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Samsung Galaxy Besitzer werden aus ihren eigenen Smartphones ausgesperrt: Das steckt dahinter

PC-WELT – Homepage [Unofficial] April 10, 2026
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Besitzer eines Samsung-Smartphones müssen aktuell besonders vorsichtig sein. Denn es tauchen vermehrt Meldungen zu einem Problem auf, das dafür sorgen kann, dass sie den Zugriff auf ihr Gerät komplett verlieren.

Wie die Seite Android Authority berichtet, kommen einige Nutzer nicht mehr über den Startscreen ihres Galaxy-Smartphones hinaus, nachdem sie das Gerät auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt hatten. Auf dem Bildschirm wird stattdessen die Meldung „This [Gerätemodell] isn’t private“, also quasi “dieses Smartphone ist kein privates Gerät” angezeigt.

Was bedeutet das?

Der Hinweis deutet darauf hin, dass die Geräte nicht mehr als privat genutzte Smartphones erkannt werden, sondern stattdessen der Verwaltung durch eine Organisation unterliegen. Und das, obwohl sie ganz normal im Einzelhandel gekauft wurden.

Als Unternehmen soll der Firmenname Numero LLC auftauchen. Die Endung LLC steht für eine Unternehmensform aus den USA, für deren Gründung man wenig Eigenkapital braucht und die aus nur wenigen Personen bestehen kann. Ob es sich um eine echte Firma oder einen Betrugsversuch handelt, ist unklar.

Problematisch ist, dass Samsung ab diesem Punkt ein Geräteverwaltungsprofil einrichtet. Über die App Samsung Admin kann das betroffene Gerät dann aus der Ferne eingerichtet werden. Die zugeordneten Admins können zudem alle Daten einsehen, die auf dem Gerät gespeichert werden. Eine normale Nutzung ist so kaum noch möglich, zumal unklar ist, wo die Daten landen.

Hackingversuch aus der Ferne?

Möglicherweise handelt es sich hierbei um einen Versuch, Samsung-Geräte aus der Ferne zu übernehmen und dabei sensible Daten abzufangen. Samsung hatte selbst vor Kurzem vor einer Sicherheitslücke gewarnt, die es erlaubt, die Unternehmenseinstellungen von Smartphones zu manipulieren, und ein kritisches Update zur Behebung dieses Fehlers veröffentlicht.

Betroffene Nutzer haben diesen Patch aber noch nicht erhalten. Möglich wäre auch, dass alle betroffenen Samsung-Smartphones von einem Händler verkauft wurden und dieser kompromittiert wurde, wodurch die Seriennummern der Geräte in die falschen Hände geraten sind.

In dem Bericht ist zunächst nur die Rede vom Samsung Galaxy S22 Ultra, das von diesem Problem betroffen ist. Es könnten aber auch andere Smartphones des Herstellers in die Falle tappen.

Das können Sie tun

Wenn Sie auf ein ähnliches Problem stoßen, müssen Sie sich zunächst an den Support von Samsung wenden. Halten Sie dann am besten den Kaufnachweis für Ihr betroffenes Gerät bereit, um zu beweisen, dass Sie es privat erworben haben.

Laut Android Authority verweist der Kundenservice meist an das Technikteam, das für KnoxGuard verantwortlich ist. Das Sicherheitstool dient der Fernverwaltung von Samsung-Geräten, beispielsweise im Falle eines Diebstahls oder eben zur Lösung von Problemen, die mit Firmenhandys auftreten.

Bis dahin sind die betroffenen Geräte leider unbrauchbar und können auch durch einen erneuten Werksreset nicht wieder instand gesetzt werden. Vermeiden Sie also am besten den Reset komplett und wenden sich direkt an den Support. Alle anderen sollten am besten gleich die letzten Sicherheitsupdates installieren, die Samsung bereitgestellt hat.

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