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007 First Light im Test: Ein echter Bond mit der Lizenz zum Spiel des Jahres

PC-WELT – Homepage [Unofficial] May 26, 2026
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Auf einen Blick

Unsere Wertung

Pro

  • Grandioser Cocktail aus cineastischer Uncharted-Action, Hitman-Stealth und ganz viel Bond-Liebe
  • Stark geschauspielert von Patrick Gibson
  • geniale Gadgets wie Laser-Uhren, Schockwellen-Kameras, Rauchbomben, Wurf-Minen
  • spannende Geschichte: Bond als Mensch, nicht als Mythos
  • Hoher Wiederspielwert durch Hitman-esque Level und Tac-Sim-Mode, um Anzüge, Waffen und Autos aus 64 Jahren Bond freizuschalten

Kontra

  • Mitunter etwas zu strikt unterteilt in Hitman-Puzzle und Bond-Action
  • Im nächsten Bond der IO-Trilogie wünschen wir uns mehr spielerische Freiheit: Wäre doch smart, die Autos eines Luxus-Fuhrparks zu verschrammen, um die Security abzulenken

Fazit

Cineastische Bond-Action und traumhaft schönes Welten-Design treffen auf den nächsten James Bond, der Gadgets liebt und seinen Spaß hat, mit Laser-Omegas und Schockwellen-Kameras ganze Kunstgalerien grafisch beeindruckend zu zerlegen. Der aber auch mit Billardkugeln Security ausknockt, Gegner in Server crasht und Pfützen als Grillanzünder missbraucht. Der die Aston Martins von Connery, Moore, Brosnan und Craig fährt. Nie um einen guten One-Liner verlegen ist, aber auch die emotionale Story-Tiefe der Dalton/Craig-Ära abliefert.

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007 First Light ist ganz großes Bond-Kino und wird jeden 007-Fan vor Glück strahlen lassen. Eine Meisterleistung, denn wir alle haben den einen, der diese Figur in Perfektion verkörpert. Patrick Gibson spielt Bond mit dem Charme, der Autorität und Leichtigkeit eines Pierce Brosnan. Untermalt vom Komponisten der Brosnan-Ära, David Arnold, mit diesem eleganten Flair, das dieses Franchise braucht.

Wir fahren Lazenbys 1969 DBS und Craigs Aston Martin DBS aus Casino Royale, katapultieren den brandneuen Valhalla von 0 auf 300 und verwandeln komplette Militärbasen mit dessen schwenkbarem Dual-MG in ein Feuer-Inferno. Tragen Roger Moores weißen Smoking, Connerys Navy-Commander-Uniform und entdecken alle drei Minuten ein neues Easter-Eggs für Bond-Fans.

Laser-Uhren, Schockwellen-Kameras, Wurf-Granaten und Motorräder, denen Flammen aus dem Auspuff schießen: Nach einer Technik-armen Craig-Ära, fühlt sich 007 First Light wieder richtig nach Bond an.

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Seine Kreativität und diese Verspieltheit, wo wir Flammen aus Motorrädern schießen lassen, mit Hightech-Retina Sicherheitssysteme hacken und aus der Omega Seamaster Diver 300M mit Lasern Kronleuchter absengen – das ist 100 Prozent Pierce Brosnan. Plus ein paar Extras, etwa goldene Kulis, die Mini-Raketen verschießen. Und natürlich gehört das ein oder andere Bond-Girl dazu – die sind aber ziemlich smart und auch gerne mal intrigant. Zwischen Eva Green und Pussy Galore aus Goldfinger.

Ein Agent ohne Bond-Girls ist kein Bond: Patrick Gibson spielt 007 mit dem Charme, der Leichtigkeit und den One-Linern von Connery, Moore und Brosnan.

Benjamin Kratsch für PC WELT

Es ist aber auch sehr Daniel Craig: Es hat diese superharten Faustkämpfe, in denen wir Gegnern eine Vase an den Kopf schmettern, sie am Kopf packen und über eine heiße Herdplatte ziehen. IO hat extra eine Engine entwickelt, die die Intensität von Schlägen berechnet und unseren Bond ganz schön zurichtet. Es ist auch sehr Craig, wie es diesen Bond einführt – sein Studio nimmt sich erstaunlich viel Zeit, zu erzählen, wie er sich die 00-Lizenz erarbeitet.

007 First Light ist nicht einfach nur ein Videospiel – es ist ein spielbarer Bond-Film, sogar mit Titel-Song. Lana Del Rey liebt 007. Seit Jahren versuchte sie, Barbara Broccoli zu überzeugen, ihr einen Bond-Song zu geben – und jetzt verzaubert sie uns im Stil von Nancy Sinatras “You Only Live Twice“ aus Connerys vielleicht bestem Film.

