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    "Wie PC-WELT Gaming-Tastaturen testet"
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  "textContent": "#### Auf einen Blick\n\n### Unsere Wertung\n\n### Pro\n\n  * hervorragendes Tippgefühl („thocky“)\n  * erstklassige Verarbeitung\n  * hochwertige, ab Werk geschmierte Switches & Stabilisatoren\n  * Hot-Swap-kompatibel\n  * flexible Tri-Mode-Konnektivität\n  * hohe Akkulaufzeit\n  * nützliches OLED-Info-Display\n  * abnehmbare Handgelenkauflage\n\n\n\n### Kontra\n\n  * sehr hoher Preis\n  * Armoury-Crate-Software fehleranfällig & träge\n  * OLED-Display mit geringem praktischem Mehrwert\n  * begrenzt programmierbar (keine freien FN-Layer)\n\n\n\n### Fazit\n\nDie Asus ROG Azoth X – insbesondere in der schicken weißen Edition – entpuppt sich im Test als rundum überzeugendes Gesamtpaket für Enthusiasten mit großem Geldbeutel. Die Verarbeitung ist erstklassig, die Materialwahl hochwertig und die Tipp- und Klangqualität überragt typische Gaming-Tastaturen deutlich. Selten hat uns ein vorgefertigtes Keyboard so sehr an eine liebevoll getunte Custom-Tastatur erinnert. Vom ersten Anschlag an wirkt alles „geschmeidig“ und durchdacht: geschmierte Switches, gedämmtes Gehäuse, dezente Akustik, lange Laufzeit. Asus hat an fast alle Wünsche gedacht. Dazu kommen sinnvolle Extras wie das nützliche OLED-Display, Hot-Swap-Support und die flexible Tri-Mode-Anbindung (USB, Bluetooth, 2,4 GHz). Das Gesamtpaket ist beeindruckend und richtet sich an anspruchsvolle User, die ein fertig konfiguriertes, aber dennoch modulares Keyboard suchen. Gerade wer den Einstieg in die DIY-Mech-Welt schaffen will, ohne gleich selbst zu löten und zu schrauben, findet hier eine empfehlenswerte Lösung. Selbst gestandene Custom-Keyboard-Fans dürften anerkennen, dass Asus vieles richtig gemacht hat.\n\nNatürlich hat so viel Luxus auch seinen Preis: Aktuell rund 290 Euro lässt sich Asus die Tastatur kosten. Damit ist die Azoth X eine der teuersten Tastaturen auf dem Markt. Das Preis-Leistungs-Verhältnis fällt entsprechend mäßig aus, denn es gibt Nischenmarken, die eine ähnliche Ausstattung ohne OLED für deutlich weniger anbieten. Doch man muss fair sein: Vergleicht man die Azoth X mit einem individuell zusammengestellten Custom-Keyboard (z.B. GMMK Pro, Keychron Q1 inklusive Switches, Keycaps, Wireless-Mod, etc.), relativiert sich der Preis teilweise. Die Asus ROG Azoth X liefert ab Werk eine nahezu perfekte Abstimmung und erspart stundenlange Bastelei – dieser Komfort will bezahlt sein. Für viele Enthusiasten dürfte das eine attraktive Option sein, sofern das Budget mitspielt.\n\nKritikpunkte gibt es – abgesehen vom Preis – nur wenige, diese aber deutlich: Allen voran die Software Armoury Crate, die dem edlen Hardware-Gesamteindruck hinterherhinkt und dringend Verbesserungen braucht. Zweitens ist das OLED-Display zwar schick, im Alltag aber eher Spielerei – wer darauf verzichten kann, findet günstigere Alternativen ohne Bildschirm, die kaum weniger leisten. Und drittens ist die Azoth mit ihrem 75-Prozent-Layout nicht für Nutzer gedacht, die einen Ziffernblock benötigen – doch das liegt in der Natur der Sache und nicht am Produkt selbst. Immerhin bietet Asus seit Neuestem mit der ROG Azoth 96 eine Variante mit Numpad für genau jene Zielgruppe an.