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    "S3-Leitlinie „Klinische Ernährung in der Onkologie“",
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    "Dr. Charlotte Wetzel",
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  "textContent": "## 📌 5 weekly picks\n\n### 1 📌 🥗 Warnung **vor restriktiven Krebsdiäten 🚫 🥦 🍽️**\n\nDie im Leitlinienprogramm Onkologie aktualisierte S3-Leitlinie „Klinische Ernährung in der Onkologie“ spricht sich **klar gegen restriktive Diäten und Fastenprogramme bei Krebs** aus. Laut den beteiligten Fachgesellschaften bergen sogenannte „Krebsdiäten“, wie ketogene, Budwig- oder Breuß-Kuren, ein hohes Risiko für Mangelernährung – mit potenziell lebensbedrohlichen Folgen.\n\n„Wird nicht rechtzeitig gegengesteuert, drohen Komplikationen, Therapieversagen und im schlimmsten Fall der Tod durch Mangelernährung“, warnt **Professorin Jutta Hübner** (Universitätsklinikum Jena), die gemeinsam mit **Dr. Jann Arends** (Freiburg) sowie **MINQ-Spezialistin** **Professorin Diana Rubin** (Berlin) die Leitlinienaktualisierung koordinierte.\n\nNeu aufgenommen wurde ein Kapitel zur **Ernährung bei operativer Tumortherapie** , das u. a. regelmäßige Ernährungsstatus-Erhebungen vor und nach Eingriffen empfiehlt. Auch in der **Palliativversorgung** betont die Leitlinie die Bedeutung empathischer Kommunikation und einer individuellen Ernährungstherapie zur Erhaltung der Lebensqualität.\n\nDie Leitlinie wurde von der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM), der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO) sowie der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) unter Mitwirkung von 43 weiteren Institutionen erarbeitet.\n\n🔗 Mehr Informationen sowie die vollständige S3-Leitlinie\n\n### 2 📌 🧠💬 Wenn der Wahn spricht - Psychotische Erlebnisse erzählen mehr, als man denkt**🧠✨🌪️**\n\nPsychotische Episoden wirken von außen oft wie reines Chaos – doch eine neue Studie aus Birmingham (veröffentlicht im _Lancet_) zeigt, dass hinter den Wahnwelten weit mehr steckt als zufällige Verwirrung. Die Forschenden legen offen, wie eng Emotion, Körpererleben und persönliche Geschichte miteinander verwoben sind. Das Verblüffende: Wahn ist nicht bloß Rauschen – das zeigt die Studie mit überraschender Klarheit.\n\nStatt bedeutungslosem Kauderwelsch entpuppen sich Wahninhalte als emotionale Seismografen. Intensive Gefühle formen die Narrative, nicht umgekehrt. Betroffene erzählen in Bildern, Metaphern, körpernahen Mini‑Epen ihres inneren Bebens. Das Wahnsystem wirkt wie ein Versuch, Ordnung in ein emotionales Erdbeben zu bringen.\n\nNeu ist der methodische Mix: klinische Daten plus phänomenologische Tiefenbohrung. EAWE‑Interviews (_Examination of Anomalous World Experience_ = Untersuchung anomaler Welterfahrung), Biografiearbeit, Meta‑Inferenz geben einen multidimensionalen Einblick. Die Teilnehmenden: zehn Menschen nach erster psychotischer Episode, meist mit Mischwahn. Verfolgung (100 %), Beziehung (90 %), Größe oder Religion (90 %) – die Klassiker. Viele hatten frühe Erfahrungen intensiver Scham, die später im Wahn wieder aufleuchtete. Embodiment und Disembodiment wechselten wie Wetterlagen: verletzlich, göttlich, körperfern. Ein Beispiel: Beschämung wird zu „Überwachung“ – Emotionen materialisieren sich. Metaphern und Metonymien dienen als Brücken zwischen Gefühl und Welt.\n\nDie Forschenden sehen darin den Nachhall eines inneren Umbruchs, nicht bloß Symptomatik. Ihr Fazit: Wer Psychosen verstehen will, muss die **emotionalen Körperwelten ernst nehmen**.