{
"$type": "site.standard.document",
"bskyPostRef": {
"cid": "bafyreifmikmcyomuv7dyduj5qehtx2we4mxa7hsuyhatsatzr5vg6hq4ny",
"uri": "at://did:plc:okmjv3hrqeguqgkp6uzeq67l/app.bsky.feed.post/3mhko6lalpu22"
},
"coverImage": {
"$type": "blob",
"ref": {
"$link": "bafkreibb5jxsabitk2qh2anpt6eko56h327ugcir2vvlhey2fjbxbfflq4"
},
"mimeType": "image/jpeg",
"size": 930988
},
"description": "Jens Baas: ”Wir haben genug Geld. Wir geben es nur falsch aus” · KI-Freundschaft kann menschliche Beziehung nicht ersetzen · Paradigmenwechsel beim Lipid‑Management · Mit Ultraschall gegen Hirntumoren · Mikrobiom als Schlüssel für personalisierte Therapie ",
"path": "/blog/12-2026/",
"publishedAt": "2026-03-21T09:00:35.000Z",
"site": "https://weeklypicks.minq-media.de",
"tags": [
"Techniker Krankenkasse TK",
"Jens Baas",
"Krankenkassenchef Baas: „Wir haben genug Geld im System“",
"Journal of Experimental Social Psychologie",
"https://doi.org/10.1016/j.jesp.2026.104911",
"Die aktualisierte ACC/AHA‑Leitlinie zu Fettstoffwechselstörungen",
"Seiten der Pharmazeutischen Zeitung",
"https://doi.org/10.1016/j.jacc.2025.11.016",
"UKSH Kiel",
"Deutsche Krebshilfe",
"Professorin Janka Held‑Feindt",
"Klinik für Neurochirurgie am Universitätsklinikum Schleswig‑Holstein",
"Klinik für Neurochirurgie und dem Universitären Cancer Center Schleswig‑Holstein (UCCSH)",
"Seiten des UKSH",
"Universitätsklinikum Essen",
"Evangelischen Klinikum Bethel – Universitätsklinikum OWL",
"Professor Alexander Sczyrba",
"Professor Robert Heyer",
"Seiten der Universität Bielefeld",
"Seiten des Leibniz-Institut für Analytische Wissenschaften – ISAS – e. V.",
"BKK Dachverband",
"„Hier stimmt was nicht! 60 Fakten mit denen Sie sich keine Freunde machen, aber recht behalten.“",
"zur Buchbestellung",
"Journal Science Advances",
"Professor Danny Jonigk",
"Professor Maximilian Ackermann",
"Institut für Pathologie der Uniklinik RWTH Aachen",
"UK RWTH Aachen",
"Seiten der UK Aachen",
"frei verfügbaren 3D-Portal",
"https://doi.org/10.15151/ESRF-DC-2375249432",
"Charité",
"Berliner Philharmoniker",
"Heyo K. Kroemer",
"Andrea Zietzschmann",
"Seiten der Charité",
"Beyond Fluoride",
"Stiftung Warentest",
"Kinderzahnpasten",
"SPIEGEL",
"Seiten von ZWP online",
"Deutsche Zentrum für Kinder‑ und Jugendgesundheitsforschung",
"Professor Alemayehu Amberbir",
"Kongress-Homepage",
"Wissenschaftlichem Programm",
"Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V. (DGK)",
"Deutschen Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung e. V. (DZHK)",
"weekly 🗞 29/2025",
"NHS England",
"Kinderspital Zentralschweiz",
"Medinside",
"nhs.uk"
],
"textContent": "#\n\n## 📌 **5 weekly picks**\n\n### 1 📌 Gesundheitssystem: ”Wir haben genug Geld. Wir geben es nur falsch aus” 💬 💸\n\n„Mehr Geld ist nicht die Lösung“ – für den Chef der Techniker Krankenkasse TK Jens Baas hat Deutschlands Gesundheitssystem _kein_ Einnahmeproblem. Im hörenswerten **ARD-Interview der Woche** erläutert Baas ausführlich seine zentrale These: \"Wir haben genug Geld. Wir müssen überlegen, wie wir die Ausgaben senken können.” Ein Beispiel: “Wir machen extrem viele Eingriffe in Krankenhäusern, die man nicht in Krankenhäusern machen muss - oder überhaupt nicht machen muss.”