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Windows 11 Power-Check: So machen Sie Windows schneller und stabiler

PC-WELT – Homepage [Unofficial] March 21, 2026
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Ein Minimum an Wartung ist bei jedem Betriebssystem erforderlich, um einen fehlerfreien und reibungslosen Betrieb zu gewährleisten. Es sollte Teil der regelmäßigen Prüfungen sein, was auf dem PC läuft oder automatisch gestartet wird. Unnötige Hintergrundprozesse verlangsamen den Start des Systems und bremsen Windows insgesamt aus.

Viele Programme und auch Windows selbst hinterlassen Benutzerspuren auf dem PC. Dabei handelt es sich um temporäre Dateien, Rückstände nach der Deinstallation von Anwendungen, Verlaufslisten und vieles mehr. Auch in diesen Bereichen sollte man gelegentlich aufräumen.

Ein weiterer Aspekt sind Windows-Funktionen und -Dienste, die den Rechner unnötig belasten. Was in diesem Zusammenhang „unnötig“ ist, hängt stark von den individuellen Vorlieben ab.

Einige Nutzer stören sich an den Apps, die bei Windows standardmäßig vorinstalliert sind, die sie aber niemals nutzen. Wer möchte, kann die meisten Apps auch entfernen, was am einfachsten mit den genannten Zusatztools gelingt.

Starter für Aufräumtools: PC-WELT Windows Cleaner-Kit ermöglicht den komfortablen Start mehrerer portabler Tools. Die Beschreibungen helfen bei der Benutzung.

Thorsten Eggeling

Die meisten Tools aus diesem Artikel können Sie bequem über PC-WELT Windows Cleaner-Kit starten. Bei einigen Programmen müssen Sie die deutschsprachige Oberfläche – wenn verfügbar – über die Einstellungen aktivieren.

Übrigens: Sollten Sie Windows 11 Home im Einsatz haben, dann entgehen Ihnen die vielen Vorteile der Pro-Version, die wir Ihnen hier vorstellen. Im PC-WELT Software-Shop ist das Windows-11-Upgrade für günstige 59 Euro statt 145 Euro erhältlich.

Backup und Wiederherstellungspunkte erstellen

Aufräumtools greifen oft tief in das System ein. Deshalb wird teilweise angeboten, einen Wiederherstellungspunkt zu erstellen, bevor eine Aktion durchgeführt wird. Wenn nicht, legen Sie einen Wiederherstellungspunkt manuell an.

Machen Sie sich in jedem Fall mit dem jeweiligen Tool vertraut und informieren Sie sich über die Auswirkungen der Änderungen im System.

Um Problemen vorzubeugen, sollten Sie eine Komplettsicherung erstellen – das ist ohnehin gelegentlich empfehlenswert. Wenn Sie noch kein Backup-Programm verwenden, ist etwa die kostenlose Hasleo Backup Suite Free zu empfehlen.

Wiederherstellungspunkt erstellen: Ein Wiederherstellungspunkt ist eine Momentaufnahme des Systemzustands, die wichtige Dateien, die Windows-Registry und Treiber umfasst. Er dient dazu, das Betriebssystem bei Problemen auf einen früheren, funktionierenden Zustand zurückzusetzen, ohne persönliche Dateien zu verändern.

Öffnen Sie die Einstellungen-App, suchen Sie nach „Wiederherstellungspunkt“ und klicken Sie auf „Wiederherstellungspunkt erstellen“. Es öffnet sich das Fenster „Systemeigenschaften“ mit der Registerkarte „Computerschutz“. Klicken Sie auf „Erstellen“, geben Sie eine Beschreibung ein und klicken Sie auf „Erstellen“.

Wenn Sie die Änderungen durch ein Aufräumtool rückgängig machen wollen, drücken Sie Win-R, tippen rstrui ein und klicken auf „OK“. Im Fenster „Systemwiederherstellung“ klicken Sie auf „Weiter“ und wählen den zuletzt erstellten Wiederherstellungspunkt. Folgen Sie den weiteren Anweisungen des Assistenten.

