Huawei Watch GT Runner 2 im Test: Bewährter Klassiker kehrt zurück und fordert Garmin heraus
Auf einen Blick
Unsere Wertung
Pro
- Hochwertiges und komfortables Design
- Automatische Trainingsplanung
- Zuverlässige GPS-Ortung
- Solide Akkulaufzeit
Kontra
- NFC auf Curve Pay beschränkt
- Offline-Musik ist stark eingeschränkt
- Taschenlampenfunktion wäre wünschenswert gewesen
Fazit
Angenehm zu tragen, robust verarbeitet und mit einem klaren, sportlichen Design ist die Huawei Watch GT Runner 2 ein idealer Begleiter für Marathonläufer. Der Preis fällt etwas höher aus als bei vielen anderen Modellen, dafür bietet die Smartwatch aber einen deutlich größeren Funktionsumfang, speziell für Läufer. Wer mit den wenigen Schwächen leben kann, bekommt mit der Runner 2 ein rundes Paket für ambitioniertes Training.
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Es hat lange gedauert, bis Huawei einen Nachfolger für seine Smartwatch für Läufer vorgestellt hat. Jetzt ist die Huawei Watch GT Runner 2 endlich da. Obwohl Huawei inzwischen ein bekannter Name im Smartwatch-Bereich ist, dürften selbst eingefleischte Fans vergessen haben, dass das Unternehmen ursprünglich gezielt Läufer von Garmin und Apple abwerben wollte.
Vier Jahre später gibt es mit der Huawei Watch GT Runner 2 endlich einen Nachfolger. Die Konkurrenz war allerdings noch nie so stark wie heute. Selbst die Apple Watch SE 3 funktioniert inzwischen als günstige Lauf-Smartwatch, und Garmin-Uhren wirken selbst in der Einsteigerklasse so kompetent wie nie zuvor. In meinem Test will ich also die Frage beantworten, ob die GT Runner 2 im Jahr 2026 wirklich herausstechen kann.
Design & Verarbeitung
- Sitzt sehr bequem am Handgelenk
- Neues Gehäuse aus einer Titanlegierung
- Es gibt nur eine Größenoption
Die grüne Huawei Watch GT 4 zählt in meinen Augen nach wie vor zu den ansprechendsten Smartwatches auf dem Markt. Mit der GT Runner 2 scheint Huawei erneut ein Modell gelungen zu sein, das sowohl optisch als auch funktional überzeugt.
Thomas Deehan / Foundry
Die Huawei Watch GT Runner 2 ist in drei Farben erhältlich: Midnight Black, Dawn Orange und Dusk Blue. Ich habe das Modell in Dawn Orange getestet. Das Gehäuse ist in einem Edelstahl-Look gehalten, nur ein paar dezente orangefarbene Akzente auf der Lünette und am Bedienknopf setzen Highlights.
Auch das Standard-Armband gefällt mir. Es verändert am Handgelenk langsam seine Farbe. Insgesamt wirkt die Smartwatch dadurch noch eigenständiger als die Huawei Watch GT 6.
Das Gehäuse besteht aus einer Titanlegierung, das Display ist mit besonders widerstandsfähigem Kunlun-Glas geschützt, und die Smartwatch ist nach IP68 gegen Staub und Wasser abgesichert. In meinem zweiwöchigen Test habe ich die GT Runner 2 praktisch rund um die Uhr getragen – beim Schlafen, im Fitnessstudio und beim Laufen. Bislang habe ich keine Kratzer oder Abnutzungsspuren festgestellt.
Der Tragekomfort ist sehr gut. Mit nur 43,5 Gramm ist sie sehr leicht und drückt auch nach längerem Tragen nicht auf die Haut. Die GT Runner 2 ist nur in einer 43-Millimeter-Variante verfügbar.
Damit ist sie kleiner als einige der massiven Konkurrenten wie die Apple Watch Ultra 3. Ich erachte das für einen guten Kompromiss. Die Smartwatch wirkt nicht klobig, ist aber auch nicht so klein, dass man beim Ablesen des Displays die Augen zusammenkneifen müsste.
