Trumps goldene iPhone-Konkurrenz legt Kundendaten offen
Mit bald einem Jahr Verzögerung ist das Smartphone von US-Präsident Donald Trump nun endlich verfügbar. Wer das Gerät vorbestellt hat, wird jedoch direkt mit einem Datenleck konfrontiert.
Tech Crunch berichtete bereits vergangene Woche, dass Kundendaten des dazugehörigen Mobilfunkanbieters „Trump Mobile“ offen im Internet verfügbar wären, darunter ihre Namen, Anschriften, E-Mail-Adressen, Telefonnummern und Bestellnummern. „Trump Mobile“ hat den Vorfall inzwischen bestätigt, seine Kunden aber bis heute nicht explizit über das Datenleck informiert. Allein Zahlungsinformationen wie Kreditkartendaten seien nicht nach außen gedrungen.
Das „goldene“ Smartphone sieht, ersten Tests nach zu urteilen, nicht wie Gold aus, sondern eher „wie Senf oder eine Urinprobe“, und hat die Leistung eines zwei Jahre alten Mittelklassehandys. Während die ersten Entwürfe ein Design zeigten, das dem iPhone verdächtig ähnlich sah, hat man sich schließlich davon abgewendet und setzt stattdessen auf etwas, das man als „typisch Mittelklasse-Android“ bezeichnen könnte. Von iPhone-Konkurrenz kann also wie erwartet keine Rede sein.
Ursprünglich wurde das Gerät als „Made in USA“ beworben, doch diese Behauptung ist schnell wieder verschwunden, nachdem man erschreckend feststellen musste, dass die Produktion im eigenen Land schlichtweg nicht möglich ist. Stattdessen sei das Gerät „nach amerikanischen Werten entwickelt“ worden, was auch immer das aus dem Mund von Trump bedeuten mag. Liebe zum Detail (oder zur amerikanischen Flagge) kann es nicht sein, denn die Abbildung auf der Rückseite zeigt die Flagge mit 11 statt 13 Streifen.
Vielerorts wird das Trump-Smartphone als reine Abzocke bezeichnet, nicht zuletzt, da völlig unklar ist, welche Hardware darin verbaut ist und welche Software (abseits von Android und Truth Social) darauf läuft.
Immerhin soll es nicht allzu viele Menschen erwischt haben: Aus dem Datenleck geht hervor, dass nur rund 30.000 Personen ein oder mehrere Trump-Phones bestellt haben – sehr viel weniger, als die 600.000, von denen Trump Mobile vergangenen Sommer noch gesprochen hat.
In jedem Fall: Gut, dass dieser Kelch an Europa vorbeigezogen ist.
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