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"Betrachtungsabstand zweieinhalb Mal so groß sein sollte wie die Bildschirmdiagonale",
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"textContent": "Der Fernseherneukauf wird oft beschleunigt, wenn ein Sportgroßereignis ansteht. In diesem Jahr ist das wieder der Fall, denn die Fußball-Weltmeisterschaft der Herren wird vom 11. Juni bis 19. Juli dieses Jahres in den USA, Kanada und Mexiko ausgetragen.\n\nStadion-Feeling im Wohnzimmer\n\n**Die besten TV-Angebote zur WM auf Amazon**\n\nAktuelle Deals\n\nSportübertragungen gehören nach wie vor zu den Inhalten, die Sie live am TV verfolgen wollen. Dazu soll das Gerät genau ins Wohnzimmer passen, Top-Bildqualität mitbringen, sich einfach sowie flexibel bedienen lassen und auch in Sachen Smart-TV dem aktuellen Stand entsprechen.\n\nAktuelle TV-Geräte sind grundsätzlich vollgepackt mit Technik. Es ist aber trotzdem ratsam, sich über einige Punkte klar zu sein, die bei der Neuanschaffung nicht fehlen dürfen. Gleichzeitig sollten Sie sich auch eine Budgetgrenze setzen, die nicht überschritten werden darf. Die Maßnahmen helfen, sich die Ausstattungs-Features zu überlegen, die sein müssen, und jene, die eigentlich nur nett wären, aber den Preis in die Höhe treiben.\n\nKeine großen Gedanken müssen Sie sich über die TV-Auflösung machen: Hier hat sich Ultra High Definition (UHD) oder 4K mit 3.840 × 2.160 Pixeln durchgesetzt. Es gibt zwar noch Full-HD-Fernseher mit 1.920 × 1.080 Pixeln. Allerdings sind sie inzwischen nur noch als Zweitfernseher oder fürs Camping empfehlenswert.\n\nAußerdem hat sich die höchste Auflösung bei Fernsehern mit 7.680 × 4.320 Pixeln – auch 8K genannt – nicht durchgesetzt. Es gibt zwar noch einige äußerst kostspielige Modelle – etwa von Samsung. Da aber die Inhalte fehlen und auch nicht in Aussicht stehen, wenden immer mehr Hersteller 8K den Rücken zu. Zuletzt hat LG verkündet, dass der konzerneigene Panelfertiger LG Display das 8K-Segment einstellt. Zuvor war das schon bei Sony und TCL der Fall. Philips und Panasonic sind gar nicht erst eingestiegen.\n\n## Größe – immer mehr Auswahl\n\nWie groß der neue Fernseher sein soll, kann zum Streitpunkt in der Familie werden. Den einen kann der Schirm nicht groß genug sein. Die anderen stört die große schwarze Fläche, die bleibt, wenn der Fernseher nicht in Betrieb ist. Ruhe in die Sache kann eine Faustformel bringen, die empfiehlt, dass der Betrachtungsabstand zweieinhalb Mal so groß sein sollte wie die Bildschirmdiagonale.\n\nHaben Sie etwa ein 55-Zoll-Gerät mit 1,40 Metern Diagonale im Auge, sollten Sie ungefähr 3,5 Meter entfernt sitzen können. Bei einem 85-Zöller mit 2,20 Meter Diagonale wächst der Abstand auf beachtliche 5,5 Meter an. Wo der Platz nicht vorhanden ist, sollten Sie derart große Geräte schlicht nicht in Erwägung ziehen.\n\nAndererseits müssen Sie nicht gleichzeitig auf die gesamte TV-Geräteserie verzichten. Denn in den Größen zeigen diese sich oft flexibel. Sehr wahrscheinlich bekommen Sie das gewünschte Modell auch in Ihrer Wunschgröße. Das gilt besonders für Geräteserien, die für ein breites Publikum gedacht sind. Beispielsweise gibt es das Hisense-LCD-Modell U7Q in Größen von 50 bis 100 Zoll. Der Hisense 65U7Q liegt bei rund 600 Euro, das 85 Zoll große Modell bei rund 1.350 Euro.\n\nDeutlich gewachsen ist die Größenflexibilität auch bei OLED-Fernsehern. Eine Auswahl von 42 bis 83 Zoll wie bei der Samsung-Reihe S90F war noch vor ein paar Jahren nicht vorhanden. In der Regel sind die Ausstattungsmerkmale innerhalb der Geräteserie identisch. Um ganz sicher zu sein, vergleichen Sie aber am besten die technischen Daten. Behalten Sie gleichzeitig die Preise im Auge. Oft ist die Größe nicht mehr der zentrale Preistreiber.