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"publishedAt": "2026-06-30T04:51:45.595Z",
"site": "https://tagesimpuls.blogspot.com",
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"textContent": "13 Woche im Jahreskreis Dienstag\n\n\n\n\nAus dem heiligen Evangelium nach Matthäus\nMt 8, 23–27\n\nIn jener Zeit stieg Jesus in das Boot und seine Jünger folgten ihm nach.\nUnd siehe, es erhob sich auf dem See ein gewaltiger Sturm, sodass das Boot von den Wellen überflutet wurde. Jesus aber schlief.\nDa traten die Jünger zu ihm und weckten ihn; sie riefen: Herr, rette uns, wir gehen zugrunde!\nEr sagte zu ihnen: Warum habt ihr solche Angst, ihr Kleingläubigen? Dann stand er auf, drohte den Winden und dem See und es trat völlige Stille ein.\nDie Menschen aber staunten und sagten: Was für einer ist dieser, dass ihm sogar die Winde und der See gehorchen?\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n**Tagesimpuls**\n\n\n\n\n**Dann stand er auf, drohte den Winden und dem See und es trat völlige Stille ein.**(Mt 8,26)\n\n\n\n\nIch beziehe dieses Evangelium auf die Gedanken. Ich betone immer wieder, dass ich nicht glaube, dass alles, was hier berichtet wird, nur als Metapher zu verstehen wäre. Es ist wirklich so geschehen. Aber es hat auch eine Bedeutung über den ersten Wortsinn hinaus. Jesus stillt nicht nur reale Stürme, wenn wir zu ihm beten. Er kann in allen Bereichen des Lebens Ruhe bringen, auch in unsere Gedanken, die oft so aufgewühlt sind.\n\n\n\n\n**Dann stand er auf, drohte den Winden und dem See und es trat völlige Stille ein.**\n\n\n\n\nWenn unsere Gedanken nicht so aufgewühlt wären, könnten wir viel öfter glücklich und zufrieden sein. Ich habe mal darüber nachgedacht, dass die Worte „Danken“ und „Gedanken“ im Wortstamm zusammenhängen. Gedanken sind dazu da, damit man Gott dankt, damit man dankbar ist. Wenn wir uns über irgendetwas Sorgen machen oder ärgern, dann missbrauchen wir unsere Fähigkeit, zu denken. Dann kreisen unsere Gedanken um irgendetwas, was uns aus der inneren Ruhe herausbringen will.\n\n\n\n\n**Dann stand er auf, drohte den Winden und dem See und es trat völlige Stille ein.**\n\n\n\n\nJesus bringt Ruhe, aber dies scheint nicht sein erster Plan gewesen zu sein, sondern sozusagen nur der Plan B. Sein erster Plan war, dass er die Ruhe vorlebt, indem er schläft. Die Jünger hätten in demselben Gottvertrauen ruhen sollen. Dann wäre nichts passiert. Ihre Gedanken hätten so aussehen sollen: „Danke Jesus, dass du bei uns bist, und dass wir daher in diesem Abenteuer vollkommen beschützt sind.“\n\n\n\n\n**Dann stand er auf, drohte den Winden und dem See und es trat völlige Stille ein.**\n\n\n\n\nWie verschafft Jesus dann schließlich die Ruhe? Indem er gebietet. Der Plan A hätte auch so aussehen können: Die Jünger gebieten dem Sturm im Namen Jesu, dass er verschwinden soll. Das machen viele Christen heute auch unterschiedlich. Die einen sagen: „Ich nehme alles im Gottvertrauen an.“ Die anderen beten um Befreiung vom Bösen. Das darf auch so unterschiedlich sein. Jesus lehrt uns beides: „Dein Wille geschehe“, aber auch „erlöse und von dem Bösen.“\n\n\n\n\n**Dann stand er auf, drohte den Winden und dem See und es trat völlige Stille ein.**\n\n\n\n\nVielleicht haben wir nicht den Glauben, dem Sturm zu gebieten (obwohl wir das oft im Wettersegen tun). Aber vielleicht haben wir den Glauben, unseren Gedanken zu gebieten. Unsere Gedanken sollen ganz im Einklang mit einem tiefen Gottvertrauen sein. Dann tritt auch in uns völlige Stille ein. Die Gedanken sind nicht mehr aufgewühlt, die Ängste müssen verschwinden.\n\n\n\n\n**Dann stand er auf, drohte den Winden und dem See und es trat völlige Stille ein.**\n\n\n\n\nJemand mag denken, dass das leicht gesagt ist, die Vorstellung sei zu ideal. Aber es geht nicht um unsere Perfektion, sondern darum, dass wir in die richtige Richtung gehen. Auch wenn wir den vollkommen inneren Frieden noch nicht erreichen, so beten und entwickeln wir uns doch in die richtige Richtung, und das zählt.\n\n_Gebet:_\n\n_Jesus, oft sind meine Gedanken das einzige, was mich davon abhält, glücklich zu sein. Alles ist in Ordnung, ich könnte für alles so dankbar sein, und doch gibt es innere Unruhe, Ängste, Ärger oder Aufgewühlt-Sein. Bitte hilf mir, meine Gedanken für das zu gebrauchen, wozu sie eigentlich da sein sollten: zum Danken! Und ich gebiete allen bösen Geistern, die meine Gedanken negativ beeinflussen wollen, zum Kreuz Jesu zu gehen und zu tun, was Jesus euch befiehlt._\n\n__\n\n\n__\n\n\n_Pastor Roland Bohnen_\n\nwww.tagesimpuls.org\n\n__\n\n\n__\n\n\n\n\n\n\n\n\n\nPfarrer-Kreins-Str. 2\n52538 Selfkant Süsterseel\nTelefon 02456 - 3627\nFax 02456 - 3019\npastor.bohnen@kirche-selfkant.de\nwww.kirche-selfkant.de\n\n\n\n\n",
"title": "Dann stand er auf, drohte den Winden und dem See und es trat völlige Stille ein. (Mt 8,26)",
"updatedAt": "2026-06-30T04:51:45.595Z"
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