\n\n🔗 Weiterlesen auf den _Seiten der Universität Birmingham_ sowie auf den  _Seiten des Ärzteblatts_\n\n📝\n\n****Zur Originalpublikation:****\nDelusion as embodied emotion: a qualitatively driven, multimethod study of first-episode psychosis in the UK Ritunnano, Rosa et al. The Lancet Psychiatry, Volume 13, Issue 2, 125 - 139 DOI: 10.1016/S2215-0366(25)00341-4\n\n### 3 📌 🐕🌬️ Wenn Hunde die Raumluft verändern 💨💨\n\nHunde prägen die Luftqualität in Wohnungen stärker, als bisher angenommen. Eine neue Studie zeigt: Ein großer Hund stößt in etwa so viel CO₂ aus wie ein erwachsener Mensch – und bringt zusätzlich erhebliche Mengen an Mikroben in Innenräume. Neben CO₂ steigt auch der Ammoniakanteil, der beim Abbau von Proteinen entsteht und über Haut und Atemluft freigesetzt wird. Besonders deutlich war jedoch der Effekt auf Partikel: Durch Schütteln, Kratzen oder Streicheln wirbeln Hunde große Mengen Staub, Pollen und Mikroorganismen auf. **Große Tiere geben dabei zwei‑ bis viermal mehr Mikroben ab als ein Mensch im selben Raum.**\n\nDie Forschenden betonen, dass diese erhöhte Vielfalt **nicht zwingend negativ** ist. Einige Studien deuten darauf hin, dass vielfältige Mikrobenkontakte das Immunsystem – besonders bei Kindern – stärken können. Auch chemische Reaktionen spielen eine Rolle: Ozon aus der Außenluft reagiert mit Hautfetten, die beim Streicheln auf das Fell übertragen werden. Hunde erzeugen dabei jedoch weniger Reaktionsprodukte als Menschen.\n\nFoto: Jacob Narkiewicz\n\nFür die Messungen nutzte das Team eine kontrollierte Umweltkammer der EPFL in Freiburg. Untersucht wurden zwei Hundegruppen: drei große Tiere (Mastiff, Tibetdogge, Neufundländer) und vier kleine Chihuahuas. Die Forschenden sehen die Ergebnisse als wichtige Grundlage für realistischere Modelle zur Innenraumluft. Während der Einfluss von Menschen gut erforscht ist, wurde der Beitrag von Haustieren bislang kaum untersucht.\n\n🔗 Weiterlesen auf den _Seiten von ORF Science_\n\n🐾\n\n****Zur Originalpublikation:****\nOur Best Friends: How Dogs Alter Indoor Air Quality, Shen Yang, Nijing Wang, Tatjana Arnoldi-Meadows, Gabriel Bekö, Meixia Zhang, Marouane Merizak, Pawel Wargocki, Jonathan Williams, Martin Täubel, and Dusan Licina, Environmental Science & Technology Article ASAP,\nDOI: 10.1021/acs.est.5c13324\n\n### 4 📌 🧠🩸 Frühe Spuren im Körper – Was Biomarker über Depression und Psychose verraten 🧠🔥\n\nEine internationale Forschungsgruppe hat erstmals gezeigt, dass Depression und Psychose bereits in ihren frühesten Krankheitsphasen unterschiedliche biologische Spuren hinterlassen. In Blutproben fanden sich jeweils eigene Muster von Entzündungsmarkern, während MRT‑Daten deutliche Unterschiede in der grauen Hirnsubstanz offenbarten. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal _JAMA Psychiatry_ veröffentlicht.\n\nDas Forschungsteam wurde geleitet von **Dr. Dr. David Popovic** am Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München, **PD Dr. Lana Kambeitz-Ilankovic** an der Universitätsmedizin Köln und **Professorin Dr. Rachel Upthegrove** an der Oxford-Universität. Das Team analysierte Daten von 678 Teilnehmenden aus dem EU-Projekt **PRONIA** („Personalised Prognostic Tools for Early Psychosis Management“). Untersucht wurden Personen mit neu aufgetretener Depression oder Psychose sowie Menschen mit erhöhtem Psychoserisiko und gesunde Kontrollen.