External Publication
Visit Post

5 Gründe, warum Sie kein Samsung-Handy kaufen sollten

PC-WELT – Homepage [Unofficial] April 15, 2026
Source

Hand aufs Herz: Ein Leben ohne Samsung ist möglich, aber für viele unvorstellbar. Die Südkoreaner sind wie der FC Bayern der Smartphone-Welt – man kommt an ihnen nicht vorbei, sie gewinnen fast jeden Testbericht. Und vielleicht haben Sie auch diesen einen Freund, der die Marke liebt, als hätte er Unternehmensanteile geerbt.

Doch nur weil Samsung-Handys erfolgreich sind, heißt das nicht, dass wir die Augen vor ihren kleinen (und großen) Macken verschließen müssen – ganz im Gegenteil.

Vielleicht sind Sie es leid, dass Ihr Handy vorinstallierte Apps wie Produkte in einer Werbebroschüre stapelt? Oder dass Sie beim Laden so lange warten, dass Sie in der Zeit locker ein Nickerchen machen oder den Hausputz erledigen könnten?

Wir werfen einen frechen Blick auf die Schattenseiten des Galaxy-Imperiums – und finden Alternativen, die dort glänzen, wo Samsung ins Straucheln kommt.

1. Bloatware-Party: Wer hat all die unbeliebten Apps eingeladen?

Ordnung ist das halbe Leben – die andere Hälfte ist Bloatware: Samsung-Handys sind dafür berüchtigt, ab Werk mit Drittanbieter Apps vollgestopft zu werden, wie eine Weihnachtsgans.

Chris Hall / Foundry

Wer ein neues Samsung-Handy einschaltet, fühlt sich oft wie auf einer Party, auf der die Hälfte der Gäste gar nicht eingeladen war. Warum habe ich zwei Kalender, zwei Browser und zwei App-Stores? Samsung liebt es, für jede Google-App eine eigene Galaxy-Version auf seine Geräte zu packen. Das raubt wertvollen Speicherplatz und führt zu langen App-Listen, die so unübersichtlich sind wie eine Wühlkiste im Schlussverkauf.

Der Gegenpol zu so aufdringlicher Software : Das Google Pixel 10. Hier bekommen Sie ein reines Android – sauber, richtig smart und dank der neuen Tensor-G5-Chips inzwischen fast mit Warp-Antrieb unterwegs. Unser Test: Das Pixel 10 im Technik-Check.

2. Ladepausen des Grauens: Zeit für ein neues Hobby?

Pure Entschleunigung: Das S26 lädt 2026 immer noch mit gemütlichen 25 oder 45 Watt – je nach Modell. Perfekt für alle, die beim Aufladen gerne eine dreigängige Mahlzeit kochen oder ein Nickerchen machen wollen.

Luke Baker

Während die Konkurrenz aus Fernost ihre Smartphone-Akkus inzwischen so rasant auflädt, dass kaum Zeit für einen Espresso bleibt, bleibt Samsung bei der Ladegeschwindigkeit auffallend zurückhaltend – um nicht zu sagen: behäbig. Wer sein Gerät mit 25 oder 45 Watt lädt, braucht vor allem eines: Geduld. Sehr viel Geduld. Fast könnte man meinen, Samsung wolle uns bewusst dazu ermutigen, die Ladezeit sinnvoll zu nutzen – vielleicht mit einem guten Buch oder den ersten Lektionen in einer neuen Sprache.

Die Rettung für Ungeduldige: Das Xiaomi 15T Pro. Mit seinem 90 Watt “HyperCharge” ist der 5.500-mAh-Akku in rund 36 Minuten wieder bei 100 Prozent. Während der Samsung-Nutzer noch auf den Ladebalken starrt, sind Sie schon längst wieder unterwegs. Selbst kabellos lädt das Xiaomi mit 50 Watt schneller, als das Galaxy am Kabel. Hier testen wir das Xiaomi 15T Pro.

3. Exynos-Roulette: Ein Herz für Prozessoren (oder auch nicht)

Außen Flaggschiff, innen Roulette: In Europa steckt im S26 oft der hauseigene Exynos-Chip, während in den USA der Snapdragon durchstartet. Ein Hoch auf die Chancengleichheit – oder zumindest auf die Hoffnung, dass die Wärmeentwicklung nicht mit der Herdplatte konkurriert.

Mattias Inghe

In Europa haben Samsung-Käufer leider oft das Pech, beim Chip-Lotto eine Niete zu ziehen. Während US-Modelle oft mit den effizienten Snapdragon-Prozessoren durch alle Rechenaufgaben flitzen, bekommen wir auf dieser Seite des Atlantik in aller Regel die hauseigenen Exynos-Chips vorgesetzt.

Das Ergebnis? Solche Handys werden beim Zocken oder intensiver Beanspruchung warm wie eine Wärmflasche und der Akku verabschiedet sich in Rekordzeit Richtung Feierabend.

