Warum Sie jetzt keinen Mac Mini M4 (Pro) mehr kaufen sollten
Es gibt Situationen, in denen Sie sofort einen neuen Mac benötigen. Vielleicht, weil Ihr alter Desktop ausgefallen ist oder weil gerade Ihr Studium beginnt? Dann führt kein Weg daran vorbei, in allernächster Zeit im Apple Store oder beim Fachhändler das passende Modell zu kaufen.
In den meisten Fällen besteht aber kein Grund zur Eile und Sie können den Kauf noch problemlos ein paar Wochen verschieben – was Sie bei Präferenz für einen Mac Mini oder iMac vielleicht tun sollten!
Eigentlich ist der Mac Mini M4 ein erstklassiger Desktop und bei Amazon etwa gibt es die Version mit größerer SSD manchmal für 835 statt 949 Euro. Auch die Version mit M4 Pro ist mit bis zu zehn Prozent Preisnachlass zu haben – sofern er verfügbar ist.
Es gibt wohl bald einen Nachfolger: Das aktuell verkaufte Modell Mac Mini M4 erschien bereits Ende 2024 und ein Upgrade steht für 2026 bevor. Durch die lange Update-Dauer sind außerdem beim neuen Modell deutliche Verbesserungen zu erwarten. Das gilt übrigens auch für den iMac M4 – auch hier ist ein Update (über)fällig.
Macbook Pro und Macbook Air hat Apple dagegen gerade komplett erneuert und sie sind erstklassige Geräte – hier können Sie ohne Bedenken zugreifen, es gibt keinen Grund zu warten. Bei einem Mac Mini M4 oder iMac M4 hätte ich aber aktuell große Bedenken, den Kauf zu empfehlen. Sie könnten schon nach wenigen Wochen den Kauf bereuen, wenn Apple einen neuen Mac Mini M5 vorstellt.
Ab Mitte 2026 oder spätestens Ende 2026 wäre ein solches Produkt-Update zu erwarten. Auch die kommende Entwicklermesse WWDC, die am 8. Juni beginnt, wäre ein guter Zeitpunkt für eine Produktvorstellung. Der meist gut informierte Mark Gurman hatte schon Ende 2025 behauptet, ein neuer Mac Mini wäre für 2026 eingeplant. Auffällig ist auch, dass das Einstiegsmodell aktuell schwer zu bekommen ist.
Zugegeben: Der Mac Mini ist ein Produkt, das Apple nicht jährlich aktualisiert. Bei den letzten Modellen hatte Apple sich viel Zeit gelassen und den Mini im Abstand von 18 bis 24 Monaten aktualisiert: Der letzte Intel-Mini erschien 2018, der erste ARM-Mini im November 2020. Ein Modell mit M2‑Chip folgte im Januar 2023, das aktuell verkaufte Modell im November 2024.
Design
Mit dem Mac Mini M4 hat Apple ein neues kompaktes Design eingeführt. Davor hatte der Mac Mini zehn Jahre ein größeres, aber flaches Gehäuse gehabt, das kompaktere Design war da auch optisch ein echter Neuanfang.
Simon Jary / Foundry
Änderungen sind beim Gehäuse deshalb nicht zu erwarten, allenfalls kleine interne Anpassungen. Voraussichtlich bleibt es bei den gleichen Schnittstellen: drei Thunderbolt-Schnittstellen auf der Rückseite (Thunderbolt 4 bei der Standard-Version, Thunderbolt 5 beim Pro-Modell) sowie HDMI und Ethernet. Zusätzlich außerdem zwei USB-C-Schnittstellen und Audio auf der Vorderseite.
Ich persönlich würde mich über eine Speicherkartenschnittstelle freuen, diese wird aber auch weiterhin dem Mac Studio vorbehalten bleiben.
Was bringt der neue M5-Chip?
Wichtigste Neuerung ist der neue M5-Chip: Dieser liefert gegenüber dem M4 moderate Steigerungen bei der CPU-Leistung und recht spürbare Verbesserungen bei der Grafikleistung.