\n\nBesonders auffällig: Die Entzündungs‑ und Gehirnsignaturen beider Erkrankungen überschneiden sich nicht – selbst in den allerersten Stadien. Während die Psychose‑Gruppe zusätzlich Hinweise auf kognitive Beeinträchtigungen zeigte, blieben solche Defizite bei Depression aus. Die klaren Unterschiede könnten künftig helfen, Erkrankungen früher und präziser zu unterscheiden. Die Forschenden betonen jedoch, dass diese Biomarker die klinische Diagnose nicht ersetzen, sondern ergänzen sollen. Weitere Studien sollen nun klären, wie stabil diese Signaturen über die Zeit bleiben und wie sie therapeutisch nutzbar werden könnten.\n\n🔗 Weiterlesen auf den _Seiten der Universität Köln_\n\n📝\n\n****Zur Originalpublikation:****\nPopovic D, Weyer C, Dwyer DB, et al. Multivariate Brain-Blood Signatures in Early-Stage Depression and Psychosis. JAMA Psychiatry. 2026;83(2):172–184.\ndoi:10.1001/jamapsychiatry.2025.3803\n\n### 5 📌 Bluttest kann Alzheimer-Risiko abschätzen 🔬🔍\n\nDie Washington University School of Medicine (WashU) in St. Louis (Missouri) berichtet in einer Pressemitteilung von **Shawn Ballard** (19. Februar 2026) über ein neues Modell, das **mithilfe eines einzigen Bluttests** abschätzen kann, _wann_ bei einer Person erstmals Alzheimer-Symptome auftreten werden. Grundlage ist die Beobachtung, dass sich die Alzheimer-typischen _fehlgefalteten Proteine Amyloid und Tau_ über viele Jahre hinweg relativ vorhersehbar im Gehirn ansammeln – „wie Jahresringe“ – und damit als eine Art biologische Uhr dienen können.\n\nWie die Forschenden in _Nature Medicine_ zeigen, sagt das Modell den Symptombeginn im Mittel mit einer **Genauigkeit von etwa drei bis vier Jahren** voraus. Zentraler Marker ist ppp-tau217 im Blutplasma. Dieser Biomarker wird bereits genutzt, um Alzheimer bei Menschen mit kognitiven Beschwerden zu unterstützen; bei kognitiv unauffälligen Personen ist der Einsatz außerhalb von Studien derzeit nicht empfohlen. Für die Modellierung analysierten Suzanne E. Schindler (Senior-Autorin) und Kellen K. Petersen (Lead-Autor) **Daten aus zwei großen Kohorten** (Knight ADRC und ADNI) mit insgesamt 603 selbstständig lebenden älteren Erwachsenen.\n\nWashU betont das Potenzial für präventive Studien: Trials könnten gezielter Personen einschließen, die innerhalb eines definierten Zeitfensters Symptome entwickeln, und dadurch schneller aussagekräftig werden. **Code und eine Web‑App wurden für die Forschung offen bereitgestellt; künftig sollen weitere Blutmarker die Vorhersage weiter verfeinern**.\n\n👉 _Zur Pressemitteilung der WashU Medicine_\n\n📝\n\n****Zur Originalpublikation:****\nPetersen KK et. al. Predicting onset of symptomatic Alzheimer disease with a plasma p-tau217 clock. Nature Medicine. Feb. 19, 2026.\nDOI: 10.1038/s41591-026-04206-y\n\n### PLUS …\n\n### ⭐🔍 In eigener Sache : Fünf Jahre Partnerschaft – Die neue _stern_ ‑Ärzteliste ist da 🩺🏆\n\nDie **neue _stern_ ‑Ärzteliste „Gute Ärzte für mich“** ist erschienen. Zum vierten Mal in Folge präsentiert der _stern_ unsere bundesweite Auswahl von **3700 ausgezeichneten Ärztinnen und Ärzten** aus **100 Fachbereichen**. Insgesamt sind **über 4000 Empfehlungen** in die aktuelle Ausgabe eingeflossen – ein starkes Signal für Qualität und Transparenz in der medizinischen Versorgung.\n\n> Besonders freut uns das Editorial von **_stern_ ‑Chefredakteur Dr. Gregor Peter Schmitz**: **„Diese Ausgabe der stern‑Ärzteliste läutet das fünfte Jahr unserer Zusammenarbeit mit dem Münchner Recherche‑Institut MINQ ein. Sie ist eine Erfolgsgeschichte: Im vergangenen Jahr ist die Zahl unserer Leserinnen und Leser erneut deutlich gewachsen. (…) Stets gelten dabei höchste Qualitätsstandards.