Diese Fritzbox-NAS-Tricks erleichtern Ihnen jetzt das Speichern
Die als Fritz-NAS bezeichnete Netzwerkspeicherfunktion aller Fritzbox-Modelle mit USB-Anschluss wird erfreulicherweise immer wieder angepasst und weiterentwickelt. Zum Beispiel bietet die Firmware Fritz-OS 8.20 eine sogenannte Upload-Freigabe für den USB-Speicher am Router. Das macht Fritz-NAS zur perfekten privaten Cloud.
Damit Sie auf Google Drive, Microsoft Onedrive & Co. verzichten können, sollten Sie aber dafür sorgen, dass der Speicher am Router jederzeit zuverlässig und schnell läuft: Denn auch erfahrenen Fritz-NAS-Nutzern begegnen immer wieder die gleichen Probleme – der Router erkennt etwa einen angeschlossenen USB-Speicher nicht mehr, der Speicher taucht im Windows-Explorer nicht als Netzlaufwerk auf, das Kopieren von Dateien auf oder vom Fritz-NAS dauert ewig.
Wenn Sie die passenden Updates und Einstellungen kennen, schaffen Sie hier schnell Abhilfe und sorgen dafür, dass diese Probleme nicht mehr auftreten. Übrigens: Die für Sie passende Fritzbox finden Sie in unserem großen Vergleichstest aller Fritzbox-Modelle.
Neu bei Fritz-NAS: Upload-Freigabe
Im Heimnetz können alle mit der Fritzbox verbundenen Geräte Dateien aufs Fritz-NAS laden oder von dort abrufen. Wollen Sie dort gespeicherte Inhalte auch Ihren Freunden und Bekannten zugänglich machen, erstellen Sie einen Download-Link für Ordner oder Dateien, den Sie an sie verschicken. Damit können die externen Anwender übers Internet die freigegebenen Inhalte herunterladen.
Die Firmware Fritz-OS 8.20 erlaubt es nun auch, Dateien übers Internet auf Fritz-NAS hochzuladen. So lassen sich zum Beispiel Fotos des gemeinsamen Urlaubs oder einer Geburtstagsfeier zentral auf dem USB-Speicher des Routers sammeln.
Dazu müssen Sie einen Freigabelink einrichten, der im Browser den Fernzugriff auf den entsprechenden Ordner des Fritz-NAS ermöglicht. Bislang funktionierte dieser Upload nur, wenn in der Fritzbox ein Benutzerkonto mit Schreibrechten für Fritz-NAS angelegt war. Selbst in Fritzboxen, die noch nicht auf die Fritzbox-Benutzerverwaltung umgeschaltet wurden, klappt der Upload per Freigabelink.
Für diese neue Fritz-NAS-Funktion muss Fritz-OS ab Version 8.20 auf Ihrer Fritzbox installiert sein. Wessen Modell dieses Update noch nicht bekommen hat, kommt über die Installation der Labor-Firmware 8.10 an die Upload-Freigabe. Was Sie bei der Installation einer Fritz-OS-Laborversion beachten sollten, lesen Sie im Info-Kasten „Fritz-OS: Laborversion installieren“.
Fritz-OS: Labor-Version installieren
Bevor die fertige Version einer Fritzbox-Firmware veröffentlicht wird, ist sie als Betaversion verfügbar. Wer auf die neuen Funktionen eines Fritz-OS-Updates nicht warten will, kann deshalb dessen Laborvariante installieren.
Diese Vorabversionen haben üblicherweise die meisten der für das Update vorgesehenen neuen Funktionen an Bord, sind aber noch nicht final getestet, was Abstürze des Routers auslösen kann. Allerdings können Sie auch mit einer installierten Laborversion schnell zurück zur letzten offiziellen Firmwareversion wechseln. Vor dem Einspielen einer Labor-Firmware sollten Sie daher unbedingt sicherstellen, dass Ihre Fritzbox mit der aktuellen offiziellen Fritz-OS-Firmware für dieses Modell läuft.