\n\nBaas setzt deshalb auf _Zweitmeinung von Spezialisten_. Eine TK-Studie habe gezeigt, dass etwa bei 90 Prozent der Patienten, denen zu einer Rückenoperation geraten wurde, nach Begutachtung durch einen Spezialisten von der Operation abgeraten wurde. **Unnötige Operationen verursachen unnötige Kosten.** “Wir machen Dinge, weil sie bezahlt werden, und das ist nicht gut für den Patienten.” Deutschland leiste sich ein teures Nebeneinander von Kliniken mit ähnlichen Leistungen; viele Häuser seien oft _nicht ausreichend spezialisiert_ , behandelten zu wenige Fälle und könnten dadurch Qualität und Wirtschaftlichkeit nicht optimal vereinen. Die geplante Krankenhausreform der Bundesregierung bewertet er daher grundsätzlich positiv: Weniger Doppelstrukturen, mehr Spezialisierung – das sei der richtige Weg.\n\n****🎧 weekly’s Hörtipp:**** ARD Interview der Woche\n\nKrankenkassenchef Baas: „Wir haben genug Geld im System“\n\n### 2 📌 Kann KI-Freundschaft die eigene Einsamkeit wirklich reduzieren? 🧍♂️➡️🤖\n\nChatbots werden zunehmend Teil unseres sozialen Alltags – als jederzeit verfügbare, niedrigschwellige Form von „Begleitung“. Einige Studien zeigen, dass Gespräche mit KI die Stimmung und subjektives Verbundenheitsgefühl verbessern. Doch bleibt dieser Effekt auch über die Zeit bestehen? Eine nun erschienene Studie im Journal of Experimental Social Psychologie lässt dies bezweifeln.\n\nÜber zwei Wochen hinweg interagierten 296 Erstsemester-Studierende täglich entweder mit einem Chatbot („Sam“), mit einer zufällig zugewiesenen _realen Person_ oder sie hielten ihre Gedanken in kurzen Tagebucheinträgen fest. Der Chatbot wurde gezielt auf Basis beziehungswissenschaftlicher Erkenntnisse entwickelt, um besonders unterstützend und empathisch zu reagieren. Obwohl die Interaktion mit dem Chatbot _kurzfristig positive Effekte_ zeigte, konnte sie langfristig nicht mit menschlichem Austausch mithalten. Teilnehmende, die regelmäßig mit einer anderen Person schrieben, berichteten von deutlich stärkeren Rückgängen in ihrem Einsamkeitsempfinden. Gegenüber dem Tagebuchschreiben zeigte der Chatbot ebenfalls keinen klaren Vorteil.\n\nKI kann Empathie kurzfristig überzeugend simulieren – jedoch (noch) keine echten Erfahrungen teilen oder wechselseitige Verletzlichkeit ermöglichen. Genau diese Gegenseitigkeit scheint für den Aufbau nachhaltiger sozialer Bindung entscheidend.\n\n📝\n\n****Zur Originalstudie:**** Ruo-Ning Li, Dunigan Folk, Abhay Singh, Lyle Ungar, Elizabeth Dunn, Is a random human peer better than a highly supportive chatbot in reducing loneliness over time?, Journal of Experimental Social Psychology, Volume 125, 2026, 104911, ISSN 0022-1031, https://doi.org/10.1016/j.jesp.2026.104911\n\n### 3 📌 🔥 Paradigmenwechsel: Neue US‑Leitlinie stellt das Lipid‑Management auf den Kopf 🔄 📉\n\nDie ACC/AHA‑Leitlinien sind offizielle Empfehlungen der beiden führenden US‑Fachgesellschaften für Herz‑Kreislauf‑Medizin. Sie definieren, wie Risiken eingeschätzt und Herz‑Kreislauf‑Erkrankungen behandelt oder verhindert werden. Die Leitlinien basieren auf aktueller wissenschaftlicher Evidenz und werden regelmäßig aktualisiert. Weltweit dienen sie Ärztinnen und Ärzten als Orientierung für Diagnostik und Therapie.