MSI Prestige Flip 14 AI im Test: Laptop mit 30 Stunden Akkulaufzeit
Auf einen Blick
Unsere Wertung
Pro
- Beeindruckende Akkulaufzeit
- Farbenfrohes OLED-Display
- Starke Leistung (mit den richtigen Einstellungen)
- Hervorragende Konnektivität
- Schlankes, leichtes Design
Kontra
- Das Display könnte heller, schneller und schärfer sein
- Das Tastaturgefühl ist uneinheitlich
- Der Akku zeigt in der Praxis Schwächen
Fazit
Das MSI Prestige Flip 14 AI ist ein durchdacht konzipierter Laptop. Die Rechenleistung ist herausragend und das Gerät arbeitet trotzdem extrem effizient – wie die lange Akkulaufzeit eindrucksvoll belegt. Zudem ist das Notebook gut verarbeitet, angenehm leicht und nicht übermäßig teuer. Es gibt einige Bereiche, in denen es verbessert werden könnte, aber für das Gebotene ist das Preis-Leistungs-Verhältnis ausgezeichnet.
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Das MSI Prestige Flip 14 AI ist eines der ersten Notebooks im Test mit Intels neuer Laptop-CPU Panther Lake. Der Prozessor bietet einige spannende Verbesserungen in Bezug auf Grafikleistung und Effizienz. Das Gerät kommt außerdem in einem neuen, eleganten und schlanken Design, das sich von der Gaming-Ästhetik vieler früherer MSI-Geräte unterscheidet.
Bei der Wiedergabe von Offline-Videos mit einer Bildschirmhelligkeit von 250 Nits lief das MSI Prestige Flip 14 AI beeindruckende 34 Stunden und 28 Minuten lang und übertraf damit alle anderen von uns getesteten Geräte bei weitem.
Design & Verarbeitung
Das MSI Prestige Flip 14 AI ist ein elegantes 2-in-1-Notebook. Es ist nicht besonders auffällig oder extravagant, aber dennoch ansprechend. Das Gehäuse aus Aluminiumlegierung hat abgerundete Kanten und Ecken, wodurch es sich auch im Tablet-Modus angenehm anfühlt.
Die Scharniere sind einfache 360-Grad-Ausführungen, wie wir sie bei den meisten 2-in-1-Modellen finden. Das ist nichts Besonderes oder Einzigartiges. Sie sind funktional, aber der Bildschirm wackelt ein wenig, nachdem man ihn eingestellt hat. Es kann auch etwas schwierig sein, den Deckel mit nur einer Hand zu öffnen.
Foundry / Mark Knapp
Obwohl das Gehäuse vollständig aus Metall besteht, gibt es ein wenig nach. Das ist mehr, als ich erwartet hätte, aber kein Grund zur Sorge. Jedoch gibt der Bildschirmdeckel weniger nach als bei vielen anderen Laptops. Insgesamt ist das für einen so dünnen Laptop ein ordentliches Ergebnis.
Der Bildschirm ist mit einer durchgehenden Gorilla-Glas-Oberfläche versehen, die bis an die Ränder reicht, statt dort in Kunststoff überzugehen. Die seitlichen Rahmen fallen schmal aus, während der obere etwas breiter und der untere am breitesten gestaltet ist – ein für 2-in-1-Geräte typisches Designmerkmal.
In den oberen Rahmen sind eine Webcam mit einer physischen Privatsphäre-Abdeckung, die sich leicht (aber nicht zu leicht) einschieben lässt, und zwei Mikrofone integriert. MSI hat sogar ein drittes Mikrofon in die Tastatur links neben der Feststelltaste eingebaut.
Auf der Unterseite ruht das Notebook auf mehreren Gummifüßen. Ein besonders breiter Fuß verläuft entlang der Rückkante und sorgt dafür, dass die nach hinten abgeführte warme Luft nicht erneut ins Innere des Geräts gelangt.
Foundry / Mark Knapp
Zwischen den beiden vorderen Standfüßen befindet sich ein integrierter Einschub für den zum Lieferumfang des MSI Prestige Flip 14 AI gehörenden Stylus. Dieser kann dort vollständig verstaut werden. Wird die kleine Arretierung gelöst, springt der Stift dank eines magnetischen Mechanismus ein Stück heraus und lässt sich bequem entnehmen.
