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"publishedAt": "2026-06-01T13:30:00.000Z",
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"Desktop-App für Windows, macOS und Linux",
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"textContent": "Sie wollen wissen, ob Ihr Internetanbieter die versprochene Geschwindigkeit auch wirklich liefert? Oder Sie haben Probleme mit Streaming, Telefonie oder Web-Diensten und wollen der Ursache auf den Grund gehen? In beiden Fällen hilft ein Geschwindigkeitstest. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen mehrere Wege, wie Sie auch mit Bordmitteln in Windows, Linux und macOS die Geschwindigkeit Ihrer Internetverbindung messen können. Kostenlos.\n\n## 1. Speedtest von Google\n\nDer schnellste Weg zu einem Speedtest führt direkt über die Google-Suche. Geben Sie einfach den Begriff “Speedtest” in die Suchmaske ein. Google zeigt Ihnen daraufhin direkt in den Suchergebnissen ein integriertes Messtool an.\n\nThomas Joos\n\nÜber die Schaltfläche “Speed-Test durchführen” können Sie Ihre aktuelle Internetgeschwindigkeit mit einem Klick prüfen. Dabei misst das Tool zuerst die Downloadgeschwindigkeit und danach die Upload-Geschwindigkeit von Ihrem Netzwerk zum Internet.\n\nMit “Erneut testen“ starten Sie den Test ein weiteres Mal, falls gewünscht. Über den Link “Info” können Sie außerdem weitere Daten zum Geschwindigkeitstest anzeigen lassen, zum Beispiel, wie die Messergebnisse ausgewertet werden.\n\n## 2. Breitbandmessung der Bundesnetzagentur\n\nEine weitere Möglichkeit bietet die Bundesnetzagentur mit ihrer kostenlosen Breitbandmessung unter breitbandmessung.de. Das Tool hat einen entscheidenden Vorteil gegenüber anderen Speedtests: Es liefert rechtssichere Ergebnisse. Wer damit nachweisen kann, dass der Anbieter die vertraglich zugesicherte Geschwindigkeit nicht liefert, hat Anspruch auf Preisminderung oder sogar ein Sonderkündigungsrecht.\n\nDie Desktop-App für Windows, macOS und Linux ist die zuverlässigste Methode für Festnetzanschlüsse. Laden Sie die App ganz einfach auf der Website herunter und verbinden Sie Ihren Computer per LAN-Kabel direkt mit dem Router (nicht über WLAN messen, das verfälscht die Ergebnisse). Starten Sie dann die Messung. Die App ermittelt Download- und Upload-Geschwindigkeit und erstellt am Ende ein signiertes Messprotokoll, das Sie beim Anbieter vorlegen können.\n\nFür einen rechtsgültigen Nachweis sind insgesamt 30 Messungen an drei unterschiedlichen Kalendertagen erforderlich, wobei zwischen den Messtagen jeweils mindestens ein Kalendertag Abstand eingehalten werden muss.\n\nAlternativ zur Desktop-App können Sie auch eine Browsermessung vornehmen. Dazu müssen Sie nichts weiter installieren. Für eine schnelle erste Einschätzung ist das völlig ausreichend.\n\nFür unterwegs gibt es die Breitbandmessung-App für iOS und Android. Sie misst die Mobilfunkgeschwindigkeit und dokumentiert nebenbei Funklöcher in Ihrem Netz.\n\n## 3. Ookla-Speedtest mit Ergebnisverlauf\n\nZu den bekanntesten Geschwindigkeitstests gehört auch der Speedtest von Ookla. Auch hier können Sie ohne Anmeldung direkt im Browser die Geschwindigkeit Ihrer Internetverbindung testen. Dazu klicken Sie einfach auf “Los”. Sie sehen im Fenster zusätzlich die Bezeichnung Ihres Internetanbieters und Ihre externe IP-Adresse im Internet.