\n\nZusammengefasst können wir die Asus ROG Azoth X trotz allem empfehlen. Sie richtet sich an fortgeschrittene Nutzer, die bereit sind, etwas mehr zu investieren, um ein „Rundum-Sorglos-Paket“ zu erhalten, und die vielleicht schon neugierig auf Custom-Features sind, ohne gleich komplett in die Custom-Keyboard-Materie abzutauchen. In diesem Sinne ist die Azoth ein gelungener Brückenschlag: ein fertiges Marken-Keyboard, das mit dem Gefühl und der Akustik eines Selbstbau-Projekts aufwartet. Wenn Sie über den hohen Preis und die Schwächen der Software hinwegsehen können, werden Sie mit der Asus ROG Azoth X im täglichen Einsatz Ihre helle Freude haben.\n\nPrice When Reviewed\n\nThis value will show the geolocated pricing text for product undefined\n\nBest Pricing Today\n\n###  Aktuell bester Preis: Asus ROG Azoth X\n\nShop\n\nPreis\n\nBei Amazon ansehen\n\nPreisvergleich (über 24.000 Shops weltweit)\n\nProdukt\n\nPreis\n\nPreisvergleich von Backmarket\n\nMit der Asus ROG Azoth X wagt der taiwanesische Hersteller den Vorstoß in die Welt der Custom-Gaming-Tastaturen und präsentiert ein 75-Prozent-Wireless-Keyboard der Oberklasse. Bereits auf den ersten Blick wird klar: Hier kommt kein 08/15-Brett auf den Schreibtisch, sondern ein kompakter Luxus-Tipper mit OLED-Display, Drehrad und individuell austauschbaren Switches.\n\nBesonders unsere Moonlight-White-Variante sticht optisch hervor: ein edles Weiß-Silber-Design mit einigen kontrastierenden schwarzen Tasten, das sogar eingefleischte Enthusiasten ins Schwärmen bringt.\n\nOb die Asus ROG Azoth im Alltag genauso glänzt wie in der Vitrine und ob Asus tatsächlich mit den Boutique-Marken mithalten kann, klären wir in diesem ausführlichen Praxis-Test. In unserem Vergleichstest von Gaming-Tastaturen finden Sie übrigens noch mehr empfehlenswerte Modelle.\n\nFriedrich Stiemer\n\n## Design, Verarbeitung und Lieferumfang\n\nTrotz ihres kompakten 75-Prozent-Layouts bringt die Asus ROG Azoth X ein erstaunliches Gewicht auf die Waage: Rund 1,2 Kilogramm Masse (326 x 136 x 40 Millimeter) verleihen ihr eine wertige und robuste Anmutung. Asus erreicht dies durch einen Rahmen aus Metall (elegant in Silber bei der weißen Version) und ein äußerst stabiles Kunststoffuntergehäuse.\n\nDer Kunststoffboden ist nötig, um die Funkleistung nicht zu beeinträchtigen. Der Verwindungssteifigkeit tut das aber keinen Abbruch. Alles sitzt passgenau, nichts knarzt. Die meisten Tastenkappen bestehen aus langlebigem, hochwertigem PBT-Kunststoff im Double-Shot-Verfahren, wodurch Abnutzung selbst nach langer Nutzung kaum Thema ist.\n\nIm weißen Modell sind die Keycaps größtenteils weiß, mit einigen schwarzen Akzenten (etwa an den Pfeiltasten und der Esc-Taste), was dem Board eine besondere Optik verleiht. Die Beschriftungen sind klar erkennbar, und zusätzlich sind alle Zweitbelegungen (FN-Funktionen) dezent auf der Vorderseite der Kappen aufgedruckt.\n\nDie Kappen haben eine leicht konkave Oberfläche und eine mittelhohe Bauform, ähnlich dem Cherry-Profil. In unseren Tests ergab das ein angenehmes Schreibgefühl. Lediglich die Textur der Tastenkappen könnte griffiger sein.