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"publishedAt": "2026-03-30T16:18:00.000Z",
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"textContent": "Trump ist kein Unfall, sondern die logische Konsequenz eines längeren Prozesses. Es zeigt aber auch, wohin uns dieser Weg führen wird.\n\n2013 war es ein riesiger Skandal, als der NSA-Mitarbeiter Edward Snowden aufdeckte, wie tief die US-Geheimdienste in die digitalen Leben der Menschen in aller Welt eingriffen. Mit den Big-Tech-Konzernen gibt es Abmachungen, die den Zugriff regeln. Die Konzerne lassen sich den Zusatzaufwand gut bezahlen. Ich wundere mich immer, dass alle das vergessen haben. Oder habe ich verpasst, dass die USA glaubhaft erklärt haben, dass sie nicht mehr zusammen mit den „Five Eyes“ alle Menschen überwachen? Es ist gar kein Thema mehr ist – nicht einmal im Zusammenhang mit der aktuellen Diskussion über „Digitale Souveränität“.\n\nWie aktuell das Thema heute noch ist, wurde mir klar geworden, als ich neulich diesen SPIEGEL-Artikel von 2013 noch einmal gelesen habe. Donald Trumps Politik ist die konsequente Fortsetzung von seinen Vorgängern Barack Obama und George W. Bush.\n\nDer Artikel beschreibt, dass vor 9/11 Krieg eine Angelegenheit zwischen Staaten war. Das hat die US-Regierung dann geändert:\n\n> „Nun tritt unter Berufung aufs Kriegsrecht ein übermächtiger Staat in anderen Staaten auf – gegen die führt er aber keinen Krieg, sondern einen alltäglichen Kleinkrieg gegen einzelne Bürger in diesem Staat. Staat gegen Mensch statt Staat gegen Staat: Es ist dieselbe Asymmetrie, die sich nun in der weltweiten Spionage der USA zeigt.“\n\nDas, was die US-Regierung in Afghanistan und dem Irak erprobt hat, passiert jetzt auch **IN** den USA: Wir sind heute 13 Jahre weiter mit der Technologie als 2013 und mit Palantir kann die Regierung weitestgehend auf die Daten seiner Bürger*innen zugreifen und sie auswerten – Grundlage für den Terror von ICE.\n\nDie Tatsache, dass man jetzt bei der Einreise in die USA angeben soll, wie man im Digitalen zu finden ist, zeigt dass die USA auch auf alle unserer Daten zugreifen. Wenn es so weiter geht, wie bisher, dann werden die USA diese Möglichkeiten auch gegen ihre Feinde im Ausland stärker einsetzen.\n\nWie groß dieses Problem auch bei uns ist, sieht man daran, dass der Einsatz von Palantir nicht nur erwogen, sondern sogar umsetzt wird. Dass immer wieder über die Vorratsdatenspeicherung diskutiert wird und sogar der Zugriff auf sämtliche Chat-Inhalte im Gespräch ist. Der BND plant ein „Mini-NSA“ für Deutschland. In den USA können wir sehen, wofür das dann in Zukunft eingesetzt wird.\n\nEs ist diese grundsätzliche Verachtung der Menschen durch diejenigen, die politisch oder wirtschaftlich mächtig sind, die hier in Software gegossen und gegen die Menschen eingesetzt wird. Erst gegen Menschen im Ausland, die zu Feinden erklärt werden. Dann gegen eingewanderte Menschen im Inland und dann gegen jeden, der etwas dagegen hat.\n\nBig-Tech und Faschismus teilen das Interesse, alles über alle wissen zu wollen. Hier kommen sie zusammen. Faschismus ist gut für das Geschäft und der Zugriff auf die privaten Datensammlungen zementieren die Macht.",
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