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Behörde entfernt 7,7 Millionen verbotene Geräte vom deutschen Markt

PC-WELT – Homepage [Unofficial] February 6, 2026
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Die Bundesnetzagentur hat im Jahr 2025 sage und schreibe 7,7 Millionen elektronische Geräte mit „erheblichen Mängeln“ entdeckt. Diese hätten laut Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur, in Europa nie vertrieben werden dürfen.

Um diese Mängel handelt es sich

Die Bundesnetzagentur fand laut eigenen Angaben bei ihren Stichproben formale und grundlegende Mängel. Formale Mängel sind zum Beispiel fehlende CE-Kennzeichnungen oder fehlende Angaben zum verantwortlichen Unternehmen.

Viel wichtiger sind die grundlegenden Mängel. Das kann unter anderem die Überschreitung von Störaussendungsgrenzwerten sein. Diese Überschreitungen können Funkstörungen oder elektromagnetische Störungen bei anderen elektrischen Geräten wie einer Fritzbox (Fritzbox-Router im Vergleich: Welches ist das beste Modell?) verursachen.

Hier kontrolliert die Bundesnetzagentur

Die Bundesnetzagentur überprüft die Geräte sowohl im Online- als auch im stationären Handel und arbeitet hierbei mit dem Zoll zusammen. Die Marktüberwachung der Bundesnetzagentur ist für Kontrollen von Geräten zuständig, die unter die EU-Funkanlagenrichtlinie sowie unter die Richtlinie zur elektromagnetischen Verträglichkeit fallen.

Das sind die problematischsten Geräteklassen im Onlinehandel

Die Online-Marktüberwachung der Bundesnetzagentur hat im vergangenen Jahr insgesamt 1.266 auffällige Angebote gefunden. Im Jahr zuvor identifizierte sie sogar 1.426.

Die Bundesnetzagentur meldete diese den Verkaufsplattformen, die die Angebote daraufhin vom Markt nahmen. Dies betraf bei den verschiedenen Gerätetypen eine Stückzahl von über 5 Millionen Geräten. Die höchsten Stückzahlen betrafen Angebote bestimmter Smartwatch- und Funkgerätemodelle. Tipp : In unserer Bestenliste finden Sie nur zugelassene Smartwatches.

Vorgetäuschte Blutzuckermessung: Im EU-Schnellwarnsystem Safety-Gate sind bestimmte Smartwatch-Modelle als nicht verkehrsfähig gelistet, weil diese eine Blutzuckermessung anbieten, die jedoch nur simuliert ist! Trotzdem stellte die Bundesnetzagentur Verkaufsangebote dieser Smartwatches fest.

Diese Angebote hielten auch Vorgaben aus dem Funkanlagengesetz nicht ein. Die Bundesnetzagentur meldete die Angebote an die jeweiligen Verkaufsplattformbetreiber. Dieser löschte die Angebote anschließend.

Das sind die problematischsten Geräteklassen im deutschen Einzelhandel

Im deutschen Einzelhandel überprüfte die Bundesnetzagentur knapp über 2.100 Gerätetypen. Im Jahr 2024 waren es 1.540.

Bemerkenswerte 58 Prozent der überprüften Gerätetypen hielten die Vorgaben nicht ein. Dies betraf bei den verschiedenen Gerätetypen eine Stückzahl von rund 1,9 Millionen Geräten.

Die Bundesnetzagentur überprüfte messtechnisch unter anderem Wechselrichter für Batteriespeicher bei Photovoltaikanlagen. Ein Gerätetyp überschritt etwa erheblich die Störaussendungsgrenzwerte. Bei so einem Fall besteht das Risiko, dass unter anderem IP-Dienstprodukte wie Heimrouter im nahen Umfeld gestört werden. Die Bundesnetzagentur forderte den Hersteller auf, die Mängel zu beheben. Dieser stellte daraufhin die Produktion und den Vertrieb des nichtkonformen Gerätetyps ein.

Verdächtige Geräte bereits bei der Einfuhr gestoppt

In Zusammenarbeit mit dem Zoll wurden im Jahr 2025 viele Geräte bereits bei der Einfuhr in den EU-Binnenmarkt überprüft. 8.202 verdächtige Warensendungen meldete der Zoll an die Marktüberwachung der Bundesnetzagentur. Im Jahr 2024 waren es nur 5.005.

Davon waren rund 89 Prozent auffällig und erhielten keine Freigabe für den europäischen Markt. Von der Einfuhrsperre war eine Stückzahl von mehr als 359.000 Geräten betroffen.

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