Bei diesem System ist es leider sehr umständlich, das Teil wieder korrekt einzusetzen. Die Magnete stoßen es sofort wieder ab und verdrehen es dabei, sodass die Ladekontakte nicht richtig aufeinanderliegen. Es ist ein äußerst schmaler Grat zwischen „vollständig eingesteckt“ und „nicht weit genug drin“, wodurch der Laptop es unmittelbar wieder herausdrückt.
Der Stift ist sehr schlank und erinnert an die Modelle, die man von Smartphones kennt. Er arbeitet präzise und erlaubt eine deutlich genauere Eingabe als das Trackpad oder die Bedienung mit den Fingern – ideal für Notizen oder Skizzen. Allerdings handelt es sich nicht um einen hochwertigen Eingabestift mit Druck- oder Neigungserkennung. Immerhin wird nach der Nutzung – wenn auch nicht im Voraus – die Handballenerkennung aktiviert.
Tastatur & Trackpad
Das MSI Prestige Flip 14 AI besitzt eine anständige Tastatur, die einigen gefallen könnte. Die Tasten haben einen kurzen Hub, was ein schnelles, leichtes Tippen ermöglicht. Die Stabilisierung ist ebenfalls recht gut. Allerdings mangelt es ihnen an Taktilität, und die Tastenkappen sind recht glatt und haben nicht viel Kontur, was mich meiner Meinung nach daran hinderte, jede Taste und jeden Tastendruck sicher zu fühlen.
Ich konnte in Monkeytype eine Tippgeschwindigkeit von 112 Wörtern pro Minute erreichen, hatte jedoch Schwierigkeiten, meine Genauigkeit über 95 Prozent zu halten. Die Tasten sind weiß hinterleuchtet, und glücklicherweise hat MSI die Tastenkappen schwarz und die Beschriftungen weiß gehalten. Das verbessert die Sichtbarkeit, obwohl es bei hellen Lichtverhältnissen etwas schwierig sein kann, zu erkennen, ob die Hintergrundbeleuchtung eingeschaltet ist (und Batterie verbraucht).
Foundry / Mark Knapp
Das Trackpad ist groß und recht glatt, aber ansonsten unauffällig. Der physische Klick ist leicht, plastisch und wird oberhalb des unteren Drittels des Trackpads schnell zu schwergängig. Die oberen Ecken des Trackpads enthalten Shortcuts zum Taschenrechner und zur Center-S-Software, was in Ordnung ist, aber MSI Center S hat einen zweiten Shortcut auf der F7-Taste.
Das Trackpad unterstützt auch mehrere andere Gesten, und Benutzer können drei zusätzliche Gesten einrichten. Entscheidend ist jedoch, dass MSI die Standardeinstellungen gesperrt hat – diese können nicht angepasst werden – und das gesamte System auf „alles oder nichts“ eingestellt hat, sodass Sie entweder alle Gesten aktivieren oder alle deaktivieren müssen.
Installierte Software
Das System wird mit der vorinstallierten Norton-Sicherheits-Software geliefert, was ich normalerweise nicht für besonders wichtig erachten würde. Ich persönlich lege keinen Wert darauf, aber ein Geschenk ist ein Geschenk. In diesem Fall verursachte Norton jedoch Probleme.
Ich bemerkte, dass zahlreiche Webseiten scheinbar grundlos nicht mehr luden. Selbst bei bekannten Seiten wie Amazon, LinkedIn oder Facebook drehte sich das Ladesymbol ununterbrochen. Gleichzeitig zeigte ein in einem anderen Tab durchgeführter Geschwindigkeitstest eine einwandfreie und schnelle Internetverbindung an. Als ich schließlich genug davon hatte und Norton deinstallierte, funktionierten die zuvor betroffenen Webseiten sofort wieder problemlos.