Über die entsprechende Webseite laden Sie dann die passende Laborversion für Ihre Fritzbox herunter. Versionen für andere Fritzbox-Modelle können nicht installiert werden. Die Firmware kommt als ZIP-Datei, die Sie nach dem Download auf Ihrem Rechner entpacken. Im Fritzbox-Menü rufen Sie „System >› Update > FritzOS-Datei“ auf. Dort sichern Sie zunächst die aktuellen Einstellungen Ihrer Fritzbox in einer „.export“-Datei. Diese benötigen Sie, wenn Sie von der Laborversion zurück zur offiziellen Fritz-OS-Firmware wechseln und nicht alle Einstellungen neu eingeben möchten.
Vor der Installation einer Laborversion sollten Sie die Fritzbox-Einstellungen speichern und mit einem Passwort sichern. Anschließend wählen Sie die heruntergeladene Firmwaredatei aus und spielen sie per „Update starten“ ein.
Michael Seemann
Bevor Sie auf „Einstellung sichern“ klicken, vergeben Sie ein Kennwort für die „.export“-Datei. Dieses Kennwort benötigen Sie, um die Einstellungen aus der Sicherungsdatei wiederherzustellen. Anschließend wählen Sie über „Durchsuchen“ die „.image-Datei“ der Laborversion aus, die sich im entpackten Ordner des ZIP-Archivs befindet. Achten Sie darauf, dass der Anfang des Dateinamens mit dem Namen Ihres Fritzbox-Modells übereinstimmt.
Klicken Sie auf „Update starten“, und die Labor-Firmware wird auf Ihre Fritzbox übertragen. Melden Sie sich nach Abschluss des Update-Vorgangs wieder im Fritzbox-Menü an und bestätigen Sie die Erfolgsmeldung zum Labor-Update mit „Weiter“.
Für die Upload-Freigabe muss die Fritzbox als Router eingerichtet sein und über eine öffentliche IPv4-Adresse oder eine globale IPv6-Adresse verfügen. Damit der Freigabe-Link gültig bleibt, auch wenn sich die öffentliche IP-Adresse ändert, sollten Sie die Fritzbox beim kostenlosen DynDNS-Dienst „MyFritz“ anmelden.
Damit ein Freigabelink für Fritz-NAS dauerhaft funktioniert, sollten Sie Ihre Fritzbox beim DNS-Dienst „My-FRITZ“ anmelden. Danach lässt sich mit einem Klick der „MyFritz-Internetzugang einrichten“.
Michael Seemann
Das erledigen Sie im Routermenü unter „Internet > MyFritz-Konto“. Dort klicken Sie ein paar Zeilen darunter außerdem auf die blau hinterlegte Schaltfläche „MyFritz-Internetzugriff einrichten“. Wechseln Sie danach ins Menü „Internet > Freigaben > Fritzbox-Dienste“. Hier sollte nun ebenfalls ein Haken vor „Internetzugriff auf die Fritzbox über HTTPS aktiv“ gesetzt sein.
Upload-Freigaben einrichten
Einen Upload-Link richten Sie ein, indem Sie in die Fritz-NAS-Benutzeroberfläche wechseln: Dazu klicken Sie rechts oben im Fritzbox-Menü auf die Schaltfläche „FritzNAS“. Falls Sie die Fritz-NAS-Oberfläche direkt aufrufen möchten, geben Sie https://fritz.nas in die Adressleiste Ihres Browsers ein. In der NAS-Übersicht sehen Sie jetzt alle vorhandenen Ordner auf dem internen und externen USB-Speicher des Routers angezeigt.
Ist die Fritzbox aus dem Internet erreichbar, sehen Sie im Menü unter „Internet > Freigaben > Fritzbox-Dienste“ die Internetadresse des Routers, die Sie zum Einrichten der Upload-Freigabe benötigen.
Michael Seemann
Bei Bedarf können Sie mit „Neuer Ordner“ ein zusätzliches Verzeichnis für Ihre Freigabe anlegen. Klicken Sie auf die Schaltfläche „Auswählen“ in der Kopfleiste und markieren Sie den Ordner, den Sie für die Upload-Freigabe verwenden möchten. Anschließend klicken Sie ebenfalls in der Kopfleiste des Menüs auf „Freigeben“.
