,5 Litern, einen Abwassertank mit 4 Litern, einen Staubbeutel mit 3,2 Litern sowie einen separaten Behälter für Reinigungsmittel. Die Tanks lassen sich nach oben entnehmen, was im Alltag praktisch ist. Allerdings fällt ihre Höhe von rund 28 Zentimetern beim Befüllen am Waschbecken auf.

Christoph Hoffmann

Ausstattung

Die Ausstattung orientiert sich klar an aktuellen Oberklasse-Modellen. Im Mittelpunkt steht die Vormax-Saugkraft von 30.000 Pa. Das ist ein Wert, den Dreame im hauseigenen Labor ermittelt. In der Praxis lässt sich daraus nicht eins zu eins auf das Reinigungsergebnis schließen, denn die Bürstengeometrie und der Anpressdruck spielen eine ebenso wichtige Rolle. Beim Vorgänger L40s Pro Ultra lag der Wert noch bei 19.000 Pascal, der Sprung auf dem Papier ist also deutlich.

Die HyperStream DuoBrush ist eine der zentralen Neuerungen. Das System aus zwei parallel laufenden Walzen sorgt dafür, dass lange Haare sich nicht in einer einzelnen Bürste verfangen, sondern direkt in den Saugkanal gezogen werden. Im Test mit menschlichen Haaren und Tierhaaren funktioniert das Prinzip zuverlässig. Nach mehreren Reinigungsdurchgängen finden sich praktisch keine Verwicklungen an der Bürstenwelle.

Für die Wischfunktion arbeitet der Roboter mit zwei rotierenden Pads, die magnetisch an Tellern befestigt sind. Beim Wischen kommt aktive Wasserzufuhr zum Einsatz, die Wassermenge lässt sich in mehreren Stufen einstellen.

Auf Teppich werden die Pads um 10,5 Millimeter angehoben. Das reicht für Kurzflor problemlos, bei Hochflor empfiehlt sich allerdings das manuelle Entfernen der Pads, da diese nicht in der Station abgelegt werden können.

Das ThermoHub-System reinigt die Wischpads in der Station mit Wasser von bis zu 100 Grad. Dadurch lösen sich fetthaltige Verschmutzungen aus Küchenbereichen besser als bei der bislang üblichen 60- oder 75-Grad-Wäsche. Nach mehreren Zyklen riechen die Pads nicht muffig, auch hartnäckigere Flecken werden gelöst. Anschließend trocknet die Station die Pads mit Heißluft, was Schimmelbildung vorbeugt.

Christoph Hoffmann

Für die Navigation kombiniert der Roboter einen LiDAR-Laser im Turm mit einer KI-Kamera und einem Kreuzlaser an der Front. Die Smart-Pathfinder-Technologie erkennt laut Hersteller über 220 verschiedene Hindernistypen. Im Alltag erkennt und umfährt der Roboter Kabel, Schuhe oder Spielzeug zuverlässig. Eine LED-Leiste sorgt für ausreichend Licht in dunklen Bereichen unter Möbeln.

Die App heißt Dreamehome und bietet einen großen Funktionsumfang. Reinigungspläne lassen sich raumweise erstellen, No-Go-Zonen sind frei platzierbar, Saugkraft und Wischintensität lassen sich pro Raum getrennt einstellen. Hinzu kommen die Sprachsteuerung über Alexa, Google Assistant, Siri und den hauseigenen Assistenten „OK, Dreame”.

Mit der Matter-Unterstützung lässt sich der Roboter zudem in moderne Smart-Home-Ökosysteme einbinden, was bei Mittelklasse-Geräten noch keine Selbstverständlichkeit ist.

Inbetriebnahme

Die Inbetriebnahme ist in wenigen Minuten erledigt. Nach dem Auspacken setzen wir den Roboter in die Station, füllen den Frischwassertank, schließen den beiliegenden Staubbeutel an und stecken die Station ein. Anschließend laden wir die Dreamehome-App auf das Smartphone und folgen dem Einrichtungsassistenten.

