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Toyota RAV4 HEV im Test: Preisgünstiger, praktischer und geräumiger Hybrid

PC-WELT – Homepage [Unofficial] May 15, 2026
Source

Auf einen Blick

Unsere Wertung

Pro

  • Praktisch und komfortabel
  • Allradantrieb
  • Aktualisiertes und benutzerfreundliches MMI
  • Geringer Verbrauch

Kontra

  • Einige Teile der Innenausstattung wirken billig
  • Das stufenlose Getriebe könnte einige Käufer stören

Fazit

Der Toyota RAV4 ist sicherlich nicht der spaßigste oder modernste Familien-SUV auf dem Markt. Aber wenn Sie auf der Suche nach einem praktischen, geräumigen und preiswerten Hybrid-Fahrzeug sind, ist dieses Modell kaum zu übertreffen.

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Der Toyota RAV4 gehört zu den weltweit meistverkauften SUVs. Die Gründe dafür liegen auf der Hand. Das Auto versucht gar nicht erst, sportlich, futuristisch oder besonders auffällig zu sein. Stattdessen setzt Toyota den Fokus auf Bereiche, die im Alltag wirklich eine Rolle spielen: Allradantrieb, viel Platz, niedriger Verbrauch und ein Hybridsystem, das einfach funktioniert.

Der Innenraum des RAV4 ist geräumig und wirkt einladend.

Mikael Lindkvist

Toyota hat den RAV4 im Laufe der Jahre zwar überarbeitet, doch die Grundidee ist gleich geblieben. Es handelt sich nach wie vor um einen recht kantigen und hochgebauten SUV. Die Konkurrenz setzt stattdessen auf coupéartige Formen und konzentriert sich stärker auf das Design.

Durch seine Bauweise sitzen Sie im RAV4 auch auf dem Rücksitz bequem, sogar als überdurchschnittlich großer Mensch. Gleichzeitig bietet der Kofferraum genug Platz, um das Gepäck einer ganzen Familie problemlos unterzubringen. Toyota hat also die Alltagstauglichkeit über ein trendiges Design gestellt.

Komfortabel statt unterhaltsam

Unter der Motorhaube verbirgt sich Toyotas bekanntes Hybridsystem zusammen mit einem stufenlosen CVT-Getriebe. Dieser Antriebsstrang treibt den Puls beim Fahren nicht in die Höhe. Dafür erledigt er seine Arbeit ohne Mühe. Die Gangwechsel sind kaum spürbar und der Übergang zwischen Elektromotor und Benzinmotor erfolgt beeindruckend sanft.

Das Armaturenbrett ist klar und ansprechend gestaltet.

Mikael Lindkvist

Viele Kunden stören sich dennoch an der Geräuschkulisse eines stufenlosen Getriebes. Im RAV4 arbeitet dieses aber deutlich besser als in früheren Modellen. Bei normaler Fahrweise bleibt das Fahrzeug ruhig und gelassen. Ich hatte nie den Eindruck, dass der Antriebsstrang besonders stark beansprucht wird.

Dennoch ist der RAV4 kein Auto, das durch ein sportliches Fahrgefühl beeindrucken möchte. Stattdessen dreht sich alles um Komfort und Sicherheit. Die Federung ist weich, ohne schwammig zu wirken. Der Allradantrieb sorgt auf winterlichen Straßen für eine Gelassenheit, die man auf glatten Straßen gut gebrauchen kann. Und während meiner Woche mit dem Auto lag der Durchschnittsverbrauch bei gemischter Fahrweise bei 5,2 Litern pro 100 Kilometer. Dies ist für einen geräumigen Allrad-SUV dieser Größenklasse ein sehr gutes Ergebnis.

Schlicht, aber nicht billig

Bei dem Testwagen handelt es sich um die Teamplayer-Version, also das Einstiegsmodell mit der geringsten Ausstattung. Das bedeutet: kein Schiebedach, kein Qi-Ladegerät, keine extravaganten Materialien und kein Premium-Gefühl deutscher Alternativen. Stattdessen erwartet Sie ein recht schlichtes, aber durchdachtes Interieur.

Die Sitze sind bequem und die Materialauswahl ist an den wirklich wichtigen Stellen durchaus ansprechend. Toyota hat an den Stellen, wo Sie Ihre Ellbogen ablegen, besonders weiche Materialien verbaut. Und das Lederlenkrad bietet einen sehr guten Halt.

Das MMI-System wurde aktualisiert. Die Klimaregelung ist teilweise analog möglich Hinweis: Der Test fand in Schweden statt, deshalb die schwedischsprachigen Menüs.

