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Diese 6 PC-Wartungsaufgaben erledige ich jeden Monat – sie halten meinen Rechner wirklich schnell

PC-WELT – Homepage [Unofficial] May 22, 2026
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Ich habe für mich persönlich eine Routine entwickelt, mit der ich meinen PC einmal im Monat von Altlasten befreie.

Dies umfasst eine Kombination aus regelmäßigen Treiber-Updates, dem Löschen alter Dateien und nicht mehr benötigter Anwendungen sowie der physischen Reinigung des Computers.

All diese kleinen Arbeitsschritte sorgen dafür, dass ich mich nicht plötzlich mit einem trägen System herumschlagen muss. Auch Treiberprobleme räume ich aus dem Weg, bevor die genutzten Treiber schon hoffnungslos veraltet sind.

Ich will hier nicht behaupten, dass ich diese Routine immer konsequent durchziehe – manchmal liegen auch gut sechs Wochen oder mehr zwischen den Wartungen.

Trotzdem ist mir wichtig, mein System regelmäßig aktuell zu halten. Mein Rechner ist schließlich Arbeitsgerät und zugleich zentral für meine Freizeit. Umso sinnvoller ist es, ihn in gutem Zustand zu halten. Vielleicht hilft Ihnen meine Routine dabei, auch Ihren PC langfristig besser zu pflegen.

Spielen Sie das neueste Update auf

Es nervt, sich immer wieder mit all diesen Benachrichtigungen zu Updates herumzuschlagen. Wenn Sie ein Auge darauf haben, dass alle Ihre Apps, Treiber und auch Ihr Betriebssystem auf dem neuesten Stand sind, können Sie sich diesen Ärger ersparen.

Letztlich geht es dabei aber nicht nur um störende Benachrichtigungen. Auch viele Probleme beim PC-Gaming, zufällige Ruckler oder Abstürze, hängen mit veralteten Treibern und problematischen Anwendungen zusammen.

Führen Sie regelmäßig Windows Update durch.

Christoph Hoffmann

AMD, Intel und Nvidia veröffentlichen regelmäßig Treiber-Updates für ihre Grafikkarten. Daher ist es empfehlenswert, einmal im Monat zu prüfen, ob schon wieder ein Update verfügbar ist. Manchmal veröffentlichen die Hersteller auch kurz nach einem neuen Treiber-Update wichtige Hotfixes. Wenn Sie also Probleme mit einer neuen App oder einem neuen Spiel haben, könnte ein schnelles Treiber-Update hier Abhilfe schaffen.

Auch Chipsatztreiber sollten aktualisiert werden. Bei reinen AMD-Systemen können Sie dies direkt über die Radeon-Software erledigen. Dies macht das Update sehr einfach. Das Gleiche gilt für Windows-Updates. Diese enthalten oft mehr als nur Sicherheitsaktualisierungen. Manchmal verbessert sich die Leistung des gesamten Systems oder es gibt neue Funktionen.

Vernachlässigen Sie auch nicht Ihr BIOS oder die UEFI-Firmware. Sie müssen diese tief im System verankerte Software nicht jeden Monat aktualisieren. Aber überprüfen Sie unbedingt alle sechs Monate oder zumindest einmal im Jahr, ob es ein Update für Ihr Mainboard gibt.

Sie werden überrascht sein, wie sehr dies die Stabilität verbessern kann. Wie Sie BIOS und UEFI richtig aktualisieren, erfahren Sie in unserem Ratgeber.

Verwalten Sie Ihren Speicher

Moderne SSDs sind so groß, dass man leicht gedankenlos eine Installation nach der anderen vornimmt, bis die 2 Terabyte plötzlich doch aufgebraucht sind. Es lohnt sich daher, den Überblick darüber zu behalten, was Sie installiert haben und wie viel Speicherplatz Ihnen noch zur Verfügung steht. Denn ohne ausreichend freien Speicherplatz werden moderne SSDs oft sehr langsam.