Stärker ist der Leistungssprung bei der KI-Performance: Gegenüber dem Vorgänger verspricht Apple eine um bis zu 3,5-mal bessere Leistung. Möglich machen dies neue, sogenannte Neural Accelerator in jedem GPU-Kern, aber auch die Neural Engine wurde stark beschleunigt.
Dies beschleunigt nicht nur KI-Systeme, sondern auch die KI-Funktionen von Apps wie Draw Things und Da Vinci Resolve. So soll das neue Modell etwa beim Video-Upscaling mit Da Vinci Resolve um das 2,3-Fache schneller als der Vorgänger sein. Erhöht hat Apple zudem die Speicherbandbreite des Arbeitsspeichers um 30 Prozent.
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Neue Netzwerk-Chips
Die neuen Modelle erhalten vermutlich auch Apples N1-Chip für Bluetooth, Thread und WLAN, der erstmals WLAN 7 bringen wird. Statt Bluetooth 5.3 unterstützen die neuen Modelle außerdem Bluetooth 6.
Das sind nur kleine Verbesserungen, nutzen Sie aber einen Router mit WLAN7 oder tauschen Daten per Airdrop aus, sollte die höhere Leistung auch im Alltag spürbar sein.
Ausstattung und Preise
Erscheint das neue Modell, werden Sie vielleicht trotzdem das alte Modell mit M4-Chip kaufen. Es ist nämlich keineswegs ausgeschlossen, dass die kommenden Modelle des Mac Mini M4 teurer werden als die aktuellen Modelle.
Bei den Macbook Air hat Apple nämlich über die gesamte Produktlinie die Preise angehoben. Immerhin wurde dafür die verbaute Mindestausstattung an Speicherplatz von 256 GB auf 512 GB erhöht. Das ist zwar eine Aufwertung, allerdings ist dadurch auch der Einstiegspreis gestiegen.
Dies ist bisher reine Spekulation und viele Firmen und Bildungseinrichtungen wünschen einen möglichst günstigen Mac – für einen Firmenrechner ist zudem eine SSD mit 256 GB Speicherplatz vollkommen ausreichend.
Nach Erscheinen eines Nachfolgemodells sollte es den günstigen Mac Mini M4 noch weiter im Fachhandel geben – vermutlich sogar mit Rabatten.
Es ist gut möglich, dass es auch das neue Modell des Mac mini nur noch mit ab 512 GB SSD gibt. Das bedeutet allerdings auch einen neuen und höheren Einstiegspreis. Interessant wird außerdem, ob Apple die Preise für RAM anhebt. Da Apple dies bei den Macbook Air und Macbook Pro aber nicht getan hat, ist dies eher unwahrscheinlich.
Mac Mini M4 Pro oder M5 Pro?
Für Käufer des Mac Mini Pro könnte sich das Warten in besonderer Weise lohnen: Schließlich suchen die Käufer dieses Modells einen Mac Mini mit hoher Performance – und die ideale Kombination aus Preis und Leistung. Hier könnte der Wechsel vom M4 Pro zum M5 Pro ein echter Vorteil sein – mehr noch als beim Wechsel vom einfachen M4 zum M5. Beim M5 Pro hat Apple doch viel verbessert.
Apple/Amazon
Stärke des neuen M5 Pro ist etwa die höhere KI-Leistung, wie bereits Tests des Macbook Pro mit M5 Pro zeigten. Im Multicore-Test von Geekbench 6 steigerte sich die CPU-Leistung gegenüber dem M4 Pro um 26 Prozent, die Grafikleistung um 24 Prozent. In Geekbench AI kann die Neural Engine des M5 Pro gegenüber dem M4 Pro sogar gute 40 Prozent bei den Werten „Half Precision“ und „Quantized“ zulegen.
Erstmals bieten die M5-Chips zudem sogenannte Neural Accelerators. Diese sollen laut Apple der GPU des M5 eine bis zu viermal so hohe Spitzenleistung bei KI-Aufgaben erlauben – verglichen mit den M4‑Chips.
Fazit
Planen Sie gerade den Kauf eines neuen Mac Mini, sollten Sie vielleicht noch die WWDC abwarten. Ein kommendes Upgrade könnte mehr Speicherplatz und mehr Leistung bieten.
Discussion in the ATmosphere