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Darum niemals mit einer Smartwatch schwimmen gehen – egal was der Hersteller sagt

PC-WELT – Homepage [Unofficial] March 19, 2026
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Die meisten Smartwatches verfügen heutzutage über eine hohe IP-Schutzklasse und gelten somit als weitestgehend wasserfest. Ein aktuelles Beispiel zeigt allerdings, warum es keine gute Idee ist, mit einer Smartwatch schwimmen zu gehen.

Ein Reddit-Nutzer namens mangoed wollte nichts ahnend im Meer schwimmen und behielt seine Samsung Galaxy Watch 5 Pro (hier im Test) dabei am Handgelenk. Das Resultat: Die Uhr fiel komplett aus und reagierte auf nichts mehr.

Zuhause angekommen schraubte er die Watch auf und stellte fest, dass sich im Inneren eine beachtliche Menge Salz abgelagert hatte. Zudem entdeckte er irreparable Abnutzungserscheinungen am Haptikmotor aufgrund von Korrosion. Einzelne Metallteile der Uhr schienen zudem zu rosten.

Woran liegt das?

Was viele vergessen: Die IP-Zertifizierung der allermeisten Geräte bezieht sich auf Tests in sauberem Süßwasser. Das bedeutet, dass Ihre Smartwatch in jeder anderen, nicht kontrollierten Umgebung kaputt gehen kann, wenn Sie damit ins Wasser gehen.

Das gilt nicht nur für einen Tauchgang im Meer, sondern auch für den sommerlichen Besuch im Schwimmbad. Denn Chlorwasser kann ebenso schädlich für die empfindlichen Teile einer Smartwatch sein oder sogar Kurzschlüsse verursachen, wie Android Authority anmerkte.

Reddit / mangoed

Auch andere Verunreinigungen im Wasser, zum Beispiel in natürlichen Seen, können für Ihre Geräte ziemlich unangenehme Folgen haben. Egal, was der Hersteller verspricht, die allermeisten Geräte sind nicht hundertprozentig wasserdicht.

Natürlich kann es Ausnahmen geben. Die Honor Watch 5 Pro, die wir als Titelbild für diesen Artikel verwenden, soll laut Hersteller explizit auch für den Einsatz in Schwimmbecken und für Schwimmen am Meer geeignet sein. Nachprüfen können wir das aber nicht, da die Watch bisher nur in China erhältlich ist.

Ausschlaggebend scheint jedenfalls nicht der Preis zu sein, denn die Galaxy Watch 5 Pro des unglücklichen Reddit-Nutzers kostet knapp 260 Euro. Günstigere Modelle besitzen in der Regel aber eine noch niedrigere Schutzklasse und sind definitiv nicht für den Outdoor-Gebrauch geeignet.

Das können Sie tun, wenn die Watch aufgibt

Auch wenn die Smartwatch im Wasser gelandet ist und nicht mehr reagiert, gibt es noch Hoffnung. Der Reddit-Nutzer konnte seine Watch noch retten, indem er die Teile, die mit Salz verkrustet waren, in einer Lösung aus Isopropylalkohol einlegte. Im Anschluss konnte er das Salz vorsichtig abwischen, die Uhr trocknen und danach wieder aufladen und nutzen.

Zudem stellte er fest, dass das meiste Wasser wohl durch das Mikrofonloch und durch die Löcher am Drucksensor eingetreten war. Unter Umständen wäre es also möglich, diese Stellen vor dem nächsten Schwimmgang zu versiegeln.

Sollte alles nichts helfen, können Sie ansonsten versuchen, die Smartwatch als Garantiefall beim jeweiligen Hersteller einzureichen. Sollte dieser in offiziellen Produktspezifikationen angeben, die Uhr sei wasserfest, können Sie zumindest auf eine Rückerstattung oder Reparatur hoffen. Andernfalls kann es richtig teuer werden.

Lesetipps:

  • Die besten Smartwatches im Test
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