Thomas Deehan / Foundry
Bildschirm & Audio
- 3.000 Nits Spitzenhelligkeit
- In allen Situationen gut ablesbar
- Solider Lautsprecher
Wie bei jeder Laufuhr spielt das 1,5-Zoll-AMOLED-Display eine wichtige Rolle, denn es muss hell genug sein, damit Sie es unterwegs gut ablesen können. Das Display erreicht eine Spitzenhelligkeit von 3.000 Nits. Damit liegt es auf Augenhöhe mit der Samsung Galaxy Watch 8 und der Apple Watch Series 11.
Wie bei diesen Modellen macht das Display einen hervorragenden Eindruck. Ob beim Laufen im Park an einem sonnigen Morgen oder beim schnellen Lesen einer Benachrichtigung im Dunkeln. Ich konnte alle Daten stets klar und deutlich erkennen.
Thomas Deehan / Foundry
Die hohe Helligkeit sorgt auch dafür, dass das Always-on-Display sehr gut funktioniert. Jedes Zifferblatt besitzt einen Low-Power-Modus, der die Helligkeit reduziert und nur einige wichtige Informationen hervorhebt. Auch in diesem Modus ließ sich alles gut ablesen.
Die Smartwatch verfügt über einen eingebauten Lautsprecher, über den lokal gespeicherte MP3-Dateien wiedergegeben werden können. Der Klang ist in Ordnung. Er erreicht nicht die Detailtiefe oder Lautstärke der aktuellen Apple Watch, reicht aber aus, wenn Sie gerade keinen Kopfhörer zur Hand haben.
Weniger überzeugend ist das eingebaute Mikrofon. Meine aufgenommenen Sprachnotizen klangen sehr dumpf. Telefonate sind daher nur eingeschränkt zu empfehlen.
Software & Funktionen
- HarmonyOS läuft sehr flüssig
- NFC funktioniert jetzt mit Curve Pay
- Offline-Spotify fehlt
So sehr Design und Display der Huawei Watch GT Runner 2 überzeugen, bei der Software fällt die Begeisterung deutlich ab. Wenn Sie schon einmal eine Huawei-Smartwatch genutzt haben, wird Sie das aber nicht überraschen.
Da Huawei nach wie vor keinen Zugriff auf das Google-Ökosystem und damit auch auf Wear OS hat, sind die Smartwatch-Funktionen stark eingeschränkt. Wer schnellen Zugriff auf wichtige Apps am Handgelenk möchte, ist bei der Pixel Watch 4 oder der OnePlus Watch 3 besser aufgehoben.
Für die GT Runner 2 spielt das aber nur eine untergeordnete Rolle, denn sie wurde von Huawei gezielt als Fitnesswatch konzipiert und nicht als vollwertige Smartwatch.
Thomas Deehan / Foundry
Die Runner 2 unterstützt NFC in Verbindung mit Curve Pay. Einzelne Bankkarten lassen sich – anders als bei Apple Pay oder Google Pay – zwar nicht direkt hinzufügen, allerdings fungiert Curve als praktische Sammel-App. Über eine einzige Karte erhalten Sie Zugriff auf mehrere Bankkonten und können sogar nachträglich festlegen, welches Konto mit einer Zahlung belastet werden soll. In meinem Test stand diese Funktion jedoch noch nicht zur Verfügung.
Leider fehlen der Runner 2 weiterhin einige zentrale Funktionen, die ich von einer Laufuhr erwarte. Dazu zählen insbesondere die Offline-Musikwiedergabe sowie eine integrierte Taschenlampenfunktion. Angesichts der weiten Verbreitung von LED-Taschenlampen in Garmin-Smartwatches überrascht es, dass Huawei hier keine vergleichbare Lösung integriert hat. Zwar kann der Bildschirm hell weiß aufleuchten, doch ersetzt das eine echte LED-Taschenlampe bei weitem nicht.
Das Betriebssystem HarmonyOS hinterlässt hingegen einen sehr positiven Eindruck. Der Wechsel zwischen Zifferblatt und Trainingsansicht gelingt schnell und flüssig.
In Asien dürfte das Nutzererlebnis damit durchaus auf dem Niveau von Wear OS liegen. In Europa zeigt sich jedoch ein klarer Nachteil: Ohne Zugriff auf das Google-Ökosystem fehlen viele Apps und Dienste, was den Funktionsumfang spürbar einschränkt.
