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Zehn Gründe warum Sie keinen Intel-Mac mehr kaufen sollten

Macwelt – News, Tipps und Tests von Apple-Experten [Unofficial] June 19, 2026
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Auf eBay finden Sie aktuell Macs mit wirklich verlockenden Preisen: Ein solide ausgestatteter Mac Mini 2018 ist bei eBay schon für unter 100 Euro zu haben, ein elegantes Macbook Pro von 2020 für zwei- bis dreihundert Euro. Eigentlich ein guter Preis, bekommen Sie doch im Apple Store für zweihundert Euro nicht einmal eine Apple Watch SE …

Man kann zwar nie genügend Apple-Produkte um sich haben, sollte hier aber doch etwas Vorsicht walten lassen. Es gibt nämlich einen logischen Grund für die niedrigen Preise: Es handelt sich um Intel-Modelle, die Apple als Auslaufmodelle eingestuft hat. Ein gebrauchtes Modell mit M1- oder M2-Chip oder ein Macbook Neo sind deutlich teurer, aber die sicherere Investition.

Aktuell gibt es viele Angebote an Intel-Macs.

Stephan Wiesend

Mehr noch: Es ist nach meinem Eindruck kein Zufall, dass kurz nach der WWDC viele alte Intel-Macs auf eBay zu finden sind. Das angekündigte macOS 27 wird nämlich kein einziges Intel-Modell mehr unterstützen, und dann wird der bei eBay erzielbare Verkaufspreis noch weiter sinken. Auch ich würde einem Besitzer eines alten Intel-Mac deshalb einen baldigen Verkauf empfehlen.

Brauchbare Geräte sind natürlich immer dabei und ein Intel-Macbook ist ja nach Erscheinen von ARM-Chips nicht schlagartig langsamer geworden. Es gibt viele Projekte, für die etwa ein alter Mac Mini interessant wäre – als Server, für die Installation von Windows 11 oder ein Macbook als mobilen Zweitrechner für den Balkon. Können Sie doch auf den alten Rechner nicht nur Linux installieren, sondern mit ein paar Tricks auch Windows 11. Und auch macOS 26 wird schließlich noch viele Jahre mit Updates versorgt.

Gerade bei Macbooks sollten Sie aber äußerst vorsichtig sein – hier gibt es viele Fallstricke, die nichts mit der CPU zu tun haben. Wir haben für Sie deshalb zehn Argumente zusammengestellt, die aktuell gegen den Kauf eines Intel-Macs sprechen.

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Kein macOS 27 mehr für Intel-Macs

Besonders interessant sind Macs, die noch macOS 26 unterstützen – diese werden noch einige Jahre Updates erhalten. Aktuell gibt es noch vier Intel-Macs, die macOS 26 bieten.

Modelle Vorstellung Verkaufsende
Macbook Pro 16 Zoll 2019 2021
Macbook Pro 13 Zoll (4 Thunderbolt-Ports) 2020 2020
Mac Pro 2019 2023
iMac 27 Zoll 2020 2022

Das kommende macOS 27 wird kein einziges Modell mehr unterstützen, und dann wird der bei eBay erzielbare Erlös gerade bei diesen Modellen deutlich sinken. Empfehlen kann man heute eigentlich fast nur noch das Macbook Pro 13 Zoll. Der Mac Pro und der iMac sind veraltet, aber noch immer recht teuer, das Macbook Pro 16 Zoll ist nach meiner Meinung zu anfällig für kostspielige Defekte.

Ein weiterer Rückschlag für Besitzer eines Intel-Macs: Das Projekt Open Core Legacy Patcher hat viele Jahre die Installation aktueller macOS-Systeme auf alten Macs ermöglicht. Aus technischen Gründen wird aber macOS 26 nicht unterstützt, Sie sind also bei vielen alten Macs auf Sequoia beschränkt.

Lüfter und Erhitzung

Beim Erscheinen des Macbook Pro 2019 16 Zoll war es ein Traumgerät – mit Erscheinen der neuen M-Chips aber schlagartig deklassiert. Vor allem im direkten Vergleich sind die neuen Macbook Pro nicht nur schneller – sondern auch leiser. Vor allem die schnelle Überhitzung machte es bei seinen Nutzern unbeliebt; schon im Alltag neigen die Lüfter zum Anspringen. Gerade im Homeoffice ein echter Nachteil und ein Symptom für hohe Wärmebelastung. Im Vergleich sind die Intel-Modelle mit 13-Zoll-Display und integrierter Grafikkarte da deutlich pflegeleichter. Ein modernes Macbook mit M-Chip bleibt dagegen meist unhörbar.

M1 und Intel-Version des Macbook Pro 13-Zoll sind sehr ähnlich

Foundry

Hoher Energiebedarf und kurze Akku-Laufzeit

Die Intel-Macs sind nicht nur lahm und neigen zu Überhitzung, sie verbrauchen auch deutlich mehr Energie. Das Macbook Pro 2020 M1 hat mit 20 Stunden Akkulaufzeit schlicht die doppelte Laufzeit eines Macbook Pro 2020 Intel. Das betrifft auch die Desktops: Der iMac 27 Zoll und auch der Mac Pro von 2019 sind ziemliche Stromfresser und deshalb nicht ideal für den Einsatz als Server. Bei einem 5K-iMac müssen Sie beim Dauerbetrieb mit vielleicht 20 Euro Stromkosten pro Monat rechnen.