\n\nManche könnten sie jedoch als etwas glatt empfinden, was in der Praxis jedoch weder Tippgenauigkeit noch Halt beeinträchtigt. Positiv: Fingerabdrücke oder ein speckiger Glanz treten dank PBT so gut wie gar nicht auf.\n\nFriedrich Stiemer\n\nIn der oberen rechten Ecke der Asus ROG Azoth X thront ein 2-Zoll-OLED-Display, flankiert von einem Drei-Wege-Drehschalter mit Druckfunktion. Dieses Mini-Display in Graustufen dient als vielseitiges Informationszentrum:\n\nEs zeigt etwa den Akkustand, die Lautstärke, aktive Profile oder sogar Live-Systemdaten (wie CPU-Temperatur oder -Auslastung) an und kann mit individuellen Animationen bespielt werden. Die Steuerung erfolgt bequem über das Drehrad. Damit lassen sich etwa Lautstärke, Beleuchtungshelligkeit oder Musikwiedergabe regeln.\n\nIm Alltag erweist sich das OLED-Panel als nette Dreingabe mit hohem Coolness-Faktor, allerdings bleibt der praktische Nutzen eher begrenzt. Viele Funktionen zeigt der PC-Monitor ohnehin an, und während ein schnell ablesbarer Batteriestand oder ein witziges GIF nett sind, braucht man das Display nicht wirklich. Auffällig und flexibel einsetzbar finden wir den Bildschirm allemal, und wer Spaß an Personalisierung hat, wird ihn zu schätzen wissen.\n\nFriedrich Stiemer\n\n## Tri-Mode-Konnektivität inklusive\n\nDie Unterseite der Asus ROG Azoth X offenbart einen Schiebeschalter zum Wechseln zwischen 2,4-GHz-Betrieb, Bluetooth und Kabelmodus, sowie ein verstecktes Fach für den USB-Empfänger. Zwei ausklappbare Standfüße mit zwei Höhenstufen ermöglichen es, den Tippwinkel anzupassen.\n\nEine Handballenauflage suchte man bei der ersten Azoth-Version vergeblich. Doch bei der von uns getesteten Asus ROG Azoth X gehört erfreulicherweise eine hochwertige Handballenauflage aus weichem Silikon zum Lieferumfang.\n\nDiese Auflage ist angenehm rutschfest und entlastet die Handgelenke merklich, was insbesondere bei der Gehäusehöhe von vier Zentimetern (ohne ausgeklappte Füße) sehr willkommen ist.\n\nFriedrich Stiemer\n\nApropos Lieferumfang: Der Hersteller spendiert der Asus ROG Azoth X ein ganzes Füllhorn an Zubehör. In der Box finden sich neben Keyboard und Auflage ein zwei Meter langes USB-C-auf-A-Kabel (gesleevt und robust), ein USB-Verlängerungsadapter für den Dongle, sowie Werkzeuge für ambitionierte Bastler.\n\nSo liegen ein Keycap- und Switch-Puller bei – auf das DIY-Schmier-Kit der Non-X-Version müssen Sie allerdings verzichten. Drei zusätzliche ROG-NX-Schalter und ein Ersatz-STRG-Keycap runden das Paket ab.\n\nDiese üppige Ausstattung unterstreicht den DIY-Ansatz der Asus ROG Azoth X: Selbst ohne eigene Modding-Erfahrung kann man direkt loslegen und zum Beispiel andere Switches ausprobieren.\n\nFriedrich Stiemer\n\n## Tippgefühl und Praxiseinsatz: „Smooth Operator“ auf leisen Sohlen\n\nBeim Schreiben legt die Asus ROG Azoth X einen Auftritt hin, der so manchen Tastatur-Nerd verblüfft. Asus hat nämlich tief in die Custom-Trickkiste gegriffen: Die Schalter sitzen in einem Gasket-Mount-Design, sprich, die Oberplatte (PCB) ist ringsum mit Silikon-Puffern gelagert, um Tippgeräusche und Vibrationen zu minimieren.