Windows 11: Dieser neue Trick soll die CPU deutlich schneller machen
Microsoft arbeitet aktuell an einer neuen Möglichkeit, Windows‑11‑PCs schneller zu machen. Anstatt die Performance aber durch weitere Tools oder sonstige Upgrades anzugehen, setzt Microsoft stattdessen auf einen Trick, der die CPU betrifft.
Mit dem neuen “Low Latency Profile” soll die CPU-Frequenz in kurzen Intervallen erhöht werden, wenn Windows 11 eine wichtige Aufgabe startet. Das kann das Öffnen einer App oder das Startmenü betreffen. Dadurch sollen unnötige Verzögerungen und Ruckler der Vergangenheit angehören.
Bekannte Windows-Leaker wie phantomofearth haben die Funktion bereits in einer Testversion entdeckt. Windowslatest konnte sie ebenfalls bereits austesten und berichtet, dass Windows 11 durch den CPU-Trick bis zu 40 Prozent schneller agiert beim Start vorinstallierter Apps (also vor allem Microsoft-Apps) und bis zu 70 Prozent schneller im Startmenü oder in Kontextmenüs.
So funktioniert das Low Latency Profile
Das Low Latency Profile wird einmalig aktiviert und gilt dann für den gesamten PC. Windows 11 soll dann selbstständig erkennen, wann es nötig ist, die CPU‑Frequenz hochzudrehen, und somit für eine deutlich flüssigere Benutzerfahrung sorgen.
Die Spitzen sollen lediglich für ein bis drei Sekunden anhalten, um zu verhindern, dass der Modus negative Auswirkungen auf die CPU-Temperatur oder die Akkulaufzeit hat. Als Basis wird die Windows‑Aufgabenplanung verwendet, die ereignisbasiert arbeitet und somit auf kurzzeitige Änderungen eingehen kann.
Laut Windows Latest kann man zudem im Task Manager genau beobachten, wie die CPU-Auslastung sprunghaft ansteigt (auf bis zu 96 Prozent!) und im Anschluss sofort wieder sinkt. Wie Sie die CPU-Auslastung im Task Manager richtig deuten, haben wir in diesem Artikel erklärt. Der App-Start lief dadurch reibungslos ab, auch bei mehreren Anwendungen hintereinander.
Übrigens: Sollten Sie Windows 11 Home im Einsatz haben, dann entgehen Ihnen die vielen Vorteile der Pro-Version, die wir Ihnen hier vorstellen. Im PC-WELT Software-Shop ist das Windows-11-Upgrade für günstige 59,99 Euro statt 145 Euro erhältlich.
Wie sinnvoll ist die Nutzung?
Da sich die Funktion momentan noch in einer Testphase befindet, können noch einige Änderungen passieren, bis Microsoft das Low Latency Profile offiziell für Windows 11 freigibt. Windows Latest sieht es bereits jetzt als bahnbrechende Neuerung für preisgünstige PCs, aber auch als eine längst überfällige Maßnahme.
In der Vergangenheit hatte die Windows-Aufgabenplanung schlichtweg zu langsam reagiert, wenn höhere CPU-Taktfrequenzen erforderlich wurden, um Anwendungen zu starten. Nutzer erlebten dadurch immer wieder Ruckler und nehmen Windows 11 als deutlich langsamer wahr, als es sein müsste.
Das neue Low Latency Profil sorgt hingegen für deutlich schnellere Reaktionen. Da der Prozessor innerhalb kurzer Zeit wieder in einen energiesparenden Zustand zurückkehrt, sollen die Auswirkungen auf die Akkulaufzeit und die Wärmeentwicklung dennoch minimal ausfallen.
Diese neue Art, Ressourcen in Windows 11 zu verteilen und für eine bessere Leistung zu sorgen, ist Teil von Microsofts Projekt “K2”, das Windows 11 endlich retten soll. Da Windows 11 immer noch größtenteils auf altem Code basiert, teilweise sogar aus den 90ern, muss Microsoft jetzt dafür sorgen, dass das Betriebssystem zeitgemäß umgestaltet wird. Dazu gehören auch Änderungen bei Windows Update, die bereits umgesetzt werden.
Aktuell ist das Low Latency Profile nur für Windows Insider erhältlich. Es ist aber nur eine Frage der Zeit, bis Microsoft es allen zur Verfügung stellt.
Windows 11 soll endlich besser werden – Microsoft startet große Änderungen
Discussion in the ATmosphere