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"publishedAt": "2026-05-16T14:47:11.000Z",
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"textContent": "Wenn im persönlichen Umfeld schwere Krankheiten auftauchen: Mitleid, Betroffenheit und auch immer die Erleichterung, selbst nicht betroffen zu sein. Oft mit ein wenig schlechtem Gewissen: „Darf ich erleichtert sein, wenn es doch jemanden nahe stehenden trifft?“ Ja, du darfst. Bei aller Betroffenheit gibt es wohl in jedem höheren Lebewesen den Selbsterhaltungstrieb. Aber wie geht man damit um? Die Medizin (es gibt nur eine Medizin, die wissenschaftliche, wer hier über Alternativen lesen will ist falsch) macht grandiose Fortschritte. Krankheiten wie Parkinson, HIV-Infektionen, Diabetes oder Multiple Sklerose erlauben bei richtiger Behandlung oft noch viele, viele Jahre ein erfülltes Leben. Die Krankheiten werden zu einem Teil der Betroffenen, sie gehören dann zur Person wie die Haarfarbe oder der Kleidungsstil oder die zu lange Nase. Manches kann man anfänglich verbergen, aber es kommt der Punkt wo die Symptome einfach zur Person gehören. Mitgefühl ja, Mitleid nein – unveränderbare Dinge zu akzeptieren ist für die Betroffenen ein Muss. Wer je einer blinden Person eine Speisekarte vorgelesen hat versteht: es geht um’s Essen, und nicht um die Fakten, dass die Karte nicht besser verfügbar ist oder nicht gelesen werden kann. Wer praktische Hilfe für den Umgang mit solchen Fällen sucht, dem sei die Serie Shrinking (Apple TV) empfohlen. Harrison Ford spielt einen an Parkinson erkrankten Psychiater. Er lernt (u.a. mit Hilfe eine Gastauftrittes von Michael J Fox, der bekanntlich wirklich an Parkinson leidet) seine Krankheit zu akzeptieren. Dabei spielt eine Redewendung eine Rolle, mit der sich die Betroffenen begrüßen und verabschieden: Scheiss auf Parkinson. (orig: Fuck Parkinsons). Darin steckt alles: Solidarität mit dem Betroffenen, Akzeptanz durch den Kranken selber und auch eine zutiefst lebensbejahende Form die Konsequenzen der Krankheit zu akzeptieren. Man muss damit leben, aber deswegen muss man die Krankheit ja nicht mögen! Dieser Ausdruck ist nichts anderes als die verbesserte Version des Spruches der Anonymen Alkoholiker, dass sie die Weisheit haben mögen zwischen den änderbaren und den nicht änderbaren Dingen zu unterscheiden. Daher: Scheiss auf Parkinson!",
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