\n\nZusätzlich kommen vier Lagen Dämpfungsschaum und Silikonpolster zum Einsatz. Das Resultat ist beeindruckend: Nebengeräusche oder Klappern? Fehlanzeige! Jeder Anschlag fühlt sich satt und präzise an, nichts wackelt oder hallt nach. Selbst die großen Tasten (Leertaste, Return, Shift) sind dank vorab großzügig geschmierter Stabilisatoren absolut klapperfrei und stabil.\n\nDie Federn der Schalter verursachen kein metallisches „Ping“ oder Kratzen. Übrig bleibt lediglich ein gedämpftes, angenehmes Klackern, das unseren Ohren schmeichelt und in seiner Lautstärke auch in ruhigen Büroumgebungen akzeptabel ist. So etwas kennen wir bisher nur von aufwendig gemoddeten Custom-Tastaturen!\n\nFriedrich Stiemer\n\nDas Testmuster kommt mit Asus hauseigenen „ROG NX Snow V2“-Switches: lineare Schalter, die in der weißen Version ab Werk verbaut sind. Diese entsprechen im Prinzip den NX Red (linear), sind jedoch in milchigem Weiß gehalten und laut Asus nochmals feinabgestimmt für einen besonders „sauberen“ und satten Klang.\n\nTechnisch weisen sie einen kurzen Auslöseweg von 1,8 Millimetern auf bei 40 Gramm Anfangskraft und etwa 53 Gramm Bottom-out-Widerstand. Das ist etwas leichter als klassische Cherry-MX-Reds und ermöglicht sehr sanfte, schnelle Eingaben.\n\nTatsächlich fühlen sich die vorlubrikierten NX Snow V2 äußerst geschmeidig an: kein Prellen, kein Kratzen, einfach pure Linearität. Im hitzigen Spielbetrieb registriert die Asus ROG Azoth X Befehle ohne Verzögerung; die 1000-Hertz-Polling-Rate im 2,4-GHz-Betrieb und N-Key-Rollover sorgen für zuverlässige, verzögerungsfreie Eingaben.\n\nSelbst bei hektischen FPS-Gefechten oder im MOBA-Klicken zeigte sich die Wireless-Gaming-Tastatur reaktionsschnell und präzise. Hier steht es klassischen Gaming-Tastaturen in nichts nach.\n\nFriedrich Stiemer\n\nSollte Ihnen der Druckpunkt der mitgelieferten Schalter nicht zusagen, ist das kein Problem: Die Asus ROG Azoth X unterstützt Hot-Swap für 3- und 5-Pin-Schalter, sodass Sie im laufenden Betrieb jeden Schalter gegen Ihr Wunsch-Modell tauschen können.\n\nIn unserem Test haben wir versuchsweise einige der ROG NX Snow V2 gegen taktile Modelle getauscht – dank des beiliegenden Werkzeugs ging das schnell von der Hand, und die Tastatur funktionierte sofort einwandfrei weiter.\n\nFriedrich Stiemer\n\n## Nicht nur die Schalter: Stabilisatoren ab Werk geschmiert\n\nEin weiteres Highlight sind die speziell abgestimmten, schmiergelagerten Stabilisatoren der größeren Tasten. Sie kommen ab Werk bereits mit ausreichendem Schmiermittel und verhindern so das sonst übliche Klappern der Leertaste und anderen.\n\nIn unserem Test gehörte die Space-Taste zu den besten, die wir je auf einem Prebuilt-Keyboard erlebt haben: gleichmäßig, fest und dennoch butterweich im Anschlag. Hier merkt man deutlich den Einfluss der Custom-Keyboard-Community, den Asus in die Azoth X hat einfließen lassen.\n\nFriedrich Stiemer\n\nAber wie tippt es sich nun insgesamt? Kurz gesagt: ausgezeichnet. Die Mischung aus federndem Gasket-Mount und gedämpften Switches resultiert in einem leicht federnden Tippgefühl: gerade genug Flex für Komfort, ohne schwammig zu wirken. Lange Tipp-Sessions (wie das Verfassen dieses Tests) gehen locker von der Hand.\n\nSogar „Gegentester“ in der Redaktion bemerkten den Unterschied. Mit den Standard-NX-Snow-V2 ist der Tastenanschlag relativ leicht. Wer von schwereren oder taktilen Schaltern kommt, muss sich eventuell kurz umgewöhnen.