"Man möge es sich einmal vorstellen,
Jürgen (the mysztaerrie)
May 14, 2026
Quelle des Zitat in der Überschrift; https://www.morgenpost.de/bezirke/pankow/article411863825/wer-in-berlin-lebt-darf-sich-ueber-obdachlose-nicht-beschweren.html. Ein sehr guter Kommentar (einer Bezirksreporterin der Berliner Morgenpost für Pankow) dem ich mich gerne anschließe. Worauf es ankommen sollte? Runtergebrochen auf ein Wort. Gemeinsam. Leider sieht die Realität oft anders aus. Auch in Köln. Beispiele? Das Suchthilfezentrum das die Stadt Köln am Perlengraben errichten will und wo der Stadtrat vergangenen Donnerstag einen Baubeschluss fasste (https://www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/presse/mitteilungen/28400/index.html). Die seit Ende Januar 2025, nach einem Interview (https://www.ksta.de/koeln/ob-henriette-reker-im-interview-so-sind-die-koelner-nun-mal-952773) des Kölner Stadt-Anzeiger mit der ehemaligen Oberbürgermeisterin, laufende Debatte um die zunehmende Verwahrlosung der Stadt. Konflikte, die sich aus Sicht mancher (Anwohnende, Geschäftsleute, zum Beispiel) ergeben weil Menschen im öffentlichen Raum leben und dort Drogen konsumieren (Neumarkt, Friesenplatz, Ebertplatz, Wiener Platz, unter anderem). Beispiele, wo der Eindruck berechtigt ist das es um Verdrängung der Menschen geht, statt nachhaltiger Lösungen, von denen letzten Endes alle Anwohnenden und Geschäftsleute, auch in den betroffenen Veedeln, profitieren würden. 1. Grundlage, Verständnis Vor allem ist wichtig das man die Grundlagen jedweder Kommunikation beachtet, die man unter https://barrierefrei-im-kopf.de/kommunikation nachlesen kann. Insbesondere Respekt zeigen und Konstruktive Kritik. Andere Meinungen zulassen heißt ja nicht, dass man es genauso sieht. Aber auch das man alle betroffenen Akteure abholen und mitnehmen muss. Die Menschen um die es geht, Menschen die im öffentlichen Raum leben und Drogen konsumieren, gleichermaßen wie Anwohnende und Geschäftsinhaberinnen. Nicht das Rad schon wieder neu erfinden. Sondern Fokus auf einen gemeinsamen Nenner und das Ziel, Angebote und Unterstützung für Suchtkranke und Obdachlose. Und die Zwischenschritte über die man es erreicht. 2. Gemeinsam > Die Bereitschaft der Stadtpolitik, den Menschen in Not genauso viel Wert und Raum zu geben wie den Interessen von Anwohnerinnen und Anwohnern. (https://suedi-bleibt-solidarisch.de/) Hätte man dies seitens der städtischen Verwaltung und der politischen Gremien in Köln längst getan, wäre die aktuelle Lage nicht wie sie ist. Bei vergangenen und aktuellen Debatten kamen verschiedene Akteure der Gesellschaft, auch Anwohnende und Geschäftsleute zu Wort, Vertreterinnen von Bürgerinitiativen und Vereinen, aber nicht die Menschen um die es geht. Suchtkranke und Obdachlose. Für den Erfolg und Misserfolg eines Angebot, auch dem Suchthilfezentrum am Perlengraben, ist entscheidend ob es sich am tatsächlichen Bedarf der Menschen orieniert, oder dem was Dritte glauben zu meinen zu wissen was die Menschen die auf der Straße leben und im öffentlichen Raum Drogen konsumieren brauchen. > Peter Densborn, Vorstand und Arbeitsdirektor der KVB, ergänzt: „Das ist allerdings nicht nur ein KVB-Thema, sondern ein gesamtgesellschaftliches Problem, das nur gemeinsam und in enger Abstimmung mit Stadt, Polizei, Gesundheitsamt und Sozialarbeit gelöst werden kann. Aber wir wollen unseren Teil dazu beitragen, dass sich die Situation verbessert.“ (https://www.kvb.koeln/unternehmen/presse/pressemitteilungen.html?view=1217#meldung1217) Gemeinsam schließt selbstverständlich auch die städtischen Verkehrsunternehmen (wie beispielsweise die Kölner Verkehrs-Betriebe) ein. 3. Mit den Menschen reden, statt über sie. > Damals fütterte R. seine Frettchen auf der Parkbank, als sich eine Frau neben ihn setzte. Sie gab ihm etwas zu essen und sprach mit ihm. Zwei Wochen lang kam sie jeden Tag wieder. (https://www1.wdr.de/lokalzeit/unterwegs/koeln-drogen-stadfuehrung-sucht-drogenabhaengigkeit-100.html) Ein Positivbeispiel das zeigt weswegen es wichtig ist mit den Menschen um die es geht zu reden, statt über sie. Auch in den Medien. Ich erinnere mich an Sitzungen der Bezirksvertretung Innenstadt, bei denen ich im Publikum saß, wo es um den Eigelstein oder den Neumarkt ging, und wo Vertreterinnen der dortigen Bürgerinitiatven/-vereine zu Wort kamen, aber keine Obdachlosen, keine Drogenkonsumierenden. Ein anderes Beispiel weshalb das wichtig ist. Seit Jahren gibt es auf der einen Seite Angebote für Menschen die auf der Straße leben (Tagesaufenthalte, Übernachtungsmöglichkeiten) und auf der anderen Seite Menschen die diese aus verschiedenen Gründen nicht nutzen. Aus berechtigten und nachvollziehbaren Gründen. Wenigstens seit Anfang 2020 können sich die städtische Verwaltung und die politischen Gremien in Köln, zumindest die Ratsfraktionen, nicht rausreden es nicht gewusst zu haben. Damals wurde der Stadtarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenpolitik (https://ratsinformation.stadt-koeln.de/vo0050.asp?kvonr=7927) der Streetwork-Abschlussbericht Juni 2018 - Mai 2019 vorgelegt. Aus dem hervorgeht das die befragten Obdachlosen die Unterbringungsangebote ablehnen, - weil sie in abschließbaren Einzelzimmern untergebracht werden wollen, statt in Mehr-Bett-Zimmern. - weil es keine, zu wenig Unterkünfte gibt wo Obdachlose mit Hunden, wo obdachlose Paare gemeinsam unterkommen können. - weil manche in alternativen Wohnformen unterkommen wollen. (Dazu würde ich auch das am 31. Mai 2023 in der Gummersbacher Straße 26 in Köln zwangsgeräumte OMZ (Obdachlose mit Zukunft) zählen.) Was haben die Sozialverwaltung der Stadt Köln und der Rat in den vergangenen sechs Jahren daraus gemacht? Nichts.
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