External Publication
Visit Post

Weshalb ich mir nie mehr ein Samsung Galaxy Tab gekauft habe

PC-WELT – Homepage [Unofficial] May 21, 2026
Source

Mein Einstieg in die Tablet-Welt war ein Samsung Galaxy Tab 10.1 (GT-P7500). Die anfängliche Begeisterung wich bald der Ernüchterung und schließlich der grenzenlosen Enttäuschung. Seitdem steht für mich fest: Nie mehr kaufe ich mir ein Galaxy-Gerät.

Im Jahr 2011 kaufte ich mir diesen Tablet-Boliden, um kein iPad von Apple verwenden zu müssen. Android-Tablets, zumal mit 10-Zoll-Touchscreen, waren damals noch selten. Wer ein Tablet nutzte, besaß meist ein iPad. Das erste iPad verkaufte Apple im Jahr 2010. Noch im selben Jahr zog Samsung mit dem ersten Galaxy Tab nach, zunächst mit 7-Zoll-Touchsceen.

7 Zoll waren mir zu klein, doch als 2011 Samsung ein 10 Zoll großes Modell nachlegte, schlug ich sofort zu und kaufte es am 13. Oktober 2011 hier auf Amazon. Für 579 Euro. Mit diesem Samsung Galaxy Tab 10.1 (GT-P7500) gehörte ich unter den Android-Nutzern zu den Stars – zumindest fühlte ich mich so. Und tatsächlich war das Galaxy Tab 10.1 richtig cool. Das sah Apple übrigens anders und ließ den Verkauf des Galaxy Tab 10.1 per Gerichtsbeschluss verbieten. Laut Meinung von Apple sah das Galaxy Tab dem iPad 2 zu ähnlich.

Das Galaxy-Tablet reagierte ausreichend flott auf meine Wisch- und Drückbewegungen und lief stabil. Denn Samsung hatte das Tablet mit für die damalige Zeit richtig guter Hardware ausgestattet: 1-GHz-Dual-Core-Prozessor, Bildschirmdiagonale 25,65 cm, WLAN n-Standard, 3,2 Megapixel-Kamera an der Rückseite, 2,0 Megapixel-Kamera an der Vorderseite, zwei Stereo-Lautsprecher und ein Akku mit einer Kapazität von 7000 mAh.

Jetzt konnte ich tatsächlich bequem auf der Couch herumlümmeln und nach Belieben surfen, online shoppen und Youtube-Filme anschauen. Ohne das Gewicht (das Tablet wog nur 570 Gramm) und die Hitzeentwicklung eines Laptops auf dem Schoß. Und mit einem viel größeren und leichter ablesbaren Bildschirm, als es mein damaliges Smartphone, ein HTC Desire – DAS HTC Desire, der meiner Meinung nach damals einzige ernst zu nehmende Konkurrent für das iPhone – erlaubte.

Ich war echt begeistert von dem Galaxy. Rasch fing ich an, es überallhin mitzunehmen. Dafür kaufte ich mir eine stabile Kunststoffhülle, die das Tablet, das eigentlich schick aussah (siehe die beiden Fotos in dieser Meldung), gegen Stöße und Kratzer schützte. Damit sah es zwar klobig aus und wog auch deutlich mehr, aber dafür war es eben sicher. Das war mir wichtiger.

Das Tablet eignete sich auch gut für ein kurzes Spiel zwischendurch. Eines der Spiele, das ich auf dem Galaxy installierte, war Cut the Rope. Hier die Beschreibung des Spieles laut Wikipedia: “ Bei Cut the Rope geht es darum, ein grünes Tier namens „Om Nom“ (aus dem Amerikanischen, umgangssprachlich für Krümelmonster) in einem Karton mit Süßigkeiten zu füttern. Die Süßigkeit hängt an einem Seil, das mit Hilfe des Fingers oder der Maus durchgeschnitten werden kann, um es in den Mund von Om Nom zu befördern “.

Noch beliebter war aber das unvermeidliche Fruit Ninja, das Sie hier auf Google Play finden: “In dem Spiel muss der Spieler Früchte zerschneiden, die in die Luft geworfen werden, indem er mit seinen Fingern über den Touchscreen des Geräts streicht oder durch Bewegungssteuerung Arme und Hände benutzt.” Ich entwickelte in dem Spiel eine beachtliche Fertigkeit beim Schneiden von Obst, die ich im echten Leben in der Küche nie erreichte.

Samsung Galaxy Tab A11+ im Preisvergleich:

Shop

Preis

Bei Amazon ansehen

Preisvergleich (über 24.000 Shops weltweit)

Produkt

Preis

Preisvergleich von Backmarket

Nur ein einziges mickriges Android-Update

Alles war also gut. Nur so langsam kam in mir die Frage auf, ob ich denn die nächste Androidversion auch bekommen würde. Immerhin besaß ich ein relativ neues und leistungsstarkes Tablet von einem der führenden Hardware-Hersteller. Mein Tablet lieferte Samsung mit Android 3.1 aus. Tatsächlich bekam ich nur eine weitere Unterversion von Android. Danach war Schluss, keine weitere neue Androidversion erreichte mein Tablet. Das war schon mal die erste Enttäuschung.

Samsung Galaxy Tab 1. Generation Frontseite

HCD

Und dann der unerwartete Tod

Doch es kam noch schlimmer. Kurz nach Ablauf der Garantiezeit ging eines Tages der Bildschirm nicht mehr an. Ohne jede Vorwarnung, am Vortag hatte das Tablet noch einwandfrei funktioniert. Zunächst dachte ich, dass der Akku leer sei. Also ließ ich es erst einmal aufladen, doch bereits während des Ladevorgangs zeigte der Bildschirm keinen entsprechenden Hinweis.

Nach einiger Zeit versuchte ich es erneut zu starten. Keine Reaktion, auch der erzwungene Neustart/Hardreset mit der entsprechenden Tastenkombination blieb ohne Erfolg. Das Galaxy Tab blieb nach kaum zwei Jahren einfach tot. Ohne dass es zuvor heruntergefallen oder sonstwie Schaden genommen hätte. Von einem Tag auf den anderen. Für ein derart teures Gerät ein absolutes Unding.

Da ich zudem mein geliebtes HTC Desire wegen massiven Speichermangels und fehlender Android-Updates ebenfalls nicht mehr ruhigen Gewissens verwenden konnte, entschied ich mich für die “dunkle Seite der Macht”. Und kaufte mir zum ersten Mal ein iPad. Bis heute gab es mit diesem iPad und seinen Nachfolgern nie Probleme. Immer, wenn ich mein iPad durch ein neueres Modell ersetzte, erbte meine Verwandtschaft das Altgerät. Dort leistete es noch viele Jahre treue Dienste – und macht das noch heute.

  • Die besten Tablets im Test: So finden Sie das perfekte Modell für sich
  • Die besten günstigen Tablets im Test
  • Die besten Android-Tablets im Test: Es muss nicht immer ein iPad sein
  • 5 Gründe, warum Sie kein Samsung-Handy kaufen sollten

Discussion in the ATmosphere

Loading comments...