“**\n\nWir danken allen Expertinnen und Experten, die unsere Arbeit unterstützen. Gemeinsam setzen wir uns weiter dafür ein, Patientinnen und Patienten verlässliche Orientierung im Gesundheitswesen zu bieten.\n\n## 💬 Über unseren Tellerrand\n\n### 1️⃣ Genetische Zeitkapsel am Peloponnes: Deep Maniots bewahren ein uraltes Erbe 🏛️🧬\n\nDie Mani‑Halbinsel im Süden des Peloponnes fasziniert seit Jahrhunderten. Nun liefert eine neue internationale Studie einen weiteren Grund: Die Deep Maniots bilden eine _genetische „Insel“_ innerhalb des griechischen Festlands. Ihre Abstammung reicht zurück bis in Bronze‑, Eisen‑ und Römerzeit, weitgehend unbeeinflusst von den großen Bevölkerungsbewegungen nach dem Fall Roms.\n\n> Das Forschungsteam aus Oxford, Tel Aviv, Athen und Zypern analysierte mütterliche und väterliche Linien und verglich sie mit über einer Million modernen und tausenden antiken Genomen. Das Ergebnis: Deep Maniots zeigen kaum genetische Überschneidungen mit anderen Balkan‑Populationen – ein Hinweis auf außergewöhnliche historische Isolation.\n\n**Besonders markant: Über die Hälfte der heutigen Männer geht auf einen einzigen Vorfahren aus dem 7. Jahrhundert zurück.** Die Forscher vermuten eine Phase drastischer Bevölkerungsreduktion durch Krieg, Instabilität oder Seuchen. Während die männlichen Linien stark lokal verankert blieben, zeigen die mütterlichen Linien sporadische Einflüsse aus dem östlichen Mittelmeerraum, dem Kaukasus und Nordafrika – ein Muster, das zu einer patriarchal geprägten Gesellschaft passt. Die genetischen Daten stützen historische Berichte, wonach die Deep Maniots ihre kulturelle Eigenständigkeit über Jahrhunderte bewahrten.\n\n🔗 Weiterlesen auf den _Seiten der Universität Oxford_\n\n📝\n\n****Zur Originalpublikation:****\nDavranoglou, LR., Kofinakos, A.P., Mariolis, A.D.  __et al.__ Uniparental analysis of Deep Maniot Greeks reveals genetic continuity from the pre-Medieval era.  __Commun Biol__ ****9**** , 157 (2026). https://doi.org/10.1038/s42003-026-09597-9\n\n### 2️⃣ 📉 Wenn Selbstzweifel Spuren hinterlassen – Erkenntnisse aus der Zwillingsforschung 🧠⚖️\n\nUnzufriedenheit mit dem eigenen Körper ist bei Jugendlichen weit verbreitet – und könnte _weitreichendere_ _Folgen_ haben, als bisher angenommen. Eine neue Analyse des University College London zeigt: Wer mit 16 ein negatives Körperselbstbild hat, entwickelt später häufiger Essstörungssymptome, depressive Beschwerden und nimmt stärker an Gewicht zu.\n\nDie Forschenden nutzten Daten aus der Twins Early Development Study mit über 2.100 Zwillingen. So konnten sie prüfen, ob die Zusammenhänge kausal sind oder durch gemeinsame genetische und familiäre Faktoren erklärt werden. Das Ergebnis: Körperunzufriedenheit im Jugendalter war klar mit späteren Essstörungs‑ und Depressionssymptomen verbunden – auch in Zwillingsvergleichen, die genetische Einflüsse kontrollieren. Ein Punkt mehr Unzufriedenheit ging im Schnitt mit fast zwei Punkten höheren Essstörungssymptomen und einem deutlich erhöhten Depressionsscore einher. Auch der BMI stieg, wenn auch bei eineiigen Zwillingen etwas abgeschwächt. Die Autor:innen folgern, dass Körperunzufriedenheit selbst ein möglicher Risikofaktor sein könnte – gleichzeitig aber auch stark genetisch mitgeprägt ist.