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"publishedAt": "2026-05-29T05:03:01.315Z",
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"textContent": "08 Woche im Jahreskreis Freitag\n\n\n\n\nAus dem heiligen Evangelium nach Markus\nMk 11, 11–25\n\nIn jener Zeit zog Jesus nach Jerusalem hinein, in den Tempel; nachdem er sich alles angesehen hatte, ging er spät am Abend mit den Zwölf nach Betánien hinaus.\nAls sie am nächsten Tag Betanien verließen, hatte er Hunger.\nDa sah er von Weitem einen Feigenbaum mit Blättern und ging hin, um nach Früchten zu suchen. Aber er fand nichts als Blätter; denn es war nicht die Zeit der Feigenernte.\nDa sagte er zu ihm: In Ewigkeit soll niemand mehr eine Frucht von dir essen. Und seine Jünger hörten es.\nDann kamen sie nach Jerusalem. Jesus ging in den Tempel und begann, die Händler und Käufer aus dem Tempel hinauszutreiben; er stieß die Tische der Geldwechsler und die Stände der Taubenhändler um und ließ nicht zu, dass jemand irgendetwas durch den Tempelbezirk trug.\nEr belehrte sie und sagte: Heißt es nicht in der Schrift: Mein Haus soll ein Haus des Gebetes für alle Völker genannt werden? Ihr aber habt daraus eine Räuberhöhle gemacht.\nDie Hohepriester und die Schriftgelehrten hörten davon und suchten nach einer Möglichkeit, ihn umzubringen. Denn sie fürchteten ihn, weil das Volk außer sich war vor Staunen über seine Lehre.\nAls es Abend wurde, verließ Jesus mit seinen Jüngern die Stadt.\nAls sie am nächsten Morgen an dem Feigenbaum vorbeikamen, sahen sie, dass er bis zu den Wurzeln verdorrt war.\nDa erinnerte sich Petrus und sagte zu Jesus: Rabbi, sieh doch, der Feigenbaum, den du verflucht hast, ist verdorrt.\nJesus sagte zu ihnen: Habt Glauben an Gott!\nAmen, ich sage euch: Wenn jemand zu diesem Berg sagt: Heb dich empor und stürz dich ins Meer! und wenn er in seinem Herzen nicht zweifelt, sondern glaubt, dass geschieht, was er sagt, dann wird es geschehen.\nDarum sage ich euch: Alles, worum ihr betet und bittet – glaubt nur, dass ihr es schon erhalten habt, dann wird es euch zuteil.\nUnd wenn ihr beten wollt und ihr habt einem anderen etwas vorzuwerfen, dann vergebt ihm, damit auch euer Vater im Himmel euch eure Verfehlungen vergibt.\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n**Tagesimpuls**\n\n\n\n\n**Wenn er in seinem Herzen nicht zweifelt, sondern glaubt, dass geschieht, was er sagt, dann wird es geschehen.**(Mk 11,23)\n\n\n\n\nWas ist Glauben? Ist es die Tatsache, dass Menschen über irgendeinen Sachverhalt eine Meinung haben. Das wäre zu wenig. Christen sind nicht nur eine Gruppe in der Bevölkerung, die eine bestimmte Meinung über Gott haben. Von der Wortbedeutung im Hebräischen ist Glauben ein Sich-Anvertrauen. Wenn zwei heiraten, nennt man es eine Trauung. Zwei Menschen vertrauen ihr Schicksal einander an. Glauben heißt, sich ganz in die Hände Gottes zu legen und ihm zu vertrauen.\n\n\n\n\n**Wenn er in seinem Herzen nicht zweifelt, sondern glaubt, dass geschieht, was er sagt, dann wird es geschehen.