007 First Ligh t ist ein Fest für Bond-Fans, weil uns fast jede Szene an Filme erinnert, ohne diese zu kopieren. Die Bedrohung erinnert sehr an Spectre und ist sehr Technologie-lastig. Die Inszenierung, wie meisterhaft IO mit Lichteffekten, Spiegelungen und Farben spielt – das ist Skyfall, par excellence.

Ein ganz anderer Bond. Und ein richtig Guter

Gibson spielt Bond wie einen Menschen – nicht einfach nur einen Mythos. Er leidet, liebt, zweifelt, scheitert. Rafft sich wieder auf. Und er stellt viele Fragen. Er ist nicht einfach nur ein Soldat, der Befehle befolgt.

PC WELT

IO Interactive zitiert aber nicht nur, es überrascht. Und zwar permanent. Schon in den ersten Stunden, weil dieser Bond nahbar ist. Er freundet sich mit anderen Kadetten des MI6-Programms an, bildet ein Team. Connery, Dalton, Moore, Brosnan, Craig – sie alle waren Einzelgänger.

Es erzählt seine ganz eigene Geschichte, die verdammt gut geschrieben ist – sie hat den Spaß-Faktor von Brosnan, Gentleman-Swagger Connerys und One-Liner, die knallen: In einer Mission tritt 007 eine Tür ein, nicht wissend, dass er damit in eine Gala stürmt. Alle schauen auf ihn, und er nur so: „Sicherheitstür-Inspektion. Diese Tür ist definitiv durchgefallen.“

Der neue Bond schließt echte Freundschaften – er interessiert sich mehr für die Menschen, mit denen er Zeit verbringt. Und wir lernen mit ihm, wie man so einen Aston Martin perfekt um die Kurve driftet.

Benjamin Kratsch für PC WELT

Wir haben eine Hollywood-esque Brosnan-Story erwartet, bekommen aber ein richtig tiefgehendes Drehbuch, das den neuen Bond als Mensch zeigt, der trauert, liebt, zweifelt. Wenn Brosnan in Der Morgen Stirbt Nie um seine große Liebe Paris Carver trauert, tut er das für 2 Minuten.

Gibson hingegen erlebt eine Tour de Force, bei der er sich oft fragt: „Tue ich hier eigentlich das Richtige?“ „Ich wusste, dass du dem Licht entgegenrennst. Wie ein Motte, dem Licht“, singt dabei Lana del Rey. Gänsehaut pur. IO Interactive weiß: Dieser Bond ist der offizielle neue 007 – solange, bis Denis Villeneuve und Amazon MGM den nächsten Film-Bond enthüllen.

Hier wird gerade der nächste Schleudersitz für den Aston Martin getestet. Solche Anspielungen auf 64 Jahre James Bond gibt es alle paar Meter. Nicht nur im Q-Lab.

Benjamin Kratsch für PC WELT

Das Hitman-Studio ist der Erbe von einem der größten Entertainment-Franchises unserer Zeit. Aber sie sehen das nicht als Last, sondern als Chance. In jeder Minute findet sich Bond-Liebe – der Anzug von 007 als Navy-Kommandant; die Aston Martins ihrer Zeit.

Jede Rolle ist exzellent besetzt – Alastair Mackenzie hat gerade erst in Andor ganz groß aufgespielt. Er ist großartig als Q. Und Dexter-Star Patrick Gibson gibt Bond eine Aura, die ganz neue Ebenen entfaltet. Er etwas von all den Großen – von Connery, Dalton, Lazenby, Moore, Brosnan und Craig.

Mehr als nur der beste spielbare Bond-Film aller Zeiten: Es ist das Uncharted 5, was wir uns schon so lange wünschen

Harte Faustkämpfe, viel Klettern, viel Akrobatik und wild inszenierte Action, die permanent im Fluss ist: Wer schon lange auf Uncharted 5 wartet, der wird hier voll abgeholt.

Benjamin Kratsch für PC WELT

007 First Light baut einen herrlich druckvollen Flow auf. Wir hatten etwas Sorge, dass das Hitman-Studio hier auch auf Stop-and-Go setzt – in Hitman werden wir ja aktiv bestraft, wenn wir auffliegen. Das ist aber nicht der Fall.

Wie in den besten Bond-Filmen verschwinden wir im Nebel von Rauchgranaten-Feuerzeugen, setzen den berühmten Q-Kuli ein, lassen Wurfminen in Kopfhörer-Form explodieren oder blasen förmlich schwer gepanzerte Spezialeinheiten mit der Schockwellen-Funktion einer Leica vom Balkon.

Dieses Spiel ist stets überraschend, weil wir viel experimentieren können. Das hier ist ein Singleplayer-Titel, den wir sicherlich noch etliche Male durchspielen werden, weil die glamourösen Level in riesigen Schlössern, edlen Museen und der ein oder anderen Überraschungs-Location gebaut sind wie Mini-Hitman-Level.