Thomas Deehan / Foundry
Fitness- und Gesundheits-Tracking
- Der “Smart Training Plan” eignet sich hervorragend zur Marathonvorbereitung
- Erstklassige Herzfrequenzmessung
- Die Schlafüberwachung ist nach wie vor sehr detailliert
Wenn Sie ein Wearable suchen, das speziell darauf ausgelegt ist, Ihre Laufleistung zu verbessern, Ihren Schlaf zu optimieren und Ihnen reichlich Trainingsinspiration zu bieten, dann ist die Huawei Watch GT Runner 2 eine hervorragende Wahl.
Auch wenn ich selbst maximal fünf oder zehn Kilometer laufe, schätze ich es sehr, dass die Huawei Health App mir das Konzept eines Halb- oder Vollmarathons dank ihrer “Smart Training Plan”-Software näher bringt.
Thomas Deehan / Foundry
Ich musste weder meine Trainingsdaten eingeben, noch Fragen beantworten. Der “Smart Training Plan” von mir lediglich wissen, welches Ziel ich vor Augen habe und wann ich es erreichen möchte. Im Anschluss wurden automatisch meine letzten Trainingseinheiten analysiert und die Software hat mir einen Trainingsplan auf Grundlage meiner eingeschätzten Laufleistung erstellt.
Der Plan selbst ist übersichtlich gestaltet und beinhaltet sogar eine Handvoll Kraftübungen zwischen den Lauftagen, um meine allgemeine Leistungsfähigkeit zu verbessern. In diesen Trainingseinheiten werden die Bewegungsabläufe anhand von Animationen genau erklärt.
Sollte ich doch noch einen Marathon planen, wäre die Huawei Watch GT Runner 2 in meinen Augen dafür der perfekte Partner. Für Gelegenheitssportler würde ich jedoch eher eine günstigere Uhr wie die Apple Watch SE 3 oder die OnePlus Watch Lite empfehlen.
Bei den Herzfrequenzdaten schneidet die Watch GT Runner 2 im Vergleich zu einem am Brustkorb getragenen Garmin HRM 600 hervorragend ab. Bei zwei Läufen auf dem Laufband wich die GT Runner 2 in der Regel nur um 1 Schlag pro Minute vom Garmin-Tracker ab. Die Abweichungen waren während meines Tests aber nie höher als zwei Schläge pro Minute.
Um beim Laufen im Freien die Route genau aufzuzeichnen, nutzt die GT Runner 2 ein neues Antennensystem namens “3D Floating Antenna”. Dabei werden die leicht erhöhten Bereiche der Lünette als Teil der Antenne genutzt. Laut Huawei soll GPS dadurch bis zu 3,5-mal genauer arbeiten als beim ersten GT-Runner-Modell.
Die GPS-Leistung der GT Runner 2 hat im Test einen exzellenten Eindruck gemacht. Auf meiner üblichen Strecke dauerte es im Schnitt nur etwa vier Sekunden, bis ein Signal aufgebaut war.
Im Vergleich zur deutlich teureren Garmin Venu X1, die kein Dual-Band-GPS bietet, konnte die Runner 2 meinen Standort während des Laufs sogar präziser bestimmen. Die Aufzeichnung wich nur leicht ab, als ich unter einer Baumgruppe lief, war ansonsten aber durchgehend sehr genau.
Thomas Deehan / Foundry
Bei der Schlafaufzeichnung gehören Huawei und Whoop für mich zu den wenigen Marken, die diese Funktion wirklich überzeugend umsetzen. Auch die GT Runner 2 macht hier einen sehr guten Job.
Ein Blick in die Huawei-Health-App zeigt schnell, wie weit viele andere Hersteller in diesem Bereich noch zurückliegen. Die App liefert eine sehr detaillierte Analyse des Schlafs. Besonders hilfreich sind die kurzen Erklärungen, die verständlich einordnen, was die einzelnen Werte eigentlich bedeuten.
Akkulaufzeit & Aufladen
- Bis zu 14 Tage Nutzungsdauer
- Etwa 5 Tage mit aktiviertem Always-on-Display
- Eine vollständige Aufladung dauert etwa 50 Minuten
Angesichts des klaren Fitness-Fokus könnte man erwarten, dass die Huawei Watch GT Runner 2 eine längere Akkulaufzeit bietet als die Modelle der Huawei Watch GT 6-Serie. Das ist aber nicht der Fall.