Im folgenden Fenster erscheint nun der vollständige Link, den Sie per Klick in die Zwischenablage kopieren können. Der Freigabelink ist zeitlich unbeschränkt gültig und kann beliebig oft genutzt werden, solange er nicht von Ihnen gelöscht wird.
Das ändern Sie mit der Option „Gültigkeit einschränken“: Damit lässt sich ein bestimmter Zeitraum oder eine feste Anzahl von Zugriffen für den Link festlegen. Mit einem Klick auf „OK“ schließen Sie das Hinweisfenster, ein Klick auf „Auswahl aufheben“ links oben im Fritz-NAS-Menü beendet den Auswahlmodus.
Im Menü für Fritz-NAS wählen Sie den Ordner aus, den Sie als Speicherort für die Upload-Dateien festgelegt haben. Über das blaue Menü oben geben Sie ihn für externe Nutzer frei.
Michael Seemann
Nun kann jeder Nutzer mit Internetzugang, dem Sie den Freigabelink schicken, über seinen Browser auf den freigegebenen Ordner auf Ihrem Fritz-NAS-Speicher zugreifen, um Dateien hoch- oder herunterzuladen. Der Zugriff ist nur auf diesen Ordner erlaubt, auf andere Fritz-NAS-Verzeichnisse oder aufs Fritzbox-Menü kommen die Besitzer des Freigabelinks nicht.
Im Fritz-NAS-Menü sind alle freigegebenen Ordner mit einem Freigabesymbol gekennzeichnet.
Upload-Freigaben verwalten
Im Fritz-NAS-Menü sehen Sie unter „Alle Dateien“ nur die freigegebenen Ordner, die sich im gerade geöffneten Verzeichnispfad des Fritz-NAS befinden. Um sich alle Upload-Freigaben im Fritz-NAS-Webmenü unabhängig vom Verzeichnispfad anzeigen zu lassen, öffnen Sie in der blau hinterlegten Ecke links oben das Fritz-NAS-Hauptmenü und wählen dort die Option „Freigaben“.
Den Link, den die Fritzbox erstellt, kopieren Sie in die Zwischenablage. Außerdem können Sie seine Gültigkeitsdauer und die Zahl der erlaubten Zugriffe einschränken.
Michael Seemann
Per Klick auf das Stiftsymbol am rechten Rand einer Freigabe gelangen Sie in deren erweiterte Eigenschaften und können dort erneut den Freigabelink abrufen, falls sich dieser nicht mehr in Ihrer Zwischenablage befinden sollte. Alle nicht mehr benötigten Freigaben sollten Sie per Klick auf das Abfalleimer-Symbol löschen.
Im Fritz-NAS-Menü können Sie sich einen Überblick über alle eingerichteten Freigaben für den USB-Speicher verschaffen. Dort sehen Sie auch die Gültigkeitseinstellungen und die zugehörigen Freigabelinks.
Michael Seemann
Für den Fernzugriff per Freigabelink gelten die üblichen Einschränkungen: Externe Benutzer können nur dann auf eine Fritzbox zugreifen, die ausschließlich über IPv6 aus dem Internet erreichbar ist, wenn auch ihre Verbindung IPv6‑fähig ist. Einen Überblick, unter welchen Bedingungen eine Fritzbox per IPv4 oder IPv6 im Internet erreichbar ist, finden Sie hier.
Ob der Fritz-NAS-Speicher auch übers Internet erreichbar ist, hängt davon ab, ob der Provider Ihrer Fritzbox eine IPv4-Adresse und/oder IPv6-Adresse zuweist.
Michael Seemann
Dateien übertragen per Fritz-NAS
Im Heimnetz lässt sich Fritz-NAS als zentraler Speicher nutzen, um Dateien zwischen PCs, Notebooks und anderen Clients auszutauschen. Das funktioniert ebenfalls über das Fritz-NAS-Menü, sofern die Benutzer das Zugangskennwort besitzen, um sich im Fritzbox- oder Fritz-NAS-Menü anzumelden. Für den Upload auf den Fritzbox-Speicher ziehen Sie einfach die entsprechende Datei vom PC in das im Browser geöffnete Hauptfenster des Fritz-NAS-Menüs.