\n\nDie aktualisierte ACC/AHA‑Leitlinie zu Fettstoffwechselstörungen setzt nun _neue Akzente_ : früher behandeln, präziser stratifizieren, konsequenter senken. Der Fokus verschiebt sich weg vom reinen LDL‑Wert – hin zu einem breiteren Verständnis atherogener Lipoproteine. Triglyzeride, Remnant‑Partikel und Lp(a) rücken als eigenständige Risikofaktoren ins Zentrum. Die Kernidee: **Die kumulative \"Lifetime Exposure\" entscheidet stärker über das Risiko als einzelne Messwerte.**\n\nDaher empfiehlt die neue Leitlinie eine _frühere Diagnostik und Intervention_ , insbesondere bei jungen Erwachsenen mit LDL‑C ≥ 160 mg/dL oder familiärer Hypercholesterinämie. Neu ist auch das PREVENT‑ASCVD‑Modell, das 10‑ und 30‑Jahres‑Risiken feiner differenziert und Therapieentscheidungen individueller macht. Das CPR‑Modell – Calculate, Personalize, Reclassify – strukturiert den gesamten Entscheidungsweg.\n\nBesonders praxisrelevant: Lp(a) soll einmalig bei allen Erwachsenen gemessen werden, ApoB dient zur Identifikation von Residualrisiken. Therapeutisch kehrt die Leitlinie zu klaren Zielwerten zurück und integriert moderne Wirkstoffe wie PCSK9‑Inhibitoren, Inclisiran und Bempedoinsäure. Bildgebung wie der CAC‑Score gewinnt an Bedeutung, um Über‑ und Untertherapie zu vermeiden. Trotz neuer Optionen bleibt der Lebensstil das Fundament – und Nahrungsergänzungsmittel werden klar ausgebremst.\n\nDamit markiert die Leitlinie einen Schritt hin zu echter Präzisionsprävention und einer differenzierten, risikoorientierten Lipidtherapie.\n\n🔗 Weiterlesen auf den Seiten der Pharmazeutischen Zeitung\n\n📝\n\n****Zur Originalpublikation:****\nBlumenthal, R, Morris, P, Gaudino, M. et al. 2026 ACC/AHA/AACVPR/ABC/ACPM/ADA/AGS/APhA/ASPC/NLA/PCNA Guideline on the Management of Dyslipidemia: A Report of the American College of Cardiology/American Heart Association Joint Committee on Clinical Practice Guidelines. JACC. null2026, 0 (0)\nhttps://doi.org/10.1016/j.jacc.2025.11.016\n\n### 4 📌 🎯 Neue, minimalinvasive Therapieoption: Wenn Schall zur Waffe gegen Hirntumoren wird**🧠 🔊**\n\nFokussierter Ultraschall gilt als eine der spannendsten Zukunftstechnologien in der Neuroonkologie. Ein neues Forschungsprojekt am UKSH Kiel untersucht nun, wie sich diese Schallenergie gezielt gegen aggressive Hirntumoren einsetzen lässt. Die Deutsche Krebshilfe unterstützt das Vorhaben von Professorin Janka Held‑Feindt,Forschungsgruppenleiterin an der Klinik für Neurochirurgie am Universitätsklinikum Schleswig‑Holstein, über drei Jahre.\n\nBeim mechanisch fokussierten Ultraschall (mFUS) wird Energie punktgenau gebündelt, sodass Mikrobläschen wachsen, schwingen und schließlich zerplatzen – ein Prozess, der Tumorgewebe zerstören kann, ohne den Schädel zu öffnen. Doch wie Tumorzellen am Rand des behandelten Areals reagieren, ist bislang kaum verstanden. Gerade beim Glioblastom, einem der aggressivsten Hirntumoren, könnten überlebende Zellen im „Schlafmodus“ für Rückfälle verantwortlich sein.