Macbook Pro M6 und Mac Studio M5 verspäten sich – Chip-Krise erwischt Apple
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April 20, 2026
Der gut informierte Bloomberg-Journalist Mark Gurman berichtet in seinem aktuellen Newsletter “Power On” über Änderungen der Pläne Apples: Wegen der Speicherkrise verschiebt sich die Veröffentlichung beider Geräte, des Macbooks Pro mit M6 und des Mac Studios mit M5.
Ursprünglich wurde das Macbook Pro M6 mit dem neuen Touchscreen für den Herbst 2026 prognostiziert. Laut der Gerüchteküche sollte der neue Laptop im Oktober oder November 2026, aber bis spätestens Anfang 2027, herauskommen, passend zu den üblichen Vorstellungszeiten für Macs bei Apple. Inzwischen verschiebt sich der mögliche Start der Touchscreen-Macs wohl auf den Anfang 2027.
Nach der Veröffentlichung der Macbooks Pro mit den Prozessoren M5 Pro und M5 Max wurde allgemein erwartet, dass Apple seine Desktop-Rechner mit den Chips der neueren Generation im Sommer 2026 aktualisiert. Die Erneuerung der Chip-Generation erscheint nur logisch, da Apple alle seine mobilen Rechner bereits auf die M5 umgestellt hat.
Apple konnte bislang verhindern, dass sich die Speicher-Krise, ausgelöst durch Bedarf nach KI-Hardware, noch bedeutend auf die eigenen Geschäfte auswirkt. Die Preise für die Macbooks blieben vergleichbar, das Macbook Neo wird allmählich zu einem der günstigsten Einsteiger-Laptops auf dem Markt. Doch auch Apple ist nicht von den Einflüssen aus dem Zulieferermarkt komplett geschützt: Der Hersteller steht vor dem Dilemma der gesteigerten Nachfrage nach Macbook Neo und muss sich bald entscheiden, ob der Mac teurer oder knapp auf dem Markt wird. Auch der Mac Mini ist praktisch vom Markt gefegt – lediglich die Einsteiger-Varianten kann man noch kaufen, die Konfigurationen mit mehr Arbeitsspeicher sind praktisch ausverkauft.
Der Grund dafür ist die besondere Architektur des Apple Silicon: Der gemeinsame Speicher wird nach Bedarf und Aufgabe dem Prozessor oder der Grafikkarte zugewiesen. So gelangen KI-Enthusiasten an eine relativ günstige Grafikkarte mit massivem Arbeitsspeicher. Diese ist fürs Betreiben der lokalen Sprachmodelle ausschlaggebend.
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