Um Dateien oder Ordner vom Fritz-NAS auf Ihren PC herunterzuladen, wählen Sie im Fritz-NAS-Hauptmenü unter „Alle Dateien“ die Option „Auswählen“, markieren die gewünschten Daten oder Ordner und klicken auf „Download“. Die Fritzbox fasst einen Ordner oder mehrere ausgewählte Dateien zu einer ZIP-Datei zusammen.
Zugriff per Datei-Explorer: Fritz-NAS als Netzlaufwerk einrichten
Wer nur gelegentlich auf die Fritz-NAS-Inhalte zugreift, kann mit Browser und ZIP-Archiven hantieren. Bequemer ist es aber, den NAS-Speicher im Windows-Explorer anzeigen zu lassen.
Damit das funktioniert, müssen Sie in den Fritzbox-Einstellungen den SMB-Dienst aktivieren: Das erledigen Sie im Menü der Fritzbox unter „Heimnetz > USB/Speicher > Heimnetzfreigabe“. Setzen Sie dort einen Haken vor die Option „Zugriff über ein Netzlaufwerk (SMB)“.
Am angezeigten Namen („FRITZ.NAS“) und der Arbeitsgruppe („WORKGROUP“) sollten Sie nichts ändern. Auch die Option „Unterstützung für SMBv1“ sollten Sie deaktiviert lassen, da dieses veraltete Protokoll Sicherheitslücken aufweist. Es ist seit Windows 10 standardmäßig deaktiviert.
Haben Sie Fritz-NAS als Netzlaufwerk angebunden, müssen Sie sich auf jeden Fall beim ersten Zugriff im Explorer mit den dafür in der Fritzbox hinterlegten Zugangsdaten anmelden.
Michael Seemann
Bestätigen Sie Ihre Änderungen mit „Übernehmen“ und notieren Sie sich den in der letzten Zeile angezeigten Fritzbox-Benutzernamen. Dieser setzt sich aus „fritz“ und einer vierstelligen Zahl zusammen, zum Beispiel „fritz1234“, und wird für die SMB-Anmeldung unter Windows benötigt.
Öffnen Sie anschließend mit der Tastenkombination Win + E ein Explorer-Fenster und klicken Sie in die Adressleiste. Geben Sie dort \fritz.box ein und drücken Sie die Eingabetaste. Es erscheint das Fenster „Netzwerkanmeldeinformationen eingeben“.
Tragen Sie nun unter „Benutzername“ den notierten Fritzbox-Benutzernamen und unter „Kennwort“ Ihr Fritzbox-Zugangskennwort ein. Aktivieren Sie die Option „Anmeldedaten speichern“ und bestätigen Sie mit „OK“.
Den USB-Speicher, den Sie für Fritz-NAS verwenden wollen, können Sie im Windows-Explorer mit dem passenden Dateisystem formatieren. Rufen Sie dafür das Kontextmenü des USB-Laufwerks auf.
Michael Seemann
Anschließend können Sie per Explorer auf den Fritz-NAS-Speicher zugreifen und Daten komfortabel zwischen PC und Fritz-NAS austauschen. Das Laufwerk mit den NAS-Inhalten finden Sie in der Explorer-Leiste links unten unter „Netzwerk“.
Fritz-NAS: So lässt sich der Datentransfer beschleunigen
Einzelne Dateien im Heimnetz per Fritz-NAS auszutauschen, ist unkompliziert. Doch beim Übertragen von großen Dateien wie Videos oder System-Images stößt die Fritzbox an Hardwaregrenzen, da ihre CPU-Leistung und RAM-Ausstattung meist deutlich schwächer sind als bei einem NAS-Gerät.
Wie schnell sich Daten vom Fritz-NAS abrufen lassen, hängt vor allem beim Videostreaming von der Verbindungsrate zwischen Client und Fritzbox ab. Die sehen Sie im Fritzbox-Menü für alle verbundenen WLAN-Geräte.
