Warum macOS 27 Golden Gate besser aussieht als Tahoe
Nach der Installation von macOS Golden Gate blendet sich bei der ersten Anmeldung ein Fenster mit einem Schieberegler ein, über den Sie die Transparenz von Liquid Glass einstellen können. Diesen Regler finden Sie zudem in der Systemeinstellung „Aussehen“, die unter macOS Tahoe noch mit „Erscheinungsbild“ bezeichnet war.
Ganz prominent beim ersten Neustart präsentiert macOS Golden Gate die neue Einstellung für die Transparenz von Liquid Glass.
Thomas Armbrüster
Hintergrundelemente ausblenden
Einer der Kritikpunkte, die viele Anwender bei macOS Tahoe geäußert haben, sind die durchscheinenden Elemente, die unter anderem die Felder zur Eingabe von Text sowie Bedienungselemente wie in Musik beeinträchtigen. Es gab zwar bisher schon eine Option „Eingefärbt“ in der Systemeinstellung „Erscheinungsbild“, die diesen Effekt abgemildert hat.
In macOS Golden Gate lässt sich über den Schieberegler die Sichtbarkeit der Vordergrundobjekte noch etwas verbessern, wenn Sie den Schieberegler ganz nach rechts bewegen. Das wirkt sich unter anderem auch auf das Dock aus, nicht jedoch auf das Kontrollzentrum. Zudem können Sie die Transparenz nun stufenlos einstellen. Alle anderen Einstellungen für das Aussehen sind dagegen gleich geblieben.
Ist der Schieber ganz auf der rechten Seite, ist die Transparenz wie hier in Musik nur noch minimal.
Thomas Armbrüster
Fenster und Seitenleiste
Geändert hat Apple die Seitenleiste in den Fenstern des Finders und aller Apps, die eine Seitenleiste verwenden. Sie erstreckt sich jetzt wieder wie vor macOS Tahoe durchgängig vom oberen bis zum unteren Fensterrand und ist nicht mehr ein schwebendes Element. Zudem ist sie kontrastreich zum restlichen Fenster abgehoben.
Die Symbole in der Seitenleiste nehmen in macOS Golden Gate die in der Systemeinstellung „Aussehen“ festgelegte Themenfarbe an, während sie in macOS Tahoe immer farblos sind.
Die Seitenleiste erstreckt sich jetzt wieder über die ganze Fensterhöhe und die Symbole nehmen die gewählte Themenfarbe an.
Thomas Armbrüster
Was nicht sofort auffällt, sind die feinen Umrandungen der Symbole in den Symbolleisten, die sie besser vom Hintergrund abheben und so die Sichtbarkeit verbessern. Zudem sind die Symbolleisten der verschiedenen Apps einheitlicher als bisher. Außerdem haben alle Fenster indessen einen kleineren und einheitlichen Eckenradius.
Die Änderungen für die Symbolleiste wie hier in Notizen sind zwar dezent, verbessern aber deutlich die Erkennbarkeit der Symbole.
Thomas Armbrüster
Menüs entschlackt
In macOS Tahoe war in den Menüs bei vielen Befehlen zusätzlich noch ein Symbol angeordnet. Das hat nach Meinung vieler Anwender die Übersichtlichkeit der Menüs verschlechtert und war sogar eine Verletzung von Apples eigenen Regeln für das Design von macOS.
In macOS Golden Gate finden Sie nun nur noch an deutlich weniger Stellen solche zusätzlichen Symbole. Sie erscheinen nur noch dort, wo sie eine zusätzliche optische Hilfe sind. So sind im Finder im Menü „Gehe zu“ die Symbole weiterhin vorhanden, denn sie entsprechen denjenigen Symbolen, die auch die Seitenleiste verwendet. In anderen Menüs sind die Symbole dagegen weitgehend wieder verschwunden.
Das Menü „Bearbeiten“ wie hier in Textedit hat, wie auch viele andere Menüs, nun kaum noch Symbole vor den einzelnen Befehlen.
Thomas Armbrüster
Leicht überarbeitet wurden auch die Symbole der Menü-Extras. Beim Symbol für den Akku steht die Prozentzahl jetzt innerhalb des Symbols, was die Schrift aber winzig macht und sie darum schlecht zu lesen ist.
App-Icons überarbeitet
Auch an den Icons der Apple-Programme haben die Designer Hand angelegt. Die Symbole sind inzwischen kontrastreicher und haben mehr Tiefe, sodass sie sich besser vom Hintergrund abheben und so besser zu erkennen sind. Diese neuen Optionen stehen auch den Entwicklern in Icon Composer für die Icons ihrer Apps zur Verfügung.
Die Icons der Apps sind in macOS Golden Gate kontrastreicher und haben etwas mehr Tiefe als bisher.
Thomas Armbrüster
Systemeinstellungen minimal reorganisiert
Generell hat sich in den Systemeinstellungen wenig gegenüber macOS Tahoe geändert. Apple hat die Seitenleiste leicht umorganisiert. So ist Siri nach unten zu „Spotlight“ gewandert, was sinnvoll ist, da beide zusammengehören. „Aussehen“ (ehemals „Erscheinungsbild“) hat den Platz mit „Displays“ getauscht, und „Game Center“ führt nun die vorletzte Gruppe an. Vielleicht sollen die Spiele eine etwas prominentere Position erhalten. Zudem wurde „Sperrbildschirm“, zumindest in der aktuellen Beta, in „Bildschirm sperren“ umbenannt. Das kann sich aber natürlich noch ändern. Neu in der Seitenleiste ist zudem ein separater Punkt für VPN.
In den Systemeinstellungen haben einige Einstellungen in der Seitenleiste ihren Platz gewechselt, und VPN ist dazugekommen.
Thomas Armbrüster
Bei den einzelnen Einstellungen haben wir, mit Ausnahme der Kindersicherung, bisher keine Änderungen im Vergleich zu macOS Tahoe gefunden, mit einer Ausnahme: Sie können sich unter „Allgemein > Info“ anzeigen lassen, welche installierten Apps nur für Intel-Chips programmiert sind. Diese lassen sich zwar in macOS Golden Gate noch mithilfe von Rosetta 2 verwenden, in der nächsten Systemversion dann aber nicht mehr. Nur für ältere Spiele mit Intel-Code wird es weiterhin eine begrenzte Unterstützung geben.
Neu ist außerdem, dass beim Klick in das Suchfeld nicht nur Vorschläge eingeblendet werden, sondern auch die zuletzt benutzten Einstellungen.
Sie können in der Systemeinstellung „Allgemein > Info“ anzeigen lassen, ob es noch Apps gibt, die nur für Intel-Chips programmiert wurden.
Thomas Armbrüster
Discussion in the ATmosphere