\n\n## Neu: RGB-Mini-LED-Panel\n\nNochmals gestiegen ist auch die Auswahl bei den Paneltypen. Ein Fernseher mit LCD (Liquid Crystal Display) eignet sich für hellere Umgebungen. Seine Schwäche im Vergleich zum OLED-TV liegt im begrenzten Kontrast. Um die Schwarzdarstellung von OLEDs zu erreichen, sind die LEDs des Backlights bei besseren LCD-TVs gleichmäßig über die gesamte Fläche angeordnet.\n\nFernseher mit Mini-LED-Backlight haben winzige LEDs über die gesamte Fläche verteilt, die sich in Zonen steuern lassen. Mit deren Anzahl steigt sowohl die Leuchtgenauigkeit, aber auch der Preis.\n\nFoundry\n\nGleichzeitig lassen sie sich in Gruppen steuern sowie dimmen (Full Array Local Dimming, FALD) und durch Farbfilter (Quantum Dots, QD) verbessern. Je mehr Gruppen von besonders kleinen LEDs, desto feiner fällt die Abstimmung aus. Deshalb sind Fernseher mit Mini-LEDs nur selten in der Einstiegsklasse zu finden, aber umso häufiger in den Preisbereichen darüber.\n\nDie Modelle aus der bereits erwähnten Hisense-Serie U7Q sind eher eine günstige Ausnahme. In der Regel müssen Sie mit Preisen ab 700 Euro rechnen – etwa für den Samsung QN90F mit 43-Zoll-Diagonale.\n\nBei RGB-Mini-LED-TVs (hier von Hisense) besteht das Backlight aus farbigen Dioden, deren Farbkanäle sich einzeln sowie in feinen Zonen steuern lassen. Zusammen ergibt das noch sattere Farben und höhere Spitzenhelligkeiten.\n\nHisense\n\nDer nächste Entwicklungsschritt bei Mini-LED-TVs ersetzt das weiße oder ergänzt das blaue Backlight durch farbige LEDs – im vollen Umfang in den Farben Rot, Grün, Blau (RGB). Sie erkennen diese TVs am Zusatz „RGB“ bei Mini-LED, aber auch etwas verwirrend an der Bezeichnung „Micro RGB“ – etwa bei LG und Samsung. Dank einzeln steuerbarer Farbkanäle, die zusätzlich durch Farbfilter verstärkt werden, lassen sich noch sattere Farben erzielen. Im Ergebnis verbinden diese Fernseher noch höhere Helligkeit mit satteren Farben, die möglichst wenig streuen.\n\nDas Ziel ist, die Qualität von Premium-OLEDs zu erreichen. In der Helligkeit liegen sie mit Werten von 4.000 Nits und höher deutlich über OLED-TVs. Bei den Farben versprechen die Hersteller eine Abdeckung des großen BT.2020-Farbraums von hundert Prozent.\n\n## Sonderweg: SQD-Mini-LED\n\nNicht alle Premium-LCD-Fernseher werden dieses Jahr auf ein RGB-Mini-LED-Backlight setzen. So geht TCL einen Sonderweg mit „Super Quantum Dot Mini LED“ (SQ-Mini-LED). Hier handelt es sich um eine Verfeinerung der bestehenden Hintergrundbeleuchtung aus blauen LEDs mit Quantum Dots.\n\nBei TCL nennt sich die Weiterentwicklung „Deep Color System“: Hier kombiniert der Hersteller verbesserte Quantenpunkte mit weiterentwickelten Filtern und einem Echtzeit-Algorithmus, um die Farbabweichungen zu korrigieren.\n\nSQD-Mini-LED ist bei TCL die Alternative zum RGB-Mini-LED-Backlight. Es erreicht ähnliche Spitzenwerte bei Farbdarstellung und Helligkeit, setzt aber auf Verfeinerungen der bestehenden Technik.\n\nTCL\n\nEin erstes Modellbeispiel findet sich im TCL X11L, der wie der Mitbewerb auf eine 100-prozentige Abdeckung des BT.2020-Farbraums kommen soll. In der maximal großen Version TCL 98X11L mit 98 Zoll (14.999 Euro) bietet der Fernseher über 20.000 Dimming-Zonen und erreicht eine Spitzenhelligkeit von 10.000 Nits.\n\nDen Einstieg markiert hier ein 75-Zoll-TV-Gerät, das für knapp 7.000 Euro im Handel verfügbar ist. Damit ist klar, dass sich die Hersteller die aktuelle LCD-Technik sowohl bei RGB-Mini-LED als auch bei SQD-Mini-LED gebührend bezahlen lassen.\n\nDer TCL X11L kombiniert Mini-LED-Technik mit hoher Spitzenhelligkeit und großem Heimkino-Format für die Fußball-WM.