\n\nDas Team um Held‑Feindt untersucht daher mithilfe eines eigens entwickelten mFUS‑Systems, wie Tumorzellen auf mechanische Schallenergie reagieren – zellbiologisch, molekular und proteinbiochemisch.\n\n> „Wir haben ein ausgeklügeltes mFUS-System entwickelt, das es uns ermöglicht, an Glioblastom-Materialien die Auswirkungen von mFUS auf Tumorzellen mithilfe zell- und molekularbiologischer sowie proteinbiochemischer Methoden zu untersuchen“, so Held-Feindt in einer Mittteilung des UKSH.\n\nUnterstützt wird das Projekt von der Klinik für Neurochirurgie und dem Universitären Cancer Center Schleswig‑Holstein (UCCSH), das die onkologischen Expertisen aus Kiel und Lübeck bündelt.\n\n🔗 Weiterlesen auf den Seiten des UKSH\n\n### 5 📌🧫 🚀 Das Mikrobiom als Schlüssel für personalisierte Therapie**🔑 🦠**\n\nDas Darmmikrobiom ist so individuell wie ein Fingerabdruck – und bei chronisch‑entzündlichen Darmerkrankungen oft der entscheidende Faktor. Doch sein Potenzial für Diagnostik und personalisierte Therapie bleibt bislang ungenutzt. Genau hier setzt MikrobiomProCheck an: ein neues NRW‑Forschungsprojekt, das das Mikrobiom klinisch nutzbar machen will.\n\nRund 3,4 Millionen Euro von der NRW‑Landesregierung und der EU fließen in das interdisziplinäre Konsortium aus ISAS, den Universitäten Bielefeld, Bonn und Duisburg‑Essen, der Biofidus AG und der Lead Discovery Center GmbH. Klinisch begleitet wird das Projekt vom Universitätsklinikum Essen und dem Evangelischen Klinikum Bethel – Universitätsklinikum OWL, die eine Studie mit 110 CED‑Patient:innen und ebenso vielen gesunden Kontrollen durchführen.\n\nParallel arbeiten Teams aus Bielefeld und Bonn unter der Leitung von Professor Alexander Sczyrba, Dr. Tobias Busche und Professor Robert Heyer an KI‑basierten Mikrobiom‑Analysen und dem Aufbau einer digitalen Infrastruktur, die künftig personalisierte Diagnostik ermöglichen soll. Damit könnte MikrobiomProCheck einen entscheidenden Schritt markieren: weg von pauschalen Therapien – hin zu präzisen, datengetriebenen Entscheidungen für Menschen mit Morbus Crohn und Colitis ulcerosa.\n\n🔗 Weiterlesen auf den Seiten der Universität Bielefeld sowie auf den Seiten des Leibniz-Institut für Analytische Wissenschaften – ISAS – e. V.\n\n### PLUS …\n\n### **📕 Buchtipp:** “Hier stimmt was nicht..\"\n\n📣\n\n****“Mehr zahlen, kürzer leben”****\nMit einer Gesundheitsabgabe auf Zinseinnahmen, Dividenden und Mieteinnahmen sollen die Beitragseinnahmen der Krankenversicherung weiter erhöht werden. Das hat der SPD- Parteivorstand für das aktuelle Grundsatzprogramm beschlossen.\nFakt ist jedoch: Während die Deutschen bei der Lebenserwartung im EU-Vergleich nur Mittelmaß sind, zahlen sie – gemessen am Prozentsatz des Bruttoinlandsprodukts – ****die höchsten Gesundheitsausgaben aller EU-Staaten****.\nZu diesem Ergebnis kommt der BKK Dachverband in einer Analyse aus dem Jahr 2024. Während in Deutschland die Gesundheitsausgaben bei mehr als 12 Prozent des Bruttoinlandsprodukts liegen, gibt Schweden weniger als 12 Prozent und Italien sogar deutlich weniger als 10 Prozent aus. