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"publishedAt": "2026-04-30T16:08:12.000Z",
"site": "https://www.pcwelt.de",
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"Streaming Devices",
"Fire TV Stick HD",
"gibt an",
"diese Auslassungen hervorragend dokumentiert",
"sich Amazon eigentlich einsetzen sollte",
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"man sich als Entwickler registriert",
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"textContent": "Ob es Ihnen gefällt oder nicht: Amazon beginnt damit, das Fire-TV-Betriebssystem auslaufen zu lassen, das das Unternehmen seit mehr als einem Jahrzehnt verwendet.\n\nSowohl auf dem neuen Fire TV Stick HD als auch auf dem Fire TV Stick 4K Select, die im vergangenen Herbst auf den Markt kamen, liefert Amazon ein neues Betriebssystem namens Vega aus. Das Unternehmen gibt an, künftig keine neuen Fire TV Stick-Modelle mehr auf Basis seines früheren Android-Betriebssystems auf den Markt zu bringen, da es künftig auf Vega setzen wird.\n\nDas ist ein Problem, denn derzeit ist Vega schlechter als das Android-Betriebssystem, das es ersetzt: Es bietet eine geringere App-Auswahl, es fehlen Funktionen und es gibt mehr Einschränkungen. Vega mag zwar Amazons Geschäftszielen entsprechen, doch für die Nutzer von Amazon hat es kaum Vorteile.\n\n## Die App-Probleme von Vega\n\nDa Vega nicht mehr auf Android basiert, müssen Streaming-Dienste völlig neue Apps veröffentlichen, um es zu unterstützen. Fairerweise muss man sagen, dass die meisten großen Streaming-Anbieter das auch getan haben. Netflix, Youtube, Hulu, Disney, HBO Max, Paramount, Peacock und viele andere funktionieren bereits einwandfrei auf dem neuen Fire TV Stick HD oder dem Fire TV Stick 4K Select.\n\nBei den Diensten, die Vega noch nicht unterstützen, wird es jedoch etwas seltsam. In einigen Fällen streamt Amazon beliebte Apps als Workaround von seinen eigenen Servern, was durch den Hinweis „Von Amazon in der Cloud gehostete App“ auf der Store-Seite der App kenntlich gemacht wird. Zu den in der Cloud gehosteten Apps, auf die wir bisher gestoßen sind, gehören der Roku Channel, MLB, NFL, Fox Sports, Crunchyroll, Acorn TV, CuriosityStream, Xfinity Stream und Frndly TV.\n\nJared Newman / Foundry\n\nDas Streamen einer App aus der Cloud ist schlechter, als sie auf Ihrem Gerät installiert zu haben. Allein die Navigation durch die Benutzeroberfläche verbraucht **8 Mbit/s Datenvolumen** , und beim Herumklicken könnten Ihnen Verzögerungen und Bildstörungen auffallen. Cloud-basierte Apps dienen als Notlösung, sind aber nicht ideal.\n\nGleichzeitig fehlen auf dem Vega-Betriebssystem von Fire TV eine Reihe von Apps gänzlich:\n\n * **Mehrere Over-the-Air-DVR-Apps fehlen auf der Plattform** , darunter Tablo, HDHomeRun, Channels DVR und Jellyfin.\n * **Die Auswahl an Dienstprogrammen ist weitaus geringer** , mit nur wenigen VPN-Optionen, keinen Dateimanagern und keinen Optionen zur Bildschirmspiegelung.\n * **Vega bietet keine Spiele zum Herunterladen an** , sondern nur cloudbasiertes Streaming von Xbox oder Amazons Luna-Dienst (kein GeForce Now)\n\n\n\nJared Newman / Foundry\n\nWährend die Android-basierte Version von Fire TV eher eine offene Plattform für TV-Apps war, konzentriert sich Vega zumindest derzeit stärker auf Streaming-Dienste.\n\nMöglicherweise stoßen Sie auch auf einige Fehler, die andere Fire-TV-Geräte nicht betreffen. So kann es vorkommen, dass ein Video beim Abspielen über einen Plex-Medienserver wiederholt hängenbleibt.\n\n## Fehlende Funktionen\n\nIn seinem Eifer, Vega auf den Weg zu bringen, hat Amazon auch einige Funktionen weggelassen, die auf Android-basierten Fire-TV-Geräten zu finden sind.\n\nElias Saba von AFTVNews hat diese Auslassungen hervorragend dokumentiert. Ich werde hier nur einige Highlights hervorheben:\n\n * **Es gibt keine „Auto Offload“-Einstellung** , die Speicherplatz durch das Löschen nicht genutzter Apps freigibt. Nutzer müssen ihren Speicherplatz auf dem Fire TV Stick 4K Select und dem Fire TV Stick HD sehr sorgfältig verwalten, da diese **nur etwa 4 GB** nutzbaren Speicherplatz bieten.