Norton scheint auch für ein weiteres störendes Verhalten verantwortlich gewesen zu sein: Anstatt in den Ruhezustand zu wechseln, wenn der Deckel geschlossen wurde, schaltete sich das MSI Prestige Flip 14 AI einfach aus. Das Neustarten erfolgte zwar zügig, jedoch wurden dadurch alle meine Browser-Tabs geschlossen. Sobald ich Norton deinstalliert hatte, trat dieses Verhalten nicht mehr auf. Es ist umso merkwürdiger, dass dies überhaupt passiert ist, da ich Norton von Anfang an zumindest deaktiviert hatte.
Display & Lautsprecher
Das Display des MSI Prestige Flip 14 AI hinterlässt einen insgesamt durchwachsenen Eindruck. Auf der positiven Seite stehen mehrere überzeugende Merkmale: Es deckt den DCI-P3-Farbraum vollständig (100 Prozent) ab und zeigt sich mit einem durchschnittlichen dE1976-Wert von 0,57 sowie einem maximalen Wert von 1,41 äußerst farbgenau – exzellente Resultate. Zudem punktet das OLED-Panel mit einer schnellen, natürlichen Reaktionsweise und einem praktisch unendlichen Kontrastverhältnis.
Foundry / Mark Knapp
Das Display bietet eine Auflösung von 1.920 × 1.200 Pixeln. Das ist zwar solide, wirkt im Vergleich zu den vielen Geräten mit 2.880 × 1.800 Pixeln in dieser Klasse jedoch weniger scharf. Zudem fällt die Helligkeit eher gering aus: Mit nur 294 Nits bleibt das Panel deutlich hinter den Erwartungen zurück. In normalen Büroräumen oder dunkleren Innenbereichen reicht das zwar aus, doch in helleren Umgebungen wird die Nutzung durch die begrenzte Helligkeit und die spiegelnde Oberfläche erschwert – selbst bei maximaler Einstellung der Bildschirmhelligkeit.
Die Unterstützung für Touch und Stylus hat einen eindeutigen Nachteil: Die Digitalisierungsschicht ist sichtbar. Auf Bereichen des Bildschirms, die einfarbig sind, wie der weiße Hintergrund oder ein Word-Dokument, sind die kleinen Punkte, aus denen die Digitalisierungsschicht besteht, gut sichtbar und sehen aus wie winzige Flecken auf dem Bildschirm.
Dies ist zwar subtil und auf dunkleren und ungleichmäßigen Hintergründen weniger auffällig, verleiht den Bildern jedoch eine Weichheit, die sich auf feine Details auswirkt. Es mag nicht jeden stören, und je weiter man vom Bildschirm entfernt ist, desto unauffälliger wird es natürlich, aber ich finde dennoch, dass es das Gesamterlebnis selbst bei angemessenen Betrachtungsabständen beeinträchtigt.
Der Laptop ist mit zwei 2-Watt-Tieftönern und zwei 2-Watt-Hochtönern ausgestattet, die für einen ausgewogenen, angenehmen Klang sorgen. Die Mitten wirken nicht überbetont, und auch die Klangfülle ist insgesamt stimmig. Beim Bass zeigt sich das System jedoch eher zurückhaltend – bei Musik oder Filmen fehlt es daher etwas an Druck und Intensität. Insgesamt liefern die Lautsprecher dennoch eine hohe Lautstärke und klare Wiedergabe, womit sie ihren Zweck zuverlässig erfüllen.
Webcam, Mikrofon, Biometrie
Die Webcam des MSI Prestige Flip 14 AI unterstützt die Gesichtserkennung von Windows Hello, eine schnelle und bequeme Möglichkeit, sich beim System anzumelden. Ansonsten ist sie jedoch eher unzureichend.
Selbst bei einer Auflösung von 1080p erscheint das Bild stark verrauscht und unscharf, als läge ein schmieriger Film über der Linse, der sämtliche Details verschluckt. Zwar stimmt die Belichtung, doch selbst unter optimalen Lichtbedingungen bleibt die Bildqualität unbefriedigend.
Glücklicherweise funktioniert das dreifache Mikrofonarray weitaus besser. Es nimmt meine Stimme recht gut auf, gibt das Gesagte klar wieder und unterdrückt gleichzeitig Hintergrundgeräusche angemessen.