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt in diesen Ländern dennoch höher – bei rund 83 Jahren im Vergleich zu weniger als 81 Jahren in Deutschland.\n\nDiese und weitere Statistiken finden Sie im neuen Buch unseres langjährigen FOCUS-Kollegen Frank Pöpsel: „Hier stimmt was nicht! 60 Fakten mit denen Sie sich keine Freunde machen, aber recht behalten.“ Pöpsel war langjähriger Chefredakteur von FOCUS MONEY, Börse Online, EURO und EURO am Sonntag. In seinem neuen Buch blickt Pöpsel auf Basis wissenschaftlicher Studien hinter die Kulissen einiger gängiger Narrative.\n\n👉 Hier geht’s zur Buchbestellung\n\n## 💬 Über unseren Tellerrand\n\n### 1️⃣ 🧬 Ein Klick – und der menschliche Körper öffnet sich 🚀 🔍\n\nEin internationales Forschungsteam hat ein 3D‑Portal vorgestellt, das Organe in einer Detailtiefe zeigt, die bisher nur in der Theorie denkbar war. Der neue Human Organ Atlas (HOA), der im Journal Science Advances vorgestellt wird, macht sichtbar, was bislang verborgen blieb: intakte Organe in nahezu zellulärer Auflösung. Der Atlas ermöglicht es, intakte menschliche Organe vom Gesamtüberblick bis zur einzelnen Zelle zu erkunden – frei zugänglich und direkt im Browser.\n\nEntstanden ist der Atlas unter Beteiligung zahlreicher Partner, darunter Professor Danny Jonigk und Professor Maximilian Ackermann vom Institut für Pathologie der Uniklinik RWTH Aachen, die gemeinsam mit internationalen Forschenden an der Entwicklung mitwirkten. Technische Basis ist die HiP‑CT‑Bildgebung, die dank der extrem hellen Synchrotronquelle des ESRF eine bis zu 100 Milliarden Mal höhere Brillanz als Klinik‑CTs erreicht. So entsteht der derzeit hochauflösendste frei verfügbare 3D‑Datensatz intakter menschlicher Organe.\n\nDer HOA bietet enormes Potenzial für die medizinische Forschung, KI‑Entwicklung und Lehre – von Machine‑Learning‑Modellen bis hin zu immersiven Anatomie‑Erlebnissen für Studierende. Das Team plant bereits Erweiterungen und neue Tools.\n\nBeispielhafte Auswahl der dargestellten Organe, Quelle: UK RWTH Aachen\n\n👉 Zur PM auf den Seiten der UK Aachen\n\n👉 Zum frei verfügbaren 3D-Portal\n\n📝\n\n****Zur Originalpublikation:****\nHuman Organ Atlas Collaboration, T., Sharma, A., Mirone, A., Bellier, A., Cook, A., Bay, B., Berruyer, C., Walsh, C., Jonigk, D., Stansby, D., Boller, E., Gaisne, G., Dejea I Velardo, H., Purzycka, J., Brunet, J., Ackermann, M., Palombi, O., Tafforeau, P., Lee, P., … Wagner, W. (2026). Overview at 8.01um of the heart of donor LADAF-2021-17, scanned at ESRF on beamline BM18. (Version 1) [Dataset]. European Synchrotron Radiation Facility. https://doi.org/10.15151/ESRF-DC-2375249432\n\n## 📬 In unserer Mailbox\n\n### 1️⃣ 🎼 Wenn Spitzenmedizin auf Spitzenklang trifft**🎶 🤝🔬**\n\nDie Charité und die Berliner Philharmoniker starten eine ungewöhnlich spannende Allianz. **Ziel: Forschung an der Schnittstelle von Musik, Medizin und mentaler Gesundheit.** Beide Institutionen haben eine langfristige Kooperation besiegelt.\n\nCharité-Chef Heyo K. Kroemer sieht darin neue Horizonte für Prävention und Heilung. Musik als Motor für Resilienz, Leistungsfähigkeit und Lebensqualität – das soll wissenschaftlich greifbar werden. Auch Philharmoniker-Intendantin Andrea Zietzschmann betont die nachweisliche Kraft musikalischer Impulse.