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  "description": "Warum Du mit User Shadowing mehr über Deine Zielgruppe erfährst als mit jedem noch so guten Interview.",
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  "publishedAt": "2026-03-04T07:00:13.000Z",
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  "tags": [
    "Interviews im Design Thinking",
    "sozial erwünschte Antworten",
    "Mom Test von Rob Fitzpatrick",
    "Zwei Drittel der Alltagshandlungen erfolgen per AutopilotDie meisten unserer Verhaltensweisen beruhen laut einer Studie nicht auf bewusster Wahl, sondern auf Gewohnheit. Das Wissen darum könnte praktische Vortei…geo.de23. September 2025 11:56 Uhr 2 Min.",
    "Design Thinking",
    "ethnographischen Feldforschung",
    "Mit User Shadowing in den Alltag Deiner Nutzer abtauchenBeim User Shadowing begleitest Du Menschen Deiner Zielgruppe in ihrem Alltag und erhältst so tiefe Einblicke in ihre Lebenswelt.scamperLars Richter",
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    "Fly on the Wall – Beobachten statt fragenWie Du mit Fly on the Wall durch heimliches Beobachten mehr über Deine Zielgruppe lernst als durch jedes Interview.scamperLars Richter",
    "A Day in the Life – Begleiten statt beobachtenWie Du mit A Day in the Life durch aktives Begleiten mehr über den Alltag Deiner Zielgruppe erfährst als durch jedes Interview.scamperLars Richter",
    "Melde Dich dort an und lies mit"
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  "textContent": "Wenn Du meinen Blog schon ein wenig länger liest, dann weißt Du wahrscheinlich auch, dass ich Interviews mit Kunden und Nutzern wirklich liebe. Wenn man sie richtig durchführt, lernt man sehr viel über seine Zielgruppe.\n\n## Blinde Flecken bei Interviews\n\nAber so hilfreich und nützlich Interviews im Design Thinking auch sein mögen: Sie haben zwei große Nachteile. Zum einen erhältst Du häufig _sozial erwünschte Antworten_ (egal, wie gut Du darin bist, Interviews zu führen). Und zum anderen können Dir Deine Interviewees nichts über ihr _unbewusstes Verhalten_ berichten (selbst wenn sie es wollten).\n\nDadurch entstehen Blinde Flecken, die Du bei keinem Interview vermeiden kannst.\n\n### Sozial erwünschte Antworten\n\nDas erste große Problem bei Interviews sind sozial erwünschte Antworten. Menschen haben die Tendenz, nicht unbedingt wahrheitsgemäß zu antworten, sondern Dir die Antworten zu geben, von denen sie glauben, dass Du sie hören möchtest.\n\nEin Möglichkeit diesen Effekt abzumildern, ist der Mom Test von Rob Fitzpatrick. Allerdings wirst Du dieses Problem auch damit niemals vollends vermeiden können.\n\nUnd selbst wenn doch, wird immer noch der zweite Blinde Fleck bleiben:\n\n### Unbewusstes Verhalten\n\nVieles von dem, was wir Menschen in unserem Alltag machen, erledigen wir mit **Routinen** und **Gewohnheiten**. Unser Gehirn läuft dann quasi auf Autopilot und wir wissen gar nicht genau, was wir tun und wie wir es tun.\n\nZwei Drittel der Alltagshandlungen erfolgen per AutopilotDie meisten unserer Verhaltensweisen beruhen laut einer Studie nicht auf bewusster Wahl, sondern auf Gewohnheit. Das Wissen darum könnte praktische Vortei…geo.de23. September 2025 11:56 Uhr 2 Min.\n\nWenn Du Deine Nutzer also nur befragst, werden sie Dir viele wichtige Informationen schlichtweg nicht geben können – weil sie es einfach **nicht wissen**.\n\n## Die Alternative zu Interviews: User Shadowing\n\nWenn Du also wirklich wissen willst, wie der Alltag Deiner Nutzer genau aussieht, dann bleibt Dir gar nichts anderes übrig, als sie in ihrem Alltag zu begleiten, zu beobachten und zu dokumentieren, was sie tatsächlich tun.\n\nIm Design Thinking wird dazu eine Methode genutzt, die sich User Shadowing nennt. Ursprünglich kommt das Ganze aus der ethnographischen Feldforschung, hat aber mittlerweile seinen festen Platz in der UX Research und eben im Design Thinking gefunden.\n\nBeim User Shadowing begleitest Du eine Person Deiner Zielgruppe \"wie ein Schatten\" in ihrem Alltag und beobachtest genau, was sie tut, wie sie sich verhält, wann sie auf Hindernisse stößt und frustriert ist oder wie sie auf bestimmte Situationen reagiert.\n\nMit User Shadowing in den Alltag Deiner Nutzer abtauchenBeim User Shadowing begleitest Du Menschen Deiner Zielgruppe in ihrem Alltag und erhältst so tiefe Einblicke in ihre Lebenswelt.scamperLars Richter\n\nWährend Deiner Beobachtungen machst Du Dir Notizen und hältst alles fest, was wichtig für Dein eigenes Thema ist.