Der gute Hirt gibt sein Leben hin für die Schafe. (Joh 10,11)
04 Woche der Osterzeit Montag
Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes Joh 10, 11–18
In jener Zeit sprach Jesus: Ich bin der gute Hirt. Der gute Hirt gibt sein Leben hin für die Schafe. Der bezahlte Knecht aber, der nicht Hirt ist und dem die Schafe nicht gehören, sieht den Wolf kommen, lässt die Schafe im Stich und flieht; und der Wolf reißt sie und zerstreut sie. Er flieht, weil er nur ein bezahlter Knecht ist und ihm an den Schafen nichts liegt. Ich bin der gute Hirt; ich kenne die Meinen und die Meinen kennen mich, wie mich der Vater kennt und ich den Vater kenne; und ich gebe mein Leben hin für die Schafe. Ich habe noch andere Schafe, die nicht aus diesem Stall sind; auch sie muss ich führen und sie werden auf meine Stimme hören; dann wird es nur eine Herde geben und einen Hirten. Deshalb liebt mich der Vater, weil ich mein Leben hingebe, um es wieder zu nehmen. Niemand entreißt es mir, sondern ich gebe es von mir aus hin. Ich habe Macht, es hinzugeben, und ich habe Macht, es wieder zu nehmen. Diesen Auftrag habe ich von meinem Vater empfangen.
Tagesimpuls
Der gute Hirt gibt sein Leben hin für die Schafe.(Joh 10,11)
Ich höre, dass ich auch in dieser Haltung leben soll. Ich soll in der Haltung der Liebe und der Hingabe leben. In mir wechseln die Haltung des Egoismus und die Haltung der Liebe. Manchmal denke ich an mich selbst. Dann wieder lebe ich in der Haltung der Liebe. Wenn ich in der Haltung der Liebe lebe, macht mich das glücklich. Mein Leben wird sinnerfüllt. Wenn ich in der Haltung des Egoismus lebe, folge ich einem spontanen Impuls, aber es ist auf die Dauer zerstörerisch. Trotzdem sind die Versuchungen da, aus der Liebe herauszufallen.
Der gute Hirt gibt sein Leben hin für die Schafe.
Nur die Gemeinschaft mit dem guten Hirten kann mir helfen, selbst auch in diese Haltung hineinzuwachsen. Er kann mein Herz und meine Motive reinigen. Papst Leo weist in seinem Schreiben zum Weltgebetstag für geistliche Berufungen darauf hin, dass das Wort „gut“ beim guten Hirten auch sinnvollerweise mit „schön“ übersetzt werden kann. Dass führt auf eine wichtige Spur. Jesus ist auch der schöne Hirte, der richtige Hirte, der passende Hirte. Die Schönheit weckt in mir mehr Liebe, mehr Faszination. Ich finde Jesus nicht nur gut. Ich freue mich an seiner Schönheit, ich fühle mich zu ihm hingezogen. Schönheit ist eine Dimension an der Gutheit, die begeistert, die mitreißt, die attraktiv macht, die motiviert. Das brauche ich, um die Versuchungen zu überwinden. Ich muss gerne Jesus nachfolgen. Ich muss das, was meine Berufung ist, gerne tun. Ich muss es mit Liebe tun. Dann macht die Liebe mich glücklich und ich überwinde die Versuchungen zum Egoismus.
Gebet:
Jesus, danke, dass du mich an dich ziehst, dass du mir hilfst, das Gute zu lieben und gern zu tun. Bitte führe mich immer mehr auf diesem Weg, damit ich die Versuchungen zum Egoismus überwinde.
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Pastor Roland Bohnen
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