{
  "$type": "site.standard.document",
  "bskyPostRef": {
    "cid": "bafyreifv6yaan7qcevycd2tyjbofjfa25wrwkts3zd4ogy2wjjoukymyti",
    "uri": "at://did:plc:piirekjbbllkjpwgqy472qtx/app.bsky.feed.post/3mmcc2iqblpg2"
  },
  "coverImage": {
    "$type": "blob",
    "ref": {
      "$link": "bafkreih37cmpq27274qn4ppty5qzb3mom3eprn4gmkhh56gbfbfm5qewgy"
    },
    "mimeType": "image/jpeg",
    "size": 80752
  },
  "description": "Bevor Du ein Problem lösen kannst, musst Du es erstmal richtig verstanden haben.",
  "path": "/problem-statement/",
  "publishedAt": "2026-05-20T16:08:11.000Z",
  "site": "https://scamper.blog",
  "tags": [
    "How-might-we-Frage",
    "Minimum Viable Products",
    "wer sind die Menschen",
    "so klar und präzise wie möglich",
    "Job to be Done",
    "Workaround",
    "Design Thinking Phasen",
    "Value Proposition Canvas",
    "Mit der Job Story zu mehr KundenfokusEine Jobs Story hilft Dir, die Ergebnisse Deiner Interviews präzise festhalten und ein genaues Bild von der Lebenswelt Deiner Kunden zeichnen.scamperLars Richter"
  ],
  "textContent": "Das Problem Statement ist eine Methode aus dem Design Thinking und unterstützt Dich dabei, Deine in der Problemanalyse gesammelten Erkenntnisse auf den Punkt zu bringen.\n\nHäufig wird das Problem Statement auch als Basis für eine How-might-we-Frage genutzt. Und genauso wie diese schließt auch das Problem Statement den Problemraum (und öffnet den Lösungsraum), weil Du damit Deinen _Standpunkt definierst_.\n\nEin gutes Problem Statement hilft Dir außerdem dabei, den Erfolg (oder Misserfolg) Deiner späteren Prototypen und Minimum Viable Products zu ermessen.\n\n## 4 Elemente eines guten Problem Statements\n\nWenn Du ein Problem Statement formulieren möchtest, solltest Du darauf achten, vier wichtige Elemente zu berücksichtigen:\n\n  1. Was ist das Problem (und warum ist es ein Problem)?\n  2. Wer hat das Problem?\n  3. Wann und wo tritt das Problem auf?\n  4. Wie wird des heute gelöst?\n\n\n\n### Was ist das Problem und warum ist es ein Problem?\n\nAls Erstes musst Du natürlich das Problem benennen können. (Soweit so offensichtlich. 😉)\n\n### Wer hat das Problem?\n\nZweitens musst Du für ein gutes Problem Statement auch klar sagen können, wer das Problem überhaupt hat. Also, wer sind die Menschen, für die Du eine Lösung entdecken möchtest?\n\nBenenne Deine Nutzer so klar und präzise wie möglich.\n\n### Wann und wo tritt das Problem auf?\n\nDrittens solltest Du für Dein Problem Statement den Kontext berücksichtigen, in dem es auftritt. Welchen Job to be Done möchte Deine Zielgruppe erledigen und in welchen Situationen geschieht das?\n\nSind Deine Nutzer alleine und Zuhause? Oder gemeinsam mit anderen unterwegs im Auto? Im Zug? Bei einer Radtour mit schlechtem Netz?\n\n### Wie wird das Problem heute gelöst?\n\nViertens solltest Du wissen, welche Lösung aktuell von Deinen Nutzern verwendet wird, um das Problem zu lösen bzw. den Job to Be Done zu erledigen.\n\nFalls Du bei Deiner Recherche allerdings bemerkt hast, dass gar keine Lösung existiert, dann könnte das ein Hinweis darauf sein, dass Deinen Nutzern das Problem gar nicht wichtig genug ist. Sonst hätten sie nämlich schon einen Workaround entwickelt.\n\n## Template zur Entwicklung Deines Problem Statements\n\nWenn Du Dein eigenes Problem Statement entwickeln willst, kannst Du dazu ein einfaches Template nutzen, auf dem die oben genannten Fragestellungen abgebildet sind. Mit Post-its notierst Du dann alle wichtigen Informationen, die Du in den vorangegangenen Design Thinking Phasen entdeckt hast.\n\nDer Trick bei dieser Übung besteht vor allem darin, nicht nur ein einziges Problem Statement zu formulieren, sondern **viele verschiedene**.\n\nWenn Du in den beiden vorangegangenen Phasen (_Kontext verstehen_ und _Menschen beobachten_) gut gearbeitet hast, sollte es Dir nicht schwerfallen, **8 bis 10 wichtige Probleme** entdeckt zu haben. Falls doch, ist das ein Hinweis darauf, dass Du vielleicht noch ein wenig umfassender recherchieren und beobachten musst.\n\n💡\n\nEntscheide Dich abschließend für dasjenige Problem Statement, das die Herausforderung am besten auf den Punkt bringt bzw. das Du für Deine Zwecke am vielversprechendsten hältst.\n\n## Aufbau des finalen Problem Statements\n\nNachdem Du das Template verwendet hast, um Dich für den besten Kandidaten zu entscheiden, solltest Du Dein Problem Statement noch ausformulieren.\n\nDazu kannst Du das folgende Schema verwenden, mit dem Du Dein Problem Statement direkt in eine How-might-we-Frage verwandeln kannst.\n\nWie Du siehst, orientiert sich diese Art des Problem Statements am Customer Segment aus dem Value Proposition Canvas von Alexander Osterwalder und fokussiert sich auf die _Jobs_ , _Pains_ & _Gains_ der Nutzergruppe.\n\nDas obige Beispiel könnte als fertiges Problem Statement folgendermaßen aussehen:\n\n💭\n\nWie könnte ich die ****Entwicklung neuer Angebote**** für ****Solopreneure**** neu gestalten, damit sie möglichst ****schnell & einfach**** herausfinden, ob ihre neue Produktidee funktioniert, und das ****Risiko**** eines Fehlschlags ****minimiert**** wird?\n\n## Job Stories als Alternative zum Problem Statement\n\nWenn Dir die Formel für das Problem Statement nicht zusagt, kannst Du auch eine Job Story dazu nutzen. Diese ist ähnlich aufgebaut, aber noch sehr viel strukturierter. (Allerdings verliert sie kein Wort über Deine Nutzergruppe, sodass Du Dir dazu auf jeden Fall eine Notiz machen solltest.)\n\nDer Aufbau der Job Story ist wie folgt:\n\nElement der Job Story | Formulierungs-Hilfe\n---|---\nJob Stage (oder Trigger) | Wenn (ich)...\nClarifier | während...\nMicro Job bzw. JTBD | dann...\nCustomer Gain (Outcome oder Need) | Und zwar so, dass (ich)...\nCurrent Solution & Workaround | Derzeit nutze ich dazu...\nCustomer Pains | Daraus entstehen für mich folgende Probleme & Herausforderungen\n\nWie Du eine Job Story entwickelst, erfährst Du in diesem Beitrag:\n\nMit der Job Story zu mehr KundenfokusEine Jobs Story hilft Dir, die Ergebnisse Deiner Interviews präzise festhalten und ein genaues Bild von der Lebenswelt Deiner Kunden zeichnen.scamperLars Richter",
  "title": "Das Problem Statement im Design Thinking – So geht's!",
  "updatedAt": "2026-05-21T04:16:20.253Z"
}