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Apples neue Preise verraten, welche Produkte demnächst kommen

Macwelt – News, Tipps und Tests von Apple-Experten [Unofficial] June 28, 2026
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Es hat sich schon seit einer Woche abgezeichnet, als Tim Cook vorwarnte: Apple-Geräte werden teurer, die Preise für NAND und DRAM sind auf dem Markt gestiegen, der Hersteller kann sie nicht mehr intern amortisieren und muss die Preissteigerung an Kunden weitergeben. Als am 25. Juni 2026 der Apple Online Store für rund eine Stunde offline ging, haben wir schon befürchtet, dass er nicht mit einem neuen Produkt, sondern mit neuen Preisschildern wiedereröffnen würde.

Von manchen Preisangaben waren dann auch wir überrascht, obwohl wir über die Jahre Kummer in Form einer goldenen Apple Watch, teurer Rollen für den Mac Pro und einem schier unbezahlbaren iMac Pro gewohnt sind: Macs, Macbooks, iPads wurden im Schnitt 12 bis 16 Prozent teurer. Apple hat in einem Kommentar gegenüber Reuters erklärt:

Wir haben noch nie eine derart hohe und derart schnelle Preissteigerung für Komponenten erlebt. … Wir haben unsere Kunden vor diesen Erhöhungen bewahrt, doch heute haben wir einen Punkt erreicht, an dem wir die Preise für einige Produkte wie Macs und iPads erhöhen müssen.

Apple gegenüber Reuters

Doch neben den Macs und iPads hat der Hersteller noch einige weitere Produkte zu weit höheren Preisen eingestellt. Dazu gehören vor allem die beiden Varianten von Apple TV, die beiden Homepods und das Headset Vision Pro.

Welches System hinter den neuen Preisen steckt

Geht man die Liste der neuen und alten Preise bei den Macbooks durch, zeigen die Preiserhöhungen bei den Einsteigerkonfigurationen ein Muster: Das Macbook Neo mit der Touch-ID ist um 12,5 Prozent teurer geworden und kostet jetzt 899 Euro statt 799 Euro. Das Macbook Air M5 mit 8-Kern-CPU hat es härter erwischt – der Preis hat sich von 1199 Euro auf 1399 Euro erhöht – eine Steigerung von 16,7 Prozent. Die Spannweite der Preiserhöhungen dabei liegt bei 4,2 Prozentpunkten, was nach einem Konzept ausschaut, an das sich Apple bei der Preisgestaltung der aktuellen Macbooks hält.

Doch schaut sich man weitere Preise im Apple Store an, könnte man meinen, die Produkt-Manager wären in der Rechner-App um eine Zeile verrutscht oder ihnen ist ein Zahlendreher unterlaufen: Der Mac Mini mit 256 GB ist nach einem Monat Abwesenheit in den Store zurückgekehrt, doch die Einsteigerkonfiguration kostet statt wie früher 699 Euro jetzt satte 949 Euro – eine Preissteigerung von 35,8 Prozent. Der Mac Mini M4 Pro dagegen folgt der Strategie der Macbooks – von 1699 auf 1899 Euro bedeutet eine Preissteigerung von 11,8 Prozent. Auch bei iPads gibt es Ausreißer: iPads Air und Pro sind im Schnitt um 13 Prozent gestiegen, das iPad Mini – um 23,7 und das Einsteiger-iPad gar um 31,7 Prozent.

Solche Ausreißer finden sich darüber hinaus beim Apple TV (Preissteigerung von 58,2 Prozent bei der Ethernet-Version), beim Homepod Mini (Steigerung von 27,5 Prozent) und bei den beiden Mac Studios M4 Pro und M3 Ultra (Erhöhungen von 20 und 40 Prozent respektive).

Eine der einfachsten Erklärungen für diese Unregelmäßigkeiten ist, dass für die Produkte mit einer Preissteigerung von 20 Prozent und höher bereits ihre Nachfolger in den Startlöchern stehen. Apple gestaltet die Preise so unattraktiv, dass kaum ein vernünftiger Käufer auf die Idee kommen würde, ein Gerät aus dem Herbst 2020 (Homepod Mini) zu einem um 46 Prozent erhöhten Preis zu kaufen. Auch das iPad hat Apple zuletzt im März 2025 mit dem A16-Chip aktualisiert, das iPad Mini (A17 Pro) stammt sogar aus dem Oktober 2024. Das Apple TV 4K der dritten Generation steht seit November 2022 in den Regalen, der Mac Studio ist gleichaltrig mit dem Standard-iPad. Hingegen wird der Mac Mini M4 im November sein Zweijähriges feiern.

Daraus lässt sich schlussfolgern, dass all diese Geräte schon bald komplett aus dem Angebot verschwinden, weil Apple bereits die Nachfolger in petto hat. Höchstwahrscheinlich im Herbst können die neuen iPads, Apple TV und Homepod Mini kommen, zusammen mit der neuen Siri AI, die wohl den Marktstart für diese Geräte verzögert hat. Mac Studio kann Apple selbst noch im Sommer aktualisieren – mit einer Pressemitteilung und ohne viel Aufwand wie den iMac 5K im August 2020.

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