Christoph Hoffmann

Die App erkennt den Roboter zügig per QR-Code. Im Test verbindet sich der L50s Pro Ultra problemlos mit dem 2,4-GHz-WLAN, die Einbindung in ein 5-GHz-Netz oder über Matter funktioniert ebenfalls ohne Stolperer. Nach der Verbindung beginnt der Roboter direkt mit der Kartierung der Wohnung. Für eine Fläche von rund 50 Quadratmetern benötigt er etwa vier Minuten und legt dabei einen sauberen Grundriss an. Räume werden automatisch erkannt und sinnvoll getrennt.


In der App lassen sich die Räume danach umbenennen, Bodenbeläge zuordnen und individuelle Reinigungsprofile festlegen. Auch das Einzeichnen von No-Go-Zonen klappt intuitiv. Die Firmware war bei unserem Modell direkt nach der Einrichtung in einer aktuellen Version verfügbar und ließ sich problemlos aktualisieren.

Nach dem ersten Komplettlauf sind die wichtigsten Einstellungen vorgenommen. Wer mehrere Etagen reinigen lassen möchte, kann mehrere Karten speichern. Insgesamt bewegt sich Dreame hier klar auf Oberklasse-Niveau: Der Einstieg geht schnell, die App ist übersichtlich und gleichzeitig tief konfigurierbar.


Alltagstauglichkeit

Auf Fliesen, Laminat und Parkett zeigt der L50s Pro Ultra ein durchgängig sauberes Ergebnis. In unserem Hartboden-Test mit einem typischen Schmutzgemisch aus Staub, Reis und Haferflocken nimmt der Roboter im Maximalmodus bei einer Überfahrt rund 95 Prozent auf. Feinstaub, Krümel und Haare werden zuverlässig erfasst, auf einem mittelhohen Teppich zieht der Roboter zudem Feinstaub und Tierhaare souverän aus den Fasern.

Christoph Hoffmann

An Kanten überzeugt er dank seitlich ausfahrbarer Bürste und MopExtend: In unserem Test mit jeweils 10 an einer geraden Wandkante platzierten Kaffeebohnen und Reiskörnern nimmt er alle zuverlässig auf.

Der bei Mopp-Pads übliche tote Winkel von einem bis zwei Zentimetern zur Wand schrumpft auf rund fünf bis zehn Millimeter. Sichtbare Schmutzränder bleiben nur in Ecken hinter dünnen Möbelfüßen.

Christoph Hoffmann

Auch die in unserer Küche stehenden Freischwinger-Stühle, an denen sich viele Wischroboter regelmäßig festfahren, meistert der Dreame im Test überraschend souverän. Selbst zwischen den geschwungenen Metallstreben navigiert er zuverlässig, ohne hängen zu bleiben.

Bei Kurzflorteppichen funktioniert die Teppicherkennung gut. Der Roboter erhöht die Saugleistung automatisch und hebt die Wischpads an. Auf Hochflor wird die Erkennung allerdings unzuverlässig, gelegentlich werden Bereiche ausgelassen. Für Haushalte mit ausgedehnten Hochflorteppichen ist der Wischroboter daher nur eingeschränkt geeignet. Da der Roboter die Wischpads nicht automatisch in der Station ablegt, müssen sie bei größeren Hochflorflächen weiterhin manuell entfernt werden.

Das Wischergebnis fällt insgesamt gut aus. Bei frischen Flecken arbeitet der Roboter zuverlässig, leichte Schlieren werden mit einem zweiten Durchgang gelöst. Hartnäckige, eingetrocknete Flecken bleiben vereinzelt liegen. Die Mopps üben einen merklichen Anpressdruck aus und erreichen auch entlang der Wand saubere Ergebnisse, weil die MopExtend-Funktion die Pads aktiv ausschwenkt.

Christoph Hoffmann

Die Lautstärke geht für ein Gerät dieser Klasse in Ordnung. Im Standardmodus messen wir rund 54 Dezibel, auf höchster Stufe steigt der Pegel auf etwa 62 Dezibel. Damit lässt sich der Roboter nebenher laufen lassen, ohne dass ein Telefongespräch zur Herausforderung wird. Auch die Station bleibt beim Entleeren und Waschen vergleichsweise dezent.