\n\nDoch genau hier spielt die Asus ROG Azoth X ihre Stärke aus, denn ein Wechsel auf etwa schwerere Kailh Box White (clicky) oder andere Switches ist in Minuten erledigt. Danach liefert das Keyboard wieder eine für den individuellen Geschmack perfekte Rückmeldung.\n\nIn allen Fällen bleibt das Tippgeräusch dank der Dämmung angenehm zurückhaltend. Kurzum: Die Asus ROG Azoth X bietet bereits direkt nach dem Auspacken ein Tipp-Erlebnis der Spitzenklasse, das kaum noch an eine „Tastatur von der Stange“ erinnert.\n\nFriedrich Stiemer\n\n## Alltag & Akkulaufzeit im Check\n\nEin Premium-Keyboard nützt wenig, wenn es ständig schlappmacht. Doch auch hier punktet die Asus ROG Azoth X souverän. Die kabellose Verbindung über den 2,4-GHz-USB-Dongle (Herstellerbezeichnung: „Asus SpeedNova“) läuft absolut verzögerungsfrei und stabil. In unserem Testzeitraum traten keine Verbindungsabbrüche auf.\n\nAlternativ lässt sich auch Bluetooth 5.1 nutzen, etwa, um die Tastatur mit bis zu 3 Geräten zu koppeln und per Fn-Taste schnell umzuschalten. Praktisch für Multi-Device-User: Ein Tastendruck, und schon springt die Asus ROG Azoth X vom PC zum Laptop oder Tablet.\n\nSelbstverständlich kann die Tastatur auch klassisch per USB-C-Kabel betrieben oder einfach während des Ladens weitergenutzt werden. Über einen Schalter auf der Rückseite wählt man zwischen Bluetooth, 2,4 GHz oder Kabelbetrieb.\n\nDie Asus ROG Azoth X wird sogar mit dem ROG Omni Receiver ausgeliefert: Damit kann ein einziger Dongle gleichzeitig die Azoth X und eine kompatible Asus-ROG-Maus ansteuern. So wird ein USB-Port weniger belegt.\n\nFriedrich Stiemer\n\nDie Akkulaufzeit der Azoth ist schlicht phänomenal. Asus verbaut einen üppigen 4.000-Milliamperestunden-Akku, der der Tastatur Marathon-Laufzeiten ermöglicht. Im Bluetooth-Betrieb ohne Beleuchtung erreichten wir teils weit über 2.000 Stunden (das sind über 80 Tage!) Laufzeit mit nur einer Ladung.\n\nIm 2,4-GHz-Modus gibt Asus ebenfalls rund 2.000 Stunden ohne RGB/OLED an. Diese Angabe können wir mangels eines Langzeittests zwar nicht verifizieren, aber sie erscheint plausibel. Schaltet man die RGB-Beleuchtung an, sinkt die Ausdauer auf immer noch etwa 130 Stunden.\n\nAktiviert man OLED und RGB gleichzeitig, sind etwa 62 Stunden Dauerbetrieb drin, bevor wieder Strom getankt werden muss. In unserem gemischten Praxisbetrieb (wechselweise Arbeiten und Zocken, moderate Beleuchtung, gelegentliches OLED-Info-Display aktiv) mussten wir real erst nach über sechs Wochen wieder ans Ladekabel.\n\nDas ist ein Wert, der schlicht überragend ist. Damit eignet sich die Asus ROG Azoth X perfekt für LAN-Partys oder fürs Arbeiten unterwegs, ohne ständig ans Aufladen denken zu müssen. Geladen wird übrigens über USB-C; ein vollständiger Ladevorgang dauert gut rund sechs Stunden, aber dank der genannten Laufzeiten ist das ein eher seltenes Ritual.\n\nFriedrich Stiemer\n\n## Software und OLED-Steuerung: Armoury Crate im Kreuzverhör\n\nSo ausgefeilt Hardware und Ausstattung der Asus ROG Azoth X sind, bei der Software patzt Asus leider – und dies ist ein wiederkehrendes Thema. Wie fast alle ROG-Peripheriegeräte setzt auch die Azoth X auf die hauseigene Verwaltungs-Software Armoury Crate, und die hat einen äußerst zweifelhaften Ruf.