Backup der Registry: Die meisten Windows-Einstellungen werden in der Registry gespeichert. Die sollte man ebenfalls regelmäßig sichern, um bei Problemen zur vorherigen Konfiguration zurückkehren zu können. Verwenden Sie dafür das Tool Registry Backup , das Sie über PC-WELT Windows Cleaner-Kit unter „Windows Repair“ starten können.

Gründlich aufräumen mit Windows-Bordmitteln

Windows 11 ist mit etlichen Aufräumfunktionen ausgestattet, die Sie in der Einstellungen-App (Win-I) unter „System > Speicher“ finden. Unterhalb von „Lokaler Datenträger (C:)“ sehen Sie den aktuellen Füllstand des Systemlaufwerks.

Angezeigt wird außerdem, wie viel Platz „Installierte Apps“ belegen. Ein Klick darauf führt zu „Installierte Apps“ in den „Einstellungen“. Hier können Sie Apps und Desktop-Anwendungen deinstallieren, die Sie nicht benötigen.

Speicherbelegung: In der Einstellungen-App bietet „System –› Speicher“ einen schnellen Überblick. Der Klick auf „Weitere Kategorien anzeigen“ blendet weitere Bereiche ein.

Thorsten Eggeling

Zurück auf „System > Speicher“, klicken Sie auf „Temporäre Dateien“. Nach einer kurzen Analyse zeigt Windows eine Liste mit Bereichen wie „Temporäre Dateien“ und „Windows Update-Bereinigung“ sowie den jeweils belegten Speicherplatz.

Sollte nach einem Windows-Upgrade der Ordner „C:\Windows.old“ mit einer Sicherung der vorherigen Version vorhanden sein, sehen Sie auch „Vorherige Windows-Installation(en)“. Wenn Sie hier ein Häkchen setzen und den Ordner entfernen, ist keine Rückkehr zur vorherigen Version möglich. Per Klick auf „Dateien entfernen“ löschen Sie in den aktivierten Bereichen alles auf einmal.

Automatische Bereinigung: Windows sorgt selbst für mehr Platz auf der Festplatte. Sie können per Zeitplan fest­legen, wann die Speicheroptimierung

erfolgen soll.

Thorsten Eggeling

Aber Vorsicht: Bei „Downloads“ ist kein Häkchen gesetzt, und das sollten Sie auch nicht ändern. Außer Sie wollen tatsächlich alle Dateien und Ordner in Ihrem persönlichen Download-Ordner entfernen.

Wechseln Sie wieder zu „System > Speicher“ und klicken Sie auf „Weitere Kategorien anzeigen“. Recht nützlich kann ein Klick auf „Andere“ sein. Windows zeigt eine Liste mit besonders umfangreichen Ordnern. Sie können die Ordner per Klick im Windows-Explorer öffnen und dann entscheiden, ob etwas gelöscht werden kann.

Tipp: Das Tool Windirstat zeigt den Füllstand der Laufwerke und einzelner Ordner an. In der grafischen Übersicht repräsentieren die großen Blöcke Dateien, die viel Platz belegen. Ein Klick darauf zeigt, wo die Datei liegt.

Speicherplatz bei Bedarf oder automatisch freigeben

Windows 11 löscht temporäre Dateien automatisch, wenn der Platz auf der Festplatte knapp wird. Standardmäßig ist die Funktion aktiviert. Die Einstellungen dafür sind über „System > Speicher“ nach einem Klick auf „Speicheroptimierung“ erreichbar.

Unterhalb von „Bereinigung temporärer Dateien“ ist „Sorgen Sie dafür, dass Windows weiterhin reibungslos ausgeführt wird, indem Sie temporäre System- und App-Dateien automatisch bereinigen.“ aktiviert. Windows entfernt dann die temporären Dateien automatisch.