Die Sirene eines Krankenwagens und ein Ventilator (der aufgrund eines Defekts zu quietschen begann) waren während meiner Testaufnahme beide hörbar, aber die Sirene wurde gedämpft und das Quietschen des Ventilators hinderte die Mikrofone nicht daran, meine Stimme klar aufzunehmen.
Neben der Gesichtserkennung ist der Laptop auch mit einem Fingerabdrucksensor im Netzschalter ausgestattet, der oben rechts auf der Tastatur sitzt. Nachdem mein Fingerabdruck erfasst wurde, ließ sich das Gerät zügig entsperren. Das funktionierte in etwa der Hälfte der Versuche – für meine bisherigen Erfahrungen mit Fingerabdrucksensoren in Notebooks ein durchaus solides Ergebnis.
Konnektivität
Obwohl der MSI Prestige Flip 14 AI nur etwas mehr als einen Zentimeter dick ist, verfügt er über zwei Thunderbolt 4-Anschlüsse, zwei USB-A-Anschlüsse mit 10 Gbit/s, eine Headset-Buchse und einmal HDMI 2.1. Die Tatsache, dass sogar Platz für den kleinen Stylus und dessen Ladegerät gefunden wurde, ist das Tüpfelchen auf dem i.
Foundry / Mark Knapp
Jeder kleine Laptop mit weniger Anschlüssen wirkt im Vergleich dazu knauserig. Ein SD- oder microSD-Kartensteckplatz wäre ein willkommener Bonus gewesen, aber die USB-Anschlüsse sind für Peripheriegeräte und Hubs ausreichend.
Das System legt zudem großen Wert auf moderne Funktechnologien und ist mit Intel Killer Wi-Fi 7 sowie Bluetooth 6.0 ausgestattet. In meinen Tests arbeiteten beide Standards durchweg stabil und sorgten für schnelle sowie zuverlässige kabellose Verbindungen.
Rechenleistung
Das MSI Prestige Flip 14 AI bietet dank seines neuen Panther-Lake-Chips, der eine sehr leistungsfähige CPU und GPU kombiniert. Allerdings lässt der Standard-Energieplan des MSI Prestige Flip 14 AI das System nicht seine beste Leistung entfalten.
Mit reichlich Arbeitsspeicher und schneller SSD ist es wenig überraschend, dass das MSI Prestige Flip 14 AI im PCMark 10 hohe Punktzahlen erzielt. Der ganzheitliche Benchmark untersucht, wie gut ein Computer Routineaufgaben im Büro wie Surfen, Webkonferenzen, Tabellenkalkulationen und Medienbearbeitung bewältigen kann. Dank seiner Grafikleistung erhält das System im Bildbearbeitungstest einen starken Schub.
Das MSI Prestige Flip 14 AI liegt deutlich vor den aktuellen Champions unter den dünnen und leichten Geräten wie dem Acer Swift Edge 14 AI und dem Lenovo Yoga 9i 2-in-1 Aura Edition und zeigt damit einige der Vorteile neuerer Hardware.
Es ist jedoch auch erkennbar, dass das MSI Prestige Flip 14 AI nicht immer die Nase vorn haben wird. Standardmäßig verfügt das System über ein ausgewogenes Energieprofil, und diese konservative Konfiguration kann es in seiner Leistung einschränken.
Bei unserem Handbrake-Test, bei dem das System mit einer umfangreichen Codierungsaufgabe belastet wird, die die CPU lange und intensiv beansprucht, fiel das MSI Prestige Flip 14 AI deutlich hinter die Konkurrenz zurück.
Es benötigte fast doppelt so lange wie das Dell XPS 14 mit derselben CPU und blieb sogar hinter einer CPU der letzten Generation im Lenovo Yoga 9i 2-in-1 Aura Edition zurück.
Der einzige Grund, warum es das Acer Swift Edge 14 AI übertraf, ist möglicherweise, dass auch dieses System standardmäßig mit einem ausgewogenen Energieprofil lief.