\n\nFoundry mit Material von TCL\n\n## OLED – auch nicht alle gleich\n\nFür Filmfreunde ist ein OLED-Fernseher die richtige Wahl. Er kann Pixel abschalten und erzeugt so richtiges Schwarz und damit nahezu unendlichen Kontrast. Gleichzeitig schalten die Panels schnell und eignen sich auf diese Weise auch fürs Gaming. Dass die Preise für einen OLED‑TV gefallen sind, zeigt die beliebte Einstiegsserie LG OLED B5, bei der Sie für etwa 650 Euro einen 48-Zoll-Fernseher bekommen.\n\nMit W-OLED von LG Display und QD-OLED von Samsung Display gibt es zwei bestimmende Techniken. W-OLED-Panels finden Sie nicht nur in LG-Fernsehern, sondern auch bei TVs von Panasonic, Philips und sogar bei Samsung – etwa in der S90F-Reihe.\n\nQD-OLED setzt neben Samsung beispielsweise auch Sony ein. Während W-OLED als ältere Paneltechnik günstiger ist, lässt sich mit QD-OLED ein breiteres Farbspektrum abdecken und eine höhere Helligkeit erreichen. Letzteres versucht LG Displays mit der nunmehr vierten Panelgeneration „RGB-Tandem-OLED“ zu ändern. Hier sind die RGB-Elemente in insgesamt vier Schichten gestapelt, die sich separat ansteuern lassen. Das kommt der Spitzenleuchtdichte zugute, die auf bis zu 4.000 Nits ansteigen kann.\n\nLG Display ersetzt bei RGB-Tandem-Oled-Panels die gelbe Leuchtschicht durch rote und grüne Elemente. Da sich die Schichten einzeln ansteuern lassen, sind die Farben satter und die Leuchtdichte höher.\n\nLG\n\nGleichzeitig profitieren die Tandem-OLED-Panels von satteren Farben und geringerem Strombedarf. Zu finden sind sie beispielsweise in der Panasonic-Serie Z95B, die bei 55 Zoll und 2.150 Euro losgeht, aber auch in den Philips-OLED-Plus-Modellen der OLED950-Reihe, bei der etwa ein 65-Zöller auf 2.300 Euro kommt.\n\nDer Panasonic Z95B setzt auf OLED-Technik, präzise Bildabstimmung und starken Klang für echtes Heimkino-Feeling.\n\nFoundry mit Material von Panasonic\n\n## Neues bei HDR\n\nDie meisten aktuellen Smart-TVs beherrschen das Darstellen von HDR-Inhalten (High Dynamic Range). Allerdings können nicht alle Fernseher automatisch mit allen Formaten umgehen. So finden Sie bei günstigen Modellen oft nur HDR10 und HLG – etwa beim LG Qned70, der in 43 Zoll bei unter 300 Euro startet.\n\nDer Panasonic Z95B setzt auf OLED-Technik, präzise Bildabstimmung und starken Klang für echtes Heimkino-Feeling.\n\nFoundry mit Material von Panasonic\n\nAuch bei den dynamischen Formaten setzt etwa Samsung weiterhin nur auf HDR10+, nicht aber auf Dolby Vision. Sehen Sie beim Wunschmodell Angaben wie HDR10+ Adaptive oder Dolby Vision IQ, dann berücksichtigen die Modelle das Umgebungslicht bei der Darstellung von HDR-Inhalten. Dazu müssen entsprechende Sensoren im TV eingebaut sein und die Prozessoren die Rechenkraft mitbringen – meist mithilfe von KI.\n\nGanz neu ist Dolby Vision 2: Dieses HDR-Format steht für die nächste Generation und soll die Möglichkeiten topaktueller Fernseher noch besser ausschöpfen. Dolby kombiniert eine neue Bild-Engine mit der KI-Plattform „Content Intelligence“, um den laufenden Inhalt in Echtzeit mit den Umgebungsbedingungen abzugleichen.\n\nDazu soll das Ton-Mapping bidirektional funktionieren: War bisher das gemasterte Material zu hell für den Fernseher, wurde es nach unten angepasst. Nun kommt dazu, dass sich bei Fernsehern, die mehr Leuchtkraft haben, als es der Master eigentlich vorsieht, das Bild auch hochskalieren lässt. Als eine der ersten Geräteserien unterstützt UR9S von Hisense Dolby Vision 2.