\n\nIn unserem Test bestätigte sich dies: Das Programm ist voluminös und benötigt Ewigkeiten zum Laden, es ist mit Funktionen überfrachtet und dabei unübersichtlich gestaltet. Jede Einstellung für das Keyboard will in irgendwelchen Untermenüs gefunden werden; intuitive Bedienung sieht anders aus.\n\nNoch gravierender: Stabilität und Zuverlässigkeit der Software ließen in unserem Testlauf stark zu wünschen übrig. Regelmäßig kam es zu Abstürzen, eingefrorenen Menüs oder Fehlermeldungen beim Versuch, Firmware-Updates der Tastatur einzuspielen.\n\nTeilweise erkannte Armoury Crate unsere Azoth X nicht korrekt oder scheiterte mitten im Update-Vorgang. Erst nach mehreren Anläufen und PC-Neustarts ließ sich die Firmware aktualisieren, was reichlich Frust erzeugte. Solche Probleme dürfen bei einer 300-Euro-Tastatur eigentlich nicht sein.\n\nFriedrich Stiemer\n\nDie gute Nachricht: Viele Kernfunktionen der Asus ROG Azoth X lassen sich auch komplett ohne Software nutzen. Asus hat dem Keyboard etliche On-the-Fly-Optionen spendiert: Über FN-Kombinationen kann man unter anderem Profile wechseln, Makros aufzeichnen, Beleuchtungsmodi und Helligkeit ändern oder den Windows-Tasten-Sperrmodus und das N-Key-Rollover toggeln.\n\nIn Kombination mit dem OLED-Display und dem Drehregler lässt sich tatsächlich ein Großteil der Einstellungen direkt an der Tastatur vornehmen. Hier ein Beispiel: Ein längerer Druck auf das Rad öffnet ein Menü im OLED, in dem wir durch Drehen Einstellungen wie RGB-Helligkeit, Effekt oder Systeminfo-Anzeige ändern können, und zwar ganz ohne Software.\n\nFür viele Anwender dürfte dies bedeuten, Armoury Crate gar nicht oder nur einmalig zu installieren, um eventuelle Firmware-Updates durchzuführen. Tatsächlich gibt es aber mit „Gear Link“ sogar eine webbasierte Version, die deutlich weniger Ballast mitbringt.\n\nEine gute Alternative für die träge Armoury Crate, die keine Installation benötigt. Wir hoffen, dass Asus Armoury Crate weiter optimiert, oder der Azoth X künftig sogar offiziellen QMK/VIA-Support spendiert, was viele Enthusiasten begrüßen würden.\n\nFriedrich Stiemer\n\nNoch ein kleines Manko für Power-User: Die Asus ROG Azoth X lässt nur einfache Belegungen zu. Die FN-Ebene (Sekundärbelegungen) ist fest vorgegeben und kann nicht umprogrammiert werden.\n\nIm Vergleich zu echten Custom-Lösungen mit komplett frei belegbaren Schichten (zum Beispiel dank QMK) ist das eine Einschränkung, die für 99 Prozent der Normalnutzer zwar egal sein dürfte, für absolute Keyboard-Profis aber relevant ist.\n\nFür die angepeilte Zielgruppe der anspruchsvollen Gamer und Gelegenheits-Modder reicht der Funktionsumfang der Software dennoch aus. Man kann alle Haupttasten nach Wunsch neu belegen, Makros zuweisen, umfangreiche RGB-Effekte konfigurieren und die OLED-Anzeige personalisieren (etwa Text, Systemmonitor oder Animationen). Sobald Armoury Crate läuft, funktioniert das auch zuverlässig – nur der Weg dorthin kann etwas holprig sein.\n\nFriedrich Stiemer\n\n## Wie PC-WELT Gaming-Tastaturen testet",
  "title": "Asus ROG Azoth X im Test: Premium-Tastatur für Custom-Fans"
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