Laut Hersteller hält die GT Runner 2 bis zu 14 Tage durch. Diese Laufzeit ist allerdings nur bei sehr sparsamer Nutzung realistisch. Vermutlich spielt hier auch die kompaktere Bauweise eine Rolle. Die GT 6 und GT 6 Pro gibt es zudem in größeren 46-Millimeter-Versionen mit mehr Platz für einen größeren Akku.
Um einen realistischeren Eindruck zu bekommen, habe ich das Always-on-Display aktiviert. Unter diesen Bedingungen hielt die Smartwatch rund fünf Tage durch. In dieser Zeit gab es einen Besuch im Fitnessstudio, jede Nacht Schlaftracking und gelegentliche Spaziergänge mit GPS.
Wer nur alle paar Tage trainiert, dürfte etwas weniger Akkulaufzeit erreichen. Ohne Always-on-Display sollten die meisten Nutzer aber problemlos etwa eine Woche mit einer Ladung auskommen.
Thomas Deehan / Foundry
Die Smartwatch lässt sich selbst nach langen Trainingseinheiten schnell wieder aufladen. In meinem Test dauerte eine vollständige Ladung von 0 auf 100 Prozent rund 50 Minuten.
Besonders beeindruckend: Bereits nach 30 Minuten am Ladegerät waren 68 Prozent erreicht. Insgesamt überzeugt die Ladeleistung auf ganzer Linie. Ein kleiner Kritikpunkt bleibt jedoch: Das mitgelieferte Ladegerät setzt weiterhin auf einen USB-A-Anschluss, obwohl die meisten Hersteller inzwischen auf USB-C umgestiegen sind.
Preis & Verfügbarkeit
Die Huawei Watch GT Runner 2 ist ab 25. März 2026 in Deutschland erhältlich. Bei Amazon kann das Gerät bereits vorbestellt werden. Hier bekommen Sie die Smartwatch im Sparpaket zusammen mit der Huawei Scale 3 zum Preis von 466,59 Euro.
Die Runner 2 ist nur in einer Größe erhältlich. Sie können jedoch aus den drei Farben Midnight Black, Dawn Orange und Dusk Blue wählen.
In dieser Preisklasse ist die Huawei Watch GT Runner 2 teurer als die Galaxy Watch 8, die OnePlus Watch 3 und sogar Huaweis eigene Watch GT 6 und GT 6 Pro. Ihr Fokus auf Laufanalysen macht die Smartwatch zu einer Besonderheit.
Wer viel läuft und einen persönlichen Trainer am Handgelenk sucht, ist hier genau richtig. Gleichzeitig ist die GT Runner 2 noch günstiger als die meisten Top-Modelle von Garmin. Weitere Alternativen finden Sie in unserem Test der besten Smartwatches.
Thomas Deehan / Foundry
Fazit
Die Huawei Watch GT Runner 2 richtet sich klar an Läufer, die regelmäßig längere Strecken zurücklegen. In ihrem Kern macht die Smartwatch dabei alles richtig. Als Lauf-Smartwatch ist sie eine sehr gute Wahl. Der “Smart Training Plan” hilft dabei, die eigenen Ziele zu erreichen. Dabei sitzt die Uhr so bequem am Handgelenk, dass man sie selbst bei intensiven Trainingseinheiten kaum spürt.
Besonders überzeugt mich das Design der GT Runner 2. Es zeigt, dass Huawei ein ausgeprägtes Gespür für Stil besitzt – mehr als viele andere Smartwatch-Hersteller. Wünschenswert wäre allerdings eine integrierte Taschenlampenfunktion, wie sie beispielsweise die Garmin Venu 4 bietet. Zudem hat die Runner 2 durch den fehlenden Zugriff auf das Google-Ökosystem einen klaren Software-Nachteil gegenüber Konkurrenzmodellen.
Wenn ich mal einen Marathon laufen sollte, wäre die Huawei Watch GT Runner 2 vermutlich meine erste Wahl. Für kürzere Runden im Park, bei denen ich Spotify nutzen möchte, greife ich dagegen lieber zu einem anderen Laufbegleiter.
Technische Daten
- 43-mm-Gehäuse
- Titanlegierung
- Kunlun-Glas
- 1,5-Zoll-AMOLED-Bildschirm
- Farben: Midnight Black, Dawn Orange, Dusk Blue
- Kompatibel mit iOS und Android
- NFC-Zahlungen (über Curve)
- Dualband-GPS
- IP68
- 43,5 g
Discussion in the ATmosphere