\n\n## Smart-TV: Viel Komfort, aber …\n\nÜber die Smart-TV-Oberflächen stellen alle Fernseher Zusatz-Services bereit, wie Streaming-Dienste, die Mediatheken der öffentlich-rechtlichen und privaten Sender oder spezifische Angebote der TV-Hersteller – dazu gehören LG Channels oder Samsung TV Plus. Viele der Videoangebote sind auf den ersten Blick kostenlos, gehören aber zu den werbefinanzierten Diensten – Free Ad-Supported Streaming Television, FAST. Sie bezahlen die Nutzung mit Ihren Daten.\n\nWas Ihnen gefällt, erkunden die Hersteller auch über TV-Tuner und per HDMI angeschlossene Geräte. Dieses automatische Erkennen der Inhalte (Automatic Content Recognition, ACR) lässt sich immerhin in den TV-Einstellungen oder schon bei der Inbetriebnahme einschränken oder ganz unterbinden. So manche smarte Funktion lässt sich dann aber nicht mehr nutzen.\n\nDank KI zeigt sich die Sprachsteuerung bei smarten Fernsehern deutlich verbessert. Ziel der Hersteller ist es, dass das smarte TV zur zentralen Ansprechstation zu Hause wird. Bei Samsung etwa als „Vision AI Companion“ über den Sprachassistenten Bixby. Sie können sich mit dem Fernseher in natürlicher Sprache unterhalten.\n\nDas geht so weit, dass etwa KI-Dienste wie Copilot oder Perplexity direkt über den Fernseher genutzt werden können. Auch das hat eine Schattenseite. Sind Mikrofone nicht nur in der Fernbedienung integriert, sondern zusätzlich auch im TV-Gehäuse, sind sie ständig aktiv und warten auf die entsprechenden Befehle – etwa „Hallo Bixby“. Außerdem benötigen Sie einen kostenlosen Account beim Hersteller, um den Dienst nutzen zu können.\n\n## Bewegung im TV-Markt\n\nWie stark sich der TV-Markt verändert hat, zeigt der Kurswechsel der Traditionshersteller Sony und Panasonic. Beide Unternehmen reagieren auf den hohen Wettbewerbsdruck chinesischer Anbieter mit neuen Partnerschaften. Sony bündelt sein TV- und Home-Entertainment-Geschäft künftig in einem Joint Venture mit TCL, während Panasonic bei Produktion, Vertrieb und Vermarktung seiner Fernseher verstärkt mit Skyworth zusammenarbeitet.\n\nSony hatte sich in den vergangenen Jahren zunehmend auf hochpreisige Premium-Modelle konzentriert. Um wieder größere Marktanteile zu erreichen und die Kostenstruktur zu verbessern, gründet der Konzern nun gemeinsam mit TCL die neue Gesellschaft „Bravia Inc.“. TCL hält daran 51 Prozent, Sony 49 Prozent. Das Joint Venture soll ab 2027 die Entwicklung, Produktion und den weltweiten Vertrieb von Fernsehern, Projektoren und Audio-Produkten übernehmen. Sony will dabei weiterhin zentrale Bild- und Audiotechnologien sowie die Qualitätskontrolle verantworten.\n\nAuch Panasonic richtet sein TV-Geschäft neu aus. Die Zusammenarbeit mit Skyworth umfasst vor allem Fertigung, Logistik, Vertrieb und Marketing für verschiedene Märkte, darunter Europa. Panasonic bleibt nach eigenen Angaben weiterhin für Qualitätsstandards, Bildabstimmung und die Entwicklung hochwertiger OLED-Modelle verantwortlich. Anders als bei Sony handelt es sich dabei bislang nicht um ein Joint Venture mit festgelegten Beteiligungsverhältnissen.\n\nDie chinesischen Partner zählen längst zu den Schwergewichten der Branche. TCL ist inzwischen nach Samsung einer der größten TV-Hersteller weltweit. Die Konzern-Tochter CSOT gehört zudem zu den wichtigsten Produzenten von LCD- und Mini-LED-Panels und beliefert zahlreiche Marken. Skyworth zählt zu den größten TV-Anbietern Chinas und ist in Deutschland unter anderem durch die Übernahme der TV-Marke Metz bekannt geworden.\n\nDie neuen Kooperationen zeigen, wie stark sich der TV-Markt in Richtung chinesischer Hersteller verschoben hat. Selbst etablierte japanische Marken setzen inzwischen auf Partnerschaften, um Entwicklungsaufwand, Produktion und Preise international konkurrenzfähig zu halten.",
"title": "WM steht vor der Tür: So finden Sie den perfekten Fernseher"
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