**\n\n\n\n\nGlauben kann aber auch heißen, dass man an das Handeln Gottes glaubt. Z.B. wenn ich ins Auto steige und um Schutz bete, dann glaube ich, dass Er mich beschützt. Wenn ich Jesus anbete, dann glaube ich, dass jetzt in diesem Moment Ströme des Segens und der Heilung fließen, die sonst nicht geflossen wären. Wenn ich für jemanden um Heilung bete, dann glaube ich, dass Gott jetzt heilt.\n\n\n\n\n**Wenn er in seinem Herzen nicht zweifelt, sondern glaubt, dass geschieht, was er sagt, dann wird es geschehen.**\n\n\n\n\nAber jetzt kommt noch eine Art psychologische Komponente hinzu: Glauben und in seinem Herzen nicht zweifeln! Das erinnert mich an etwas Ähnliches, wo Jesus sagt, dass wir von ganzem Herzen verzeihen sollen; oder wo er sagt, dass wir Gott mit ganzem Herzen lieben sollen. Es gibt beim Glauben also Intensitäten. Der Glaube kann oberflächlich oder intensiv sein. Wir können glauben und zugleich in unserem Herzen zweifeln. Oder wir können ganz fest glauben.\n\n\n\n\n**Wenn er in seinem Herzen nicht zweifelt, sondern glaubt, dass geschieht, was er sagt, dann wird es geschehen.**\n\n\n\n\nWenn ich nun bete und ein bestimmtes Heil, worum ich gebeten habe, wird nicht geschenkt, kann dann die Ursache sein, dass ich in meinem Herzen gezweifelt habe? Manche ärgern sich über derartige Aussagen. Man solle den Menschen nicht vorhalten, dass sie zu wenig geglaubt hätten. Vielleicht muss man bei anderen Menschen tatsächlich vorsichtig sein. Was mich betrifft, so ärgere ich mich nicht, wenn Jesus mir sagt, dass ich noch zu wenig Glauben habe. Im Gegenteil: Ich wünsche mir mehr Glaube, und ich bin überzeugt, dass dann noch viel mehr Heil geschehen kann. Ich glaube, dass mein bisheriger Kleinglaube noch manches Heil zurückhält, was mit größerem Glauben geschehen könnte. Ist das ärgerlich? Oder ist das einfach eine realistische Gewissenserforschung?\n\n\n\n\n**Wenn er in seinem Herzen nicht zweifelt, sondern glaubt, dass geschieht, was er sagt, dann wird es geschehen.**\n\n\n\n\nWie kann der Glaube wachsen? Jesus sagt, wir sollen darum beten, wir sollen um den Heiligen Geist beten. Darüber hinaus wächst der Glaube, wenn wir aufgrund des Betens Glaubenserfahrungen geschenkt bekommen. Daher sagt Jesus: „Wer hat, dem wird gegeben.“ Die positiven Erfahrungen mit dem Gebet wecken in uns Glauben. Auch wenn andere Zeugnis geben, inspiriert das unseren Glauben.\n\n\n\n\n_Gebet:_\n\n_Jesus, ich wünsche mir mehr Glauben. Mich ärgern deine Worte nicht. Ich glaube, dass es große Unterschiede in der Intensität des Glaubens gibt, und ich denke nicht, dass ich schon einen großen Glauben habe - verglichen mit dem, was möglich wäre. Bitte lass meinen Glauben wachsen. Hilf mir, dass ich innerlich verstehe, was du mit dem Nicht-Zweifeln meinst._\n\n__\n\n\n__\n\n\n_Pastor Roland Bohnen_\n\nwww.tagesimpuls.org\n\n__\n\n\n__\n\n\n\n\n\n\n\n\n\nPfarrer-Kreins-Str. 2\n52538 Selfkant Süsterseel\nTelefon 02456 - 3627\nFax 02456 - 3019\npastor.bohnen@kirche-selfkant.de\nwww.kirche-selfkant.de\n\n\n\n\n",
"title": "Wenn er in seinem Herzen nicht zweifelt, sondern glaubt, dass geschieht, was er sagt, dann wird es geschehen. (Mk 11,23)",
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