Mikael Lindkvist

Ein Detail, das mir besonders gut gefällt, ist das Staufach in der Mittelkonsole. Der Deckel lässt sich von beiden Seiten öffnen, aber auch komplett abnehmen und umdrehen. Dann dient er als kleine Ablagefläche. Für Pausen, in denen man ein Sandwich genießen will, ist diese Ablage sehr nützlich.

Modernes Infotainmentsystem

Toyota konnte beim Infotainmentsystem lange Zeit nicht mit der Konkurrenz mithalten. Dieser Rückstand wurde jetzt endlich aufgeholt. Das MMI-System erinnert zwar noch an frühere Modelle, ist aber deutlich besser integriert und wird nun auf einem großen, scharfen Bildschirm angezeigt.

Das Beste daran: Toyota setzt nicht ausschließlich auf Touchscreens. Unterhalb des Displays befinden sich weiterhin physische Tasten für die Klimaanlage und ein echter Drehregler für die Lautstärkeregelung. Das macht im Alltag einen großen Unterschied. Ich hätte mir allerdings noch mehr analoge Bedienelemente gewünscht.

Die Anzeige vor dem Lenkrad ist vollständig digital. Hier wird das Navigationssystem mit einer echten Kartenansicht und nicht nur mit Pfeilen und Symbolen angezeigt. Dies sorgt für ein modernes Fahrgefühl.

Drahtloses Apple Carplay und Android Auto funktionierten im Test ebenfalls ohne Probleme.

Mikael Lindkvist

Warnsysteme sorgen für Irritationen

Wie die meisten anderen Neuwagen ist auch der RAV4 mit den obligatorischen Sicherheits- und Überwachungssystemen der EU ausgestattet. Diese können im Alltag jedoch schnell die Nerven belasten. Jedes Mal, wenn das Fahrzeug gestartet wird, ist der Geschwindigkeitswarner aktiviert. Die Funktion lässt sich zwar relativ schnell über ein Symbol oben auf dem Bildschirm deaktivieren. Bei jedem Start des Fahrzeugs muss die Abschaltung jedoch erneut erfolgen.

Die Fahreraufmerksamkeitswarnung und der Müdigkeitswarner sind sogar noch frustrierender. Beide Systeme lassen sich nur versteckt im Menü deaktivieren. Auch diese Einstellungen werden zwischen zwei Fahrten nicht gespeichert. Schon ein längerer Blick in den Rückspiegel genügt, um das Warnsystem anspringen zu lassen. Bei bestimmten Sonnenbrillen kann es zudem vorkommen, dass das Auto die Augen gar nicht erkennt. Dann erfolgt eine Fehlermeldung im System.

Auch als Erwachsener sitzt man bequem auf dem Rücksitz.

Mikael Lindkvist

Theoretisch sollen die Systeme die Sicherheit erhöhen. Im Alltag wächst jedoch der Wunsch, diese Helfer ein für allemal abzuschalten.

Der adaptive Tempomat ist hingegen gelungen. Er arbeitet sanft und hält den Abstand zu vorausfahrenden Fahrzeugen ohne ruckartige Bremsmanöver oder nervöses Gasgeben. Ich empfinde auch den Spurhalteassistenten im Vergleich zu vielen Konkurrenten als unaufdringlich. Hier unterstützt das Auto vor allem im Hintergrund, anstatt mit dem Fahrer um die Kontrolle über das Lenkrad zu kämpfen. Die Sicherheitssysteme wirken insgesamt gut abgestimmt. Man merkt einfach, dass Toyota über langjährige Erfahrung mit dieser Art von Technik verfügt.

Fazit

Mikael Lindkvist

Der Toyota RAV4 Hybrid ist vielleicht nicht das Auto, das die Nachbarn neidisch macht. Aber als praktisches Familienauto trifft er genau ins Schwarze. Er fährt recht sparsam, kann bis zu zwei Tonnen ziehen und liegt immer sicher und angenehm auf der Straße.

Wenn Sie auf der Suche nach einem preiswerten und geräumigen SUV sind, aber kein rein elektrisches Fahrzeug wollen, dann werden Sie den Kauf des RAV4 Hybrid sicher nicht bereuen. Alternativ könnte auch die Plug-in-Hybrid-Version interessant sind. Diese lässt den Einstiegspreis jedoch von 46.990 Euro auf 53.990 Euro ansteigen.

Technische Daten

Hersteller: Toyota Modell: RAV4 HEV Teamplayer Motor: 2,5-Liter-Vierzylinder-Benzinmotor (Systemleistung 194 PS) Getriebe: Stufenloses e-CVT Antrieb: Allradantrieb Leistung: 0–100 km/h in 8,1 Sekunden Höchstgeschwindigkeit: 180 km/h Verbrauch: 5,3–5,8 Liter auf 100 Kilometer Preis: Ab 46.990 Euro

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