Man könnte vermuten, dass das MSI Prestige Flip 14 AI über eine unzureichende Kühlung verfügt, die es bei langen Tests drosselt, aber das ist nicht ganz richtig. Stattdessen zeigt Handbrake, welchen entscheidenden Unterschied einfache Energieeinstellungen machen können.
Das Energiemanagement wirkt sich positiv auf die Akkulaufzeit aus. Dennoch stellt sich die Frage, wie viel Performance das MSI Prestige Flip 14 AI dafür einzubüßen bereit ist. Aus diesem Grund habe ich einige Tests im Leistungsmodus erneut durchgeführt – mit deutlich spürbaren Unterschieden.
Das MSI Prestige Flip 14 AI bietet eine hohe Leistungsfähigkeit und eine effiziente Kühlung. Zum Einsatz kommt dabei eine Kombination aus Dampfkammer und zwei Lüftern, die zuverlässig arbeiten und dabei angenehm leise bleiben.
Während sein ausgewogenes Profil in Cinebench erneut mittelmäßige Ergebnisse lieferte und einige Intel-Systeme der letzten Generation knapp schlug, reichte das Leistungsprofil aus, um es zum Spitzenreiter zu machen.
Es erzielte eine Steigerung der Single-Core-Leistung um 7 Prozent in Cinebench R23 und 5 Prozent in R24 sowie eine Steigerung der Multi-Core-Leistung um 19 Prozent in Cinebench R23 und 49,5 Prozent in Cinebench R24. Das System erwies sich nicht nur als leistungsfähig, sondern bewältigte auch längere Aufgaben besser, anstatt unter Last schnell zu drosseln.
Diese Leistung galt auch für die Grafik des MSI Prestige Flip 14 AI. Selbst im ausgewogenen Modus reichte die neue integrierte Grafikkarte Intel Arc B390 aus, um ihm einen Vorteil gegenüber früheren Intel Arc 140V-Systemen zu verschaffen, aber das MSI-Modell blieb dennoch deutlich hinter dem Dell XPS 14 zurück, das im Leistungsmodus lief.
Sobald das MSI Prestige Flip 14 AI jedoch in den Leistungsmodus wechselte, setzte es sich deutlich an die Spitze. Seine Leistung lässt es sogar mit einigen Systemen mithalten, die mit diskreten GPUs wie der RTX 4050 oder RTX 3060 ausgestattet sind, obwohl es vor allem bei Laptops mit höherer Leistungsangabe tendenziell etwas hinter diesen zurückblieb.
Das MSI Prestige Flip 14 AI erwies sich auch für anspruchsvollere Spiele als geeignet. Es erreichte durchschnittlich 68 fps (49 fps im ausgewogenen Modus) in Shadow of the Tomb Raider bei 1080p und der höchsten Grafikvoreinstellung.
Und es hielt konstante 30 bis 40 fps in Helldivers 2 bei einer nativen Auflösung von 1920 x 1200 (ohne DLSS/XeSS/FSR) und mittleren Grafikeinstellungen. Selbst bei hoher Auslastung wird das MSI Prestige Flip 14 AI nicht übermäßig warm oder laut. Die Lüfter können etwas schrill sein, sind jedoch nicht störend.
Akkulaufzeit
Die Kehrseite des konservativen, ausgewogenen Energieprofils des MSI Prestige Flip 14 AI ist, dass es so lange durchhält wie kein anderer Laptop, den ich bisher getestet habe.
In den letzten Jahren haben wir beobachtet, wie Laptops ihre Akkulaufzeit deutlich verbessert haben. Es gab einige große Erfolge, wie etwa das Lenovos ThinkPad T14s Gen 6 mit fast 24 Stunden Laufzeit. Das Lenovo Yoga 9i 2-in-1 Aura Edition beeindruckte mit seiner hohen Leistung, seinem eleganten Design und Display sowie einer Laufzeit von ebenfalls knapp 24 Stunden in unserem Standard-Akkutest. Dennoch stellt das MSI Prestige Flip 14 AI alle bisherigen Langläufer in den Schatten.
