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20 Jahre Höllenmaschine: Die HMX 6 ist da – und so fing alles an

PC-WELT – Homepage [Unofficial] July 2, 2026
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Hallo, ich bin der Michi und ich freue mich riesig, dass wir gemeinsam 20 Jahre Höllenmaschine feiern. Willkommen zur ersten Ausgabe des HMX-6-Newsletters. In den kommenden Wochen begleite ich euch hinter die Kulissen der neuen Höllenmaschine, wir werfen gemeinsam einen Blick auf frühere Projekte und ich gebe meinen Senf zu den spannendsten Hardware-Themen der Woche. Wenn ihr keine Ausgabe verpassen wollt, könnt ihr den Newsletter kostenlos abonnieren. Viel Spaß beim Lesen!

Mit der HMX 6 erfülle ich mir einen Traum – und Ihr seid dabei

Das Wichtigste zuerst: Hier geht es zum Gewinnspiel der HMX 6 im Gesamtwert von 40.000 Euro. Im Laufe der nächsten Wochen werde ich nach und nach enthüllen, was wir vorhaben. Seid also gespannt, welche Hardware es dieses Jahr in die Höllenmaschine geschafft hat und welche Zusatzpakete wir für euch eintüten.

So viel sei schon einmal verraten: Seit Jahren wollte ich genau diese Höllenmaschine bauen. Die HMX 6 ist aber derart komplex und teuer, sodass wir das bisher nicht verwirklichen konnten. Umso schöner ist es natürlich, dass dieser Traum ausgerechnet zum 20‑jährigen Jubiläum – dank unseres Hauptsponsors Xbox – endlich Wirklichkeit wird. Ein paar Hinweise, wohin die Reise geht, verrät bereits unser Trailer:

Und wenn ihr euch auf der Landing-Page der Höllenmaschine umschaut, könnt ihr euch anhand der HMX-6-Sponsoren das eine oder andere Detail ebenfalls schon selbst zusammenreimen. Außerdem arbeiten wir wieder mit dem Casemodder Stefan Ulrich zusammen. Macht euch auf seiner Website RandomDesign ein eigenes Bild von seinen handwerklichen und künstlerischen Fähigkeiten.

Rückblick: So entstand die erste Höllenmaschine

2006 wusste ich offen gesagt selbst nicht, ob diese verrückte Idee überhaupt funktionieren würde. Ich wollte einfach ausprobieren, wie weit man einen PC treiben kann. Dass daraus eine Marke werden würde, hätte damals niemand gedacht.

Vor 20 Jahren wollte ich dem Redakteurs-Alltag rund um News, Ratgeber und Tests einmal entfliehen und etwas Außergewöhnliches machen. Die Idee: Einen Superrechner bauen, der das technisch Machbare auslotet. Über meine Branchenkontakte habe ich dann die beste Hardware des Jahres 2006 organisiert und in Kooperation mit dem Kühlungsspezialisten Innovatek die erste Höllenmaschine gebaut.

Dabei haben wir auf Workstation-Hardware im Gesamtwert von 10.000 Euro gesetzt. Die Basis bildete eine Tyan-Hauptplatine mit zwei CPU-Steckplätzen für AMDs Opteron-Baureihe. Mit dem Opteron hat AMD übrigens die AMD64-Befehlssatzerweiterung für die x86-Architektur eingeführt, die zum Industriestandard wurde. Verbaut haben wir in der ersten Höllenmaschine zwei Opteron 280 mit je zwei 2,4 GHz schnellen Rechenkernen. Zum Vergleich: In der HMX 5 kam 2025 ein 16-Kerner mit bis zu 5,7 GHz zum Einsatz.

Bei den Grafikkarten der ersten Höllenmaschine war ebenfalls ein Duo am Start: Zwei EVGA Nvidia Geforce 7800 GTX Blackpearl waren über eine SLI-Brücke zu einem Grafikkartenverbund zusammengeschaltet. Die Karten hatten übrigens jeweils 512 MB Videospeicher. Zum Vergleich: Nvidias aktuelles Flaggschiff RTX 5090 hat mit 32 GB 64-mal so viel Grafikspeicher. Apropos Speicher: Damals hatte die Höllenmaschine 6 GB DDR-SDRAM-Arbeitsspeicher mit 400 MHz an Bord.

Und wie ihr im folgenden Foto seht, spielte die Optik unseres ersten Superrechners noch keine große Rolle. Das Gehäuse war ein schmuckloser Big Tower von Chieftec. Das Kabelmanagement kam allerdings direkt aus der Hölle – und wurde durch eine rote und eine blaue Kaltlichtkathode geschickt in Szene gesetzt. Nein, ernsthaft: Hauptsache, die Kiste hatte ordentlich Rechenleistung.

Bei der ersten Hoellenmaschine kam es auf die inneren Werte an, nicht die Optik.

PC-WELT

Dazu haben wir beide CPUs und Grafikkarten sowie die sechs Festplatten wassergekühlt. Damals gab es noch keine Consumer-SSDs, sondern nur klassische Festplatten mit rotierenden Magnetscheiben. Und da die Laufwerke mit bis zu 7800 Umdrehungen pro Minute arbeiteten, war eine Wasserkühlung tatsächlich sinnvoll, um die Datenraten stabil auf hohem Niveau zu halten – wobei wir hier von maximal 300 MB/s reden.