\n * In Amazons Live-TV-Programmführer **fehlen Kategoriefilter und Bild-in-Bild-Vorschauen der Live-Kanäle**.\n * Funktionen zur **Dialogverstärkung und Lautstärkenausgleich** **fehlen**.\n * **Die Unterstützung für Alexa Home Theater fehlt** , sodass Sie den TV-Ton nicht über Echo-Lautsprecher wiedergeben können.\n * **Es gibt keine Unterstützung für Matter Casting** , die Alternative zu Chromecast und AirPlay, für die sich Amazon eigentlich einsetzen sollte.\n\n\n\nSaba wies bereits im Oktober, als der Fire TV Stick 4K Select erstmals auf den Markt kam, auf diese fehlenden Funktionen hin. Sechs Monate später hat Amazon noch keine davon behoben.\n\n## Kein Sideloading mehr\n\nDie andere große Einschränkung bei Vega ist eine, die sich niemals ändern wird: **Sie dürfen keine Apps installieren, die nicht aus dem Amazon Appstore stammen.**\n\nZugegeben, Sideloading wird oft zur Erleichterung von Piraterie genutzt, und Amazon hat begonnen, Piraterie-Apps auch auf seinen Android-basierten Fire-TV-Geräten zu blockieren. Unabhängig vom Betriebssystem lautet die offizielle Haltung des Unternehmens, dass Sideloading nur dazu gedacht ist, damit Entwickler ihre Apps testen können.\n\nDoch das Sideloading hat auch einige legitime Anwendungsfälle. Es ist die einzige Möglichkeit, die beliebte Mediaplayer-App Kodi auf Fire TV zu nutzen (obwohl Kodi selbst durch Plugins von Drittanbietern Piraterie begünstigen kann), und es hat es Nutzern ermöglicht, Android-Apps zu installieren, die sonst auf Amazons Plattform nicht verfügbar sind.\n\nDiese Workarounds werden auf Vega-basierten Fire-TV-Geräten nicht verfügbar sein, da dort das Sideloading nur möglich ist, wenn man sich als Entwickler registriert.\n\n## Kosteneinsparungen\n\nZwar behauptet Amazon, das neue Vega-Betriebssystem sei effizienter als Android und führe zu einer schnelleren Benutzeroberfläche. Doch ist dies auch ein Vorwand, um Kosten zu senken. Der Fire TV Stick 4K Select verfügt beispielsweise nur über **die Hälfte** des Arbeitsspeichers des Android-basierten 4K Plus-Modells, was längere Wartezeiten beim Wechsel zwischen Apps bedeuten kann.\n\nDer neue Fire TV Stick HD wird zudem nicht mehr mit einem Netzteil ausgeliefert. Amazon empfiehlt, das Gerät stattdessen einfach an den USB-Anschluss Ihres Fernsehers anzuschließen, was jedoch zu längeren Startzeiten führen kann, wenn Ihr Fernseher den Anschluss im ausgeschalteten Zustand nicht mit Strom versorgt. Und falls Sie aufgrund der Anordnung der Anschlüsse an Ihrem Fernseher ein HDMI-Verlängerungskabel benötigen, wird dieses nun separat angeboten.\n\nFairerweise muss man sagen, dass der Fire TV Stick 4K Select mit 55 Euro statt 70 Euro ganze 15 Euro günstiger ist als das 4K Plus-Modell, allerdings fehlen ihm auch Dolby Vision und Atmos-Audio. Der Fire TV Stick HD kostet hingegen trotz der fehlenden Adapter weiterhin 45 Euro.\n\n## Was das für Sie bedeutet\n\nAmazons Vega OS läuft nur auf dem Fire TV Stick 4K Select (Modell 2025) und dem Fire TV Stick HD (Modell 2026). Alle anderen Fire TV-Geräte verwenden weiterhin das bisherige Android-basierte Betriebssystem, und Amazon hat keine Pläne angekündigt, das Betriebssystem auf bestehenden Geräten zu wechseln.\n\nDas bedeutet vorerst, dass Sie weiterhin Android-basierte Fire-TV-Geräte kaufen können, darunter den Fire TV Stick 4K Plus, den Fire TV Stick 4K Max und den Fire TV Cube. Amazon gibt an, diese Geräte mindestens bis 2030 oder für mindestens **vier Jahre ab dem Kaufdatum** auf seiner Website mit Sicherheitsupdates zu unterstützen.\n\nLangfristig ist Amazon jedoch bestrebt, sein Android-basiertes Betriebssystem hinter sich zu lassen. Dies würde eine geringere Abhängigkeit von Google bei der Entwicklung, mehr Kontrolle über die Kosten und mehr Möglichkeiten bedeuten, zu bestimmen, was Kunden mit ihren Geräten tun können.\n\nWas diese Kunden im Gegenzug erhalten, ist jedoch weniger als das, was sie zuvor hatten.",
"title": "Das neue FireTV OS ist für Amazon gedacht, nicht für Sie"
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