Der Akku mit 5.200 mAh hält im realistischen Mischbetrieb etwa 150 Minuten durch. Auf 25 Quadratmetern verbraucht der Roboter rund 25 Prozent der Kapazität – das entspricht etwa zehn Prozent pro zehn Quadratmeter. Auf einer 45-Quadratmeter-Fläche mit Saugen und Wischen auf zweithöchster Stufe sinkt der Verbrauch sogar auf unter sieben Prozent pro zehn Quadratmeter, weil der Roboter dann gleichmäßiger und mit weniger Umwegen arbeitet.

Hochgerechnet reicht eine Akkuladung damit für rund 150 Quadratmeter in einem Durchgang. Bei größeren Wohnflächen kehrt der Roboter zur Station zurück, lädt nach und setzt die Reinigung an exakt der Stelle fort. Die Ladezeit liegt bei rund 150 Minuten und ist damit deutlich kürzer als bei den Vorgängern. Im Standby zieht die Station nur 4,5 Watt.

Im direkten Vergleich zu Modellen wie dem Roborock Qrevo Curv 2 Flow oder dem Mova Mobius 60 ordnet sich der L50s Pro Ultra insgesamt im oberen Feld aktueller Topmodelle ein. Dreame erreicht dabei fast das Niveau des teureren Dreame X50 Ultra, spart aber an genau den Komfortfunktionen, die im Alltag den Unterschied machen. Dazu zählen vor allem die fehlende UV-Desinfektion, das automatische Ablegen der Mopps in der Station und der einfahrbare Laserturm für sehr flache Möbel.

Fazit

Mit dem L50s Pro Ultra liefert Dreame ein durchdachtes Gesamtpaket, das viele Funktionen teurerer Flaggschiff-Modelle in die Mittelklasse bringt. Die hohe Saugleistung, die HyperStream-Doppelbürste und die ThermoHub-Wäsche mit 100 Grad zählen zu den größten Stärken im Alltag.

Die Navigation arbeitet präzise, die App bleibt trotz vieler Funktionen übersichtlich und die Station nimmt Nutzern die meisten Wartungsschritte ab. Dreame verschiebt mit dem L50s Pro Ultra die Grenze dessen, was Mittelklasse-Saugroboter inzwischen leisten.

Für Haushalte mit viel Hartboden, Haustieren oder regelmäßigem Küchenchaos gehört der L50s Pro Ultra aktuell zu den spannendsten Saug- und Wischrobotern seiner Preisklasse.

Technische Daten

  • Modell: L50s Pro Ultra
  • Abmessungen Station: 34 × 59 × 45,6 cm (B × H × T)
  • Abmessungen Roboter: 35 × 10,4 cm (Durchmesser × Höhe)
  • Gewicht Roboter: ca. 4 kg
  • Maximale Saugleistung: 30.000 Pa (laut Hersteller)
  • Saugstufen: 4
  • Bürstensystem: HyperStream DuoBrush (Doppelbürste)
  • Seitenbürste: 1 Stück, ausfahrbar und anhebbar
  • Wischsystem: 2 rotierende Pads (magnetisch), MopExtend
  • Mopp-Anhebung: 10,5 mm bei Teppicherkennung
  • Selbstreinigung Wischpads: 100 °C (ThermoHub)
  • Mopptrocknung: Heißluft
  • Navigation: LiDAR + KI-Kamera + Kreuzlaser + LED
  • Objekterkennung: über 220 Hindernistypen
  • Hindernisüberwindung: 4 cm (doppelte Stufe), 2,2 cm (einzelne Stufe), EasyLeap-System
  • Staubbehälter Roboter: 250 ml
  • Staubbeutel Station: 3,2 l
  • Frischwassertank Station: 4,5 l
  • Abwassertank Station: 4 l
  • Reinigungsmittelbehälter: ja, frei befüllbar
  • Akku: 5.200 mAh
  • Laufzeit: bis zu 171 Minuten
  • Ladezeit: ca. 150 Minuten
  • Lautstärke: 54 dB (Standard), 62,4 dB (Maximum)
  • Steuerung: Dreamehome-App, Alexa, Google Assistant, Siri, „OK, Dreame”
  • Smart Home: Matter-kompatibel
  • Farben: Weiß, Schwarz

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