Wir können die Barkeeperin bezirzen, um an Security-Pläne heranzukommen. Oder sie etwas weniger gentlemanhaft mit den Übelkeits-Pfeilen unseres Smartphones auf die Toilette zwingen und sie einfach klauen.

Wir haben schon eine ganze Liste voller Wünsche für das nächste Bond-Spiel der Trilogie. Mehr Möglichkeiten sich zu verkleiden, statt einfach nur durch Fenster einzusteigen etwa.

Benjamin Kratsch für PC WELT

Je mehr Informationen wir sammeln, desto mehr Möglichkeiten werden freigeschaltet. Wissen wir, wie der Sicherheitschef heißt, können wir mit voller Autorität als dieser auftreten – etliche Securitys lassen uns dann durch. Nur deren Team-Leader müssen wir dann noch kreativ ausschalten – ob sie dabei Unfälle im Hitman-Stil erleiden, via Stealth-Takedown ausgeknockt werden oder wir sie so behände wie Nathan Drake umklettern – das bleibt ganz uns überlassen.

Next-Gen-Tech: Die Epik und Größe von Hitman, die Action von Bond

Atemberaubend, gerade im Widescreen-Format: Was für gewaltige Schlösser, Villen und Museen IO Interactive auf die Leinwand zaubert, ist einzigartig. Mit hunderten von VIPs, Zimmermädchen, Köchen, Pagen, Securities etc, die häufig zum Storytelling beitragen.

Benjamin Kratsch für PC WELT

Für was steht IO Interactive? Genau, für seine Glacier-Engine, die imposante Schlösser und riesige Villen mit all ihren Statuen, Fresken, hochwertigen Wandteppichen und diesem faszinierenden Spiel aus Licht, Schatten, Farben und hunderten Gala-Gästen inszeniert.

IO hat seine Hitman-Engine auf Bond-Level gebracht: Die Leica-Schockwellen-Kamera macht deshalb so viel Spaß, weil sie ganze Kunstgalerien zerlegt und griechische Götterstatuen in tausend Einzelteile zerspringen lässt. Mal fühlt sich das an, als würden wir uns durch das Schloss Versailles kämpfen. An anderer Stelle ist es künstlerisch wie in Skyfall. Oder Hightech pur im Eis, wie Der Morgen Stirbt Nie.

007 First Light lebt vom maximalen Luxus und der Detailverliebtheit seines Interieurs, welches die Aura vom Schloss von Versailles versprüht. Passt perfekt in die Welt eines James Bond.

Benjamin Kratsch für PC WELT

IO hat sein Global-Illumination-System von Hitman stark aufgebohrt, weil 007 viel cineastischer ist. Unsere Rauchgranaten brechen das Licht; Explosionen triggern volumetrischen Rauch und insbesondere die Mimik von Securitys zeigt viel mehr Emotionen, etwa wenn wir einem die harte Rechte an die Wange schmettern, in die Magengrube treten oder die Walther PPK von hinten an die Schläfe drücken.

Auf einer RTX 5090 läuft 007 First Light dank DLSS 4.5 Super Resolution auch in 4K mit allen Details auf Anschlag mit bis zu 200 FPS. Raytracing bietet der neue James Bond bereits, DLSS Ray Reconstruction und Full Path Tracing – was ja Cyberpunk 2077 in ein enorm filmnahes Erlebnis verwandelt hat – kommen im Sommer.

Die Reise des neuen 007 ist noch lange nicht vorbei: Kurz nach Launch soll ein großes Full-Path-Tracing-Upgrade erfolgen, was die Grafikengine weiter veredelt. Und es wird jede Menge Uniforme, Kostüme, Waffen und Autos aus 64 Jahren Bond geben.

Benjamin Kratsch für PC WELT

Fazit

007 First Light bietet so einiges, was es zum besten Spiel des Jahres machen könnte. Hier treffen cineastische Bond-Action und traumhaft schönes Welten-Design auf den nächsten James Bond, der Gadgets liebt und seinen Spaß hat, mit Laser-Omegas und Schockwellen-Kameras ganze Kunstgalerien grafisch beeindruckend zu zerlegen.

Dazu kommen Hitman-typische Mechaniken wie das Ausknocken von Security und anderen Gegnern mit allerhand Umgebungsobjekten sowie zahlreiche Anleihen an frühere James Bond Klassiker. Patrick Gibson liefert eine starke Performance als junger Bond ab und ist nie um einen guten One-Liner verlegen, liefert aber auch die nötige emotionale Story-Tiefe.

Auch technisch spielt 007 First Light auf ganz großem Niveau mit. Die PC-Version hat uns jedenfalls überzeugt, weitere Updates sollen das Spiel nach dem Launch weiter verfeinern.

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