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"publishedAt": "2026-04-13T12:09:02.000Z",
"site": "https://www.pcwelt.de",
"tags": [
"Mobile Apps, Security Software and Services",
"gehört seit 2016 zu Microsoft.",
"Bericht",
"eigenen Untersuchung",
"Linkedin droht mit Löschung falscher Inhalte in Ihrem Profil – das könnte der Grund sein"
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"textContent": "Die Karriere-Plattform Linkedin ist für die meisten Jobsuchenden der erste Anlaufpunkt und gehört seit 2016 zu Microsoft. Nun erheben deutsche Nutzer aber schwere Vorwürfe: Linkedin soll seine Nutzer systematisch ausspionieren, indem es zahlreiche nicht erforderliche Daten über den Browser sammelt.\n\nUnter dem Namen “BrowserGate” veröffentlichte die Organisation Fairlinked e. V. einen Bericht, der die Datenschutzverstöße aufdecken soll. Zusätzlich werfen sie Linkedin den Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen vor. Linkedin sei demnach in der Lage, die Nutzung von Konkurrenzprodukten durch Unternehmen festzustellen, indem es die Kundenlisten “tausender Software-Firmen” scannt.\n\n## So funktioniert die angebliche Spionage\n\nLaut Fairlinked e. V. besitzt Linkedin versteckte Javaskript-Codes, die bei der Verwendung eines Chromium-basierten Browsers (Chrome, Edge, Brave oder Opera) anschlagen und sämtliche installierte Browsererweiterungen prüfen. Dabei soll das Skript besonders nach Tools suchen, die von Linkedins Konkurrenz im Vertriebsbereich angeboten werden.\n\nZusätzlich soll Linkedin Informationen zum verwendeten Gerät sammeln, beispielsweise zur Größe des Arbeitsspeichers oder der Anzahl der Prozessorkerne. Daneben soll das Skript Informationen über den Nutzer selbst erfassen, wie die verwendete Zeitzone oder Sprache, aber auch sensible Daten wie politische Präferenzen, religiöse Ansichten oder Hinweise auf Neurodivergenz.\n\nBesonders letztere Informationen sind besonders kritisch, denn Plattformen dürfen diese Daten nicht unerlaubt erfassen und speichern. Insbesondere dann, wenn sie sich direkt auf Personen zurückführen lassen. Zudem sollen die Daten unverschlüsselt mit Drittanbietern geteilt worden sein. Das verstößt gegen so gut wie alle Grundsätze der DSGVO.\n\nSollten sich die Anschuldigungen als wahr herausstellen, drohen Linkedin ernste rechtliche Konsequenzen. Die Fairlinked e. V. sucht aktuell nach Unterstützung, um das Thema vor Gericht zu bringen. Erste Sammelklagen wurden bereits eingereicht, sowohl in den USA als auch in Europa. Zudem müsste sich eine EU-Kommission mit dem Thema befassen und überprüfen, was an den Vorwürfen dran ist.\n\nDie Seite Bleepingcomputer hat in einer eigenen Untersuchung festgestellt, dass Linkedin tatsächlich die installierten Browsererweiterungen jedes Nutzers scannt. Teilweise sei dieses Vorgehen aber bereits seit 2025 bekannt. Das Ausmaß der Scans habe sich aber seitdem erhöht.\n\n# Das sagt Linkedin\n\nLinkedin erklärte gegenüber Bleepingcomputer und anderen Medien, dass sie durchaus Skripte einsetzen, die Daten über Nutzer und ihre Browser-Plug-ins sammeln. Sie widersprechen aber dem Vorwurf, Daten auf widerrechtliche Art erfasst oder geteilt zu haben.\n\nEin Sprecher von Linkedin gab zusätzlich an, dass die Betreiber von Fairlinked e. V. eine „Schmierenkampagne“ gegen die Plattform fahren würden. Grund dafür sei ein vorangegangener Verstoß gegen die Nutzungsrichtlinien durch eine Browsererweiterung namens Teamfluence, die ihrerseits Scraping betrieben haben soll. Dieser Vorfall soll zu einer Einschränkung der Nutzerprofile und einer Anhörung vor Gericht geführt haben, die Fairlinked e. V. aber an keinem Punkt ihres Berichts erwähnt.\n\nMicrosoft hat sich bisher nicht zu den Vorwürfen gegen Linkedin geäußert. Bis zur finalen Klärung ist es aber ratsam, Linkedin nicht über die oben genannten Browser zu nutzen. Sie können stattdessen auf Firefox oder Safari ausweichen.\n\nLinkedin droht mit Löschung falscher Inhalte in Ihrem Profil – das könnte der Grund sein",
"title": "Spioniert Linkedin seine Nutzer aus? Datenschützer ermitteln gegen Microsofts Karriere-Netzwerk"
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