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macOS 27 Golden Gate – bessere Apps dank Apple Intelligence

Macwelt – News, Tipps und Tests von Apple-Experten [Unofficial] July 1, 2026
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Apple Intelligence hat in macOS 27 Golden Gate unter anderem in Fotos, in den Kurzbefehlen und in Safari Einzug gehalten. Aber auch Image Playground greift nun tiefer in die KI-Kiste als bisher. Neue Optionen finden wir zudem in Notizen, Freeform und in der Wetter-App. Wie sich der verbesserte Index auf die Suche in Spotlight auswirkt, lässt sich in der aktuellen Beta-Version für Entwickler aber bisher nicht beurteilen. Das stellt sich dann erst richtig in der Praxis mit der endgültigen Version heraus.

Fotorealistische Bilder

Image Playground war bisher eher eine Spielwiese, auf der man nette gemalte oder gezeichnete Bilder und Genmojis erstellen konnte. Unter macOS 27 Golden Gate ist das Programm indessen aber in der Lage, fotorealistische Bilder zu erzeugen oder Fotos fotorealistisch zu verändern.

So gelingt es uns beispielsweise, einen roten VW-Bus in einen blauen VW-Bus umzufärben. Dabei wird nur die Farbe getauscht, der Rest bleibt wie das Original. Zweimal müssen wir dem Programm dazu noch mitteilen, noch nicht umgefärbte Teile ebenfalls zu bearbeiten. In einem anderen Foto ersetzt Image Playground die Kopfhaare des Autors durch eine Glatze, verlängert den Bart und färbt ihn schwarz. Dass es sich dabei um eine KI-Bearbeitung handelt, ist nicht zu erkennen.

Die Aufforderung, ein fotorealistisches Bild der Golden Gate Bridge oder der Elbphilharmonie in Hamburg zu erstellen, führt ebenfalls zum Erfolg. Wobei ein echtes Foto doch leicht anders aussieht. Weiterhin lassen wir die Münchner Frauenkirche als Aquarell darstellen. Die Kirche steht zuerst an einem Fluss und dann an einer Straße, was Image Playground nach zwei Aufforderungen dann in einen Platz ändert.

Image Playground erstellt nun auch fotorealistische Bilder und kann Fotos bearbeiten.

Thomas Armbrüster

Was uns auffällt: Image Playground weigert sich, Bilder von realen Personen zu erstellen, auch wenn diese schon seit Längerem oder sehr lange tot sind. Eine Zeichnung von Winston Churchil oder Heinrich VIII können wir darum nicht erzeugen. Und auch die Aufforderung, ein Bild von Prinz Eisenherz im Stil von Harold R. Foster oder Daisy Duck mit einer Latzhose zu zeichnen, gelingt nicht. Hier scheint eine Bremse zu greifen, um keine Kopien von künstlerischen Werken zu erstellen.

Zeichnen in Notizen und Freeform

Sowohl in Notizen als auch in Freeform können Sie jetzt zeichnen und dazu das Trackpad oder die Maus verwenden. Das ist zwar nicht so effektiv wie auf einem iPad mit Zeichenstift, das sich dafür natürlich wesentlich besser eignet. Aber für schnelle Skizzen ist das tauglich. In Notizen können Sie zudem digitalisierte Unterschriften erzeugen und einfügen, so wie es bisher schon in Vorschau möglich ist. Dabei greift Notizen auch auf die in Vorschau schon verfügbaren Unterschriften zu.

In Notizen gibt es jetzt ein Zeichenwerkzeug sowie die Möglichkeit, digitale Unterschriften zu erzeugen und zu verwenden.

Thomas Armbrüster

Noch zwei weitere Neuerungen hat Freeform aufzuweisen. Die Boards lassen sich jetzt in Ordnern ablegen, die Sie über ein neues Symbol in der Seitenleiste anlegen. Und wenn Sie den dunklen Modus einschalten, passt sich Freeform nun daran an und auch die Zeichenfläche wird dunkel.

In Freeform lassen sich die Boards jetzt in Ordnern ablegen und die App unterstützt zudem den dunklen Modus.

Thomas Armbrüster

Übersichtlicheres Wetter

In der Wetter-App sind die einzelnen Kacheln neu angeordnet worden. Wobei hier anscheinend noch weiter getestet wird, da sich die Anordnung von der ersten Beta-Version zur zweiten noch etwas verändert hat. Das Aussehen verändert sich zudem etwas, wenn die Kachel für die Wetterwarnungen eingeblendet wird.

Außerdem gibt es für die Vorhersagen für die nächsten zehn Tage zwei neue Ansichten: eine für Niederschlag und eine für Wind. Anstatt der Balken für die Minimal- und die Maximaltemperatur sowie für die Bewölkung gibt es dann eine Anzeige der Niederschlagswahrscheinlichkeit zu den verschiedenen Tageszeiten und für die Regenmenge beziehungsweise für die Windgeschwindigkeit und die Verteilung über den Tag. Während das Umschalten in der ersten Beta-Version funktioniert hat, geht es in der zweiten nicht mehr. Den Fehler werden die Entwickler aber bestimmt wieder beheben.

In der Wetter-App sind die Kacheln neu angeordnet worden und es gibt separate 10-Tages-Vorhersagen für Niederschlag und Wind.

Thomas Armbrüster

Was es bald nicht mehr gibt

In neuen Systemversionen schneidet Apple auch regelmäßig alte Zöpfe ab. Für macOS 27 Golden Gate trifft das vorrangig auf Macs mit Intel-Prozessor zu, die das neue System nicht mehr unterstützen. Viele der Apps in macOS 27 sind darum auch keine Universal-Anwendungen mehr, sondern enthalten nur noch Code für Apple-Chips. Rosetta 2, mit dessen Hilfe sich noch Apps verwenden lassen, die nur Code für Intel-Chips verwenden, ist zwar noch dabei, wird aber in der nächsten Version von macOS nicht mehr enthalten sein.

In der Dokumentation für Entwickler weist Apple auch darauf hin, dass das Framework „DVDPlayback“ im Software Development Kit (SDK) nicht enthalten ist. Entwickler können dieses also nicht mehr verwenden. Ob das Framework in der endgültigen Version von macOS 27 enthalten sein wird, wissen wir bislang nicht. Apple sagt nur, dass es in zukünftigen Versionen von macOS entfernt wird. Zumindest in der aktuellen Beta-Version stürzt der DVD-Player sofort ab. Mit anderen Apps wie VLC können wir DVDs aber abspielen.

Entwickler können das Framework für die DVD-Wiedergabe nicht mehr verwenden. Ob es auch aus macOS 27 schon entfernt wird, lässt sich momentan nicht beurteilen.

Thomas Armbrüster

Noch einen anderen Hinweis finden wir in der Dokumentation: Zukünftige Versionen von macOS werden keine verschlüsselten Medien im Format HFS+ unterstützen. Sofern Sie also beispielsweise noch ältere Backups in diesem Format haben und diese weiterhin benötigen, müssen Sie die Daten auf einem anderen Datenträger mit einem anderen Format sichern. Zudem sollten Sie keine aktuellen Backups mehr auf Datenträger mit diesem Format sichern. Am besten verwenden Sie auch das nicht verschlüsselte Format HFS+ nicht mehr. Denn auch dieses könnte zukünftig ausgemustert werden.

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