Diese Woche: vom 25.06.2026
Liebe Leser:innen
«Nichtbauzonen», in denen man bauen kann: Nächste Woche treten neue Raumplanungsregeln in Kraft – miserable Bestimmungen, wenn man Expert:innen glaubt. «Ich kenne niemanden, der sie gut findet», kommentiert ein kantonaler Raumplaner. Wie kann es da sein, dass sie im Parlament ohne eine einzige Gegenstimme durchgewunken wurden? Die Antwort, die Ihnen hoffentlich nicht das Blut in den Adern gefrieren lassen wird, lesen Sie im Artikel von Bettina Dyttrich.
Zu etwas Erfreulicherem: Der freie Journalist Hans Stutz durchleuchtet mit bemerkenswerter Coolness seit Jahrzehnten die rechtsextreme Szene, bereits in den achtziger Jahren hat er dazu in der WOZ publiziert. Nun hat ihn die Verwertungsgesellschaft Pro Litteris für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Es zeige, «wie historische Recherche, journalistische Genauigkeit und demokratische Haltung zusammenfinden», so die Jury zur Vergabe des mit 40 000 Franken dotierten Preises. Herzliche Gratulation, lieber Hans!
«Entweder wir gewinnen, oder wir gewinnen»: Prosfygika in Athen ist mit 400 Bewohner:innen die wohl grösste Besetzung Europas. Die selbstverwalteten Strukturen sind beeindruckend, reichen von einer Kita über medizinische Beratung bis hin zur eigenen Bäckerei. Bekanntlich wecken Areale in guter Stadtlage aber Begehrlichkeiten, und so sehen sich die Besetzer:innen von düsteren Plänen bedroht. Weil sie aber alles andere als Schneeflöckli sind, wissen sie sich zu wehren. Die Reportage von Sarah Schmalz lesen Sie hier.
Zum Schluss noch ein Erziehungstipp: Seien Sie keine Schneepflug-eltern! Unter anderem, weil das die seelische Widerstandskraft Ihres Kindes schmälern dürfte. Çiğdem Akyol bespricht den neusten Stand der Resilienzforschung – ein faszinierendes Feld, woran auch nichts ändert, dass der Zeitgeist wie gewohnt mit dem Begriff Schindluder treibt.
Würde sofort ein Iglu bauen:
Ihr WOZ-Kollektiv
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