Bei der Wiedergabe von Offline-Videos mit einer Displayhelligkeit von 250 Nits lief das MSI Prestige Flip 14 AI beeindruckende 34:28 Stunden – ein Ergebnis, das so erstaunlich ist, dass ich es fast nicht geglaubt hätte, wenn ich nicht bereits gesehen hätte, wie der Laptop im gleichen Test 29:45 Stunden erreichte, als ich ihn mit 93 Prozent Ladestand startete, weil er sich aus unbekannten Gründen nicht auf 100 Prozent aufladen ließ.
Damit übertrifft es nicht nur alle zuvor getesteten Geräte, sondern auch das Dell XPS 14, das mit dem gleichen Chip und einem nur geringfügig kleineren Akku ausgestattet ist.
Das MSI Prestige Flip 14 AI hatte noch mehr zu bieten. Beim integrierten Akku-Benchmark von PCMark 10, immer noch bei 250 Nits und diesmal mit eingeschaltetem WLAN, um die reale Nutzung besser zu simulieren, hielt das MSI Prestige Flip 14 AI 18:14 Stunden durch. Damit lief es fast so lange wie das Acer Swift Edge 14 AI in seinem Offline-Videowiedergabetest.
Dennoch kann die reale Akkulaufzeit deutlich schwanken. In meinem typischen Arbeitsalltag – mit mehreren geöffneten Google Docs und Sheets im Chrome-Browser, zahlreichen Tabs, parallel angeordneten Fenstern sowie regelmäßigem Abspielen von Videos oder Musik – kam das MSI Prestige Flip 14 AI auf etwa neun bis zehn Stunden Laufzeit. Das ist durchaus beachtlich, macht jedoch klar, wie stark die tatsächliche Ausdauer vom jeweiligen Nutzungsszenario abhängt.
Fazit
Das MSI Prestige Flip 14 AI überzeugt mit zahlreichen Stärken. Es ist hochwertig verarbeitet und trotz seiner umfangreichen Ausstattung angenehm leicht. Besonders beeindruckend ist die Performance, die es dank der aktuellen Intel-Hardware liefert – vor allem im Hinblick auf die integrierte Grafiklösung.
In Verbindung mit der in unseren Tests herausragenden Akkulaufzeit präsentiert sich das Gerät erstaunlich schlank und leicht. Mit einem noch schärferen, reaktionsschnelleren und helleren Display hätte es jedoch deutlich an Attraktivität gewonnen.
Trotz seiner ausgezeichneten Effizienz relativiert sich die Akkulaufzeit im praktischen Einsatz und bewegt sich nur noch auf durchschnittlichem Niveau. Dadurch bleibt es zwar hinter dem Status eines herausragenden Geräts zurück, bietet jedoch dennoch genügend Stärken, um insgesamt zu überzeugen.
Technische Daten
- Modell im Test: D3MTG-030
- CPU: Intel Core Ultra X7 358H
- Arbeitsspeicher: 32 GB LPDDR5x-8533
- Grafikkarte/GPU: Intel Arc B390
- Display: 14 Zoll (35,56 cm), 1.920 × 1.200 Pixel, OLED-Touchscreen, 60 Hz, glänzend, Stylus im Lieferumfang enthalten
- Tastatur: 81 Tasten inkl. Power-Taste, Copilot-Taste
- Touchpad: Action Touchpad (131 x 82 mm)
- Speicher: 1 TB PCIe 4.0 SSD – Micron 2500_MTFDKBA1T0QGN
- Webcam: 1080p IR
- Anschlüsse: 2 × Thunderbolt 4/USB-C mit Power Delivery und DisplayPort Alternate Mode, 2 × USB 3.2 Gen 2 Typ A, 1 × HDMI 2.1, 1 × 3,5-mm-Kombi-Audioanschluss
- Netzwerk: Wi-Fi 7 (Intel Killer BE1775), Bluetooth 6.0
- Biometrie: Windows Hello Fingerabdruck, Gesichtserkennung
- Akkukapazität: 78,6 Wattstunden
- Abmessungen: 316 × 222 × 11,9 bis 13,9 mm (ohne Füße)
- Gewicht: 1.370 Gramm
- Betriebssystem: Windows 11 Home
- UVP: 1.549 Euro
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