External Publication
Visit Post

Gegen hohe iPhone-Preise: Apple will Chips von sanktioniertem Hersteller

Macwelt – News, Tipps und Tests von Apple-Experten [Unofficial] July 1, 2026
Source
Die “Financial Times” skizziert in einem aktuellen Bericht Apples Bemühungen, von der Trump-Regierung eine Genehmigung zu erlangen, Komponenten wie RAM bei dem chinesischen Hersteller ChangXin Memory Technologies, Inc. zu kaufen (via CultofMac). Die Verhandlungen sind notwendig, da das Unternehmen sich seit 2021 auf einer Liste der sanktionierten chinesischen Unternehmen steht. Die Firmen aus dieser Liste sind als chinesische Militärunternehmen identifiziert. Laut dem “Kriegsministerium” im Pentagon in Washington, D.C. ist es US-Behörden verboten, Aufträge an diese Firmen zu vergeben. Private Firmen und Personen sind von dieser Einschränkung nicht betroffen. Für Apple ist es also theoretisch möglich, RAM-Komponenten direkt von CXMT zu beziehen, ohne die Regierung um Erlaubnis zu bitten. Da die aktuelle US-Administration genauso berechenbar ist wie der Fluchtweg eines Bären, der von Bienen angegriffen wird, sollte sich Cupertino besser jeden Aspekt seiner Geschäftspolitik vom Weißen Haus genehmigen lassen. Auf der Liste stehen zudem Firmen wie Huawei, Alibaba, BOE und BYD. Der Letztere betreibt eine Filiale und einige Tochter-Firmen in den USA. Die Folgen der RAM-Krise hat Apple vor zwei Wochen bereits angekündigt und letzte Woche dann in Kraft gesetzt: Fast alle Produkte mit Ausnahme des iPhones, der Apple Watch und der Airpods sind teurer geworden. Die Krise ist durch die gesteigerte Nachfrage nach RAM-Modulen verursacht, die in KI-Rechenzentren zum Einsatz kommen oder kommen sollen. Anbieter wie Google, Amazon und Microsoft bauen derzeit die Kapazitäten aus und kaufen den Markt leer. Die Fertiger orientieren sich an den höherpreisigen Business-Aufträgen, die Chips für Endkundengeräte wie iPhone oder Mac sind dabei von geringerer Priorität, werden knapp und teurer.

Discussion in the ATmosphere

Loading comments...