Heute reicht ein Klick – damals musste man buchstäblich noch zur Schere greifen, denn das Internet war für viele noch Neuland: Wer am Gewinnspiel teilnehmen wollte, musste die Print-Ausgabe der PC-WELT 2/2006 auf Seite 93 aufschlagen, und das rote Dreieck rechts oben ausschneiden. Per Post sollte man dann das Dreieck mit Absenderangabe in einen Briefumschlag legen oder auf eine Postkarte kleben, und an die Redaktionsadresse senden. Später haben wir dann noch die Teilnahme per E-Mail erlaubt. Wer noch mehr über die erste Höllenmaschine erfahren will, etwa, dass der legendäre DVD-Brenner Plextor PX-716A verbaut war, sollte sich den liebevoll restaurierten Beitrag “Vor 20 Jahren: PC-WELT präsentiert die erste Höllenmaschine” gönnen.

Hardware-Themen, die mich diese Woche bewegt haben

Ein Beleg dafür, dass wir in seltsamen Zeiten leben, ist der offizielle Marktstart der Steam Machine: Valves Konsole kostet ab 1.039 Euro. Bei der Ankündigung Ende 2025 ging ich noch von 600 Euro aus. Ein wesentlicher Grund ist der KI-Boom, der Speicherpreise massiv nach oben getrieben hat. Wir sehen das auch bei der HMX 6, wo wir den Arbeitsspeicher mit 1800 Euro und die geplanten SSDs mit 8000 Euro einpreisen müssen. Bei einer Höllenmaschine ist das positiv: Je mehr unser Superrechner kostet, desto größer ist das Zuschauer- und Leserinteresse. Bei einem kommerziellen PC wie der Steam Machine ist die Preisexplosion jedoch ein riesiges Problem.

Valve

Schließlich wollte Valve mit seinem kompakten Linux-PC eine Alternative zu den Spielekonsolen bieten und gleichzeitig günstiger als ein Gaming-PC für Einsteiger sein. Allerdings bekommt man die Xbox Series S bereits ab 340 Euro und die günstigste PS5 ist ab 480 Euro zu haben. Doch wer zahlt das Doppelte bis Dreifache für die Steam Machine? Auf der anderen Seite gibt es für 1050 Euro schon einen brauchbaren Gaming-PC mit RTX 5060, 10-Kern-CPU, 16 GB RAM und 1-TB-SSD, der deutlich mehr Spieleleistung auf die Straße bringt. Gabe Newell müsste seine Maschinen subventionieren, um der Konkurrenz Marktanteile abzujagen, doch warum sollte er das tun? Meine Prognose: Die Steam Machine wird es sehr schwer haben, ein Bein in die Tür zu bekommen. Schaut dazu auch unser aktuelles Video an.

Mit vergleichbaren Herausforderungen hat Microsoft mit seinen brandneuen Surface-Modellen Pro 12 und Laptop 8 zu kämpfen. Unser vernichtendes Testfazit zum Surface Laptop 8: “Würde man den Preis um etwa 1.000 Euro senken, dann ließe sich der Kauf des aktuellen Surface Laptop 8 eher rechtfertigen. So ist dieser Laptop aber einfach viel zu teuer, um ihn zu empfehlen – selbst für die geschäftliche Nutzung.”

Mark Hachman / Foundry

Was Leistung und Akkulaufzeit angeht, so gibt es viele Laptops, die diese Werte bei deutlich geringeren Anschaffungskosten sogar übertreffen. Da geht es Microsoft ähnlich wie Valve: Produkte, für die es keinen Bedarf gibt, lassen sich halt schlecht verkaufen. Ich kann mir offen gesagt kaum vorstellen, dass Microsoft zu diesen Preisen große Stückzahlen loswird.

Gaming: HMX 6 vor GTA 6?

Und meinen Senf zu Grand Theft Auto VI will ich zum Schluss auch noch loswerden. Bei den geschätzten Produktionskosten, die zwischen einer und drei Milliarden Dollar liegen sollen, ist GTA 6 das bis dato teuerste Unterhaltungsprodukt aller Zeiten. Schaut euch auch gern unser Video dazu an. Insofern bin ich irritierenderweise froh, dass wir die Standard Edition des Spiels schon ab 80 Euro kaufen dürfen.

Wenn ich mir allerdings die ganzen Zusatzinhalte der Ultimate Edition für 100 Euro anschaue, muss ich nicht lange überlegen, welche Version das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis hat. Bei GTA 6 funktioniert das Upselling perfekt. Und wenn ich auch nur einen Funken Verstand hätte, würde ich mir für 100 Euro keine leere Plastikhülle mit fancy Cover und gottlosem Download-Code andrehen lassen. Aber hey, ich warte seit 13 Jahren auf den Nachfolger von Grand Theft Auto V…

Vielen Dank fürs Lesen!

Kommende Woche lüfte ich das nächste Geheimnis der HMX 6 und verrate euch, welche Hardware ihren Weg in den neuen Superrechner gefunden hat. Außerdem werfen wir einen Blick auf die Höllenmaschine 2 aus dem Jahr 2007. Es lohnt sich also, dranzubleiben. Meldet euch an, damit der HMX-6-Newsletter jeden Donnerstagabend in eurem Posteingang landet, euer Michi.

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