Calculus-King ohne Kompromisse: Das OnePlus 15. Der Hersteller macht hier keine halben Sachen und verbaut weltweit den brandneuen Snapdragon 8 Elite. Keine Experimente, keine Hitzewallungen – einfach nur pure, brachiale Leistung, die auch nach drei Stunden Gaming nicht in die Knie geht. Wer keine Lust auf den europäischen Prozessor zweiter Klasse hat, ist da goldrichtig. Hier geht’s zum Test.

4. Foto-Verzögerung: Wenn das Motiv schon wieder zu Hause ist

Riesige Linsen, langsamer Blick: Das S26 Ultra gönnt sich beim Auslösen oft die berühmte Gedenksekunde. Für Stillleben ist das noch gut geeignet, Actionszenen sind dann oft schon vorüber.

Luke Baker

Samsung-Kameras machen phänomenale Bilder – solange sich das Motiv nicht bewegt. Die winzige Verzögerung beim Auslösen (der berüchtigte “Shutter Lag”) sorgt regelmäßig dafür, dass man statt des spielenden Hundes nur noch ein verwischtes Schwanzende auf dem Foto hat. Bis die Kamera klickt, hat das Motiv manchmal längst das Weite gesucht.

Der Paparazzo-Ersatz: DasHonor Magic8 Pro. Mit seiner neuen KI-gestützten Schnappschuss-Automatik löst dieses Handy so blitzschnell aus, dass es Bewegungen quasi einfriert, noch bevor man den Finger ganz aufs Display drückt. Während der Samsung-Nutzer noch flucht, haben Sie das perfekte Action-Foto bereits im Kasten – scharf bis in die Haarspitzen. Lesen Sie hier unseren Test.

5. Design-Deja-vu: Welches Handy habe ich da eigentlich in der Hand?

Finde den (700-Euro-Preis-) Unterschied: Das A37 wirkt von hinten wie ein Mini-S26 – selbst Fans müssen zweimal hinschauen.

Chris Hall / Foundry

Optisch befindet sich Samsung derzeit in einer Phase – nennen wir es freundlich – bemerkenswerter Beständigkeit. Kritischere Stimmen würden schlicht von Langeweile sprechen. Ob Sie nun 300 € für ein Modell der A-Reihe oder über 1.000 € für ein Gerät der S-Serie ausgeben, ist für Laien kaum noch zu erkennen. Man leistet sich also ein Stück Premium – nur sieht es niemand, weil die Geräte wirken, als kämen sie alle aus derselben Designform.

Ein Hingucker für Individualisten: DasNothing Phone (3). Hier ist der Name Programm, wenn auch etwas anders, als man vielleicht denkt. Denn nichts ist hier: gewöhnlich. Mit einer ikonisch transparenten Rückseite und dem mittlerweile richtig starken Glyph-Interface (smarte LED-Streifen) sieht es aus wie eine Requisite aus einem Sci-Fi-Blockbuster. Es ist das ultimative Statement gegen den Einheitsbrei – und sorgt für Gesprächsstoff, sobald es auf dem Tisch liegt. Hier testen wir den Handy-Hingucker.

Das Fazit: Warum wir Samsung am Ende doch (fast) alle lieben

Bevor Sie Ihr Samsung-Smartphone jetzt rituell im Garten vergraben: Es gibt durchaus gute Gründe, warum Samsung den Smartphone-Thron seit Jahren so hartnäckig verteidigt. Die Südkoreaner haben nämlich auch manche Asse im Ärmel:

  • Display-Kino: Kaum jemand baut so brillante, farbenfrohe und helle Bildschirme wie Samsung. Besonders beim Filmegucken, wird das zum Erlebnis.
  • Update-Marathon: Samsung hat sich vom Update-Muffel zum Musterschüler gewandelt: Top-Modelle erhalten sieben Jahre lang Updates – genau wie bei Google.
  • Ökosystem läuft wie geschmiert: Wenn man einmal eine Samsung Smartwatch, die Galaxy Buds und das Tablet parallel in Gebrauch nimmt, flutscht die Zusammenarbeit so geschmeidig wie Butter in der Pfanne – aber nur, solange Sie keine anderen Hersteller mit an Bord holen.

Das Urteil: Am Ende erinnert die Beziehung zu einem Samsung-Smartphone an eine langjährige Ehe: Man schätzt die Verlässlichkeit und das eingespielte Zusammenspiel – weiß aber auch, wie schnell die Harmonie ins Wanken gerät, wenn man mit der Konkurrenz liebäugelt. Das gut geölte Ökosystem funktioniert eben am besten, solange man im südkoreanischen Kosmos bleibt; bei Smartwatches oder Kopfhörern anderer Hersteller gerät das Ganze spürbar ins Stocken. Wenn Sie keine Lust auf diesen (sanften) Markenzwang haben oder mit Highspeed-Laden und ungetrübter Software liebäugeln, dann mangelt es zum Glück nicht an Alternativen.

Discussion in the ATmosphere

Loading comments...