\n\nThomas Joos\n\nWenn Sie regelmäßig Ihre Internetgeschwindigkeit messen wollen, können Sie optional ein kostenloses Konto bei Ookla anlegen. Damit lassen sich alle Ergebnisse im Verlauf einsehen (Schaltfläche “Ergebnisverlauf”) und vergleichen. Für regelmäßige Tests direkt vom Desktop empfiehlt sich die App “Speedtest by Ookla”, die kostenlos im Microsoft Store verfügbar ist und jederzeit eine schnelle lokale Messung ermöglicht.\n\nAuch die **Telekom** bietet einen Speedtest auf ihrer Website an, der für jeden Internetnutzer offen ist. Technisch steckt dahinter jedoch dasselbe Tool: Der Telekom-Speedtest basiert auf Ookla und liefert damit identische Ergebnisse. Ein eigenständiger Mehrwert ergibt sich daraus nicht.\n\n## 4. Spezifische Einstellungen mit WieIstMeineIP.de\n\nÜber die Seite WieIstMeineIP.de können Sie mit “Speedtest starten” ebenfalls eine Messung durchführen. Hier ist interessant, dass Sie auch auswählen können, von welchem Land und mit welcher Technologie Sie sich mit dem Internet verbinden, zum Beispiel DSL, Kabel, Glasfaser, Mobil oder Satellit. Das hat den Vorteil, dass der Dienst Vergleichswerte anzeigen kann.\n\n## 5. Mit Bordmitteln in Windows, Linux und macOS\n\nZur Messung der Internetgeschwindigkeit und Netzwerklatenz können sowohl unter Windows als auch unter Linux und macOS Bordmittel wie das Kommandozeilentool _ping_ verwendet werden (siehe Windows: Die wichtigsten CMD-Befehle zur Netzwerk-Analyse und Die wichtigsten Linux-Befehle für Netzwerk und Internet).\n\nDieses Tool können Sie nutzen, um die Zeit zu messen, die ein Datenpaket benötigt, um von der eigenen Maschine zu einem entfernten Host hin und zurückzugelangen. Dazu sendet ping ICMP-Echo-Request-Pakete an die Zieladresse und misst die Zeit bis zur Antwort (ICMP-Echo-Reply). Diese Latenzzeit wird in Millisekunden (ms) angegeben. In der Befehlszeile geben Sie dazu an:\n\n\n ping __\n\nDabei können Sie eine beliebige Adresse, wie eine Domain (pc-welt.de) oder eine IP-Adresse, zum Beispiel 8.8.8.8 (Google) angeben. Bekannte Adressen wie google.com, cloudflare.com oder öffentliche DNS-Server wie 8.8.8.8 (Google DNS) und 1.1.1.1 (Cloudflare DNS) sind für Tests gut geeignet, da diese in der Regel weltweit verfügbar und stabil sind. Ein Beispiel für die Ausgabe eines ping-Befehls sieht wie folgt aus:\n\nPC-Welt\n\nDiese Ausgabe enthält mehrere wichtige Informationen:\n\n * _Bytes=64_ : Hier wird die Größe der gesendeten und empfangenen Datenpakete angezeigt, in diesem Fall 64 Byte.\n * _Antwort von_ : Dies zeigt an, dass das Ziel erreichbar ist und die entsprechende IP-Adresse zurückgemeldet wurde. Die Internetverbindung funktioniert also. Wenn Sie eine Domäne angeben, zum Beispiel pcwelt.de, dann wissen Sie auch, dass die Namensauflösung funktioniert.\n * _TTL=5_ 2: Das Time-to-Live (TTL)-Feld zeigt an, wie viele Router das Paket durchlaufen hat. Ein niedriger Wert kann darauf hinweisen, dass das Paket viele Stationen durchlaufen musste, was zu Verzögerungen führen kann.\n * _Zeit [in ms]_ : Diese Zahl gibt die Latenzzeit in Millisekunden an, also wie lange das Paket für den Hin- und Rückweg benötigt hat. Eine geringe Zeit deutet auf eine stabile und schnelle Verbindung hin, während eine höhere Zeit auf Verzögerungen hinweist. Die Latenzzeit kann als Indikator für die Netzwerkgeschwindigkeit dienen. Eine sehr hohe Latenz (über 100 ms) kann auf eine langsame oder instabile Verbindung hinweisen. Falls ping keine Antwort erhält oder Paketverluste angezeigt werden, liegt möglicherweise ein Problem mit der Netzwerkinfrastruktur vor, wie eine Fehlkonfiguration des Routers oder eine Störung beim Internetprovider. Auch regelmäßige Schwankungen in den Antwortzeiten können auf Netzwerklast oder Störungen hinweisen.