\n\n🔗 Weiterlesen auf den _Seiten des Ärzteblatts_\n\n📝\n\n****Zur Originalpublikation:****\nLongitudinal associations between adolescent body dissatisfaction, eating disorder and depressive symptoms, and BMI: a UK twin cohort study, Costantini, Ilaria et al., The Lancet Psychiatry, Volume 13, Issue 1, 37 - 46, DOI: 10.1016/S2215-0366(25)00333-5 External Link\n\n## 📬 In unserer Mailbox\n\n### 1️⃣ 🧬🦷 Genderspezifische Zahnmedizin – Der Zyklus als fehlendes Puzzleteil 🧬✨\n\nDie individualisierte Zahnmedizin hat eine blinde Stelle: **geschlechtsspezifische Faktoren**. Besonders der Menstruationszyklus beeinflusst nachweislich zahlreiche Körperprozesse – in der zahnärztlichen Diagnostik spielt er jedoch kaum eine Rolle. Das möchte Dr. Charlotte Wetzel vom LMU Klinikum München ändern.\n\nIn einer laufenden Studie untersucht sie, wie zyklusbedingte Hormonschwankungen orale Stressmarker verändern. Erste Ergebnisse erwartet sie Mitte des Jahres. Ziel ist es, zu verstehen, ob Entzündungsmarker, Blutungsneigung oder Speichelparameter zyklusabhängig variieren – und wie diese Schwankungen die Diagnostik präziser machen könnten. Hintergrund sind klinische Beobachtungen: Viele Frauen zeigen trotz guter Mundhygiene zyklusabhängige gingivale Reaktionen. Forschung deutet darauf hin, dass Östrogen und Progesteron immunologische Prozesse und Speichelzusammensetzung beeinflussen.\n\nWetzels Team untersucht 120 junge Frauen über drei Zyklen hinweg – mit Parodontalbefund, Intraoralscans sowie Blut‑ und Speichelanalysen. Die Hoffnung: Biomarker könnten künftig als Frühwarnsystem dienen und eine personalisierte Präventionszahnmedizin ermöglichen. Langfristig wären sogar zyklusadaptierte Prophylaxe‑Intervalle denkbar. Biomarker ersetzten zwar keine bewährten Maßnahmen, könnten sie aber deutlich smarter machen.\n\n👉  _Zum gesamten Interview_\n\n## 📣 Ankündigungen\n\n### 1️⃣ **🎤** Fachwissen, Austausch, Highlights: 28. Kardiologie-Kongress Innsbruck ❤️\n\nAls Highlight wird die **Keynote Lecture von****Prof. Daniel Rückert (TU München)** angekündigt. Der international renommierte KI-Forscher und Leibnitz-Preisträger wird in allgemeinverständlicher Form in die **faszinierenden Grundlagen der künstlichen Intelligenz und deren Anwendungsmöglichkeiten in der Medizin** einführen. Er zeigt, wie KI‑Methoden bereits heute die Medizin verändern – und wo die Reise hingeht.\n\n👉 Zu Kongress-Homepage und Wissenschaftlichem Programm\n\n**📅 Wann: 5. bis 7. März 2026**\n\n**📍 Wo: Congress Innsbruck, Rennweg 3, 6020 Innsbruck**\n\n### 2️⃣ 🤝 Einladung zum 66. DGP‑Kongress: „Zukunft atmen – Innovation und Menschlichkeit“**🌬️🔬**\n\nUnter diesem Leitmotiv lädt die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin unter der Leitung von******MINQ-Spezialist Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Robert Bals** und **Prof. Dr. med. Rainald Fischer** ins ICM München ein. Im Mittelpunkt stehen die Chancen einer sich wandelnden Pneumologie – von innovativen Therapien über digitale Entwicklungen bis hin zur personalisierten Medizin. Besonders gefördert wird der pneumologische Nachwuchs: Die **YoungDGP** - junge Ärzt:innen in Weiterbildung, Fachärzt:innen und Medizinstudent:innen ist erneut aktiv eingebunden.\n\n👉 Zu Kongress-Homepage und Wissenschaftlichem Programm\n\n**📅 Wann: 18. bis 21. März 2026**\n\n**📍 Wo: ICM München, Messegelände, 81823 München**\n\n## 🤕 IchalsPatient:in\n\n### 1️⃣ 🧭 🧠 Stadt vs. Land – Wo Telemedizin beim Schlaganfall am meisten bringt 🚑🧠\n\nBei einem Schlaganfall entscheidet jede Minute über die Prognose – doch viele Betroffene erreichen spezialisierte Zentren zu spät. Ein Forschungsteam der Heinrich‑Heine‑Universität Düsseldorf und des Universitätsklinikums Düsseldorf hat nun untersucht, wie gut Patient:innen in Deutschland zeitkritische Schlaganfallversorgung erreichen und welches Potenzial telemedizinische Modelle bieten.