\n\nGeplant sind Projekte zu Musikphysiologie, neurobiologischen Wirkmechanismen und digitalen Anwendungen. Die Philharmoniker dienen dabei nicht nur als Partner, sondern auch als Forschungsfeld. Besonders spannend: Formate für die Öffentlichkeit sollen das Wissen direkt erlebbar machen. Von Dialogkonzerten bis zu musikbasierten Gesundheitsinitiativen – die Kooperation will Klang und Wissenschaft enger verweben.\n\n🔗 Weiterlesen auf den Seiten der Charité\n\n### 2️⃣ 🦷🔍 Fluorid im Kreuzfeuer – Wenn Prävention zur Streitfrage wird**📣**\n\nFluorid in Zahnpasten steht seit Jahren im Zentrum öffentlicher Diskussionen. Mit der Initiative Beyond Fluoride, die fluoridfreie Alternativen bewirbt und sich besonders an Eltern richtet, hat die Debatte seit 2025 neuen Auftrieb erhalten. Nachdem die Stiftung Warentest kürzlich Kinderzahnpasten untersucht hatte, reagierte die Initiative mit einem offenen Brief. Auch der Kölner Zahnmediziner Professor Michael J. Noack meldete sich öffentlich zu Wort und plädierte für eine sachliche Einordnung der wissenschaftlichen Evidenz.\n\nEr betont die Bedeutung unabhängiger Aufklärung und warnt vor einer Vermischung von Gesundheitskommunikation mit wirtschaftlichen Interessen. Laut einem Bericht des SPIEGEL könnten hinter Teilen der Kampagne kommerzielle Motive stehen, die über soziale Medien verstärkt werden.\n\nNoack verweist darauf, dass Fluorid gut untersucht ist, während alternative Wirkstoffe bislang nur begrenzt wissenschaftlich evaluiert wurden. Gerade deshalb seien transparente Informationen und klare Stellungnahmen von Fachgesellschaften wichtig, um Orientierung in einer zunehmend komplexen Kommunikationslandschaft zu bieten.\n\n🔗 Weiterlesen auf den Seiten von ZWP online\n\n## 📣 Ankündigungen\n\n### 1️⃣ 🧒🔬 Pediatric Research Symposium 2026 – Forschung für die Gesundheit unserer Kinder 🧒🔬\n\nKinder brauchen starke Forschung. Als Doppelstandort Leipzig/Dresden gestaltet das neue Deutsche Zentrum für Kinder‑ und Jugendgesundheitsforschung die pädiatrische Wissenschaft aktiv mit. Beim **Pediatric Research Symposium 2026** stehen aktuelle Erkenntnisse zu Gesundheit und Gesundheitsrisiken von Kindern im Mittelpunkt.\n\nEine Special Lecture zum Dashboard Kindergesundheit eröffnet das Programm und zeigt, wie datenbasierte Ansätze die Versorgung künftig unterstützen können. Im Forschungsfeld Immunsystem, Entzündung & Infektionen werden neue Erkenntnisse zu Fehlregulationen des Immunsystems sowie zu den Auswirkungen von COVID und Long‑COVID vorgestellt. Der Bereich Adipositas & Metabolismus beleuchtet neue Therapieansätze, Übergänge zwischen seltenen und häufigen Adipositasformen und innovative Versorgungskonzepte – mit Expertise aus Berlin, Ulm und dem Robert‑Koch‑Institut. Im Forschungsfeld Frühe Determinanten der kindlichen Entwicklung stehen Umweltfaktoren wie Schadstoffe, Klimawandel und Urbanisierung im Fokus. Eine internationale Special Lecture von Professor Alemayehu Amberbir aus Ruanda erweitert die Perspektive. Das Forschungsfeld Psychische Gesundheit widmet sich schließlich aktuellen Erkenntnissen zu Bewegungskontrolle, ADHS, Anorexie und Autismusspektrumsstörungen.