Michael Seemann
Wie schnell Daten von Ihrem PC auf das Fritz-NAS oder umgekehrt fließen, hängt von verschiedenen Faktoren ab: Eine wichtige Rolle spielt die im Router verbaute USB-Schnittstelle. Eine Fritzbox mit USB-2.0-Anschluss kann theoretisch bis zu 60 MByte/s brutto, eine mit USB 3.0 (USB 3.2 Gen1) sogar rund 600 MByte/s übertragen.
In der Praxis liegen die erreichbaren Netto-Transferraten bei USB 2.0 zwischen 30 und 40 MByte/s, bei USB 3.0 zwischen 70 und 80 MByte/s. Eine höhere Geschwindigkeit erzielen Sie, wenn Sie an einer Fritzbox mit USB‑3-Anschluss auch einen USB‑3-Datenspeicher verwenden.
Zudem sollten Sie im Fritzbox-Menü unter „Heimnetz > USB / Speicher > USB-Einstellungen“ prüfen, ob der USB‑3-Port auf „Power Mode“ eingestellt ist. Arbeitet der Port im „Green Mode“, werden die Daten nur mit USB‑2-Geschwindigkeit übertragen.
Das beste Dateisystem für Fritz-NAS
Ein weiterer Faktor, der vor allem die Schreibrate auf das Router-NAS beeinflusst, ist das Dateisystem des USB-Speichers. Grundsätzlich unterstützt eine Fritzbox die Dateisysteme NTFS, FAT/FAT32, exFAT und Ext2/Ext3/Ext4. Wenn Sie mit größeren Dateien hantieren, fällt FAT32 aus, da dieses Dateisystem nur Dateigrößen bis 4 GByte unterstützt.
Falls Sie den an der Fritzbox angeschlossenen USB-Speicher unter Windows oder an einem TV-Gerät nutzen möchten, sollten Sie ihn am besten mit exFAT formatieren: Im Test erzielten wir beim Zugriff über Windows 11 bei einem mit exFAT formatierten USB-3-Speicher an einer Fritzbox 5590 eine Schreibrate von über 51 MByte/s und eine Leserate von rund 49 MByte/s.
Mit NTFS kommt derselbe USB-Speicher beim Lesen immerhin noch auf rund 46 MByte/s. Beim Schreiben bricht die Datenrate jedoch auf Werte zwischen 28 und 35 MByte/s ein. Allerdings unterstützen nicht alle Smart-TVs oder Netzwerkplayer exFAT.
Den USB-Speicher können Sie direkt im Windows-Explorer mit NTFS, FAT32 oder exFAT formatieren: Öffnen Sie dazu das Kontextmenü des USB-Laufwerks und wählen Sie „Formatieren“. Lassen Sie die Option „Schnellformatierung“ aktiviert und klicken Sie auf „Starten“. Vorsicht: Das Formatieren löscht sämtliche Inhalte auf dem Speicher.
Die Fritzbox kann an einem angeschlossenen USB-Speicher maximal vier Partitionen anzeigen, wobei jede Partition nicht mehr als 4 TByte umfassen darf. Falls Sie also einen USB-Speicher mit mehr als 4 TByte Kapazität anschließen möchten, sollten Sie diesen in mehrere Partitionen aufteilen, um dessen gesamte Kapazität nutzen zu können.
So schnell muss Fritz-NAS für Videostreaming sein
Wollen Sie Fritz-NAS fürs Videostreaming nutzen, genügt ein USB-2-Anschluss oder ein im Green Mode betriebener USB-3-Port. Selbst bei Videostreams mit 40 Mbit/s (5 MByte/s) oder etwas mehr sollte ein per USB 2.0 angeschlossener NAS-Speicher keine Probleme bereiten: Damit lassen sich auch die meisten 4K-Videos übertragen.
Wichtiger bei dieser Bandbreite ist eine gute Funkverbindung zwischen Fritzbox und dem Streaming-Client. Die aktuelle WLAN-Datenrate eines Clients in Mbit/s zeigt die Fritzbox unter „WLAN > Funknetz“ in der Liste der „Bekannten WLAN-Geräte im Funknetz“ an.