\n\n> Die Analyse zeigt deutliche Unterschiede: Während fast alle Menschen innerhalb von 30 Minuten ein CT‑ausgestattetes Krankenhaus erreichen, gilt das nur für 85 Prozent bei zertifizierten Stroke Units. Genau hier setzt das untersuchte Hub‑and‑Spoke‑Modell an: Erstdiagnostik per CT im nächstgelegenen Krankenhaus, Therapieentscheidung gemeinsam mit einer Stroke Unit – und bei Bedarf Weiterverlegung.\n\nDas Ergebnis: **Für über ein Drittel der Bevölkerung könnte die Bildgebung mindestens zehn Minuten früher starten** , in ländlichen Regionen sogar deutlich mehr. Gleichzeitig zeigt die Studie, dass zusätzliche Verzögerungen im erstangefahrenen Krankenhaus den Nutzen schmälern können.\n\nDie Forschenden betonen, dass telemedizinische Unterstützung helfen könnte, Versorgungslücken zu schließen – besonders dort, wo Wege weit und Ressourcen begrenzt sind. Eine interaktive Web‑App zeigt erstmals regional aufgeschlüsselt, wo der größte Zeitgewinn möglich wäre.\n\n🔗 Weiterlesen auf den _Seiten der Universität Düsseldorf_\n\nIm Vergleich der Fahrtzeiten zeigt sich, dass viele Patientinnen und Patienten in Deutschland schneller ein Krankenhaus mit CT erreichen können, als eine zertifizierte Stroke Unit. Besonders deutlich ist dieser Effekt in ländlichen Regionen/ Quelle: Universität Düsseldorf\n\n🔗 Zur Webanwendung (Die Website zeigt, wie gut verschiedene Regionen in Deutschland zeitkritische Schlaganfallversorgung erreichen können – basierend auf realistischen Fahrzeiten.)\n\n📝\n\n****Zur Originalpublikation:****\nDirect stroke unit access versus a hub-and-spoke model with telemedicine-assisted CT in Germany a corss-sectional geospatial analysis, L. Masanneck, M. Vach, J. Caspers, C. Rubbert, D. von der Lieth, S. G. Meuth, M. Pawlitzki, M. Gliem. The Lancet Regional Health 2026. DOI: doi.org/10.1016/j.lanepe.2026.101604\n\n### 2️⃣ 🧬✨ Was Hundertjährige auszeichnet: Neue Schweizer Daten zeigen überraschend „jugendliche“ Blutprofile⏳🧓\n\nHundertjährige sind selten – nur 0,02 % der Schweizer Bevölkerung erreichen dieses Alter. Die Studie _SWISS100_ zeigt nun, dass ihre Biologie in einigen Punkten erstaunlich jung wirkt. Forschende der Universitäten Genf und Lausanne verglichen Blutprofile von Hundertjährigen mit jenen von Achtzigjährigen sowie von 30‑ bis 60‑Jährigen.\n\nBei **37 Proteinen** ähnelten die Werte der Hundertjährigen eher denen der Jüngeren als denen der 80‑Jährigen. Besonders auffällig: **Marker für oxidativen Stress** waren deutlich niedriger – ein Prozess, der eng mit Alterung und Zellschäden verbunden ist. Weitere Proteine, die bei Hundertjährigen „jugendlich“ blieben, betreffen die **extrazelluläre Matrix** , also die strukturelle Stabilität des Körpers. Andere könnten eine Rolle bei **Krebsabwehr** , **Lipidstoffwechsel** oder **Glukosekontrolle** spielen. Auch Entzündungsmarker wie **Interleukin‑1α** lagen niedriger, und Stoffwechselproteine stiegen im Alter weniger stark an. Das deutet auf eine **fein regulierte Stoffwechselgesundheit** hin – eher optimiert als überaktiv.\n\nDie Forschenden betonen, dass Lebensstilfaktoren weiterhin entscheidend bleiben: Ernährung, Bewegung, soziale Einbindung und ein gesundes Körpergewicht können oxidativen Stress senken und Stoffwechselprozesse stabilisieren. Die Ergebnisse liefern neue Hinweise darauf, welche biologischen Mechanismen ein besonders langes Leben begleiten – und wo sich Ansatzpunkte für Prävention und zukünftige Therapien ergeben könnten.\n\n🔗 Weiterlesen auf den _Seiten von MyScience_",
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