Unterhalb von „Automatische Bereinigung des Benutzerinhalts“ können Sie Bereinigungszeiten festlegen. Per Voreinstellung wird die Speicheroptimierung ausgeführt, wenn wenig freier Speicherplatz verfügbar ist.

Sie können aber auch „Täglich“, „Jede Woche“ oder „Jeden Monat“ einstellen. Darunter können Sie festlegen, nach welchem Zeitraum Dateien automatisch aus dem Papierkorb gelöscht werden sollen. Außerdem lassen sich Dateien aus dem Ordner „Downloads“ automatisch löschen, die beispielsweise seit bis zu 60 Tagen nicht geöffnet wurden.

Ganz ungefährlich sind die Optionen nicht. Besonders beim Papierkorb droht Datenverlust, wenn Sie einen zu kurzen Zeitraum einstellen und erst nach einigen Tagen bemerken, dass eine noch benötigte Datei im Papierkorb lag. Um das zu verhindern, stellen Sie besser „Nie“ ein.

Ungefährlich ist dagegen die Option unter „Lokal verfügbare Cloudinhalte“. Mit Onedrive synchronisierte Inhalte lassen sich automatisch nach einem bestimmten Zeitraum auf der Festplatte löschen, bleiben aber im Cloudspeicher erhalten.

Zum Abschluss klicken Sie auf „Speicheroptimierung jetzt ausführen“. Wenn Windows bei wenig freiem Speicherplatz automatisch tätig werden soll, setzen Sie unter „System > Speicher“ den Schalter hinter „Speicheroptimierung“ auf „Ein“.

Winsxs-Ordner aufräumen?

Bei der Suche nach besonders großen Ordnern werden Sie wahrscheinlich auf das Verzeichnis „\Windows\WinSxS“ stoßen. Der Windows-Explorer zeigt in den „Eigenschaften“ meist eine Größe von mehreren GB an. In diesem Ordner liegen vor allem Programmbibliotheken (DLL-Dateien) in unterschiedlichen Versionen, teilweise auch SYS- und EXE-Dateien.+

Der Ordner WinSxS: Der Windows-Explorer zeigt die Größe nicht genau an. In der Powershell lässt sich die tatsächliche Größe des Ordners ermitteln.

Thorsten Eggeling

Allerdings ist der WinSxS-Ordner nicht so groß, wie der Windows-Explorer glauben macht. Bei den vermeintlichen Dateien handelt es sich teilweise um Hardlinks, also spezielle Dateiverknüpfungen, die auf die entsprechenden Dateien etwa unter „\Windows\System32“ verweisen. Die tatsächliche Größe ist meist um einige GB geringer.

In einer Powershell (ab Version 7) mit administrativen Rechten lässt sich die korrekte Größe mit folgender Befehlszeile ermitteln:

ls C:\Windows\WinSxS -Recurse -File -force -ErrorAction SilentlyContinue | ? LinkType -ne HardLink | Measure-Object -Sum {$.Length/1MB}_

Grundsätzlich sollten Sie im Ordner „C:\Windows\WinSxS“ nichts löschen, um die Stabilität des Systems nicht zu gefährden. Windows entfernt unnötige Dateien aus dem Ordner ohnehin automatisch.

Einfacher aufräumen mit Microsofts PC Manager

Microsofts PC Manager bietet im Wesentlichen keine neuen Funktionen, sondern führt einige wichtige unter einer Oberfläche zusammen. Man muss die über das System verstreuten Bordmittel also nicht mehr lange suchen.

PC Manager kann unter anderem temporäre Dateien löschen, nach großen Dateien suchen und Programme aus dem Autostart entfernen. Der „Health Check“ liefert eine schnelle Übersicht, mit allem, was gelöscht oder optimiert werden kann.

Aufräumtool von Microsoft: PC Manager kann temporäre Dateien löschen, Autostart-Programme deaktivieren, nach großen Dateien suchen und einiges mehr.