Sicherheitsmängel

Apple versorgt auch ältere Systeme mit Sicherheitsupdates – zumindest die ersten Jahre noch. Bei einem Mac mit macOS 26 werden Sie noch ein paar Jahre Updates erhalten, bei einem noch älteren macOS kann es dann schnell problematisch werden. Es gibt außerdem nicht nur Software-, sondern auch Hardware-Schwachstellen. Treiber für ältere Intel-Komponenten werden nicht mehr auf Schwachstellen geprüft und mit den M-Chips kamen einige gute Sicherheitsfunktionen.

iOS-Apps laufen nicht unter Intel und Apple Intelligence fehlt

Ein Nachteil gegenüber den ARM-Macs betrifft mittlerweile auch das Softwareangebot: Sie können manche neue Apps nicht mehr auf Intel-Macs nutzen, da keine Intel-Version mehr angeboten wird. Auf einem Mac mit Apple Silicon können sogar iPhone- und iPad-Apps nativ laufen. Auch Microsoft 365 unterstützt immer nur die drei neuesten Systeme.

Apple Intelligence wird ebenfalls nicht unterstützt, allerdings können KI-Apps von Drittherstellern oft auf Intel-Macs genutzt werden.

Kaum Aufrüstmöglichkeiten

Auch bei Apple Intel-Macs waren die Aufrüstmöglichkeiten bereits begrenzt – sind also kein Vorteil gegenüber neuen Macs. Bei einem Mac Mini 2014 konnten Sie zwar noch eine schnellere und größere SSD einbauen, bei einem Mac Mini 2018 aber nur noch den Arbeitsspeicher erweitern. Kaufen Sie einen Mac Mini mit 128 GB Speicher, können Sie die SSD also nicht einfach durch eine größere ersetzen. Auch der Arbeitsspeicher kann beim iMac 2020 und iMac Pro noch erweitert werden – die Preise für diese Bausteine sind aber aktuell recht hoch. Beim Gebrauchtkauf sollten Sie deshalb möglichst bereits die richtige Speicher- und Arbeitsspeicherausstattung wählen.

Grafikleistung

Echte Gaming-Rechner waren Macs nie, wenn auch das Macbook Pro 16 Zoll eine recht gute Grafikkarte hatte – damals zumindest. Für Spiele ist ein alter Mac nicht ideal, Macbook Pros mit starker Grafik sind außerdem laut und neigen zu Überhitzung. Sie können bei einem Intel-Mac allerdings Windows installieren und viele Games nativ spielen.

Foundry

Die neuen ARM‑Macs haben aber noch weitere Vorteile: Sie können aktuelle Video-Codecs mithilfe eines Spezialchips abspielen. Dieser Chip machte es etwa dem Macbook Neo möglich, auch hochauflösende Videos in Formaten wie ProRes und AV1 abzuspielen – das erleichtert auch den Videoschnitt.

Teure Reparaturen

Ein Problem bei diesen älteren Geräten sind Reparaturen. Der Apple Store bietet etwa einen Batterieservice bei Macbook Pro ab 2019 und bei Macbook Air ab 2019 an – aber zu happigen Preisen. Ein Batterieservice für ein Macbook Air 2019 kostet etwa 185 Euro. Es gibt jedoch zahlreiche alternative Dienstleister, die auch ältere Macs noch reparieren. Für gebrauchte Ersatzteile gibt es außerdem oft Angebote bei Ebay.

Ein echtes Problem ist es aber, einen guten Ersatzakku zu bekommen. Bei Amazon und anderen Anbietern finden Sie zwar zahlreiche Angebote, diese Billig-Akkus haben aber oft nur eine kurze Lebensdauer und sind sehr unzuverlässig. Bei einem alten Macbook sollten Sie deshalb auf einen funktionierenden Akku achten – und Modelle mit Austauschakku meiden.

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Schmetterlings-Tastaturen (einige Modelle)

So schick die letzten Macbooks auch waren – die Modelle von 2016 bis 2018 mit Butterfly-Tastatur sollten Sie besser nicht kaufen. Leider ist auch das 12-Zoll-Macbook mit einer dieser sehr flachen und eleganten Tastaturen ausgestattet – die zu Ausfällen neigen. Das klingt harmlos, es ist aber nicht nur für Vielschreiber extrem lästig, wenn plötzlich ein einzelner Buchstabe oder eine Funktionstaste ausfällt. Es gab ein Austauschprogramm – bei dem Sie eine neue, ebenso anfällige Tastatur bekamen –, das ist aber längst abgelaufen. Und über den Handel ist eine neue Tastatur extrem teuer. Bei den Macbook Pro 2016 und 2017 gab es außerdem ein Problem namens Flexgate, bei dem defekte Kabel die Bildschirmbeleuchtung störten.

Gerade von einem Privatverkäufer – also ohne Garantie – ist der Kauf dieser Modelle zu riskant.

Fazit

Für manche Aufgaben eignet sich ein günstiger und gut gepflegter Intel-Mac noch immer. Viele der Modelle sind schnell genug für Büro und Internet – allerdings sind sie nicht ohne Grund so günstig. Zudem könnten die Preise nach der WWDC noch einmal deutlich fallen und es gibt nur noch sehr wenige interessante Modelle, etwa das Macbook Pro von 2020.

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