\n\n👉 Zu Kongress-Homepage und Wissenschaftlichem Programm\n\n**📅 Wann: 28. März 2026**\n\n**📍 Wo: Salles de Pologne – Tagungszentrum, Hainstraße 16, 04109 Leipzig**\n\n### 2️⃣ 🏥❤️ Herzmedizin 2026: Grenzen überwinden, Standards setzen ❤️🔥\n\nIn diesem Jahr kehrt die 92. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V. (DGK) erneut in das Congress Center Rosengarten in Mannheim zurück. Unter dem Kongressmotto **„Herzmedizin 2026 – Gemeinsam Grenzen überwinden, Standards setzen“** präsentiert der Kongress wieder ein vielseitiges, interdisziplinäres Programm:\nDazu gehören wissenschaftliche Sitzungen, ein umfangreiches Nachwuchsförderangebot von DGK und dem Deutschen Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung e. V. (DZHK) sowie die zentralen Highlights aus den Bereichen **Herzinsuffizienz** , **Rhythmusstörungen** sowie **interventioneller und experimenteller Kardiologie**. Ergänzt wird das Programm durch zahlreiche weitere Formate, die aktuelle Entwicklungen der Herzmedizin aufgreifen und den fachlichen Austausch stärken.\n\n👉 Zu Kongress-Homepage und Wissenschaftlichem Programm\n\n**📅 Wann: 8. bis 11. April 2026**\n\n**📍 Wo: Congress Center Rosengarten Mannheim, Rosengartenplatz 2, 68161 Mannheim**\n\n## 🤕 IchalsPatient:in\n\n### 1️⃣ 🏥📞 Martha’s Rule: Über 10.000 Notrufe in 16 Monaten – und hunderte lebensrettende Eingriffe\n\nEine Patientensicherheits‑Initiative aus England zeigt Wirkung: Seit Einführung von **Martha’s Rule** (wir berichteten darüber in weekly 🗞 29/2025) haben Patienten, Angehörige und Mitarbeitende über **10.000‑mal** eine Überprüfung der Behandlung ausgelöst. Eine Auswertung von NHS England zeigt: In **einem Drittel** der Fälle lag tatsächlich eine akute Verschlechterung vor.\n\nInsgesamt wurden **1885 Behandlungen angepasst** , darunter **446 potenziell lebensrettende Interventionen** wie Verlegungen auf Intensivstationen. Rund **6000 Meldungen** führten zu Verbesserungen in Kommunikation, Koordination oder Organisation.\n\nBenannt ist das System nach der 13‑jährigen **Martha Mills** , die 2021 an einer übersehenen Sepsis starb – trotz wiederholter Warnungen ihrer Familie. Die Lehre daraus: Bedenken von Angehörigen müssen systematisch erfasst und ernst genommen werden. Alle Akutspitäler in England arbeiten inzwischen an der vollständigen Umsetzung. Auch in der Schweiz läuft ein Pilotprojekt: Das Luzerner Kinderspital Zentralschweiz ermöglicht seit 2025 eine zusätzliche klinische Einschätzung, wenn Eltern eine Verschlechterung wahrnehmen.\n\nIn Deutschland gibt es bislang keine flächendeckende Einführung von „Martha’s Rule“. Aber es gibt bereits erste Pilotprojekte und Diskussionen, die sich an dem britischen Modell orientieren. Ziel bleibt, die Patientensicherheit zu stärken und die Kommunikation zwischen Teams und Familien nachhaltig zu verbessern.\n\n🔗 Weiterlesen auf den Seiten von Medinside und nhs.uk",
"title": "🗞 12/2026",
"updatedAt": "2026-03-21T09:00:35.503Z"
}