Overprovisioning ist nicht mehr ganz so wichtig wie früher. Es lohnt sich dennoch, immer mindestens 10 Prozent der freien Kapazität auf einer SSD freizuhalten. Nur dann kann der Controller Daten effizient verschieben. Dies trägt auch dazu bei, die Lebensdauer der NAND-Flash-Zellen zu verlängern. Wenn Sie sich dieser Schwelle annähern, löschen Sie einige Apps, Spiele oder Dateien, um mehr Platz zu schaffen.

Meist müssen Sie deutlich mehr Laufwerke und Partitionen kontrollieren.

Michael Söldner

Bei meiner monatlichen Aufräumaktion werfe ich außerdem einen genauen Blick auf meine SSDs. Sollte ein Laufwerk zu voll sein, verschiebe ich entweder Spiele oder lösche Apps, die ich schon länger nicht mehr verwende.

Ich werfe auch einen Blick auf meine Autostart-Apps. Suchen Sie dazu in der Windows-Suche nach „Autostart“. Hier prüfe ich, ob ich kürzlich etwas installiert habe, das ich nicht bei jedem Windows-Start benötige. Eine schlanke Autostart-Liste trägt nämlich wesentlich dazu bei, dass Windows schneller hochfährt.

Leeren Sie Ihre Browser

Was ist eigentlich der erste Rat, den Sie jemandem geben, wenn er ein Problem mit einer Website oder einem Online-Dienst hat? „Leere den Browser-Cache!“ Aber wie oft tun Sie das eigentlich selbst?

Ich habe diesen Schritt auch oft vernachlässigt. Es war mir einfach zu mühsam, alle meine Passwörter neu einzugeben und darauf zu warten, dass nicht mehr zwischengespeicherte Websites endlich geladen werden.

Aber es gibt bei modernen Passwort-Managern und schnellen Internetverbindungen eigentlich keine Entschuldigung mehr dafür, den Cache des Browsers nicht regelmäßig zu leeren.

Ein monatliches Leeren aller Ihrer Browser sorgt dafür, dass diese wie vorgesehen funktionieren. Außerdem verhindert diese Aktion, dass sich über Monate oder Jahre hinweg Cache und Daten ansammeln. Das Aufräumen schafft Speicherplatz und sorgt gleichzeitig dafür, dass Ihr Browser reibungslos arbeitet.

Foundry

Vernachlässigen Sie auch nicht das Löschen alter Lesezeichen. Diese können sich schnell ansammeln. Dann wird aus der übersichtlichen Lesezeichenleiste ein Durcheinander von Symbolen.

Als Ergebnis müssen Sie dort ewig suchen, um das gewünschte Lesezeichen zu finden. Beschriften Sie Ihre Lesezeichen unbedingt aussagekräftig und ordnen Sie sie in eigens dafür eingerichteten Ordnern.

Überprüfen Sie abschließend Ihre Browser-Erweiterungen. Manchmal werden alte Erweiterungen nicht mehr gepflegt und aktualisiert. Dies resultiert oft in Sicherheitslücken. Um Ihre Daten bestmöglich zu schützen, ist es in der Regel besser, nur weniger Erweiterungen zu verwenden.

Führen Sie all dies auch unbedingt für alle Ihre Browser durch, nicht nur für Ihren Hauptbrowser. Es passiert leicht, dass man die Zweitbrowser, die für andere Aktivitäten genutzt werden, vernachlässigt. Doch oft sind gerade diese es wert, noch sorgfältiger gepflegt zu werden als Ihr Hauptbrowser.

Ändern Sie wichtige Passwörter

Verwenden Sie einen Passwort-Manager? Das ist schon einmal die halbe Miete. Diese Programme bieten eine hervorragende Möglichkeit, Ihre Konten zu schützen. Sie speichern problemlos Hunderte von einzigartigen Passwörtern. Sie müssen sich nur noch das Master-Passwort merken.

Aber wie oft ändern Sie die in Ihrem Passwort-Manager gespeicherten Passwörter? Die meisten Menschen tun dies nie, es sei denn, sie werden von einem Systemadministrator dazu gezwungen. Sie sollten es dennoch tun, auch wenn es lästig ist.

Passwort-Manager machen die Aktualisierung von Passwörtern zum Kinderspiel.