Thorsten Eggeling

Microsofts PC Manager gibt es bereits seit 2022, bisher hat es das Tool aber noch nicht in ein deutschsprachiges Windows geschafft. Die Webseite https://pcmanager.microsoft.com zeigt in Deutschland bereits seit Längerem nur „Coming soon“ (Stand März 2026). Wer das englischsprachige Tool trotzdem installieren möchte, öffnet die Einstellungen-App und geht auf „Zeit und Sprache > Sprache und Region“.

Bei „Land und Region“ stellen Sie „Vereinigte Staaten“ ein. Öffnen Sie den Microsoft Store und suchen Sie nach PC Manager. Sie können das Tool jetzt installieren. Danach stellen Sie bei „Land und Region“ wieder „Deutschland“ ein.

Die Defragmentierung von Festplatten beseitigen

Auf einer Festplatte werden insbesondere große Dateien selten in einem zusammenhängenden Bereich gespeichert. Der Controller des Laufwerks verwendet immer die nächsten freien Blöcke. Passt eine Datei nicht in den Bereich eines zusammenhängenden Blocks, wird der nächste verwendet, der aber weit entfernt liegen kann (Fragmentierung).

Die Schreib-/Leseköpfe benötigen dann längere Wege, was die Transferrate reduziert und die Zugriffszeiten erhöht. SSDs arbeiten anders, weshalb hier keine Fragmentierung auftritt.

Das Tool „Laufwerke optimieren“ aus dem Windows-Zubehör (Win-R, dfrgui) erledigt die Defragmentierung standardmäßig automatisch einmal in der Woche. Der Windows-Defragmentierer scheint seine Arbeit gut zu machen, denn er bescheinigt den Laufwerken regelmäßig einen Fragmentierungsgrad von „0 %“. Bei durchschnittlich genutzten PCs mag das sogar mehr oder weniger stimmen.

Es gibt jedoch Einsatzgebiete, bei denen die Nutzung eines anderen Tools für die Defragmentierung sinnvoll ist. PC-Spiele beispielsweise installieren teilweise sehr große Dateien, die bei Updates gelöscht und neu angelegt werden.

Besonders große Dateien fallen auch bei Virtualisierungssoftware an. Wenn diese Dateien stark fragmentiert sind, zeigt sich eine deutliche Verlangsamung bei Schreib- und Lesevorgängen.

Dateien neu ordnen: Defraggler defragmentiert Festplatten und optimiert dadurch Dateizugriffe. Sie können auch gezielt einzelne, große Dateien defragmentieren.

Thorsten Eggeling

Sollte das zutreffen, sorgen Sie zuerst für genügend freien Platz auf der Festplatte. Nur dann kann ein Defragmentierer optimal arbeiten. Über PC-WELT Windows Cleaner-Kit können Sie das Tool Defraggler starten.

Gehen Sie auf „Settings > Options“ und wählen Sie als Sprache „Deutsch (German)“. Klicken Sie in der Spalte „Laufwerk“ die Festplatte an und klicken Sie auf „Prüfen“. Wenn das Programm eine starke Fragmentierung anzeigt, klicken Sie auf „Defrag“.

Da der Vorgang bei großen und gut gefüllten Festplatten sehr lange dauert, können Sie auch gezielt nur einzelne Dateien bearbeiten lassen. Wechseln Sie auf die Registerkarte „Dateiliste“. Ein Klick auf den Spaltenkopf „Fragmente“ sortiert die Liste nach stark fragmentierten Dateien. Über den Kontextmenüpunkt „Markiertes Defragmentieren“ optimieren Sie die ausgewählte Datei.

Windows mit Winslop aufräumen und optimieren

Slop bezeichnet unnötige, wenig wertvolle Systemkomponenten, die standardmäßig hinzugefügt werden, Ressourcen verbrauchen und die Benutzerkontrolle einschränken, ohne nennenswerten Nutzen zu bieten.

