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  "publishedAt": "2026-06-05T05:25:27.540Z",
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  "textContent": "Heilger Bonifatius, Patron Deutschlands\n\n\n\n\nFest\n\n\n\n\n\n\n\nEvangelium\n\nJoh 15, 14–16a.18–20\n\nIn jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:\n14 Ihr seid meine Freunde,\nwenn ihr tut, was ich euch auftrage.\n15 Ich nenne euch nicht mehr Knechte;\ndenn der Knecht weiß nicht, was sein Herr tut.\nVielmehr habe ich euch Freunde genannt;\ndenn ich habe euch alles mitgeteilt,\nwas ich von meinem Vater gehört habe.\n16a Nicht ihr habt mich erwählt,\nsondern ich habe euch erwählt\nund dazu bestimmt, dass ihr euch aufmacht und Frucht bringt\nund dass eure Frucht bleibt.\n18 Wenn die Welt euch hasst,\ndann wisst, dass sie mich schon vor euch gehasst hat.\n19 Wenn ihr von der Welt stammen würdet,\nwürde die Welt euch als ihr Eigentum lieben.\nAber weil ihr nicht von der Welt stammt,\nsondern weil ich euch aus der Welt erwählt habe,\ndarum hasst euch die Welt.\n20 Denkt an das Wort, das ich euch gesagt habe:\nDer Sklave ist nicht größer als sein Herr.\nWenn sie mich verfolgt haben,\nwerden sie auch euch verfolgen;\nwenn sie an meinem Wort festgehalten haben,\nwerden sie auch an eurem Wort festhalten.\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n**Tagesimpuls**\n\n\n\n\n**Vielmehr habe ich euch Freunde genannt; denn ich habe euch alles mitgeteilt, was ich von meinem Vater gehört habe.**(Joh 15,15)\n\n\n\n\nIm ganzen Alten Testament gibt es nur zwei Personen, die als Freund Gottes ausdrücklich bezeichnet werden. Zur Zeit Jesu war man sich dessen bewusst, welche tiefe Bedeutung diese Aussage Jesu für die Jünger hatte. Heute wird von geistlichen Autoren immer wieder das Wort „Intimität“ benutzt. Wir sind von Jesus zu einer Intimität mit Gott gerufen, zu einer intimen Freundschaft.\n\n\n\n\n**Vielmehr habe ich euch Freunde genannt; denn ich habe euch alles mitgeteilt, was ich von meinem Vater gehört habe.**\n\n\n\n\nEin Element dieser Freundschaft ist, dass wir Mitteilungen von Gott empfangen. In dem Maße, wie Menschen diese Freundschaft mit Gott nicht mehr leben, in dem selben Maß schwindet auch diese Erfahrung. Dann verkümmert die Praxis des Glaubens zu einer Tradition von Morallehren und religiösen Ritualen, die man traditionellerweise vollziehen muss. Aber das ganze hat immer weniger Inhalt, man vollzieht es mehr und mehr widerwillig, bis man es dann ganz aufgibt.\n\n\n\n\n**Vielmehr habe ich euch Freunde genannt; denn ich habe euch alles mitgeteilt, was ich von meinem Vater gehört habe.**\n\n\n\n\nDie Intimität mit Gott ist wie das Benzin im Auto, ohne das man nicht fahren kann. Keiner fühlt sich von einem bloß äußerlich praktizierten Glauben angezogen. Wir brauchen diese Freundschaft mit Gott, um als Christen leben zu können. Wir brauchen auch seine Mitteilungen, um die Kraft des Evangeliums zu erfahren und Frucht zu bringen.\n\n\n\n\n**Vielmehr habe ich euch Freunde genannt; denn ich habe euch alles mitgeteilt, was ich von meinem Vater gehört habe.**\n\n\n\n\nAber diese Freundschaft ist an eine Bedingung geknüpft. Wir sollen tun, was er uns aufträgt. Wenn ich seine Gebote in den Wind schlage, kann ich nicht erwarten, dass die Freundschaft entsteht. Dann wird mir auch die Erfahrung, Mitteilungen von ihm zu bekommen, immer fremd bleiben. Dann wird auch mein Leben aus dem Glauben nicht fruchtbar.\n\n\n\n\n**Vielmehr habe ich euch Freunde genannt; denn ich habe euch alles mitgeteilt, was ich von meinem Vater gehört habe.**\n\n\n\n\nAber worin besteht das, was er uns aufträgt? Ich glaube, es besteht darin, dass wir Gott und unsere Mitmenschen lieben sollen. Wir sollen die Nähe Gottes suchen im Gebet, in den Sakramenten und in der Gemeinschaft der Glaubenden. Wir sollen unseren Mitmenschen verzeihen und sie mit Liebe behandeln, so wie wir uns selbst lieben. Es liegt also an uns, ob wir in seiner Freundschaft leben wollen oder nicht. Er bietet es uns an. Dabei möchte ich noch betonen, dass es nicht darum geht, perfekt zu sein. Wir dürfen die Freundschaft Jesu als Sünder suchen, wenn wir nur immer wieder seine Nähe suchen.\n\n\n\n\n_Gebet:_\n\n_Jesus, ich danke dir für dein Freundschaftsangebot. Ich will es annehmen. Ich will die Intimität mit Gott suchen. Mir ist es wichtig, Mitteilungen von dir zu empfangen, damit ich Frucht bringen kann. Bitte, Heiliger Geist, führe und leite mich, damit mein Leben fruchtbar wird._\n\n__\n\n\n__\n\n\n_Pastor Roland Bohnen_\n\nwww.tagesimpuls.org\n\n__\n\n\n__\n\n\n\n\n\n\n\n\n\nPfarrer-Kreins-Str. 2\n52538 Selfkant Süsterseel\nTelefon 02456 - 3627\nFax 02456 - 3019\npastor.bohnen@kirche-selfkant.de\nwww.kirche-selfkant.de\n\n\n\n\n",
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