Christoph Hoffmann

Sie können diese Aufgabe jedoch einfacher gestalten, wenn Sie sie zeitlich staffeln. Anstatt alle Ihre Passwörter vereinzelt auf einmal zu ändern, ändern Sie vielleicht einfach jeden Monat ein paar.

Erstellen Sie eine Liste der wichtigsten Websites, Apps und Dienste, für die Sie Zugangsdaten haben. Danach arbeiten Sie die Liste ab, sodass Sie bis zum Jahresende jedes Passwort mindestens einmal geändert haben.

Das Ändern einiger Passwörter pro Monat macht diese lästige Aufgabe, die Sie immer wieder aufschieben, zu einer machbaren Angelegenheit. Dieser Ratschlag ist besonders wichtig für diejenigen unter uns, die Offline-Passwortmanager ohne die Annehmlichkeit der Cloud-Synchronisierung nutzen. Warten Sie nicht, bis Ihre Anmeldedaten bei einem Datenleck gestohlen werden, bevor Sie sie ändern!

Reinigen Sie Ihre Hardware

Sie müssen nicht immer Ihren kompletten Rechner zerlegen. Aber wenn Sie sich verstärkt um die Sauberkeit Ihres PCs kümmern, trägt dies wesentlich zu einem optimalen Betriebszustand bei.

Reinigen Sie die Staubfilter einmal im Monat. Vergessen Sie dabei auch nicht den Filter an der Unterseite des Netzteils. Wischen Sie außerdem die Schaufeln der Lüfter sowie die großen Innenflächen alle sechs Monate mit einem Tuch ab.

Warten Sie nicht, bis Ihr PC aufgrund von Staub überhitzt.

Jon Martindale / Foundry

Vergessen Sie auch nicht, rund um den PC zu staubsaugen. Dies kann verhindern, dass sich Staub überhaupt erst in Ihrem PC ansammelt. Wenn Sie eine Wasserkühlung oder einen kompakten Luftkühler verwenden, kann ein kurzer, gelegentlicher Stoß mit Druckluft verhindern, dass sich in den dichten Lamellen zu viel Schmutz und Ablagerungen ansammeln. Genau dieser Schmutz reduziert das Kühlpotenzial des gesamten Systems.

Für einen digitalen Frühjahrsputz sollten Sie zusätzlich in Erwägung ziehen, die Anzahl Ihrer Desktop-Symbole zu reduzieren. Auch das Verschieben großer Dateien auf einen externen Speicher schafft mehr Übersicht.

Denken Sie auch daran, Ihren Papierkorb und Ihre Download-Ordner regelmäßig zu leeren. Diese können sich mit allerlei Datenmüll füllen. Einmal im Jahr sollten Sie Ihren Windows-PC zurücksetzen. Auch dies sorgt für eine Auffrischung und wirkt wie ein Hardware-Upgrade.

Sichern Sie Ihre Daten

Ich bin großer Fan von kontinuierlichen Backups mit Diensten wie BackBlaze. Aber auch wenn Sie eine fortlaufende Sicherung großer Datenmengen nicht brauchen, sollten Sie Backups nicht vergessen. Dateien, die Ihnen wichtig sind, sollten Sie unbedingt auf einem zweiten Laufwerk sichern.

Thiago Trevisan / IDG

Dazu gehören wichtige Arbeitsdokumente, persönliche Fotos oder Videos oder auch alte Spielstände, die Ihnen wichtig sind. Denn im Falle eines Datenverlusts werden Sie sich über jede gesicherte Datei freuen.

Einmal habe ich versehentlich das falsche Netzkabel an eine alte Festplatte angeschlossen – darauf befanden sich die einzigen Kopien von Fotos einer wichtigen Geburtstagsfeier. Diese Erinnerungen sind durch meinen Fehler für immer verloren gegangen. Seitdem sichere ich alle wichtigen Dateien regelmäßig.

Auch wenn Backups eine eher lästige Aufgabe sind, lohnen sie sich in jedem Fall. In die monatliche Aufräumroutine integriert, lassen sich diese sonst trockenen Kopiervorgänge deutlich leichter erledigen.

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