Winslop befreit Windows von Ballast und hilft bei der Optimierung der Systemeinstellungen. Das Tool zeigt in Rubriken und einem Baum die Funktionen, die es verändern kann. Wer mehr Informationen benötigt, wählt nach einem rechten Mausklick „Help“ und gelangt darüber auf eine Webseite mit einer Liste der Funktionen.

Wenn Sie Winslop ohne administrative Rechte starten, können nicht alle Funktionen konfiguriert werden. Starten Sie das Tool daher im Windows-Explorer über einen rechten Mausklick und „Als Administrator ausführen“. Wenn Sie es über PC-WELT Windows Cleaner-Kit starten, wird es ebenfalls mit administrativen Rechten aufgerufen.

Aufräumen und optimieren: Winslop schafft Platz auf der Festplatte und deaktiviert unnötige oder lästige Windows-Funktionen. Außerdem können Sie damit Apps deinstallieren.­

Thorsten Eggeling

Klicken Sie zuerst auf „Inspect system“. Winslop zeigt dann an, welche Änderungen durchgeführt werden sollten. Entfernen Sie die Häkchen vor Funktionen, die erhalten bleiben sollen. Danach klicken Sie auf „Apply selected changes“.

Um eine Änderung rückgängig zu machen, klicken Sie die gewünschte Funktion mit der rechten Maustaste an und wählen die Option „Restore“.

Klicken Sie auf „Apps“, wenn Sie vorinstallierte Programme entfernen möchten. Nach einem Klick auf „Inspect system“ setzen Sie Häkchen vor die unerwünschten Anwendungen und klicken auf „Apply selected changes“.

Windows-Apps entfernen: O&O App Buster gibt Empfehlungen zu eventuell unnötigen Apps. Sie können die Apps nur für den aktuellen Benutzer oder systemweit deinstallieren.

Thorsten Eggeling

Alternativen: Das deutschsprachige O&O App Buster kann Apps und Programme deinstallieren und zeigt Empfehlungen, welche Apps Sie bedenkenlos entfernen können. Mit Revo Uninstaller deinstallieren Sie Desktop-Anwendungen und Windows-Apps. Über das Tool können Sie außerdem Autostarts deaktivieren und gespeicherte Verläufe löschen.

Autostarts prüfen und bei Bedarf reduzieren

Die Ursache für den langsamen Windows-Start sind meist Programme, die sich bei der Installation für den automatischen Start konfigurieren. Ein Programm kann dann beispielsweise nach Updates suchen oder im Hintergrund auf Ereignisse warten.

Wirklich notwendig ist keines der Autostart-Programme, es kann aber für mehr Komfort sorgen. Sie müssen daher in jedem Fall abwägen, ob ein Autostart-Programm für Sie wichtig ist und ob Sie dafür einen verzögerten Systemstart in Kauf nehmen wollen.

Sysinternals-Autoruns kennt alle Autostartrampen und kann zusätzlich auch Erweiterungen für den Windows-Explorer sowie Microsoft Office anzeigen und verwalten. Sie können das Tool über PC-WELT Windows Cleaner-Kit starten, es ist aus lizenzrechtlichen Gründen jedoch nicht enthalten. Nach einem Klick auf „Autoruns starten“ öffnet sich ein Fenster, in dem Sie den Download starten. Danach können Sie das Programm verwenden.

Auf der Registerkarte „Everything“ entfernen Sie die Häkchen bei allen Einträgen, die Sie nicht benötigen. Gelöscht wird dadurch nichts. Sollte sich später herausstellen, dass ein Programm doch automatisch gestartet werden soll, setzen Sie das Häkchen einfach wieder.

Autostart aufräumen: Das Sysinternals-Tool Autoruns listet auf, was Windows automatisch startet. Sie können einzelne Programme deaktivieren und auch wieder aktivieren.

Thorsten Eggeling

Besteht ein Verdacht, dass es sich um eine Schadsoftware handelt, gehen Sie im Kontextmenü auf „Check VirusTotal“. Um alle Programme in der Liste zu testen, gehen Sie auf „Options > Scan Options“ und aktivieren „Check VirusTotal.com“.