\n\n  * Wann macht die Person das, worum es Dir geht?\n  * Wie geht sie dabei vor und auf welche Herausforderungen stößt sie?\n  * Wie löst sie diese Herausforderungen?\n  * Was passiert davor und danach?\n  * Ist jemand bei ihr? Unterhält sie sich mit anderen? Worüber wird gesprochen?\n  * In welcher Umgebung und in welchem Kontext passiert das Ganze?\n\n\n\n💡\n\nZiel der ganzen Unternehmung ist es, wiederkehrende Muster zu entdecken, die Du anschließend genauer erforschen kannst.\n\n## Methoden im User Shadowing\n\nUser Shadowing ist allerdings nicht gleich User Shadowing. Es gibt viele verschiedene Variationen und Möglichkeiten, die Methode konkret umzusetzen.\n\nDie beiden bekanntesten Varianten sind _A Day in the Life_ und _Fly on the Wall_.\n\n### Fly on the Wall\n\nBei _Fly on the Wall_ begleitest Du Menschen Deiner Zielgruppe in ihrem Alltag (oder einer speziellen Situation). Allerdings tust Du das, **ohne** dabei einzugreifen, Fragen zu stellen oder Dich sonst irgendwie bemerkbar zu machen. Du verhältst Dich also wie _eine Fliege an der Wand_.\n\n💡\n\nIm besten Fall weiß die Person noch nicht einmal, dass sie gerade beobachtet wird.\n\nWährend Deiner Beobachtung notierst Du Dir alles, was Dir auffällt: Verhalten, Abläufe, Momente der Frustration oder sogar unerwartete Workarounds.\n\nFly on the Wall – Beobachten statt fragenWie Du mit Fly on the Wall durch heimliches Beobachten mehr über Deine Zielgruppe lernst als durch jedes Interview.scamperLars Richter\n\n### A Day in the Life\n\nBei dieser Form des User Shadowings begleitest Du eine Person Deiner Zielgruppe für einen ganzen Tag (oder zumindest einen wichtigen Teil davon). Dabei beobachtest **und** interagierst Du mit der Person. Im Gegensatz zu _Fly on the Wall_ sind bei dieser Methode also auch Nachfragen erlaubt. (Stehen aber nicht im Vordergrund.)\n\nDer Fokus bei _A Day in the Life_ liegt stärker auf Alltagsroutinen, Übergängen, Stimmungen und Unterbrechungen. Bei Deinen Beobachtungen dokumentierst Du also zeitliche Abläufe, Kontextwechsel, Energielevel Deines Nutzers, verwendete Tools oder auch mit welchen anderen Menschen er oder sie interagiert. Gleichzeitig achtest Du auch auf unbewusste Handlungen und Dinge, die Menschen tun, ohne darüber nachzudenken.\n\nA Day in the Life – Begleiten statt beobachtenWie Du mit A Day in the Life durch aktives Begleiten mehr über den Alltag Deiner Zielgruppe erfährst als durch jedes Interview.scamperLars Richter\n\n## 3 Dinge, die Du tun kannst, um mit dem User Shadowing zu beginnen\n\nNatürlich machst Du weder _Fly on the Wall_ noch _A Day in the Life_ mal so \"eben nebenbei\". User Shadowing ist deutlich aufwändiger als viele andere Methoden aus dem Design Thinking und fühlt sich am Anfang zugegebenermaßen auch ein wenig komisch an.\n\nIm Gegenzug wirst Du jedoch mit einem großen Füllhorn an Informationen und Erkenntnissen belohnt, die Dir sonst verborgen geblieben wären.\n\nHier sind drei Tipps, die Dir den Einstieg ins User Shadowing erleichtern:\n\n### Tipp #1: Finde heraus, wo sich Deine Zielgruppe aufhält\n\nZunächst einmal solltest Du recherchieren, wo sich Deine Zielgruppe überhaupt aufhält.\n\n  * Gibt es Internetforen, Online-Gruppen oder andere Plattformen zu Deinem Thema? Melde Dich dort an und lies mit.\n  * Besuche Cafés, Coworking Spaces oder Veranstaltungen, die bei Deiner Zielgruppe beliebt sind.\n\n\n\nNach und nach kannst Du dazu übergehen, Dich aktiv mit Deiner Zielgruppe auszutauschen und erste Kontakte zu knüpfen. Dadurch fällt es Dir später viel leichter, jemanden zu fragen, ob Du sie oder ihn einmal begleiten darfst.\n\n### Tipp #2: Frag jemanden, den Du schon kennst\n\nVielleicht kennst Du aber auch schon andere Menschen in Deinem Netzwerk, die zu Deiner Zielgruppe gehören. Erzähl ihnen einfach, was Du vorhast und was genau dahinter steckt.\n\nDu wirst überrascht sein, wie viele Menschen bereit sind, Dir zu helfen.\n\n### Tipp #3: Fange klein an\n\nDu musst Deine Zielgruppe nicht sofort den ganzen Tag begleiten. (Mehr als 2 bis 3 Stunden ist ohnehin nicht ratsam, weil dann auch Deine eigene Aufmerksamkeit schwindet.) Fang mit einer halben Stunde an, die für Dein Thema wirklich relevant ist.\n\nDu wirst überrascht sein, was Du in dieser kurzen Zeit alles entdeckst!",
  "title": "Ich sehe was, was Du nicht siehst!",
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