\n\n\n\nFür Mac-Nutzer ist seit macOS Monterey noch ein weiteres praktisches Bordmittel eingebaut, das keine Installation erfordert. Öffnen Sie das Terminal und geben Sie folgenden Befehl ein:\n\n\n networkQuality\n\nmacOS misst daraufhin Download, Upload und die Reaktionsfähigkeit Ihrer Verbindung und gibt die Ergebnisse direkt im Terminal aus. Der Befehl eignet sich für eine schnelle Überprüfung ohne Umweg über den Browser oder externe Tools.\n\nPC-Welt\n\n## 6. Nutzung der Ergebnisse für das Troubleshooting\n\nWenn keine Antwort auf einen ping-Befehl zurückkommt, wird in der Regel die Nachricht „ _Zeitüberschreitung der Anforderung_ “ angezeigt. Dies kann auf ein nicht erreichbares Netzwerk, eine Firewall, die ICMP-Pakete blockiert, oder ein Netzwerkproblem hindeuten. Für eine tiefergehende Analyse können Sie zusätzliche Tools wie _tracert_ (Windows) oder _traceroute_ (MacOS, Linux) einsetzen, um den genauen Pfad der Pakete zu analysieren und festzustellen, an welcher Stelle die Verzögerungen oder Paketverluste auftreten. Unter Linux und macOS lautet der Befehl:\n\n\n _traceroute google.com_\n\nDies zeigt die Hops (Netzknoten oder Router) zwischen dem lokalen System und google.com an. Die Ausgabe sieht beispielsweise so aus:\n\nPC-Welt\n\nDas Ergebnis zeigt pro Zeile einen Netzwerkknoten (Hop), den die Datenpakete auf dem Weg zu google.com passieren:\n\n * **Spalte 1** : Die Nummer des Hops, also der wievielte Knoten auf dem Weg zum Ziel.\n * **Spalte 2** : Die IP-Adresse des jeweiligen Knotens, also zum Beispiel Ihr Router (192.168.12.1 in Hop 1) oder ein Knoten beim Internetanbieter.\n * **Spalten 3, 4 und 5** : Die Antwortzeiten in Millisekunden. Traceroute schickt pro Hop drei Pakete und zeigt alle drei Zeiten an. So sehen Sie, ob die Laufzeit konstant ist oder schwankt.\n\n\n\nAuf Windows funktioniert der Befehl ähnlich:\n\n\n _tracert google.com_\n\nDie Ausgabe ist ähnlich wie bei traceroute unter Linux und macOS und zeigt alle Zwischenschritte bis zum Ziel auf, was hilft, Verzögerungen entlang des Netzwerks zu lokalisieren.\n\n## 7. Weitere Möglichkeiten zur Messung der Internetgeschwindigkeit über die Linux-Befehlszeile\n\nNeben der Überprüfung der Latenz und Route gibt es auch Befehle und Tools, die die Bandbreite und den Durchsatz testen können.\n\nThomas Joos\n\nFür Linux-Systeme gibt es unter anderem das Werkzeug _speedtest-cli_ , das die Internetgeschwindigkeit direkt über die Befehlszeile testet. Es verwendet ebenfalls den Speedtest-Dienst von Ookla und gibt die Download- und Upload-Geschwindigkeit aus. Installation unter Ubuntu:\n\n\n _sudo apt-get install speedtest-cli_\n\nVerwendung:\n\n\n _speedtest-cli_\n\nDie Ausgabe sieht in etwa so aus:\n\n\n _Retrieving speedtest.net configuration..._\n\n _Testing from ()..._\n\n _Hosted by ([Entfernung]): 25.123 ms_\n\n _Download: 120.67 Mbit/s_\n\n _Upload: 25.34 Mbit/s_\n\nDies gibt einen schnellen Überblick über die aktuelle Internetgeschwindigkeit.",
"title": "So testen Sie kostenlos Ihre Internetgeschwindigkeit"
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