Tipp: Sie können Windows System Control Center (WSCC) für Installation und Start der Sysinternals-Tools verwenden. Es lädt alle oder nur die gewünschten Programme von Microsoft herunter und sorgt auch für die Aktualisierung.

Kategorien und kurze Beschreibungen in englischer Sprache helfen bei der Benutzung. Starten Sie das Tool über PC-WELT Windows Cleaner-Kit in der Rubrik „Windows System Control Center“.

Tools für mehr Sicherheit und Privatsphäre

In der Einstellungen-App finden Sie unter „Datenschutz und Sicherheit“ mehrere Optionen, über die Sie festlegen, welche Daten Windows an Microsoft sendet und wie diese ausgewertet werden.

O&O ShutUp10++ bietet einen schnellen und übersichtlichen Zugriff auf alle Privatsphäreeinstellungen. Zu jeder Option liefert das Tool Empfehlungen sowie Beschreibungen, die über die Funktion informieren. Über „Aktionen > Nur empfohlene Einstellungen anwenden“ ist die Konfiguration schnell geschehen. O&O ShutUp10++ bietet an, einen Wiederherstellungspunkt zu erstellen, damit Sie bei Problemen zum vorherigen Zustand zurückkehren können.

Datenschutz verbessern: O&O Shutup10++ zeigt alle wichtigen Einstellungen für die Privatsphäre und gibt Empfehlungen, was ohne Nebenwirkungen angeschaltet werden kann.

Thorsten Eggeling

BC Wipe Privacy Guard erfüllt ähnliche Aufgaben. Das Tool ist englischsprachig, weshalb sich nicht jede Option eindeutig der jeweiligen Bezeichnung in einem deutschsprachigen Windows zuordnen lässt. Sie können einzelne Optionen gezielt aktivieren/deaktivieren oder Sie verwenden einfach den Schalter „Use Jetico recommanded settings“. Über die Schaltfläche rechts oben („Go back to your original settings“) stellen Sie den Standard wieder her.

KI, Copilot und Momentaufnahmen

Microsoft stattet Windows mit immer mehr KI-Funktionen aus. Im Webbrowser Edge ist die Copilot-Schaltfläche schon länger zu sehen, dazu kommt inzwischen Microsoft 365 Copilot als eigenständige App. In den Windows-Editor und Paint hat Microsoft ebenfalls KI-Funktionen eingebaut. Die Datenverarbeitung findet weitestgehend im Rechenzentrum statt, auf dem PC wird nichts gespeichert, und es muss daher auch nichts aufgeräumt werden.

Bei Copilot-Plus-PCs ist die Situation etwas anders. Ein Teil der Verarbeitung wird mit Unterstützung durch die NPU (Neural Processing Unit) auf dem PC erledigt. Zurzeit betrifft das vor allem die Auswertung beziehungsweise die Texterkennung in Screenshots, die Windows über die Momentaufnahmen erstellt („Recall“). In der Einstellungen-App können Sie unter „Datenschutz und Sicherheit > Abruf und Momentaufnahmen“ festlegen, wie viel Speicherplatz dafür reserviert werden soll. Der Standard ist 150 GB. Außerdem können Sie hier die Aufnahmen löschen – wahlweise alle oder nur innerhalb eines Zeitbereichs. Wer auf Recall verzichten möchte, kann „Speichern von Momentaufnahmen“ abschalten.

Über O&O ShutUp10++ lässt sich Copilot auch ganz deaktivieren. Die Optionen dafür finden Sie auf der Registerkarte „Copilot“. Die lokal gespeicherten Dateien können Sie hier ebenfalls löschen.

Alternativ entfernen Sie Recall über Win-R durch Aufruf von optionalfeatures. Entfernen Sie das Häkchen vor „Recall“ und klicken Sie auf „OK“.

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