Was willst du, dass ich dir tue? (Mk 10,51)

Tagesimpuls May 28, 2026
Source
08 Woche im Jahreskreis Donnerstag Aus dem heiligen Evangelium nach Markus Mk 10, 46b–52 In jener Zeit, als Jesus mit seinen Jüngern und einer großen Menschenmenge Jericho verließ, saß am Weg ein blinder Bettler, Bartimäus, der Sohn des Timäus. Sobald er hörte, dass es Jesus von Nazaret war, rief er laut: Sohn Davids, Jesus, hab Erbarmen mit mir! Viele befahlen ihm zu schweigen. Er aber schrie noch viel lauter: Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir! Jesus blieb stehen und sagte: Ruft ihn her! Sie riefen den Blinden und sagten zu ihm: Hab nur Mut, steh auf, er ruft dich. Da warf er seinen Mantel weg, sprang auf und lief auf Jesus zu. Und Jesus fragte ihn: Was willst du, dass ich dir tue? Der Blinde antwortete: Rabbuni, ich möchte sehen können. Da sagte Jesus zu ihm: Geh! Dein Glaube hat dich gerettet. Im gleichen Augenblick konnte er sehen und er folgte Jesus auf seinem Weg nach. Tagesimpuls Was willst du, dass ich dir tue? (Mk 10,51) Der Blinde kann nicht sehen, aber er kann sprechen, er kann sich artikulieren. Und das tut er, indem er über die Straße zu Jesus schreit. Und darin ermutigt Jesus ihn noch einmal, als er ihn bittet, sein Anliegen zu artikulieren. Man soll sich also nicht lähmen lassen durch die Traurigkeit, dass man etwas nicht mehr kann, sondern man soll mit großem Mut das tun, was man kann. Was willst du, dass ich dir tue? Der Blinde schreit zu Jesus. Auch wir beten oft um Heilung. Mitunter lernt man bestimmte Dinge, die beim Gebet wichtig sind, z.B. dass man vergeben soll. Oder man lernt, dass man auch für die Menschen vergangener Generationen beten soll. Aber letzten Endes kommt doch alles darauf an, dass wir unsere Anliegen zu Jesus bringen. Jesus heilt, Jesus hilft. Es ist wichtig, dass wir bestimmte Zusammenhänge verstehen, aber das Eigentliche tut Jesus, und das ist für Menschen unerklärlich. Es ist einfach die Macht Jesu! Das hat Bartimäus erkannt, das wollen auch wir von ihm lernen. Ich muss mein Lied irgendwie in Verbindung mit Jesus bringen. Was willst du, dass ich dir tue? Bartimäus lässt sich von den Menschen nicht hindern. Das ist auch sehr wichtig. Er lässt sich von ihnen nicht zum Schweigen bringen. Auch das können wir von ihm lernen. Wer nicht so stark an Jesus glaubt, lässt sich von der kleingläubigen Menge von Jesus abhalten. Und wir müssen einsehen und zugeben: Unsere Gesellschaft und auch unsere Kirche ist kleingläubig, wenn nicht ungläubig. Für sie ist Jesus nicht so wichtig, weil sie nicht daran glaubt, dass Jesus Wunder vollbringen kann. Daher wird die Menge uns nie dazu ermutigen, dass wir zu Jesus gehen oder zu Jesus schreien. Die Gesellschaft wird uns immer ermutigen, politisch korrekt zu bleiben, und in der Kirche werden wir hören, dass wir keine Fanatiker sein sollen. Aber lassen wir uns nicht entmutigen! Jesus hilft, und es ist alles entscheidend, ob ich mein Leid mit Jesus in Verbindung bringe. Gebet: Jesus, du hilfst, und deshalb rufen wir zu dir. Wir können nicht erklären, wie du hilfst, aber wir glauben und wissen, dass du hilfst. Bartimäus durfte es erfahren und nach ihm viele andere, wie z.B. die Heilige Odilia, der bei ihrer Taufe im Alter von 12 Jahren das Augenlicht geschenkt wurde. Hilf uns, dass wir uns nicht vom Glauben abbringen lassen, auch nicht von Menschen aus der Kirche! Pastor Roland Bohnen www.tagesimpuls.org Pfarrer-Kreins-Str. 2 52538 Selfkant Süsterseel Telefon 02456 – 3627 Fax 02456 – 3019 pastor.bohnen@kirche-selfkant.de www.kirche-selfkant.de

Discussion in the ATmosphere

Loading comments...