Köln. Sauber? Verantwortung?

Jürgen (the mysztaerrie) May 22, 2026
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In einem aktuell auf ihrem Instgram-Kanal von Express und Kölner Stadt-Anzeiger veröffentlichtem Reel, https://www.instagram.com/reel/DYoe2wWk9En/?utm_source=ig_web_copy_link&igsh=MzRlODBiNWFlZA, wurde die Frage Macht die Stadt die falschen Orte sauber? gestellt. Im Zusammenhang mit einem Frühjahrsputz im und rund um den Kölner Hauptbahnhof. Worüber auch der Westdeutsche Rundfunk berichtete, https://www1.wdr.de/nrw/koeln/koeln-hauptbahnhof-fruehjahrsputz-100.html. Macht die Stadt die falschen Orte sauber? Nein und es ist auch die falsche Frage. Die zu stellende muss sein ob die Stadt falsch gereinigt wird, das heißt ob die Reinigungsintervalle und die beauftragten Dienstleistungen genügen. Eigentlich erübrigt es sich dies zu fragen. Denn wenn man mit offenen Augen durch die Stadt geht oder mit dem Nahverkehr unterwegs ist ist es offensichtlich, dass es nicht reicht. Sauberkeit kostet! Sauberkeit braucht ihre Zeit! Mottos der Industriegewerkschaft Bauen-Argrar-Umwelt (IG BAU). Sehr gut und zurecht auf den Punkt gebracht. Das Wesentliche. Natürlich ist es für die Mitarbeitenden der AWB, der Deutschen Bahn oder der von der KVB mit der Reinigung beauftragten Dienstleister eine mühselige Sisyphusarbeit wenn es Menschen gibt die nicht sorgsam mit der Stadt in der sie leben, in der sie sich aufhalten umgehen. Auf der anderen Seite ist es keine Lösung die Sauberkeit sträflich zu vernachlässigen und Kosten zu sparen. Diesbezügliche Fehlentscheidungen rächen sich jetzt. Wenn man regelmäßiger und gründlicher reinigt, das heißt wenn man von Zeit zu Zeit Grundreinigungen im wahren Sinn des Wortes durchführt, ist das unterm Strich weniger zeitaufwendig als wie wen man es schleifen lässt und auch günstiger. Als wenn man es nicht tut und dann mitunter mit schwerem Gerät ran muss, weil man Verschmutzungen so nicht wegkriegt. Mehr Selbstreflektion. Statt mit dem Finger auf andere (die Drogenszene, Obdachlose) zu zeigen. Ja. Genau. Die Frage ob die Einwohner*innen nicht selbst die zunehmende Vermüllung der Stadt zu verantworten haben. Was ich seit ich in der Stadt lebe wahrnehme spiegelt nicht das Motto Liebe Deine Stadt. Ich zumindest kenne kein Veedel das von Wildem Müll verschont bleibt. Das betrifft rechtsrheinische wie linksrheinische Stadtteile gleichermaßen. Oder jüngst in einer Bahn der Linie 18 beobachtet. Zwei Fahrgäste die ihre Snacks verzehrten und denen das egal war das Krümel auf den Boden fielen. Oder als ich in der Innenstadt unweit der S-Bahn- und KVB-Haltestelle Hansaring lebte. Bei der KVB fielen mir immer die ganzen Kippen auf dem Boden auf und an der S-Bahn-Haltestelle der ganze Müll der offensichtlich von Feiernden auf dem Weg von oder zu den Clubs an den Ringen war. An Wochenenden oder an Feiertagen, morgens, kein schöner Anblick. Oder Anwohnende wie Geschäftsleute die ihren Abfall in den ohnehin zu kleinen Tonnen am Straßenrand entsorgten. Insbesondere für illegal entsorgten Wilden Müll habe ich Null Verständnis. Unabhängig davon ob es Sonderabfälle sind oder nicht. Es sollte bekannt sein das und wo man bei den AWB Sperrmüll anmelden und wann man diesen abholen kann, beziehungsweise wo die Standorte der Wertstoffhöfe des Unternehmen sind. Darüber hinaus gibt es mittlerweile im Netz verschiedene Portale über die man noch brauchbaren Hausrat, Möbel oder Bekleidung weitergeben kann. Unter anderem folgende Informationsangebote der AWB und der Stadt Köln. Hilfsorganisationen oder Kleiderkammern in Köln die Kleiderspenden annehmen (Übersicht)https://www.altkleiderkoeln.de/hilfsorganisationen.html Tauschbörsehttps://tauschboerse.awbkoeln.de/ Öffentliche (und kostenlose) Toiletten in der Stadt Ich lebe seit mehreren Jahren in Köln und ja, man kann, man muss darüber reden für ein besseres Angebot zu sorgen. Auch über mehr Möglichkeiten wo Menschen kostenfrei ein WC nutzen können. Gleichwohl muss auch in dem Fall eine regelmäßige und gründliche Reinigung gewährleistet werden. Dabei muss man darauf achten das die Barrierefreiheit gewährleistet ist. Ich bin andererseits aber auch der Meinung das man von der Stadt und den AWB nicht erwarten darf das sie, überspitzt formuliert, überall wo jemand seine Notdurft verrichtet ein WC hinstellen, ein Dixi-Klo oder was auch immer. Beispielsweise las ich zum von Express und Kölner Stadt-Anzeiger veröffentlichtem Reel einen Kommentar wo mehr öffentliche Klos, unter anderem aus Gründen am Hansaring, gefordert wurde. Es gibt eine Homepage, die die AWB in Zusammenarbeit mit der Stadt Köln betreibt und auf der die Standorte öffentlicher WCs im Stadtgebiet angezeigt werden, auch die, die sich am Happy Toilett Konzept beteiligen. https://www.toiletten.koeln/ Wenn man dort den Hauptbahnhof oder Hansaring als Suchbegriff eingibt zeigt das Portal in beiden Fällen wenigstens fünf WCs im fußläufigen Umfeld an. Im Hauptbahnhof wenigstens zwei die rund um die Uhr kostenfrei benutzt werden können. Es gab insofern beiderseits bevor man auf dem Bahnhofsvorplatz und in der Kostgasse (Taxenstand, Breslauer Platz) neue Toiletten aufstellte bereits ein Angebot wo die Menschen hingehen und ihre Notdurft verrichten konnten. Und trotzdem gibt es Menschen, auch Anzuträger, Reisende, Einheimische, die ihre Notdurft wo in einer Ecke verrichten. Selbst wenn ein paar Meter daneben ein WC steht.

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