Beim Streaming kommt es vorwiegend auf den ersten der beiden Werte an, der die Datenrate von der Fritzbox zum Client anzeigt. Dieser Brutto-Wert sollte mindestens doppelt oder besser dreimal so hoch sein, wie die zum Streaming benötigte Netto-Datenrate. Wenn Sie also einen Film mit etwa 30 bis 50 Mbit/s von Ihrem Router-NAS streamen möchten, dann sollte die in der Fritzbox angezeigte Datenrate dieses Clients mindestens 120 bis 150 Mbit/s betragen.
Wenn Fritz-NAS die Übertragung bei WLAN und DECT stört
Haben Sie bei einer Fritzbox mit USB 3 den Power-Mode aktiviert, um den Datentransfer mit Fritz-NAS zu beschleunigen, kann dies Auswirkungen auf das WLAN-Tempo oder Telefongespräche haben. Denn eine aktive Übertragung per USB 3 erzeugt Störstrahlung im Frequenzbereich um 2,4 GHz.
Da dort auch WLAN arbeitet, kann sich die Datenrate bei gleichzeitigen 2,4-GHz-Transfers reduzieren. Gelegentlich kommt es dadurch auch zu Aussetzern bei Gesprächen über ein per DECT mit der Fritzbox verbundenes Telefon: Das liegt weniger an Störsignalen, da DECT in einem anderen Frequenzbereich arbeitet, sondern vor allem an der hohen Systemlast, die die Fritzbox bei einer andauernden NAS-Übertragung schultern muss.
Wenn solche Probleme wiederholt auftreten, sollten Sie die USB-Geschwindigkeit beim Router besser wieder auf Green Mode oder USB 2.0 umstellen.
Benutzerverwaltung bei Fritz-NAS
Die neue Upload-Freigabe funktioniert auch ohne zusätzliche Benutzerkonten. Trotzdem ist es sinnvoll, unterschiedliche Benutzer in der Fritzbox anzulegen: Diesen Konten weisen Sie nämlich eingeschränkte Rechte zu – zum Beispiel nur zum Steuern von Smart-Home-Geräten.
So können Sie die entsprechenden Zugriffsdaten weitergeben, ohne befürchten zu müssen, dass grundlegende Router-Einstellungen verändert werden. Außerdem lässt sich dadurch auch der Zugriff auf die Inhalte des angeschlossenen USB-Speichers beliebig einschränken.
Die Einstellungen finden Sie im Fritzbox-Menü unter „System > Fritzbox-Benutzer > Benutzer“. Hier sind in den Werkseinstellungen nur ein einziger Benutzer („fritz“, gefolgt von vier Ziffern) eingetragen. Klicken Sie auf „Benutzer hinzufügen“ und legen Sie sich zunächst Ihr eigenes Hauptbenutzerkonto an, dem Sie alle Berechtigungen außer dem „Zugang aus dem Internet“ einräumen.
Zugriffe auf Fritz-NAS kontrollieren Sie am besten durch eine abgestufte Rechtevergabe für einzelne Benutzerkonten: Dieser Benutzer erhält zum Beispiel nur Lesezugriff auf den Filme-Ordner.
Michael Seemann
Beim „Zugang zu den NAS-Inhalten“ erteilen Sie diesem Konto „Vollzugriff“. Sobald Sie den neuen Hauptnutzer angelegt haben, können Sie das vorherige Fritz-Konto deaktivieren und nutzen ab jetzt das neue Konto für das Routermenü und den Fritz-NAS-Zugriff im Windows-Explorer.
Anschließend können Sie weitere Konten anlegen, denen Sie dann keinen Zugriff auf die „Fritzbox-Einstellungen“ gewähren und beim „Zugang zu den NAS-Inhalten“ nur den Lesezugriff erlauben. Über die „Individuellen Einstellungen“ können Sie bei „Zugriffsberechtigung einstellen“ nur bestimmte Ordner anzeigen lassen und für jeden dieser Ordner individuelle Lese- oder Schreibzugriffsberechtigungen erteilen.
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